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Wettersegen


Falk
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"Wir beten mit den Worten des Wettersegens, der in dieser Jahreszeit in vielen Ge-meinden regelmäßig gebetet wird:

 

Gott, du Schöpfer aller Dinge,

du hast uns Menschen die Welt anvertraut

und willst, dass wir ihre Kräfte nützen.

Aus dem Reichtum deiner Liebe

schenkst du uns die Früchte der Erde:

den Ertrag aus Garten und Acker, Weinberg und Wald,

damit wir mit frohem und dankbaren Herzen dir dienen.

Erhöre unser Gebet:

Halte Ungewitter und Hagel,

Überschwemmung und Dürre,

Frost und alles, was uns schaden mag,

von uns fern.

Schenke uns alles, was wir zum Leben brauchen.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen!

Und der Segen des allmächtigen und treuen Gottes,

des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

komme herab auf euch und eure Arbeit,

auf das Werk eurer Hände und eures Geistes,

auf eure Familien und eure Kinder,

auf Alte und Junge, Gesunde und Kranke

und uns sein Segen bleibe bei euch allezeit.

Amen."

 

(Quelle: siehe vorstehendes Posting)

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erst jetzt gelesen, daher später Tip zur Ergänzung:

 

Die gängisten Segnungen sind im Benediktionale zu finden, das zur liturgischen Grundausstattung jeder Gemeinde und jedes Geistlichen gehört. Also egal, was man gesegnet haben möchte, dort zu suchen ist am erfolgversprechendsten.

 

Für den Fall, daß der Pfarrer damit gerade segnend durch die Lande zieht, kann man es noch im Meßbuch versuchen, das außer feierlichen Schlußsegensformeln auch einige sonstige Segnungen enthält, u.a. auch den Wettersegen.

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Den hätten die Dresdner und die Bitterfelder kennen sollen! Warum hat ihnen das keiner verraten?

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Zitat von Lichtlein am 8:12 - 19.August.2002


Zitat von Boanerges am 2:12 - 19.August.2002

mit dem Kreuzpartikel

Was ist denn das???

Das ist ein Stückchen vom "heiligen Holze", an dem unser Erlöser hing.

 

Die Gesamtheit der als Reliquien verehrten Kreuzpartikel dürfte wahrscheinlich für mehrere Kreuze ausreichen.

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"Verschon' uns, heil'ger Florian,

zünde and're Häuser an"

, das ist kurz und bündig; obendrein quillts über vor Nächstenliebe.

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Hier die Version aus dem Würzburger Gesangbuch (eine Übersetzung des lateinischen Textes)

 

P Von Blitz und Ungewitter

A Erlöse uns, o Herr.

P Erzeige, Herr, uns deine Huld.

A Und schenke uns dein Heil.

P Segen spendet der Herr.

A Und unsre Erde gibt ihre Frucht.

P Herr, erhöre mein Gebet.

A Und laß mein Rufen zu dir kommen.

P Der Herr sei mit euch.

A Und mit deinem Geiste.

P Lasset uns beten:

A Heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott, wir bitten dich inständig, verleih uns nach deiner Barmherzigkeit Reichtum der Ernte, Fülle der Früchte, Segen des Weinstocks, Fruchtbarkeit der Bäume und das Gedeihen aller Dinge. Halte gnädig davon fern schädliche Witterung, gefährlichen Sturm, Frost und Hagelschlag; durch Christus, unsern Herrn.

Amen

P Die Hilfe Gottes bleibe allezeit bei uns.

A Amen

P Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.

A Der Himmel und Erde erschaffen hat.

P Der Name des Herrn sei gepriesen.

A Von nun an bis in Ewigkeit.

P Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, steige nieder auf euch, diesen Ort und die Früchte der Erde und bleibe immerdar.

A Amen

 

Soweit der Text, der in meiner Gemeinde mit überwiegend bäuerlich geprägten Christen sehr gerne gebetet wird. Allerdings beschleicht mich bei dem Über?-Eifer für dieses Gebet der unterschwellige Verdacht, Gott wird hier von manchen Betern zum Wettergott und Wettermacher gemacht. Dagegen sträubt sich alles in mir. Ich bin kein Freund solcher Gebete, die für mich schon eher Aberglaube (oder gerade noch christlich hingebogenes heidnisches Denken) sind.

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Hat doch geholfen. Oder wurde auch Würzburg überschwemmt?

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Wettersegen, Regentänze - mich würde mal interessieren, ob das wirklich jemand glaubt, dass das funktioniert? So richtig ernsthaft?

 

Mir ist klar, dass jemand daran glauben muss, sonst würde sowas nicht aufgenommen, aber gibt es auch Leute, die hier so daran glauben?

 

Und wenn ja, warum hat es wohl nicht funktioniert?

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Na ja, wenn man an Jungfrauengeburt, Unfehlbarkeit des Papstes etc. glaubt, warum dann nicht auch an einen Gott, der aktiv das Wetter bestimmt? Schliesslich hat er laut AT schonmal fast die gesamte Menschheit ersäuft. Dagegen war er dies Jahr ja richtig gnädig mit uns...

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Es wäre total nett, wenn einer von Euch katholischen Christen diese Wettersegen-Magie glaubensmäßig bestägigen würde.

 

Ein Eintrag im Thread "Überspannt & Verstiegen" ist die Belohnung!

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Die Gesamtheit der als Reliquien verehrten Kreuzpartikel dürfte wahrscheinlich für mehrere Kreuze ausreichen.


Immer wieder behauptet und publiziert, bisher meines Wissens aber nie belegt, etwa durch eine Auflistung der bekannten Kreuzpartikel oder ähnliches. Wäre doch mal was für eine Fleißdissertation in "Wissenschaftlichem Atheismus" an der Uni Peking. ;) Für mein Teil verzichte ich gern auf diesen Doktorhut, zumal es bei der Kreuz- und Reliquienverehrung um Geistliches geht, also stärker um die Beziehung zum gekreuzigten Christus, als um den Gegenstand. Mag Erbsen zählen, wer will, aber wer Erbsenzahlen als Argument anführt, sollte auch belegen können.

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diese Wettersegen-Magie

 

Eben nix Magie, daher auch keine reproduzierbaren Kausalitäten. Segen ist Gebet, Gebet setzt den Glauben an und das Vertrauen in Gott voraus, Atheisten ist das logischerweise nicht oder kaum vermittelbar.

 

Wenn ich an die Wirksamkeit von Gebeten glaube - wozu ich mich hiermit bekenne - mich aber gleichzeitig von magischen Vorstellungen distanziere, auch wenn Ute damit nichts anfangen kann und beides für das Gleiche hält, bekomme ich dann trotzdem einen Platz in "Überspannt & Verstiegen"? Vielleicht mit besonderer Dispens von Ute? Ach bitte! ;)

 

Übrigens: bei Segnungen ist, was das Verständnis der Gläubigen zugegebenermaßen die Grenze zwischen Glaube und Aberglaube fließend. Das Lehramt der Kirche hat sich da übrigens auch immer wieder klarstellend geäußert.

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Hallo TomTom!

 


Zitat von TomTom am 13:24 - 21.August.2002


diese Wettersegen-Magie

Übrigens: bei Segnungen ist, was das Verständnis der Gläubigen zugegebenermaßen die Grenze zwischen Glaube und Aberglaube fließend. Das Lehramt der Kirche hat sich da übrigens auch immer wieder klarstellend geäußert.

 

Klarstellend? Ich habe da noch nix klarstellendes entdeckt, nur schwerste Wortnebelwerferbatterien wurden aufgefahren ...

 

Als Ex-Katholik ist mir natürlich bewusst, das es einerseits so etwas wie einen "katholischen Aberglauben" gibt, aber das dies andererseits den meisten Katholiken gleichzeitig auch extrem peinlich ist.

 

Deswegen möchte die Kirche einerseits auch keinen, der aus abergläubischen Gründen katholisch ist, verprellen, andererseits aber mehr rationalen katholischen Zeitgenossen die Unvernunft pur vor Augen führen.

 

Deswegen bleibt man kirchlicherseits bei einem entschiedenen JEIN.

 

Atheisten, lieber TomTom, ist Deine Ansicht deswegen nicht vermittelbar, weil sie selbst-widersprüchlich ist.

 

Einerseits keine reproduzierbare Kausalität - andererseits glaubst Du an die Wirksamkeit von Gebeten. Was denn nun?

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Guest Ketelhohn

Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, daß sie allezeit beten und nicht nachlässig werden sollten, nämlich: Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete und sich vor keinem Menschen scheute. Es war aber eine Witwe in jener Stadt; die kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegenüber meinem Widersacher! Und er wollte lange nicht; hernach aber sprach er bei sich selbst: Ob ich schon Gott nicht fürchte und mich vor keinem Menschen scheue, so will ich dennoch, weil mir diese Witwe Mühe macht, ihr Recht schaffen, damit sie nicht schließlich komme und mich ins Gesicht schlage. Und der Herr sprach: Höret, was der ungerechte Richter sagt! Sollte aber Gott nicht seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen, wenn er sie auch lange warten läßt? Ich sage euch, er wird ihnen Recht schaffen in Kürze! Doch wenn des Menschen Sohn kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden? (Lc 18,1-8).

 

Und er sprach zu ihnen: Welcher unter euch hätte einen Freund und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Freund, leihe mir drei Brote; denn mein Freund ist von der Reise zu mir gekommen, und ich habe ihm nichts vorzusetzen; und jener würde von innen antworten und sagen: Mache mir keine Mühe! Die Türe ist schon verschlossen, und meine Kinder sind bei mir im Bett; ich kann nicht aufstehen und dir geben! Ich sage euch: Wenn er auch nicht deswegen aufstehen und ihm geben wird, weil er sein Freund ist, so wird er doch um seiner Unverschämtheit willen aufstehen und ihm geben, soviel er bedarf. Und ich sage euch: Bittet, so wird euch gegeben werden; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan werden! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan werden. Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet? Oder wenn er ihn um einen Fisch bittet, gibt er ihm statt des Fisches eine Schlange? Oder wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion geben? So nun ihr, die ihr arg seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist denen geben, die ihn bitten! (Lc 11,5-13).

 

Ich könnte dazu noch ein Gleichnis von meiner Tochter, den Gummibärchen und mir erzählen. Allein wer nicht völlig vernagelt ist, hat auch so längst begriffen, daß es beim Gebet weder um Magie noch um Knopfdruck-Automatismus noch um eitle Monologe oder gar Selbstsuggestion geht.

 

(Geändert von Ketelhohn um 14:56 - 21.August.2002)

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Werner agnosticus


Zitat von TomTom am 13:08 - 21.August.2002

... zumal es bei der Kreuz- und Reliquienverehrung um Geistliches geht, also stärker um die Beziehung zum gekreuzigten Christus, als um den Gegenstand.

Ich nehme an, die Gegenstände dazu haben dann nur diese materialistischen, ebsenzählerischen A&As dazu erfunden. Und dann jahrhundertelang einen schwunghaften Handel damit betrieben.

 

 

"Freifrau von Droste-Fischering

zum heilgen Rock nach Trier hinging ..."

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altersuender


Zitat von Werner agnosticus am 15:10 - 21.August.2002

Ich nehme an, die Gegenstände dazu haben dann nur diese materialistischen, ebsenzählerischen A&As dazu erfunden. Und dann jahrhundertelang einen schwunghaften Handel damit betrieben.


 

Lieber Werner,

 

da hast Du vielleicht sogar mit Deinem Scherz ungezielt und ohne es zu wollen dennoch voll ins Schwarze getroffen. Für einen gläubigen Christen wäre die Fälschung von Reliquien und der Handel damit wohl ein schlimmer Frevel gewesen. Das spricht doch eher dafür, dass wir diese vielen Kreuzessplitter, nach deren Menge Jesus wohl an 3 oder 4 Kreuzen hing, Generationen von A&A's mit ausgeprägtem Geschäftssinn und einem guten Schitzermesser verdanken ?

 

(Geändert von altersuender um 17:06 - 26.August.2002)

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Hallo Erich!

 


Zitat von altersuender am 16:29 - 26.August.2002

 

da hast Du vielleicht sogar mit Deinem Scherz ungezielt und ohne es zu wollen dennoch voll ins Schwarze getroffen. Für einen gläubigen Christen wäre die Fälschung von Reliquien und der Handel damit wohl ein schlimmer Frevel gewesen. Das spricht doch eher dafür, dass wir diese vielen Kreuzessplitter, nach deren Menge Jesus wohl an 3 oder 4 Kreuzen hing, Generationen von A&A's mit ausgeprägtem Geschäftssinn und einem guten Schitzermesser verdanken ?


 

Aber nein - Du weisst doch, alles, was dem Glauben dient, ist höchst ehrenvoll, und der Zweck "heiligt" die Mittel, somit sind auch erfundene Reliquien "heilig", denn sie vermehren den Glauben.

 

Immerhin konnte man sich auf Paulus berufen:

 

2 Korinther 12:16

"Doch es sei: ich habe euch nicht belastet; weil ich aber schlau bin, habe ich euch mit List gefangen."

 

(Na gut, schon wieder eine halbwegs ernsthafte Antwort auf einen ganzen Scherz ... oder ein ganzer Scherz auf eine halbwegs ernsthafte Antwort ...)

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Zitat von Lichtlein am 8:12 - 19.August.2002


Zitat von Boanerges am 2:12 - 19.August.2002

mit dem Kreuzpartikel

Was ist denn das???


naja - z. B. sowas.

 

Liebe Grüße, Peter.

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