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Sinn und Unsinn von Gedenkthreads


Elima
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Dieser Thread wurde nicht von Elima eröffnet, sondern entstand aus einem Split aus dem katholischen Bereich

 

rince als Mod (der nicht den Split vorgenommen hat ;) )

 

 

Da ist ja der umgefallene Sack Reis in Peking eine noch vergleichsweise aufreibende Story. :winke:

Mit deinen Jubiläumsthreads kann dieses Thema so gerade noch mithalten. :rolleyes:

Klar, wenn man geschichtsvergessen ist und besonders die Geschichte des 20. Jh. gerne verdrängt, dann stört so was die Seelenruhe.

 

Es gab Zeiten, da hat man diese jüngste Geschichte im Unterricht eher verschwiegen (waren ja oft die Lehrkräfte selbst zumindest noch bei der HJ oder beim BDM, und zwar begeistert), dann begann die Epoche, in der Schüler mit Kenntnissen über diese Zeit "zugeschüttet" wurden, als ob es sonst keine Geschichte gegeben hätte. Und das führte eben zum Überdruss und zur Verdrängung des Ganzen. Es ist schlimm, dass wir offensichtlich nur Extreme darstellen können.

Edited by rince
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Da ist ja der umgefallene Sack Reis in Peking eine noch vergleichsweise aufreibende Story. :winke:

Mit deinen Jubiläumsthreads kann dieses Thema so gerade noch mithalten. :rolleyes:

Klar, wenn man geschichtsvergessen ist und besonders die Geschichte des 20. Jh. gerne verdrängt, dann stört so was die Seelenruhe.

 

Es gab Zeiten, da hat man diese jüngste Geschichte im Unterricht eher verschwiegen (waren ja oft die Lehrkräfte selbst zumindest noch bei der HJ oder beim BDM, und zwar begeistert), dann begann die Epoche, in der Schüler mit Kenntnissen über diese Zeit "zugeschüttet" wurden, als ob es sonst keine Geschichte gegeben hätte. Und das führte eben zum Überdruss und zur Verdrängung des Ganzen. Es ist schlimm, dass wir offensichtlich nur Extreme darstellen können.

 

Ich bin da völlig anderer Meinung: Solange sich aus Umfragen noch immer ergibt, dass in Westeuropa zwischen 23 und 28% der Menschen bei Umfragen deutlich antisemitische Meinungen äußern kann es m.E. gar nicht genug Erinnerung und damit verbundenes Wachhalten des Unrechtsbewusstseins geben.

 

Ich habe dieses Semester am Institut für Judaistik eine 6 stündige Lehrveranstaltung zur Geschichte des Antisemitismus übrigens auch aus christlicher Sicht absolviert, die mich in der Meinung bestärkt. Ich habe am Mittwoch die Prüfungen dazu und werde dann einen Thread dazu eröffnen....

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Ich bin da völlig anderer Meinung: Solange sich aus Umfragen noch immer ergibt, dass in Westeuropa zwischen 23 und 28% der Menschen bei Umfragen deutlich antisemitische Meinungen äußern kann es m.E. gar nicht genug Erinnerung und damit verbundenes Wachhalten des Unrechtsbewusstseins geben.

 

Ich habe dieses Semester am Institut für Judaistik eine 6 stündige Lehrveranstaltung zur Geschichte des Antisemitismus übrigens auch aus christlicher Sicht absolviert, die mich in der Meinung bestärkt. Ich habe am Mittwoch die Prüfungen dazu und werde dann einen Thread dazu eröffnen....

Es gibt da mMn auch eine Trotzreaktion, eine Art Würgereiz, wenn das Thema schon wieder angesprochen wird. Es gibt durchaus ein Genug an Erinnern, möglicher Weise sogar ein Zuviel.

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Da ist ja der umgefallene Sack Reis in Peking eine noch vergleichsweise aufreibende Story. :winke:

Mit deinen Jubiläumsthreads kann dieses Thema so gerade noch mithalten. :rolleyes:

Klar, wenn man geschichtsvergessen ist und besonders die Geschichte des 20. Jh. gerne verdrängt, dann stört so was die Seelenruhe.

 

Es gab Zeiten, da hat man diese jüngste Geschichte im Unterricht eher verschwiegen (waren ja oft die Lehrkräfte selbst zumindest noch bei der HJ oder beim BDM, und zwar begeistert), dann begann die Epoche, in der Schüler mit Kenntnissen über diese Zeit "zugeschüttet" wurden, als ob es sonst keine Geschichte gegeben hätte. Und das führte eben zum Überdruss und zur Verdrängung des Ganzen. Es ist schlimm, dass wir offensichtlich nur Extreme darstellen können.

 

Ich bin da völlig anderer Meinung: Solange sich aus Umfragen noch immer ergibt, dass in Westeuropa zwischen 23 und 28% der Menschen bei Umfragen deutlich antisemitische Meinungen äußern kann es m.E. gar nicht genug Erinnerung und damit verbundenes Wachhalten des Unrechtsbewusstseins geben.

 

Ich habe dieses Semester am Institut für Judaistik eine 6 stündige Lehrveranstaltung zur Geschichte des Antisemitismus übrigens auch aus christlicher Sicht absolviert, die mich in der Meinung bestärkt. Ich habe am Mittwoch die Prüfungen dazu und werde dann einen Thread dazu eröffnen....

 

Hmm, mit Kenntnissen zugeschüttet werden, heißt ja gerade nicht, dass die Schüler das dann auch verinnerlicht haben, eher im Gegenteil, sie schalten "auf Durchzug". Mit dem Unterricht ist es eben auch so: er wird für alle gehalten und-wenn man Glück hat- bewirkt er etwas bei vielen.

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eine Art Würgereiz, wenn das Thema schon wieder angesprochen wird.

 

Ich kriege auch einen Würgereiz wenn ich lese was Menschen in der Lage waren Menschen anzutun....und gerade dieser Würgereiz ist für mich die Ursache nicht zu schweigen...wer schweigt scheint zuzustimmen meinten die alten Römer.

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Chrysologus

wer schweigt scheint zuzustimmen meinten die alten Römer

 

Meinst du, man kann strafprozessrechtliche Prinzipien auf das Leben übertragen?

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wer schweigt scheint zuzustimmen meinten die alten Römer

 

Meinst du, man kann strafprozessrechtliche Prinzipien auf das Leben übertragen?

 

Das war nicht Strafprozess sondern Vertragsrecht. Gilt übrigens heute noch zwischen Unternehmen.

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Chrysologus

wer schweigt scheint zuzustimmen meinten die alten Römer

 

Meinst du, man kann strafprozessrechtliche Prinzipien auf das Leben übertragen?

 

Das war nicht Strafprozess sondern Vertragsrecht. Gilt übrigens heute noch zwischen Unternehmen.

 

Galt auch im Akkusationsverfahren und gilt (zumindest in D) zwischen Kaufleuten. Passt aber nicht ins Leben, sonst müßten wir ganztätgig protestieren.

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