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Eremitin


Shubashi
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Da war was

Gouvi scheint welche zu kennen.

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Vielen Dank! Jetzt warte ich geduldig ab, bis unsere "Eremitenkennerin" wieder vom Berg in de Ebene steigt und (evtl.) ein Wort an die lagernde Menge richtet.

(Solange gehe ich die von Dir freundlichweise gesammelten Sentenzen durch.)

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Vielen Dank! Jetzt warte ich geduldig ab, bis unsere "Eremitenkennerin" wieder vom Berg in de Ebene steigt und (evtl.) ein Wort an die lagernde Menge richtet.

(Solange gehe ich die von Dir freundlichweise gesammelten Sentenzen durch.)

Die Kennerin ist - glaube ich - vorübergehend im Orbit. ;)

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Es geht um diese Dame in der Verena-Schlucht. Sie scheint bei der Gemeinde angestellt zu sein und lebt als so eine "self-styled-Schwester".

http://www.zeit.de/2014/31/schwester-benedikta-eremitin-schweiz

 

War da nicht mal was mit "Eremiten-werden-vom-Ordinarius-anerkannt"?

Gibt es das überhaupt noch in der RKK?

 

 

Die Gouvernante arbeitet sich gerade zugtechnisch aus dem Gebirge heraus und hat inzwischen Gefilde erreicht, die sich durch Internetanbindung auszeichnen... ;)

 

 

 

Zur aktuellen Stelleninhaberin in der Verenaschlucht läßt sich folgendes sagen:

- "Eremit" oder "Eremitin" ist kein geschützter Begriff (ich füge hinzu: leider). Jede/r der das will, darf sich auch so bezeichnen.

- in der Schweiz (und meines Wissens nur dort) gibt es zwei oder drei "dotierte" Einsiedeleien, die Verenaschlucht ist eine davon. Das hat vor allem historische Gründe (Wallfahrtspflege) und ebenso ist es geschichtlich bedingt, wie die dort angestellten Eremiten oder Eremitinnen bestellt werden - idR durch ein Gremium, das auch die ursprüngliche Stiftung verwaltet, nicht durch den zuständigen Ortsbischof.

- meines Wissens ist die aktuell dort angestellte Frau keine Diözesaneremitin im Sinne des can. 603 CIC (das hätte ich sonst durch die "Buschtrommeln" der mir bekannten deutschen Eremiten erfahren...). Ob sie aber in irgendeiner Form Privatgelübde oder Ähnliches abgelegt hat, weiß ich nicht (und es war den mir bekannten Pressberichten bzw. Sendungen des Schweizer Fernsehens auch nicht zu entnehmen). Ich gehe aber davon aus, daß der Ortsordinarius von ihr weiß und ihre Anstellung dort zumindest billigt. Sie nimmt die Aufgabe "Eremitin in der Verenaschlucht" allerdings nicht in kirchlichem Auftrag wahr.

 

Generell vermute ich, daß kein Diözesaneremit/in, dessen Lebensform vom Ortsordinarius nach can. 603 anerkannt wurde, sich auf eine solche Stelle bewerben würde, weil die dort herrschenden Rahmenbedingungen einem der Grundkriterien eines eremitischen Lbenes - nämlich der "strengeren Trennung von der Welt" deutlich entgegenstehen.

 

CIC can. 603:

Can. 603 — § 1. Außer den Instituten des geweihten Lebens anerkennt die Kirche auch das eremitische oder anachoretische Leben, in dem Gläubige durch strengere Trennung von der Welt, in der Stille der Einsamkeit, durch ständiges Beten und Büßen ihr Leben dem Lob Gottes und dem Heil der Welt weihen.

§ 2. Als im geweihten Leben Gott hingegeben wird der Eremit vom Recht anerkannt, wenn er, bekräftigt durch ein Gelübde oder durch eine andere heilige Bindung, sich auf die drei evangelischen Räte öffentlich in die Hand des Diözesanbischofs verpflichtet hat und unter seiner Leitung die ihm eigentümliche Lebensweise wahrt.

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Es geht um diese Dame in der Verena-Schlucht. Sie scheint bei der Gemeinde angestellt zu sein und lebt als so eine "self-styled-Schwester".

http://www.zeit.de/2014/31/schwester-benedikta-eremitin-schweiz

 

War da nicht mal was mit "Eremiten-werden-vom-Ordinarius-anerkannt"?

Gibt es das überhaupt noch in der RKK?

 

 

Die Gouvernante arbeitet sich gerade zugtechnisch aus dem Gebirge heraus und hat inzwischen Gefilde erreicht, die sich durch Internetanbindung auszeichnen... ;)

 

 

 

Zur aktuellen Stelleninhaberin in der Verenaschlucht läßt sich folgendes sagen:

- "Eremit" oder "Eremitin" ist kein geschützter Begriff (ich füge hinzu: leider). Jede/r der das will, darf sich auch so bezeichnen.

- in der Schweiz (und meines Wissens nur dort) gibt es zwei oder drei "dotierte" Einsiedeleien, die Verenaschlucht ist eine davon. Das hat vor allem historische Gründe (Wallfahrtspflege) und ebenso ist es geschichtlich bedingt, wie die dort angestellten Eremiten oder Eremitinnen bestellt werden - idR durch ein Gremium, das auch die ursprüngliche Stiftung verwaltet, nicht durch den zuständigen Ortsbischof.

- meines Wissens ist die aktuell dort angestellte Frau keine Diözesaneremitin im Sinne des can. 603 CIC (das hätte ich sonst durch die "Buschtrommeln" der mir bekannten deutschen Eremiten erfahren...). Ob sie aber in irgendeiner Form Privatgelübde oder Ähnliches abgelegt hat, weiß ich nicht (und es war den mir bekannten Pressberichten bzw. Sendungen des Schweizer Fernsehens auch nicht zu entnehmen). Ich gehe aber davon aus, daß der Ortsordinarius von ihr weiß und ihre Anstellung dort zumindest billigt. Sie nimmt die Aufgabe "Eremitin in der Verenaschlucht" allerdings nicht in kirchlichem Auftrag wahr.

 

Generell vermute ich, daß kein Diözesaneremit/in, dessen Lebensform vom Ortsordinarius nach can. 603 anerkannt wurde, sich auf eine solche Stelle bewerben würde, weil die dort herrschenden Rahmenbedingungen einem der Grundkriterien eines eremitischen Lbenes - nämlich der "strengeren Trennung von der Welt" deutlich entgegenstehen.

 

CIC can. 603:

Can. 603 — § 1. Außer den Instituten des geweihten Lebens anerkennt die Kirche auch das eremitische oder anachoretische Leben, in dem Gläubige durch strengere Trennung von der Welt, in der Stille der Einsamkeit, durch ständiges Beten und Büßen ihr Leben dem Lob Gottes und dem Heil der Welt weihen.

§ 2. Als im geweihten Leben Gott hingegeben wird der Eremit vom Recht anerkannt, wenn er, bekräftigt durch ein Gelübde oder durch eine andere heilige Bindung, sich auf die drei evangelischen Räte öffentlich in die Hand des Diözesanbischofs verpflichtet hat und unter seiner Leitung die ihm eigentümliche Lebensweise wahrt.

 

 

Sehr schön, nachdem Edith schrieb, Du wärst im "Orbit" fürchtete ich schon, dass Du sehr lange für die Rückkehr von irgendeinem lunaren oder gar planetaren Mons benötigen würdest.

 

Nach Deiner freundlichen Erläuterung würde ich natürlich noch mehr vom Leben einiger kirchlicher Eremiten erfahren, wenn es mit deren Interessen vereinbar ist, dass wir "Weltlichen" darüber etwas erfahren.

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Eremiten kriegen sogar Verdienstmedaillen

 

Und sonst: einfach nach Bruder Jakobus, oder Bruder Jakobus Kaffanke googeln. Der ist sehr vielseitig und auskunftsfreudig. :D

Er siedelt auch nicht ununterbrochen ein, sondern bricht gelegentlich aus und übernimmt Aufgaben in seinem Kloster Beuron.

Sieht auch gar nicht unkomfortabel aus.

Ramsberg ist eine Burgruine. Der Bergfried wurde zur Kapelle, der Palas zur Einsiedelei.

Edited by Julius
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Jakobus Kaffanke
... ist jetzt nicht der allertypischste Vertreter bei den Eremiten in Deutschland ;)
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Empfehlenswert sind auch die Bücher von Maria Anna Leenen (Diözesaneremitin in Osnabrück), die darin versucht, etwas vom Wesen eremitischer Existenz zu vermitteln.

 

Titel:

Sich Gott aussetzen und standhalten: Eremitisches Leben heute

Einsam und allein?: Eremiten in Deutschland

Edited by gouvernante
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Jakobus Kaffanke
... ist jetzt nicht der allertypischste Vertreter bei den Eremiten in Deutschland ;)

 

 

Das nehme ich auch an. Aber ich weiss von keinem anderen. oder es fällt mir gerade keiner ein. :D

 

 

Gerade ergoogelt: Maria Anna Leenen

Dazu: Eremiten in Deutschland (huch, da bin ich zu spät gekommen) :winke:

 

Aber die Frau als Eremitin gibt es wohl noch, und sie hat Ziegen!

Edited by Julius
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Besten Dank nochmals, "Sich Gott aussetzen" habe ich mir mal bestellt.

 

Wenn man in das Gästebuch ihrer Website schaut, scheint sie die Seite schon noch im auge zu behalten.

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Besten Dank nochmals, "Sich Gott aussetzen" habe ich mir mal bestellt.

 

Wenn man in das Gästebuch ihrer Website schaut, scheint sie die Seite schon noch im auge zu behalten.

ja, das macht sie. Es gibt nur mE kein neueres Material.
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Hier bei uns gibt es auch Eremiten.

(Oder gab es? Ich muss mal fragen...)

Ich bin mir nicht sicher, ob die da noch sind. Der Mönch ist mE wieder gegangen.

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