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Firmpate


Sonne
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Hallo,

 

ich habe eine Frage zum Firmpaten/zur Firmpatin.

Darf auch ein evangelischer Christ Firmpate/Firmpatin bei einem Firmling sein?

Bistum Mainz

 

Danke für die Antworten

Gruß Sonne

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gouvernante

 

 


De facto schaut man oft nicht genau hin.
Hängt von der Pfarrei ab. Wir erwarten Tauf- und Firmnachweis von Firmpat/in.
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Geht also nicht.....

Wird die Konfirmation (...firm...) nicht der Firmung gleichgestellt?

 

Danke für die Antworten

 

Herzliche Grüße

Sonne

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Die Konfirmation ist ein öffentliches Bekenntnis zur evangelischen Kirche und die "Volljährigkeitserklärung" (ab dann darf man soweit ich weiß die verschiedenen Ämter übernehmen).

 

Bei der Firmung (die auf Latein Confirmatio heißt), wird der Firmling mit den Gaben des Heiligen Geistes versehen und zum "Krieger Christi" gesalbt.

 

Das erscheint mir nur bedingt ähnlich zu sein.

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Die Konfirmation ist ein öffentliches Bekenntnis zur evangelischen Kirche und die "Volljährigkeitserklärung" (ab dann darf man soweit ich weiß die verschiedenen Ämter übernehmen).

 

Bei der Firmung (die auf Latein Confirmatio heißt), wird der Firmling mit den Gaben des Heiligen Geistes versehen und zum "Krieger Christi" gesalbt.

 

Das erscheint mir nur bedingt ähnlich zu sein.

 

Im Englischen heißen beide Riten "confirmation" . Und religionsgeschichtlich gesehen ist auch kein Unterschied. Wir haben in Moraltheologie bei Alfons Auer gelernt, dass der Gefirmte für die christliche Gestaltung der Welt verantwortlich ist.

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gouvernante

Konfirmation ist in den Kirchen der Reformation in der Regel mit der ersten Zulassung zur Teilnahme am Abendmahl verbunden.

Firmung in der katholischen Kirche hingegen ist ein Sakrament und der Firmpate hat die Aufgabe, das weitere Hineinwachsen des Paten"kindes" in die Ausfaltung der Taufberufung in der katholischen Kirche zu begleiten. Dazu ist es notwendig, daß er/sie selbst katholisch und gefirmt ist. (Wie sollte man jmd. begleiten, wenn man von Richtung und Ziel keinen Schimmer hat?)

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Firmung in der katholischen Kirche hingegen ist ein Sakrament und der Firmpate hat die Aufgabe, das weitere Hineinwachsen des Paten"kindes" in die Ausfaltung der Taufberufung in der katholischen Kirche zu begleiten. Dazu ist es notwendig, daß er/sie selbst katholisch und gefirmt ist. (Wie sollte man jmd. begleiten, wenn man von Richtung und Ziel keinen Schimmer hat?)

*pruuust* *räusper* Tschulligung.... Ja. Stimmt. Nur wie weit sind denn da Theorie und Praxis auseinander?
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Chrysologus

Funktional sind Firmung und Konfirmation als Vollendung der Taufe und (zumindest in der Theorie) letzter Schritt auf dem Weg zur Eucharisteigemeinschaft in katholischer und protestantischer Tradition durchaus vergleichbar. Die in kirchengeschichtlichen Dimensionen erst neulich erfolgte Verlegung der Erstkommunion vor die Firmung stellt die Theologie wie die Pastoral vor die Frage, wie ich hier einen Menschen noch enger in die kirchliche Gemeinschaft hinein initiieren soll, der längst in voller Gemeinschaft steht. Daraus erwachsen dann Deutungen wie die von Flo angeführte.

 

Die Aufgabe des Paten ist es, das Patenkind in die Gemeinde und das Leben als Christ hinein zu begleiten, das kann daher denknotwendig nur jemand sein, der sich da auskennt. Nun mag man zu Recht anmerken, dass der katholische Onkel Hubert aus dem 500km entfernten Heimatort eines Elternteils sich womöglich in der Kirche vor Ort weit weniger auskennen mag als eine in der katholischen Gemeinde am Ort der Firmung engagierte nominelle Protestantin - das ändert aber nichts an der Rechtslage.

 

Zugleich - und das ist nicht ohne Bedeutung - "hängen" Gültigkeit wie Erlaubtheit der Firmung nicht an der Konfession des Paten. Rein juristisch betrachtet wird der nichtkatholische Mensch in der Patenrolle eben bestenfalls ein Putativpate, aber eben kein Pate im Sinne des CIC.

 

In der Praxis - ich wies darauf hin - gibt es Pfarreien, die das gründlicher nachhalten, und solche, die da einen laxeren Umgang mit den Bestimmungen pflegen. Als Kirchenrechtler kann ich nur auf die Rechtslage verweisen.

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Früher (also in diesem Fall noch bei meiner Firmung) waren Erstkommunion und Firmung in einem Jahr. Meine Großmutter erzählte immer, sie habe diese beiden Sakramente am Ende ihrer Pflichtschulzeit (nach der 7. oder 8. Kl.) empfangen, bei den anderen sei dann da die Konfirmation gewesen.

Wohl mit dem Absenken des Erstkommunionalters (unter Pius X?) war dann die Firmung früher. Etwa in den 1960ern sah man die Firmung zunehmend als Sakrament des Erwachsenwerdens und schob das Firmalter wieder hinauf. von einem einheitlichen Alter kann man wohl nicht mehr sprechen, aktuell weiß ich von Terminen mit 11 (5. Schuljahr) bis 16 Jahren und darüber.

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gouvernante

 

 


Nur wie weit sind denn da Theorie und Praxis auseinander?
Ich habe schon mal mit einem verpflichtenden Patenseminar geliebäugelt...
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Chrysologus

 

 


Wohl mit dem Absenken des Erstkommunionalters (unter Pius X?) war dann die Firmung früher.

 

Ich meine auch, dass es das erklärte Ziel Pius X. war, dass die Menschen weit häufiger zur Kommunion gehen - es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn die gleichnamige Bruderschaft (für die Pius nun nichts kann) den Erfolg seiner Maßnahmen regelmäßig beklagt.

 

 

 


Ich habe schon mal mit einem verpflichtenden Patenseminar geliebäugelt...

 

Fände ich eine gute Idee.

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Vielen lieben Dank für die ausführlichen Antworten.

 

Jetzt, nach genauerem Nachfragen beim gewünschten Firmpaten, gestaltet es sich so: Katholisch getauft, gefirmt und erst nach der Eheschließung evangelisch konvertiert ...

 

Ist das denn möglich??

 

fragt irritiert Sonne :o

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...und was ist ein "Putativpate"?

 

Danke für die Info

 

Gruß Sonne

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gouvernante

Vielen lieben Dank für die ausführlichen Antworten.

 

Jetzt, nach genauerem Nachfragen beim gewünschten Firmpaten, gestaltet es sich so: Katholisch getauft, gefirmt und erst nach der Eheschließung evangelisch konvertiert ...

 

Ist das denn möglich??

 

fragt irritiert Sonne :o

Es geht nicht.

Ich hielte es auch nicht für sinnvoll, denn durch ihre Konversion hat die Person ja deutlich ausgedrückt, daß sie nicht katholisch sein will. Auf dem Hintergrund kann man schlecht das Hineinwachsen eines jungen Menschen in die katholische Kirche begleiten.

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Dazu ist es notwendig, daß er/sie selbst katholisch und gefirmt ist. (Wie sollte man jmd. begleiten, wenn man von Richtung und Ziel keinen Schimmer hat?)

dass die Firmung diesen Schimmer verleiht, halte ich für einen frommen Wunsch...

 

Werner

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Higgs Boson

 

Vielen lieben Dank für die ausführlichen Antworten.

 

Jetzt, nach genauerem Nachfragen beim gewünschten Firmpaten, gestaltet es sich so: Katholisch getauft, gefirmt und erst nach der Eheschließung evangelisch konvertiert ...

 

Ist das denn möglich??

 

fragt irritiert Sonne :o

Es geht nicht.

Ich hielte es auch nicht für sinnvoll, denn durch ihre Konversion hat die Person ja deutlich ausgedrückt, daß sie nicht katholisch sein will. Auf dem Hintergrund kann man schlecht das Hineinwachsen eines jungen Menschen in die katholische Kirche begleiten.

 

Mein Neffe, Vollblutagnostiker, katholisch getauft und gefirmt (mein Patenkind), erfüllte allerdings alle formalen Bedingungen, da nicht ausgetreten, als er Firmpate meiner Tochter wurde.

 

Er begleitet sie fröhlich und gerne - zu Metal und Gothikfestivals.

 

Er kennt das nicht anders. Seine Patin machte es ihm vor.

 

Mittlerweile ist meine Jüngste selber Firmpatin ihrer besten Freundin und nimmt ihr Firmkind fröhlich und gerne in Gottesdienste mit. Freikirchliche :-)

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gouvernante

 

Dazu ist es notwendig, daß er/sie selbst katholisch und gefirmt ist. (Wie sollte man jmd. begleiten, wenn man von Richtung und Ziel keinen Schimmer hat?)

dass die Firmung diesen Schimmer verleiht, halte ich für einen frommen Wunsch...

 

Werner

 

Das habe ich auch nicht gemeint. Ich meinte, daß ein Firmpate zumindest so in der katholischen Kirche beheimatet sein sollte, daß er seinem Patenkind eine echte Hilfe sein kann, das, was die Firmung bedeutet, in seinem weiteren Leben auszufalten.

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Chrysologus

...und was ist ein "Putativpate"?

 

Danke für die Info

 

Gruß Sonne

Jemand, der im rechtlichen Sinne kein Pate ist, weil er es nicht werden kann, aber der als solcher angesehen wird.

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Dazu ist es notwendig, daß er/sie selbst katholisch und gefirmt ist. (Wie sollte man jmd. begleiten, wenn man von Richtung und Ziel keinen Schimmer hat?)

dass die Firmung diesen Schimmer verleiht, halte ich für einen frommen Wunsch...

 

Werner

 

Das habe ich auch nicht gemeint. Ich meinte, daß ein Firmpate zumindest so in der katholischen Kirche beheimatet sein sollte, daß er seinem Patenkind eine echte Hilfe sein kann, das, was die Firmung bedeutet, in seinem weiteren Leben auszufalten.

 

 

Mir war klar, dass du das so meinst, aber in immer weniger Familien findet sich jemand, der diese Aufgabe auch leisten will (und kann). Oft werden Großmütter oder Großväter bemüht, weil die noch eine Verbindung zur Kirche haben.

 

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Hallo,

 

ich habe eine Frage zum Firmpaten/zur Firmpatin.

Darf auch ein evangelischer Christ Firmpate/Firmpatin bei einem Firmling sein?

Bistum Mainz

 

Danke für die Antworten

Gruß Sonne

hallo Sonne,

 

wichtig ist da das Alter des Firmlings. Nach meiner Firmung hat mir mein Pfarrer, der mich gefirmt hat, gesagt, ich hätte da gar keinen Firmpaten gebraucht.

Edited by Petrus
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Chrysologus

 

Hallo,

 

ich habe eine Frage zum Firmpaten/zur Firmpatin.

Darf auch ein evangelischer Christ Firmpate/Firmpatin bei einem Firmling sein?

Bistum Mainz

 

Danke für die Antworten

Gruß Sonne

hallo Sonne,

 

wichtig ist da das Alter des Firmlings. Nach meiner Firmung hat mir mein Pfarrer, der mich gefirmt hat, gesagt, ich hätte da gar keinen Firmpaten gebraucht.

 

Da hat er Dir Unsinn erzählt.

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Hallo,

 

ich habe eine Frage zum Firmpaten/zur Firmpatin.

Darf auch ein evangelischer Christ Firmpate/Firmpatin bei einem Firmling sein?

Bistum Mainz

 

Danke für die Antworten

Gruß Sonne

hallo Sonne,

 

wichtig ist da das Alter des Firmlings. Nach meiner Firmung hat mir mein Pfarrer, der mich gefirmt hat, gesagt, ich hätte da gar keinen Firmpaten gebraucht.

 

Da hat er Dir Unsinn erzählt.

 

Formaljuristisch vermutlich schon.

In der Praxis ist mir nicht ein einziger Fall bekannt, wo ein Firmpate glaubensmäßig irgendeine Bedeutung für den Firmling gehabt hätte, und ich vermute mal, das Petrus' Pfarrer darauf abgehoben hat mit seiner Bemerkung.

 

Werner

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Hallo,

 

ich habe eine Frage zum Firmpaten/zur Firmpatin.

Darf auch ein evangelischer Christ Firmpate/Firmpatin bei einem Firmling sein?

Bistum Mainz

 

Danke für die Antworten

Gruß Sonne

 

hallo Sonne,

wichtig ist da das Alter des Firmlings. Nach meiner Firmung hat mir mein Pfarrer, der mich gefirmt hat, gesagt, ich hätte da gar keinen Firmpaten gebraucht.

Da hat er Dir Unsinn erzählt.

weiß nicht.

 

also,

bei mir war das so.

 

ich bin gefirmt worden am Samstag, den 01. Juni 2002, um 16:00 Uhr. Im Zusammenhang mit meiner Wederaufnahmefeier.

 

und heuer feiere ich meine Goldene Konfirmation.

 

Am 17. Mai 2015.

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