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Shubashi

Autoritäre Christen und ihre neuen "Helden".

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ThomasB.

 

 


Sag das Thomas. Der mandelt sich mit der Kirchensteuer auf.

 

Wie bitte? Ich habe lediglich referiert, dass auf der Pepita FB Seite selbst Kirchensteuerzahler beschimpft werden. Was das mit den von Dir ins Gespräch gebrachten Rechnereien zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

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ThomasB.

 

 


Thomas ärgert sich - zurecht - darüber, dass es selbsternannte Überkatholiken gibt, die einen Gegensatz zwischen "Deutscher Kirchensteuerkirche" und Römisch-Katholischer Kirche aufstellen wollen.

 

Offensichtlich habe ich auf chinesisch oder arabisch geschrieben oder bin von Leganstenikern umgeben. Ich habe mich über gar ncihts geärgert, sondern beschrieben, was auf der Pegida FB Seite über Christen geschrieben wird. Und damit offensichtlich eine Phantomdiskussion losgetreten.

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Petrus

bin von Leganstenikern umgeben.

mach Dir nix draus.

 

mein moddo is immer noch - manschraipt, wiman schbrichd.

 

maind der

 

Beder.

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ThomasB.

 

 


mach Dir nix draus.

 

Mach ich auch nicht. Vor allem, weil ich das schöne Wort selbst durch einen Tippfehler entstellt habe.

 

 


manschraipt, wiman schbrichd.

 

Das ist ja nicht schlimm. Das Problem besteht darin, dass hier einige nicht schreiben, wie sie sprechen, sondern wie sie denken.

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Elima

wäre euch "aliud in pectore, aliud in lingua" lieber?

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ThomasB.

 

 


wäre euch "aliud in pectore, aliud in lingua" lieber?

 

Nee. Mir wäre es trotz großen Latinums lieber, wenn Du auf Deutsch schreiben würdest. :D

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Petrus

 

wäre euch "aliud in pectore, aliud in lingua" lieber?

Nee. Mir wäre es trotz großen Latinums lieber, wenn Du auf Deutsch schreiben würdest. :D

ich kann zwar einigermaßen deutsch schreiben, das Große Latinum habe ich auch, ich will und werde aber nie deutsch sprechen (können)?

 

wall, iech bin aus frangn. des is irchendwo do, wo die Stamms Barbara jeds joar in veidshöcheim aufdauchd, odder so. die sendung moch ich scho. aweng.

 

ach ja, wo wir schon beim Latinisieren sind. Mein Lieblingssatz auf lateinisch ist jener Wahlspruch eines Bischofs von Aquileja aus dem 12. Jahrhundert, der dank eines grün eingebundenen Taschenbüchleins aus dem HerderVerlag durch die Feder Hans Urs von Balthasars uns überliefert wurde.

 

nisi caste, tamen caute :D

Edited by Petrus

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Petrus

Das Problem besteht darin, dass hier einige nicht schreiben, wie sie sprechen, sondern wie sie denken.

hmm ...

ich kann nur zu mir selbst was sagen.

 

ich schreibe halt, was ich denke.

manchmal schreibe ich das, worüber ich nachgedacht habe.

manchmal schreibe ich, ohne nachgedacht zu haben.

ich bemühe mich ausserdem, Schriftdeutsch zu schreiben.

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Elima

 

 

wäre euch "aliud in pectore, aliud in lingua" lieber?

Nee. Mir wäre es trotz großen Latinums lieber, wenn Du auf Deutsch schreiben würdest. :D

ich kann zwar einigermaßen deutsch schreiben, das Große Latinum habe ich auch, ich will und werde aber nie deutsch sprechen (können)?

 

wall, iech bin aus frangn. des is irchendwo do, wo die Stamms Barbara jeds joar in veidshöcheim aufdauchd, odder so. die sendung moch ich scho. aweng.

 

ach ja, wo wir schon beim Latinisieren sind. Mein Lieblingssatz auf lateinisch ist jener Wahlspruch eines Bischofs von Aquileja aus dem 12. Jahrhundert, der dank eines grün eingebundenen Taschenbüchleins aus dem HerderVerlag durch die Feder Hans Urs von Balthasars uns überliefert wurde.

 

nisi caste, tamen caute :D

 

 

Des is zwar od, awer aus Franggn bin i a, so wie die Schdamm Barbara aus Wein- und ned aus Bierfranggn.

 

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Frank

 

 

 

wäre euch "aliud in pectore, aliud in lingua" lieber?

Nee. Mir wäre es trotz großen Latinums lieber, wenn Du auf Deutsch schreiben würdest. :D

ich kann zwar einigermaßen deutsch schreiben, das Große Latinum habe ich auch, ich will und werde aber nie deutsch sprechen (können)?

 

wall, iech bin aus frangn. des is irchendwo do, wo die Stamms Barbara jeds joar in veidshöcheim aufdauchd, odder so. die sendung moch ich scho. aweng.

 

ach ja, wo wir schon beim Latinisieren sind. Mein Lieblingssatz auf lateinisch ist jener Wahlspruch eines Bischofs von Aquileja aus dem 12. Jahrhundert, der dank eines grün eingebundenen Taschenbüchleins aus dem HerderVerlag durch die Feder Hans Urs von Balthasars uns überliefert wurde.

 

nisi caste, tamen caute :D

 

 

Des is zwar od, awer aus Franggn bin i a, so wie die Schdamm Barbara aus Wein- und ned aus Bierfranggn.

Von Franken umzingelt *seufz* Man muss Gott für alles danken, selbst für Ober-, Unter-, Mittelfranken

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Petrus

Von Franken umzingelt *seufz*

naa

 

mir dunn dir doch nix, kumm halt her ...

 

 

 

übrigens, wieder mal eine wahre Geschichte, dazu, aus meinem Leben. Ich bin aus Oberfranken, meine Frau aus Unterfranken. nuja.

 

Als ich dann bei den Eltern meiner späteren Frau am Küchentisch saß, hat die Mutter meiner Frau das für mich (diese Geheimsprache) übersetzt. und ganz oft gefragt: Peter, hast Du das verstanden?

 

wir verstehen uns heute noch :)

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kam

 

Von Franken umzingelt *seufz*

naa

 

mir dunn dir doch nix, kumm halt her ...

 

 

 

übrigens, wieder mal eine wahre Geschichte, dazu, aus meinem Leben. Ich bin aus Oberfranken, meine Frau aus Unterfranken. nuja.

 

Als ich dann bei den Eltern meiner späteren Frau am Küchentisch saß, hat die Mutter meiner Frau das für mich (diese Geheimsprache) übersetzt. und ganz oft gefragt: Peter, hast Du das verstanden?

 

wir verstehen uns heute noch :)

 

Heut sagt man "interkulturelle Kompetenz" dazu. - Oberfranken und Unterfranken, das ist ja fast wie Sunna und Schia.

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Petrus

 

Man muss Gott für alles danken,

 

 

 

 

Krone der Schöpfung

sind wir Franken.

 

Helau!

 

(tusch 1 1/2 mal bidde.) mehr ist für uns Franken nicht drin.

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Petrus

in einen unmoralischen Eintopf zu rühren.

 

aber nun zurück zum Thema.

 

hättest Du, kam,

 

für mich mal ein Rezept,

für einen moralischen Eintopf?

 

danke Dir im Voraus.

 

Petrus.

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kam

 

in einen unmoralischen Eintopf zu rühren.

 

aber nun zurück zum Thema.

 

hättest Du, kam,

 

für mich mal ein Rezept,

für einen moralischen Eintopf?

 

danke Dir im Voraus.

 

Petrus.

 

Wassersuppe, da kann man nichts falsch machen. Jede weitere Zutat wirft schon wieder Fragen auf.

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Petrus

 

 

in einen unmoralischen Eintopf zu rühren.

 

aber nun zurück zum Thema.

 

hättest Du, kam,

 

für mich mal ein Rezept,

für einen moralischen Eintopf?

 

danke Dir im Voraus.

 

Petrus.

 

Wassersuppe, da kann man nichts falsch machen. Jede weitere Zutat wirft schon wieder Fragen auf.

 

ja, da hast Du recht.

 

also:

 

wie machst Du denn Deine Wassersuppe, kam? mit ein bißchen Salz drin? Erst Salz in den Topf? Wasser dazu?

 

Bißchen Zwiebelschalen? dann abseihen?

 

all helpful hints are welcome.

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kam

 

 

 

in einen unmoralischen Eintopf zu rühren.

 

aber nun zurück zum Thema.

 

hättest Du, kam,

 

für mich mal ein Rezept,

für einen moralischen Eintopf?

 

danke Dir im Voraus.

 

Petrus.

 

Wassersuppe, da kann man nichts falsch machen. Jede weitere Zutat wirft schon wieder Fragen auf.

 

ja, da hast Du recht.

 

also:

 

wie machst Du denn Deine Wassersuppe, kam? mit ein bißchen Salz drin? Erst Salz in den Topf? Wasser dazu?

 

Bißchen Zwiebelschalen? dann abseihen?

 

all helpful hints are welcome.

 

Ich mach die nicht, ich bin mit minder moralischen aber besser schmeckenden Gerichten zufrieden. Ich würde mit einer Beinscheibe, Zwiebeln, Suppengrün, kalt aufgesetzt, anfangen.

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MartinO

Ich weiß ja, wir haben Fasching, aber:

Gibt es in diesem Thread noch eine ernsthafte Diskussion oder kann das (spätestens an Aschermittwoch) in die Katakombe?

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kam

Ich weiß ja, wir haben Fasching, aber:

Gibt es in diesem Thread noch eine ernsthafte Diskussion oder kann das (spätestens an Aschermittwoch) in die Katakombe?

Wenn sich zwei Oberfranken unterhalten, hör einfach zu.

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MartinO

 

Ich weiß ja, wir haben Fasching, aber:

Gibt es in diesem Thread noch eine ernsthafte Diskussion oder kann das (spätestens an Aschermittwoch) in die Katakombe?

Wenn sich zwei Oberfranken unterhalten, hör einfach zu.

 

Horch, hald dei Waffl!

(Oder dei Schlebbern wenn'st des besser verstehst!)

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Cyraßir

Hier möchte ich mal nachdem sich die Wogen vielleicht etwas geglättet haben, das Thema erneut aufgreifend um Verständnis werben.

 

 

Vorausschicken möchte ich, das meiner Meinung nach das eigentlich Kernproblem darin liegt, daß uns die Diskussionskultur an&für sich wegbricht, da uns die Diskussionsgrundlagen genommen werden - nämlich

 

I. Gleichverteilung des Wissensschatzes

II. Gleichwürdigkeit der Gesprächspartner

 

Das führe ich gerne näher aus:

 

a.)

Ein bejahrter koptischer Geistlicher äußerte sich sehr erstaunt, darüber, daß unsere Regierung die Moslems in solchen Massen ins Land lassen und als Ägypter hatte er einen ganz anderes erfahrenen Blick auf die Thematik und befürchtete gut 1/2 Jahr vor der Sylvesternacht von Köln ein gesellschaftlich-demographische Verschiebung in Deutschland... man google "Ephesus" und frage sich wo die Gemeinde geblieben ist, an die der Brief einst aus dem römischen Gefängnis erging. Diese Fragen und der Tod der vierundzwanzig Märtyrer der koptischen Kirche waren Säulen des kurzen Gedankenaustausches.

 

b .)

Die Frage ist ehr, ab wann man ein "Rechtskatholik" ist? Die Frage ist ehr, ob viele wertekonservative Demonstranten die bei Pegida weiland noch mitmarschierten von den Urinbombenwerfern zum Wegbleiben bewegt wurden und es dadurch auch zu einer Veränderung der Bewegung gekommen ist? Nun zumindest für Berlin kann ich das konstatieren und stellte selbiges auch bei den Demonstrationen gegen die erste Fassung der WH-Ausstellung fest. ...und darüber hinaus stellt sich die Frage, ob das schlecht ist - ich ganz persönlich wühlte mich in der Nähe eines "Löwen von Münster" durchaus wohl aufgestellt. Mir ist nicht bang mich zu positionieren - mir ist nur bang um die, die stets mit Trend und Mode segeln müssen, da ihnen ein ureigener Standpunkt verloren gegangen ist, denn somit können sie jede tagespolitische Anforderung nach einem Kurswechsel bedenkenlos mitvollziehen, um im Meinungsstrom der großen Koalition der Guten zu verbleiben - und gut heißt vor allem, nicht rechts zu sein. (Wobei ich mich an Sentenzen erinnere, die Mitte sei links oder müsse -widersinnigerweise - nach links verschoben werden.)

 

c.)

Es ist mir aufgefallen, daß es für diese selbsternannten "MehrheitsLinken" keine allgemein gültigen Unterscheidungsmerkmale zwischen konservativen und Rechtsradikalen mehr zu geben scheint; warnende Stimmen werden prinzipiell als asylanten- respektiv ausländerfeindlich und "faschistoid" niedergemacht: "Mit Faschisten spricht man nicht!" Mir kommt es so vor -und damit bin ich nicht alleine - als würde das pluralistische Nebeneinander widerstrebender Meinungen Stück für Stück aufhören zu existieren - geboten wird ein großer Konzens der Guten wider die Bösen - "man hat Recht". Auf beiden Seiten.

 

Daher kommt es auch bei den Konservativen zu Polarisierungen - ganz logisch, fast fatalistisch - und somit zu einer Zuspitzung Auseinandersetzung und bei der Wahl der Argumente. Wobei bei einer Quote von 28% Christen jedwelcher Colour hier in Berlin der Begriff des "Heiden" schon mal fallen darf, wenn man dem selbstgestrickten Pseudobuddismus/-hinduismus, esoterischen Freigeistereien mit heilpraktischem Anstrich und dem simplifizierten Neogermanismus mit umgehangenem Thorshammer argumentativ versucht entgegenzutreten. Nun aber statt einer inhaltlichen Auseinandersetzung sich wieder&wieder gegen Hexenverfolgung, Jnquisition, Jlluminaten und Deschnerhistörchen auseinander setzen muß, statt direkt zum Punkte zu kommen, um den es inhaltlich geht. Man bleibt argumentativ im Vorfeld liegen und nähert sich dem eigentlich Wichtigen gar nicht mehr an. Wodurch - in meinen Augen absichtlich - eine inhaltliche Auseinandersetzung gar nicht mehr stattfindet.

 

Das in a) aufgeführte Argument z.B. wird in Debatten als Scheinargument (hinter dem sich eine rassistische Gesinnung verberge) diffamiert - der konservative Christ muß um seine Reputation als legitimer Diskussionspartner ringen, statt auf die Argumente eingehen zu dürfen. Dadurch wird eine inhaltlich Auisweinandersetzung vermieden und man kann als "Linke" weiter im eigenen Mustopf herumdümpelt und als "Rechter" wird man frustriert weil man gar nicht zum Zuge kam. Und so schreit man sich nicht an, sondern aneinander vorbei... höchst engagiert aber inhaltlich onanierend spricht man sinnfrei und verbleibt ineffekltiv. Es kommt zu keinem Meinungsaustausch, der eine Bewegung auf der Gegenseite auslösen könnte durch Erkenntnis, sondern zu einer beiderseitige Frustration und einem Vertiefen der Gräben.

 

Des weitern leidet die Debatte unter dem Faktum, daß stets von einem der Teilnehmer etwas "in einer Dokumentation gesehen wurde", also eine Auseinandersetzung nicht möglich wird, da man sehr unwahrscheinlich dasselbe ausgewählt hat aus fast 4.000 Stunden TV die uns binnen 24h am Tage zur Verfügung stehen. Wieder sind wir bei den Grundlagen der Kommunikation, nämlich dem Fehlen eines gemeinsamen Streitgegenstandes herausgekommen.

 

Daher denke ich kommt es zu einer Simplifikation und Schematisierung, um mit der Gegenseite überhaupt umgehen zu können - daß das nicht hilfreich ist, ist das eine, aber menschlich verständlich ist es auf jeden Fall.

 

Offen bleibt die Frage nach dem, was "autoroitäre Christen" sein sollen und wie eine allgemeingültige Definition aussehen sollte - und auch warum, wer, wen so zu deklarieren wünscht - wobei ich bevorzuge einen teleologischen Blick auf die Argumente beider Seiten zu werfen.

Edited by Cyraßir

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Cyraßir

...hier die überarbeitete Version:

 

 

Hier möchte ich mal nachdem sich die Wogen vielleicht etwas geglättet haben, das Thema erneut aufgreifend um Verständnis werben.

 

 

Vorausschicken möchte ich, das meiner Meinung nach das eigentliche Kernproblem darin liegt, daß uns die Diskussionskultur an&für sich wegbricht, da uns die Diskussionsgrundlagen genommen werden - nämlich

 

I. Gleichverteilung des Wissensschatzes

II. Gleichwürdigkeit der Gesprächspartner

 

Das führe ich gerne näher aus:

 

a.)

Ein bejahrter koptischer Geistlicher äußerte sich sehr erstaunt darüber, daß unsere Regierung die Moslems in solchen Massen ins Land lassen und als Ägypter hatte er einen ganz anderes erfahrenen Blick auf die Thematik und befürchtete gut 1/2 Jahr vor der Sylvesternacht von Köln ein gesellschaftlich-demographische Verschiebung in Deutschland... man google "Ephesus" und frage sich wo die Gemeinde geblieben ist, an die der Brief einst aus dem römischen Gefängnis erging. Diese Fragen und der Tod der vierundzwanzig Märtyrer der koptischen Kirche waren Säulen des kurzen Gedankenaustausches.

 

b .)

Die Frage ist ehr, ab wann man ein "Rechtskatholik" ist? Die Frage ist ehr, ob viele wertekonservative Demonstranten die bei Pegida weiland noch mitmarschierten von den Urinbomben*werfern zum Wegbleiben bewegt wurden und es dadurch auch zu einer Veränderung der Bewegung gekommen ist? Nun zumindest für Berlin kann ich das konstatieren und stellte selbiges auch bei den Demonstrationen gegen die erste Fassung der WH-Ausstellung fest. ...und darüber hinaus stellt sich die Frage, ob das schlecht ist - ich ganz persönlich fühlte mich in der Nähe eines "Löwen von Münster" durchaus wohl aufgestellt. Mir ist nicht bang mich zu positionieren - mir ist nur bang um die, die stets mit Trend und Mode segeln müssen, da ihnen ein ureigener Standpunkt verloren gegangen ist, denn somit können sie jede tagespolitische Anforderung nach einem Kurswechsel bedenkenlos mitvollziehen, um im Meinungsstrom der großen Koalition der stets Guten zu verbleiben - und gut heißt vor allem, nicht rechts zu sein. (Wobei ich mich an Sentenzen erinnere, die Mitte sei links oder müsse - widersinnigerweise - nach links verschoben werden.)

 

c.)

Es ist mir aufgefallen, daß es für diese selbsternannten "Mehrheits-Linken" keine allgemein gültigen Unterscheidungsmerkmale zwischen konservativen und Rechtsradikalen mehr zu geben scheint; warnende Stimmen werden prinzipiell als asylanten- respektiv ausländerfeindlich und "faschistoid" niedergemacht: "Mit Faschisten spricht man nicht!" Mir kommt es so vor -und damit bin ich nicht alleine - als würde das pluralistische Nebeneinander widerstrebender Meinungen Stück für Stück aufhören zu existieren - geboten wird ein großer Konzens der Guten wider die Bösen - "man hat Recht". Auf beiden Seiten.

 

Daher kommt es auch bei den Konservativen zu Polarisierungen - ganz logisch, fast fatalistisch - und somit zu einer Zuspitzung Auseinandersetzung und bei der Wahl der Argumente. Wobei bei einer hiesigen Quote von 28% Christen jedwelcher Colour hier in Berlin der Begriff des "Heiden" schon mal fallen darf, wenn man dem selbstgestrickten Pseudobuddismus/-hinduismus, esoterischen Freigeistereien mit heilpraktischem Anstrich und dem simplifizierten Neogermanismus mit umgehangenem Thorshammer argumentativ versucht entgegenzutreten. Nun aber statt einer inhaltlichen Auseinandersetzung muß man sich wieder&wieder gegen Hexenverfolgung, Jnquisition, Jlluminaten und Deschnerhistörchen auseinandersetzen, statt direkt zum Punkte zu kommen, um den es inhaltlich geht. Man bleibt argumentativ im Vorfeld liegen und nähert sich dem eigentlich Wichtigen gar nicht mehr an. Wodurch - in meinen Augen absichtlich - eine inhaltliche Auseinandersetzung gar nicht mehr stattfindet.

 

Das in a) aufgeführte Argument z.B. wird in Debatten als Scheinargument (hinter dem sich eine rassistische Gesinnung verberge) diffamiert - der konservative Christ muß um seine Reputation als legitimer Diskussionspartner ringen, statt auf die Argumente eingehen zu dürfen. Dadurch wird eine inhaltlich Ausweinandersetzung vermieden und man kann als "Linke" weiter im eigenen Mustopf herumdümpelt und als "Rechter" wird man frustriert, weil man gar nicht zum Zuge kam. Und so schreit man sich nicht an, sondern aneinander vorbei... höchst engagiert aber inhaltlich onanierend spricht man sinnfrei und verbleibt ineffekltiv. Es kommt zu keinem Meinungsaustausch, der eine Bewegung auf der Gegenseite auslösen könnte durch Erkenntnis, sondern zu einer beiderseitige Frustration und einem Vertiefen der Gräben. Der, der sich ohnehin im Recht wähnte, tat diese also zu Recht - der andere "ist (belegt durch den ausgebliebenen Diskurs) noch weniger diskurswürdig, als man ursprünglich annahm" - dadurch kann keine Entwicklung aufeinander zu stattfinden und es bleibt das entscheidende - das inhaltliche - außen vor..

 

Des weitern leidet die Debatte unter dem Faktum, daß stets von einem der Teilnehmer etwas "in einer Dokumentation gesehen wurde", also eine Auseinandersetzung nicht möglich wird, da man sehr unwahrscheinlich dasselbe ausgewählt hat. Denn jedem Diskussionsteilnehmer stehen ja mindestens 35 Fernsehkanäle zur Verfügung, er kann also aus fast 4.000 Stunden TV die uns binnen 24h am Tage zur Verfügung stehen, auswählen. Wieder sind wir bei den Grundlagen der Kommunikation, nämlich dem Fehlen eines gemeinsamen Streitgegenstandes herausgekommen: Es fehlt die gemeinsame Gesprächsbasis - auch eine Folge der Jndividualisierung der Zersplitterung der Gesellschaft, der medialen Übersättigung.

 

Daher denke ich kommt es zu einer innerlichen, gedanklichen und argumentativen Simplifikation und Schematisierung, um mit der Gegenseite überhaupt umgehen zu können - daß das aber überhaupt nicht hilfreich ist, ist das eine, aber menschlich verständlich ist es auf jeden Fall.

 

Offen bleibt die Frage nach dem, was "autoroitäre Christen" sein sollen und wie eine allgemeingültige Definition aussehen sollte - und auch warum, wer, wen so zu deklarieren wünscht - wobei ich bevorzuge, einen teleologischen Blick auf die Argumente beider Seiten zu werfen.

 

(Die Korrektur erfolgte aufgrund der Tippfehler und eines Kopierfehlers.)

 

*wie Wasserbomben nur mit anderer Füllung

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Petrus

 

Ich weiß ja, wir haben Fasching, aber:

Gibt es in diesem Thread noch eine ernsthafte Diskussion oder kann das (spätestens an Aschermittwoch) in die Katakombe?

Wenn sich zwei Oberfranken unterhalten, hör einfach zu.

 

also bidde, kam.

 

 

bei uns derfn scho Närmbercher aa mitredn!

 

und die Fürther glei gor!

 

soviel interreligiöse Kompetenz muß sein. Btte.

 

 

p. s., @MartinO:

 

ist es wirklich wahr, dass es in Nürnberg eine "Führer-lose" U-Bahn gibt?

 

(Dass es in Nürnberg eine U-Bahn gibt, weiß ich schon. ich war am Hauptbahnhof, da hat es geregnet. und bin dann mit der U-Bahn nach Lorenz gefahren, und trocken angekommen. Das fand ich super, und es hat auch gar nicht lange gedauert).

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Petrus

Interessanter Beitrag zu den politischen Verquickungen und Sympathien von Rechtskatholiken und Evangelikalen.

sehr guter Beitrag, mit Substanz.

 

für mich sehr lesenswert.

 

Danke Dir!

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