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Ist man für sein Unterbewußtsein verantwortlich?


Einsteinchen

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Die Frage ist recht kompliziert.

 

Das Unterbewusstsein nährt sich unter anderem nämlich von der bewussten Lebensführung und von konkreten Erlebnissen.

Andererseits nährt sich die Lebensführung vom Unterbewusstsein.

 

Unterhalb des Unterbewusstseins liegt noch eine weitere Nährquelle, die sich nicht so einfach manipulieren lässt. Zum Beispiel die angeborenen Triebe und Reflexe. Die kann man sich so wenig abgewöhnen, wie man sich eben Hunger und Durst abgewöhnen kann.

 

Da gibt es ein ganzes, großes Sortiment von Regelkreisen. Und bei solchen Kreisen ist es naturgegeben nicht leicht, einen Ansatzpunkt zu finden.

 

Da wird diese ganze, elende Schuldzuweiserei schwierig. Selbst "Ursache" ist in einem Regelkreis eine sehr fragwürdige Sache, weil alles zugleich Ursache, wie auch Wirkung ist.

 

Viel wichtiger, als die Frage, ob man für sein Unterbewusstsein verantwortlich ist, ist die Frage, was man den tun soll, wenn man bei sich selbst oder bei anderen schädigende, belastende, verblendende, hemmende, aggressionserzeugende Regelkreise vorfindet. Für das Weiterkommen des Betroffenen ist die Frage, ob und wie weit das alles mit Verantwortung beladen ist, eher hinderlich. Was man genau erreichen kann, findet man doch sowieso nur heraus, indem man es mal so und mal anders versucht.

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Seelen kann man schlecht in Autowerkstätten abgeben. Reifen- und Zündkerzenwechsel. Läuft wieder. Umprogrammieren, um in Deinem Bild zu bleiben, ist schwierig, wenn der Quellcode nicht auffindbar ist. Medikamente machen es nur erträglich auf die Wunden zu schauen, im schlimmsten Fall sie nicht mehr zu sehen. Wunden verschwinden nicht, sie können vernarben. Das ist das äusserste.

Auch für Seelen gibt es Reparaturwerkstätten oder zumindest Hilfsangebote.

 

Da ist ja auch nichts gegen einzuwenden. Nur bei dieser Umprogrammierungsfalle sträuben sich mir die Haare.

Da fällt mir ein alter Psychologenwitz ein: Sitzt einer beim Psychater und erzählt, dass ihm jede Nacht ein Kobold erscheint und ihn fragt, "na? Hast du schon Pipi gemacht?". Und wenn er dann morgens aufwacht hat er ins Bett gemacht. "Ist doch kein Problem!", meint der Psychater, "sagen sie doch einfach 'Ja' hab' ich. Sie werden sehen, der Spuk ist schnell vorbei.". Bei der nächsten Sitzung fragt der Psychater siegesgewiss, "hat's funktioniert?". "Nun ja", antwortet der Patient, "der Kobold kam wieder und fragte mich ob ich denn schon Pipi gemacht hätte und ich antwortete bestimmt, wie sie es sagten 'aber natürlich'. Auf einmal grinste mich der Kobold an und sagte, "Oh, Schlauerle. Wohl beim Psychater gewesen? OK. Und hast du denn schon AA gemacht? ......."

bearbeitet von teofilos
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und damit Menschen auf die Stufe von hochentwickeltem Gemüse zu stellen.

 

Ist das nicht schon längst der Fall???

 

 

beim betrachten der Menschenwelt unweigerlich zu diesem Schluß kommend.....................tribald

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und damit Menschen auf die Stufe von hochentwickeltem Gemüse zu stellen.

 

Ist das nicht schon längst der Fall???

 

 

beim betrachten der Menschenwelt unweigerlich zu diesem Schluß kommend.....................tribald

 

Wenn Du Recht hättest, könnten sich Kannibalen wenigstens vegan ernähren.

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und damit Menschen auf die Stufe von hochentwickeltem Gemüse zu stellen.

 

Ist das nicht schon längst der Fall???

 

 

beim betrachten der Menschenwelt unweigerlich zu diesem Schluß kommend.....................tribald

 

Wenn Du Recht hättest, könnten sich Kannibalen wenigstens vegan ernähren.

 

Wenn man die Menschen als hochenwickeltes Gemüse betrachtet, tun sie das ja.

 

 

den Faden weiterspinnend...............tribald

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Ist das nicht schon längst der Fall???

 

 

beim betrachten der Menschenwelt unweigerlich zu diesem Schluß kommend.....................tribald

Das Thema hat leider einen ernsten Hintergrund. Ich gehe nicht auf Deine Humor an dieser Stelle ein.

 

DonGato.

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Was man genau erreichen kann, findet man doch sowieso nur heraus, indem man es mal so und mal anders versucht.
das leben kennt keine versuche. du kannst nicht wieder am alten aufsetzen. der versuch hat dich bereits verändert. ob wunschgemäß mußt du entscheiden.
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Worauf ich hinaus will/wollte ist die von Einsteinchen gefragte 'Verantwortlichkeit'. Da würde ich mir von ihm etwas mehr Kontur bezüglich seiner Frage wünschen.

verantwortlich bist du in dem sinn, dass du dein unterbewußtsein hinterfragen sollst, antworten sollst, und dass du bei fehlverhalten auch von anderen hinterfragst wirst.

 

gesetzlich bist du voll verantwortlich. im strafprozeß kann es mildernde umstände geben.

 

durch die folgen deiner handlungen gibt es genügend anlässe zur tieferen selbsterkenntnis. die individuelle persönlichkeitsstruktur kann das erleichtern oder erschweren bzw. nahezu unmöglich machen.

 

 

 

 

Das kann sich schnell ändern. Fällt eigentlich nur mir auf, dass 'Unterbewusstsein' hier unterschiedlich verwendet wird? Wenn das Unterbewusstsein nur Autopilot ist, wozu dann noch Antidepressiva?

auch ein autopilot kann umprogrammiert, korrigiert werden. medikamente können es erleichtern.

 

Seelen kann man schlecht in Autowerkstätten abgeben. Reifen- und Zündkerzenwechsel. Läuft wieder. Umprogrammieren, um in Deinem Bild zu bleiben, ist schwierig, wenn der Quellcode nicht auffindbar ist. Medikamente machen es nur erträglich auf die Wunden zu schauen, im schlimmsten Fall sie nicht mehr zu sehen. Wunden verschwinden nicht, sie können vernarben. Das ist das äusserste.

 

umprogrammiert bitte nicht allzu wörtlich nehmen. unbekannte code-schnipsel bleiben immer zurück.

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Viel wichtiger, als die Frage, ob man für sein Unterbewusstsein verantwortlich ist, ist die Frage, was man den tun soll, wenn man bei sich selbst oder bei anderen schädigende, belastende, verblendende, hemmende, aggressionserzeugende Regelkreise vorfindet.
noch wichtiger ist die frage, was man tun kann.

 

die kategorisierung in schädigende, belastende, verblendende, hemmende, aggressionserzeugende Regelkreise findet doch erst statt.

 

am anfang steht doch die mutige frage: ist mit mir etwas nicht in ordnung?

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Wenn nicht, wer dann?

nun, als Christ ist man grundsätzlich schuldig, für alles, immer, ist Glaubensgrundlage.

Laut diesem Jesus ja nicht nur für das, was man tut, sondern auch für alles, was man denkt.

 

Daher braucht man ja auch unbedingt die Kirche, weil nur die einen, praktischerweise, wieder von den "Sünden" los sprechen kann ...

 

Das perfekte Geschäftsmodell, erst künstlich Bedarf schaffen, den man dann (angeblich) als einziger bedienen kann.

 

Interessant dass Du "verantwortlich" direkt mit "Schuld" übersetzt. Ja, den Aspekt gibt es - aber "verantwortlich" hat auch eine positive Seite im Sinn von "Möglichkeiten".

 

Das finde ich übrigens angenehm an diesem Thread, dass dieser Aspekt hier gut behandelt wird.

 

Das kann sich schnell ändern. Fällt eigentlich nur mir auf, dass 'Unterbewusstsein' hier unterschiedlich verwendet wird? Wenn das Unterbewusstsein nur Autopilot ist, wozu dann noch Antidepressiva?

 

Möglicherweise bist Du hier metaphorisch streng, auch weil du einen sehr klaren Begriff von Autopilot hast.

 

Ich sehe das Unterbewusstsein im ersten Metaphernwurf als Garten. - Meiner wird gerade von komischen Medien und Elternhormonen gedüngt.

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