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[UMT] Kirchenrechtliche Vergewisserung


gouvernante
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Es geht um folgenden Fall.

 

Ich möchte in diesem thread die kirchenrechtlichen Hintergründe ausleuchten.

 

Allgemeine Diskussion zu Transgender und "was ich immer schon mal zur kirchenlichen Lehre zur Sexualmoral sagen wollte" etc. hat hier keinen Platz. Ebensowenig OTs, Anpatzereien und ähnliches.

 

 

 

Es sind je ein Mann und eine Frau beteiligt. Und staatliche Entscheidungen bezüglich der Geschlechtsidentität betrachtet die Kirche als irrelevant.

Demzufolge müßte die kirchliche Eheschließung doch kein Problem sein, sehe ich das richtig?

Edited by gouvernante
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Ich kann kein Ehehindernis erkennen. Die Trauung sollte also kein Problem sein, Bestimmungen, wer das Kleid zu tragen hat, gibt es nicht.

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gouvernante

Ich nehme mal diesen thread her...

 

Ich habe gerade gelernt (als ich ein Detail über die römische Kirche Santa Maria in Via Lata herausfinden wollte und auf die Tatsache stieß, daß diese zZ Titularkirche von Cassidy pro hac vice ist), daß es augenscheinlich die Möglichkeit gibt, daß Kardinaldiakone nach 10 Jahren ein ius optionis haben, in den Rang von Kardinalpriestern aufzurücken. Wo kann man was dazu nachlesen?

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Baumfaeller

Ich weiss dass ich hier normalerweise nicht posten darf, aber ich hoffe, dass ein Link auf Neuigkeiten (leider in Spanisch) zulässig ist, weil es hier wahrscheinlich nicht so viele Leute gibt, die Spanische Zeitungsartikel lesen können.

 

Ich kann kein Ehehindernis erkennen.

Der örtliche katholische Priester und das Bistum waren anscheinend nicht Deiner Meinung, und haben das glückliche Ehepaar nicht kirchlich getraut. Die Begründung ist, dass die Beiden ihr natürliches Geschlecht nicht akzeptieren, und nicht als Mann und Frau getraut werden wollen. Zitat: "Wenn sie ihre Geburtsnamen annehmen würden, und die Mutter als Braut und der Vater als Bräutigam getraut werden wollen, dann gäbe es gar kein Problem". Allerdings hat der Ortspriester den schwangeren Vater gesegnet, genau wie er regelmäßig alle Schwangeren segnet. Der Bischof gab als Begründung an, dass "es nicht in der Bibel angewiesen ist, dass wir zwei Personen wie euch trauen können."

 

Leider ging es der Familie damals wirtschaftlich nicht gut, beide waren arbeitslos, und sie wurden von großzügigen Spenden von Freunden unterstützt. Interview mit dem Paar (faszinierend zu lesen, vor allen wenn man den kulturellen Hintergrund in Südamerika etwas kennt; das Paar ist anscheinend ziemlich katholisch): http://tiempo.infonews.com/nota/77739/nunca-esperamos-ser-los-primeros-en-esto

 

Ihr Baby wurde im Dezember 2013 geboren, und wurde dann ein dreiviertel Jahr später in der katholischen Kirche getauft (der folgende Artikel hat ein Photo der Taufe):

http://diariojunio.com.ar/noticia.php?noticia=63709

 

Zitat des Priesters nach der Taufe (der laut Zeitungsartikel einer der ersten war, der den Eltern gratulierte): "Sólo le deseo que además de lo hermosa que es, que sea buena y que alguien pueda darle un trabajo a sus padres para que lleven el pan a la mesa dignamente" "So huebsch sie (das Baby) auch ist, so wünsche ich doch, dass es gut wäre, wenn jemand den Eltern Arbeit geben koennte, damit sie würdevoll Brot auf den Tisch tun." Anscheinend musste die Mutter (die nicht schwanger war) die Familie zeitweise mit Prostitution über Wasser halten.

Edited by Baumfaeller
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Chrysologus

Ich nehme mal diesen thread her...

 

Ich habe gerade gelernt (als ich ein Detail über die römische Kirche Santa Maria in Via Lata herausfinden wollte und auf die Tatsache stieß, daß diese zZ Titularkirche von Cassidy pro hac vice ist), daß es augenscheinlich die Möglichkeit gibt, daß Kardinaldiakone nach 10 Jahren ein ius optionis haben, in den Rang von Kardinalpriestern aufzurücken. Wo kann man was dazu nachlesen?

Can. 350 § 5 CIC - da wir es hier direkt mit päpstlichem Handeln zu tun haben, sehe ich allerdings weder einen direkten Anspruch noch einen Weg, diesen so es ihn geben sollte durchzusetzen.

Edited by Chrysologus
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