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Ökumene - vor Ort


UHU
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Hallo zusammen!

 

Ich bin in meiner Gemeinde die "Ökumene-Beauftragte".

Gerne kann 2015 was stattfinden, aber irgendwie fehlen die Ideen/der Anstoß - das ist jetzt meine "Aufgabe".

 

Da ich das Rad nicht ein zweites Mal erfinden möchte, frage ich ganz allgemein in die Runde, welche gute und schlechte Erfahrungen habt ihr gemacht? Was funktioniert, was nicht? Punktuell? Regelmäßig?

Bisher gab's es fast nichts bei uns. Mal ein ökumenischer Gottesdienst zum Stadtfest o. ä. (Mal = ca. 7 mal in 10 Jahren).

 

Ich würde ja was regelmäßiges + unter der Woche toll finden.

Problematisch sieht es in allen (betreffenden) Gemeinden aus. In zweien gibt es ein riesiges Gebiet zu betreuen und in der dritten wird der Pastor wohl im kommenden (spätestens in zwei) Jahr(en) in den Ruhestand gehen und wahrscheinlich wegziehen. Daher bin ich auch immer dankbar für Anregungen, die "laienkompatibel" sind.

 

Eine schöne Idee habe ich in der Thematik der Ev.-Allianz-Woche gefunden: http://www.ead.de/gebet/allianzgebetswoche/gebetswoche-2015/themen-texte-2015.html. Die Themen könnten für einzelne Abenden über ein bis zwei Jahre verteilt stehen mit einer Haupt-Inhalts-Verantwortlichkeit (inkl. Bereitstellung eines Raumes), die reih um geht.

 

Ich freue mich auf Eure Ideen, Anregungen und Erfahrungen.

 

Vielen Dank!

uhu

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Bei uns funktioniert:

- ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag (groß, 800-1000 Leute)

- okumenischer Gottesdienst und Bibelabende zur ökumen. Bibelwoche

- Weltgebetstag (der Frauen)

- lebendiger Adventskalender

- Gottesdienste und Veranstaltungen zur Gebetswoche für die Einheit der Christen

- Taizégebet (ich gehe mal schwer davon aus, daß die Beteiligung ökumenisch ist, wir fragen aber nicht)

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Was in einer Gemeinde, die ich gut kenne, prima funktioniert ist das Erntedankfest. Es gibt einen Umzug durch den Ort, an dem sich viele Vereine beteiligen, mit Erntekrone, Wagen, Kindern auf Fahrrädern etc. Er beginnt im Pfarrhof der katholischen Gemeinde und endet an der evangelischen Kirche, wo ein Gottesdienst und ein Fest im Freien stattfinden.

 

Alfons

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Ah, noch ein Tipp.

 

Dr.Johannes Oeldemann, Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik, hat ein sehr schönes und hilfreiches Buch zum Thema geschrieben: "Einheit der Christen - Wunsch oder Wirklichkeit?" (Verlag Friedrich Pustet). Darin gibt es auch einen Abschnitt "Gelebte Ökumene vor Ort" mit einer Liste, was heute bereits alles möglich ist an Gemeinsamkeiten. Das geht von der Begleitung konfessionsverbindenden Ehen über Gastseiten in den jeweiligen Pfarrbriefen bis zur Gründung von lokalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen. Ich könnte Dir die paar Seiten auch einscannen und mailen, wenn dich meine Unterstreichungen im Text nicht stören.

 

Alfons

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Bei uns funktioniert:

- ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag (groß, 800-1000 Leute)

- okumenischer Gottesdienst und Bibelabende zur ökumen. Bibelwoche

- Weltgebetstag (der Frauen)

- lebendiger Adventskalender

- Gottesdienste und Veranstaltungen zur Gebetswoche für die Einheit der Christen

- Taizégebet (ich gehe mal schwer davon aus, daß die Beteiligung ökumenisch ist, wir fragen aber nicht)

 

Bitte nicht lachen, aber hier ums Eck gibt es sowas wie die ökumenische Sauna. Jepp ihr lest richtig. Mag daran liegen, dass der frühere Pastor hier umme Ecke ein Saunafan war. Ist so organisiert, das einmal im Monat in der örtlichen Sauna ein Termin freigehalten ist, wo man einfach mal so als Katholik oder Evangele oder auch als Kirchenferner hingehen kann. Da gibt es keinen Gottesdienst oder so, aber es wird immer eingladen zu einem gedanklichen Austausch in der Entspannung. Findet man nicht im Internet. Steht nur hier im Pfarrblättle. Wichtig dabei: Zwischen den Saunagängen gibt es einen Vortrag zu einem aktuellen politischen oder krichlichen oder rechtlichen Thema. Ist daher vielleicht eigentlich weniger Ökumene im kirchlichen Sinne, sondern mehr Ökumene im Sinne von einem entspannten Meinungsaustausch.

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Gastseiten in den jeweiligen Pfarrbriefen
Das gibt es bei uns auch, zumindest in einer Richtung: unsere evangelischen Nachbargemeinden können bei uns ihre Veranstaltungen bewerben, bzw. wir schreiben sie auch von uns aus aktiv in unseren Pfarrbrief.
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Ich bin in meiner Gemeinde die "Ökumene-Beauftragte".

 

hmm ... was habt Ihr da so an Konfessionen, Religionen, Denominationen, Gemeinschaften, Gemeinden, Pfarreien, Pfarrern, Pfarrerinnen, Pastoren, Pastorinnen, Predigern usw ... vor Ort?

 

wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich mich erstmal umhören.

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Quelle unserer ökumenischen Arbeit ist ein gemeinsames Teamgespräch der Hauptamtlichen beider Konfessionen.

Das ist allerdings kein Patentrezept. Wir sind uns alle bewusst: Das funktioniert bei uns so gut, weil wir alle miteinander können. Wir haben keinen radikalen Hitzeblitz in unserer Runde.

 

Früher hatten wir eine ökumenische Bibelwoche. Die läuft seit einigen Jahren nicht mehr so gut. Deswegen wollten wir es aufgeben. Aber nicht ersatzlos. Aber was brauchen wir denn wirklich? Und vor allem: Was brauchen die Leute in unseren Gemeinden denn wirklich? In diesem Teamgespräch sind wir über die Frage in richtig gute Themen eingestiegen. Was braucht die Kirche und was brauchen die Leute denn wirklich? So ein gutlaufendes Team, in dem jeder ausgebildet ist und jeder die Verhältnisse vor Ort kennt und jeder mit den anderen eine gute Chemie hat, ist einfach was Tolles.

 

Im Herbst hatten wir dann eine große, überregionale Zusammenkunft über Ökumene. Einer meiner evangelischen Kollegen vor Ort war Referent und ist mit uns zum Tagungsort gefahren. Auf der Rückkehr hat er eine Bemerkung fallen lassen, dass er gar nicht das Gefühl hatte, dass es um Ökumene ging. Er hatte sich im Kreis der Katholen so selbstverständlich aufgenommen gefühlt, dass es völlig egal war, dass er eigentlich ein böses, schwarzes, eben wüstgläubig-evangelisches Schaf sei. Im Mittelpunkt standen Themen und Vorhaben. Und die wollten wir alle zusammen angehen. Und die Themen und Vorhaben haben sich bezüglich der katholischen oder evangelischen Sichtweise schlicht nicht unterschieden.

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Bei uns funktioniert:

- ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag (groß, 800-1000 Leute)

- okumenischer Gottesdienst und Bibelabende zur ökumen. Bibelwoche

- Weltgebetstag (der Frauen)

- lebendiger Adventskalender

- Gottesdienste und Veranstaltungen zur Gebetswoche für die Einheit der Christen

- Taizégebet (ich gehe mal schwer davon aus, daß die Beteiligung ökumenisch ist, wir fragen aber nicht)

 

Danke für die Anregungen.

Welche Themen habt Ihr in der Bibelwoche? Wie seid Ihr daran gegangen? Eine Überschrift und jeder sucht sich ein Unterthema (so wie die o. g. und verlinkte Woche) oder habt ein Kapitel aus der Bibel "zerpflückt"?

Taizé klingt interessant - habe ich in dem Zusammenhang gar nicht dran gedacht. Das wäre auch was, um die Jugend einzubinden. Wie ist bei Euch der Alterdurchschnitt oder -spanne gewesen?

 

Ah, noch ein Tipp.

 

Dr.Johannes Oeldemann, Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik, hat ein sehr schönes und hilfreiches Buch zum Thema geschrieben: "Einheit der Christen - Wunsch oder Wirklichkeit?" (Verlag Friedrich Pustet). Darin gibt es auch einen Abschnitt "Gelebte Ökumene vor Ort" mit einer Liste, was heute bereits alles möglich ist an Gemeinsamkeiten. Das geht von der Begleitung konfessionsverbindenden Ehen über Gastseiten in den jeweiligen Pfarrbriefen bis zur Gründung von lokalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen. Ich könnte Dir die paar Seiten auch einscannen und mailen, wenn dich meine Unterstreichungen im Text nicht stören.

 

Alfons

 

Danke, Alfons, nehme ich gerne an.

 

 

Gastseiten in den jeweiligen Pfarrbriefen

Das gibt es bei uns auch, zumindest in einer Richtung: unsere evangelischen Nachbargemeinden können bei uns ihre Veranstaltungen bewerben, bzw. wir schreiben sie auch von uns aus aktiv in unseren Pfarrbrief.

 

 

Die Idee finde ich richtig klasse!

Nur bei uns nicht umsetzbar, da zwei der drei Gemeinden nicht mal ein Pfarrbrief o. ä. haben ...

 

 

 

Ich bin in meiner Gemeinde die "Ökumene-Beauftragte".

hmm ... was habt Ihr da so an Konfessionen, Religionen, Denominationen, Gemeinschaften, Gemeinden, Pfarreien, Pfarrern, Pfarrerinnen, Pastoren, Pastorinnen, Predigern usw ... vor Ort?

 

wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich mich erstmal umhören.

 

 

Die Gemeinden samt Personal sind bekannt, da ich in einem großen Dorf wohne.

Deswegen weiß ich ja, daß der Anstoß inkl. entsprechender Ideen wenn denn aus meiner Gemeinde kommen muß/sollte/wie-auch-immer.

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OneAndOnlySon

Die Idee finde ich richtig klasse! Nur bei uns nicht umsetzbar, da zwei der drei Gemeinden nicht mal ein Pfarrbrief o. ä. haben ...

Das könnte aber auch ein Ansatzpunkt sein, um etwas ökumenisch zu verwirklichen, was nicht jede Gemeinde alleine kann. Ein gemeinsamer Pfarrbrief im Monatstakt ist vielleicht realisierbar, wenn sich alle beteiligen.
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Die Idee finde ich richtig klasse! Nur bei uns nicht umsetzbar, da zwei der drei Gemeinden nicht mal ein Pfarrbrief o. ä. haben ...

Das könnte aber auch ein Ansatzpunkt sein, um etwas ökumenisch zu verwirklichen, was nicht jede Gemeinde alleine kann. Ein gemeinsamer Pfarrbrief im Monatstakt ist vielleicht realisierbar, wenn sich alle beteiligen.

Zwei der drei Gemeinden erstrecken sich über riesige Gebiete (mehrere Kleinstädte/Großdörfer/Rundrumländereien), die nicht deckungsgleich sind.

 

Trotzdem finde ich Deine Idee - etwas zusammen zu machen, was eine Gemeinde nicht alleine stemmen kann - bedenkenswert => wird abgespeichert.

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Bei uns in der Stadt gibt es einen Arbeitskreis christlicher Kirchen, mit der orthodoxen, katholischen, evangelischen und frei-evangelischen Gemeinde. Der dient der Kontaktpflege und wird hauptsächlich von Laien getragen. Es gibt eine ökumenische Nacht der Kirchen, mit Kirchenmusik in allen beteiligten Kirchen (zeitlich versetzt, so dass man von Kirche zu Kirche wandern kann).

Alle paar Jahre gibt es einen ökumenischen Kirchentag.

Und heute war zum 70-jährigen Gedenken an den Bombenangriff auf unsere Stadt ein ökumenisches Friedensgebet, das von der örtlichen Pax Christi Gruppe federführend gestaltet wurde.

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Weil es keinen Ökumenethread gibt (jedenfalls hab ich keinen gefunden) poste ich es einfach mal hier.

 

Die Begräbnisfeierlichkeiten für Richard III in Leicester wurden richtig ökumenisch gestaltet

 

Am Montag zelebrierte der Erzbischof von Westminster, Kardinal Nichols das Requiem, begleitet vom anglikanischen Kathedralchor

Am Dienstag beteten die Dominikaner vom Kloster Leicester die Vesper in der (anglikanischen) Kathedrale

Am Mittwoch predigte der katholische Pfarrer von Leicester in der anglikanischen Eucharistiefeier

Und heute schließlich wurde Richard begraben, der Erzbischof von Canterbury zelebrierte, Konzelebranten: Der (angl.) Bischof von Leicester, der (kath.) Diözesanadministrator von Nottingham (ist seit letzter Woche vakant), der Dominikanerprior, der (angl.) Weihbischof von Leicester, und Kardinal Nichols, der auch predigte.

 

Werner

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GermanHeretic

Völlig OT, ich weiß: Ich habe jetzt gelernt, daß in der gotischen Wulfila-Bibel die Ökumene (οκουμένη) im Lukas-Ev. mit "Midjungards" also Midgard oder Mittelerde übersetzt ist. Abgefahren.

Edited by GermanHeretic
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Evangelist Lukas

Gerne kann 2015 was stattfinden, aber irgendwie fehlen die Ideen/der Anstoß - das ist jetzt meine "Aufgabe".

Mensch! Berufung ist kein Beruf. . .

 

Las doch Katzen und Hunde heiligen, wird dem Volk sehr gefallen und klingt sicher ökumenicsch!

Edited by Evangelist Lukas
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