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Gleichnisse


Duma
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Hey ich beschäftige mich momentan mit Gleichnissen und dem Reich Gottes. Was haltet ihr von dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg oder vom anvertrauten Geld? Wer Lust hat kann sich auch gerne allgemein zu dem Thema Reich Gottes äußern. Wie seht ihr das Reich Gottes in der heutigen Zeit?

 

Liebe Grüße

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Hey ich beschäftige mich momentan mit Gleichnissen und dem Reich Gottes. Was haltet ihr von dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg oder vom anvertrauten Geld? Wer Lust hat kann sich auch gerne allgemein zu dem Thema Reich Gottes äußern. Wie seht ihr das Reich Gottes in der heutigen Zeit?

 

Liebe Grüße

 

hallo Duma,

 

willkommen.

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Hey ich beschäftige mich momentan mit Gleichnissen und dem Reich Gottes. Was haltet ihr von dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg oder vom anvertrauten Geld? Wer Lust hat kann sich auch gerne allgemein zu dem Thema Reich Gottes äußern. Wie seht ihr das Reich Gottes in der heutigen Zeit?

 

Liebe Grüße

 

So verstehe ich es:

 

"Reich Gottes" ist zuallererst eine Wirklichkeit, die dort und in dem Moment da ist, wo jemand sie lebt, wo jemand so wahrnimmt und tut und fühlt, wie es beschrieben wird. Ein Zustand "richtigen" In-Beziehung-Seins mit sich, mit den Menschen um sich, mit der Umwelt, mit "Gott".

 

Was die Gleichnisse beschreiben, ist, wie verschiedene Aspekte konkret werden, wie das dann aussieht in einem Menschen.

 

Z.B. denke ich, dass das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg sagt, dass jemand, in dessen Innerem "Reich Gottes" begonnen hat, will, dass es a l l e n gut geht, dass alle genau das bekommen, was sie zum Leben brauchen. Dass er aufgehört hat, zu rechnen und zu schauen, wer wohl wieviel geleistet hat und ob er sich das, was er bekommt, auch verdient hat, dass er aufgehört hat, zu vergleichen und zu werten, ob jemand für ihn kostbarer war oder nicht - Güte tut das nicht. (Sie mutet allerdings den Neidern zu, dass sie das aushalten, dass es auch den andern gut geht.)

 

Und beim Gleichnis mit den anvertrauten Talenten ist das ähnlich, es beschreibt, einen anderen Aspekt dieses "Reiches Gottes", nämlich: wie ein Mensch glücklich wird, wie in ihm Freude wächst: Wer das, was in ihm steckt an Möglichkeiten, an Potential, nutzt und verwirklicht, der bekommt (Mt 25,14ff) eine "große Aufgabe übertragen": "Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!"

Das ist keine Belohnung, die völlig willkürlich ist. Sondern das ist so, das erfährt jeder, der sich traut, sich selbst zu sein, "zu leuchten", wie es in dem bekannten Text von Nelson Mandela heißt, der sich nicht zurücknimmt, sondern kraftvoll lebt, - dass es das ist, was wirklich Freude macht, was "teilnehmen lässt an der Freude des Herrn".

(Umgekehrt, wer sich und seine Möglichkeiten angstvoll vergräbt, und nicht selbst Verantwortung für sich und sein Tun übernimmt, wer aus Angst vor Fehlern erst gar nicht zu leben beginnt, für den wird unweigerlich das Andere wahr werden: es wird ihm nicht gut gehen, er wird unglücklich sein, traurig und voll latenter Aggression - "heulen und mit den Zähnen knirschen."

Auch da: das ist nicht im Sinn einer Drohung oder Strafe zu verstehen, sondern als faktische Konsequenz eines solchen Lebens, es beschreibt einfach, wie menschliche Psyche funktioniert.)

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