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Mecky

Die Evangelien und die Wahrheit

443 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben (bearbeitet)

 

Ich finde es immer traurig schon bei Wikipedia nachlesen zu können - je nach kirchenpolitischer Positionierung - was ein Theologe so gerade rausgefunden zu haben meint. Wirklich überzeugen von eigener Forschung im Sinne der Meinungsänderung läßt sich da kaum jemand.

Aber so funktioniert das doch schon seit Anbeginn aller Zeiten.

 

Du nimmst mir das Wort aus dem Munde.

 

Das ist doch das Problem! Hätten die Evangelisten alles so aufgeschrieben, wie Jesus es gesagt hat, dann könnten sich die Theologen mit der Auslegung der Worte Jesu loslegen. Da sie sich aber weitaus unseriöser verhalten haben, als Wikipedia-Theologen, kennen wir nicht einmal die Grundlage dessen, was man auslegen könnte.

 

Dass man alle Völker lehren und ihnen die frohe Botschaft bringen soll, wäre doch eigentlich eine tolle Sache. Dass man dann einen Sauerteigclub bildet, der nicht ruht, bis er allen die Botschaft Jesu verkündigt hat, wäre auch prima. Aber wir kennen doch die Originalbotschaft Jesu gar nicht! Ob der Auferstandene tatsächlich etwas gesagt hat, bleibt angesichts der Verlogenheit der Evangelisten im Unklaren. Sie haben ihr eigenes Zeugnis durch ihr unglaubhaftes Herumlügen zerstört.

 

Wenn man dann versucht, aus dem Bibelstück, das Udalricus zitiert hat, Schlüsse zu ziehen, arbeitet man ohne jesuanisches Fundament. Nicht Jesus hat gesagt "xyz", sondern die Evangelisten haben Jesus "xyz" in den Mund geschoben.

 

Was bleibt da anderes übrig, als sich selbst Gedanken zu machen. Wie soll das mit der Mission laufen? Mit welchen Methoden? Mit welchen Zielen? Wen soll man wie missionieren? Gibt es eine Grenze des Missionierens, wo man guten Gewissens aufhören kann? Welche Grenzen sind das?

 

Gerade um den letzten Satz tut es mir leid: "Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." Ein gigantischer Satz. Aber hat ihn Jesus überhaupt einmal ausgesprochen? Oder hat er ihn wenigstens nahegelegt? Wodurch, mit was? Hat er ihn vielleicht nicht nach- sondern vorösterlich einmal in einem ganz anderen Zusammenhang ausgesprochen? Oder handelt es sich um einen matthäischen Wunschtraum: Hätte er gerne. Dann wäre der Satz ein Wunschtraum des Matthäus, den wir heute noch in selber Weise mitträumen können - allerdings ohne einen Bezug auf Jesu Wort.

Selbst die wichtigsten und sinnerfülltesten Worte Jesu sind von den Evangelisten in den Dreck ihrer Verlogenheit gezogen worden. Wir können uns heute nur noch fragen, ob es sich um Wahrheit oder um alternative Fakten handelt. Einige sind schon dazu übergegangen, zu den alternativen Fakten vorsorglich alternative Wahrheitssysteme zu basteln, damit dieser Missstand nicht so sehr ins Gewicht fällt und die Menschen nicht allzu sehr verunsichert.

 

Rorro kritisiert die heutigen Theologen. Ich halte aber die biblischen Theologen für weitaus schlimmer.

 

Den Thread hat Mecky nicht eröffnet, aber das Thema, was es mit den Evangelien einerseits und der Wahrheit andererseits auf sich hat, scheint sich allgemeinem Interesses zu erfreuen.

 

Damit andere, wesentlich unbedeutendere Themen darob nicht untergehen, sei diesem Thema dieser Thread gewidmet und jeder Post, der sich mit Schwerpunkt diesem Thema widmet, soll hier zur Geltung kommen.

 

Ich hätte es gerne besser gemacht, aber ich bin neu als Mod. Wer auch immer in den Evangelien die Wahrheit sucht oder das Gegenteil oder Menschen, die sich mit ihm darüber endlos austauschen wollen, dies ist euer Thread. Ihr werdet ihn finden.

 

Möge er blühen und gedeihen.

 

Nanny als Mod

bearbeitet von nannyogg57

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Gott hätte vielleicht Theologie studieren sollen.

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lasst uns fressen und saufen, denn morgen sind wir tot!

Wenn man mal die Übertreibung, die die Wörter "fressen" und "saufen" beinhaltet, ausklammert, ist das doch auch so.

Letztlich tun wir alle, was wir für richtig erachten.

Was danach kommt, wissen wir nicht, die Hoffnungen dahingehend sind ganz unterschiedlich.

Also gibt es keinen Grund, das hier und heute nicht zu genießen.

Mit einem Gott, der mir das missgönnt, möchte ich keine Ewigkeit verbringen müssen.

 

Werner

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lasst uns fressen und saufen, denn morgen sind wir tot!

Wenn man mal die Übertreibung, die die Wörter "fressen" und "saufen" beinhaltet, ausklammert, ist das doch auch so.

Letztlich tun wir alle, was wir für richtig erachten.

Was danach kommt, wissen wir nicht, die Hoffnungen dahingehend sind ganz unterschiedlich.

Also gibt es keinen Grund, das hier und heute nicht zu genießen.

Mit einem Gott, der mir das missgönnt, möchte ich keine Ewigkeit verbringen müssen.

 

Schade, dass du meinen Sarkasmus nicht erkannt hast. Mir ging es darum, deutlich zu machen, wenn die Evangelien nur Münchhausen-hafte Lügengeschichten sind, dann können wir den Glauben in die Mülltonne kippen und Materialisten werden!

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lasst uns fressen und saufen, denn morgen sind wir tot!

Wenn man mal die Übertreibung, die die Wörter "fressen" und "saufen" beinhaltet, ausklammert, ist das doch auch so.

Letztlich tun wir alle, was wir für richtig erachten.

Was danach kommt, wissen wir nicht, die Hoffnungen dahingehend sind ganz unterschiedlich.

Also gibt es keinen Grund, das hier und heute nicht zu genießen.

Mit einem Gott, der mir das missgönnt, möchte ich keine Ewigkeit verbringen müssen.

 

Schade, dass du meinen Sarkasmus nicht erkannt hast. Mir ging es darum, deutlich zu machen, wenn die Evangelien nur Münchhausen-hafte Lügengeschichten sind, dann können wir den Glauben in die Mülltonne kippen und Materialisten werden!

 

Vielleicht sind wie gar nicht soweit voneinander Weg.

Wenn die Auferstehung Jesu eine Münchhausenhafte Lügengeschichte ist, dann können wir den Glauben in die Mülltonne kippen. Ob der Rest in den Evangelien stimmt oder ausgedacht ist, ist da nebensächlich. Und das beim Weihnachtsbericht 90%+X Symbolik ist, leuchtet auch mir ein. Gleiches gilt (vorrausgesetzt es stimmt was ich in einer Predigt gehört hab, das der Esel das Reittier des jüdischen Königs war und Jesu Einzug nach Jerusalem, auf einem Esel somit ein Statement) Für den Palmsonntag.

 

Jetzt gibt es zwei herangehensweisen: Entweder ich vertraue darauf das die Evangelisten mich nicht komplett verarschen und geh an die Evangelien heran nach dem Motto: "Wenn es nicht so war, dann war es so ähnlich". Oder ich schreie bei jeder passenden und nicht passenden Gelegenheit "alles Lüge, alles Märchen". Wenn aber die Evangelien Lüge und Betrug sind, ja warum soll ich darauf Vertrauen das ausgerechnet die Botschaft von Ostern - der Grund unseres Glaubens - wahr ist? Ist die Osterbotschaft gelogen, was bleibt dann noch?

 

Werner hat recht, es gibt in der Tat, keinen Grund das Leben nicht zu genießen. Ganz im Gegenteil, wenn Gott will das wir "das Leben haben und es in Fülle haben" dann gehören die schönen Seiten, Genuss und Spass mit dazu. Nur: Nach der Party kommt das sauber machen. Das Leben genießen, die schönen Seiten des Lebens, können nur eine Seite der Medaille sein. Die andere Seite besteht daraus, das wir nie alleine auf der Welt sind und das ein Leben nur eines in Fülle sein kann wenn ich auf meine Mitmenschen achte.

Ein Leben "in Fülle" geht eben nicht ohne "folge mir nach". All das fällt weg, wenn die Evangelien nur erstunken und erlogen sind.

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Ich verstehe nicht, wie man mit solchen Vorstellungen über die Entstehung der Evangelien eigentlich sinnvoll als Priester wirken kann. Wäre es wirklich so, dass nur die "ipsissima vox" des historischen Jesu zählen würde, der Zugang zu dieser aber quasi unmöglich ist, dann lasst uns fressen und saufen, denn morgen sind wir tot! (vgl. 1 Kor 15,32)

 

Ich stelle mir eher die Frage, woher die Evangelisten die unverschämte Dreistigkeit genommen haben, die Worte Jesu zu verfälschen. Was fällt den Kerlen denn ein?

 

Ich prangere die Verlogenheit der Evangelisten nicht aus bösem Willen oder aus mangelnder Gläubigkeit an, sondern weil sie gelogen, verfälscht, verdreht und aus dem Zusammenhang gerissen haben. Das Unrecht geschieht doch nicht von meiner Seite her, sondern von den Evangelisten! Lügen und alterternative Fakten sind nicht mein Ding. Und ich werde jetzt auch keinen alternativen Wahrheitsbegriff etablieren, der die alternativen Fakten der Evangelien schönfärbt.

 

Meine Verärgerung wurzelt darin, dass wir heute als Quelle über Jesus nichts Besseres in Händen halten, als Alternative-Fakten-Sammlungen. Womit hat Jesus das verdient?

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Womit haben wir Deine Jammerei verdient?

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Wenn die Auferstehung Jesu eine Münchhausenhafte Lügengeschichte ist, dann können wir den Glauben in die Mülltonne kippen.

 

Das verstehe ich nicht. Warum soll es so bedeutsam sein, ob das, was in den Evangelien berichtet wird, wirklich so stattgefunden hat?

bearbeitet von Merkur

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Wenn die Auferstehung Jesu eine Münchhausenhafte Lügengeschichte ist, dann können wir den Glauben in die Mülltonne kippen.

 

Das verstehe ich nicht. Warum soll es so bedeutsam sein, ob das, was in den Evangelien berichtet wird, wirklich so stattgefunden hat?

Ich seh das wie Paulus: Unser Glaube steht und fällt mit der Frage ob Jesus nun Auferstanden ist oder nicht. Ob der Auferstandene mit den Emmaus-Jüngern Brot in deren Kammer oder beim Mäkky umme Ecke nen Burger gefuttert hat ist nicht entscheidend. Ob die Bergpredigt wirklich ne zusammenhängende Rede oder das Exzerpt einer Vortragsreihe war, das ist Wurscht.

bearbeitet von Frank
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Ich seh das wie Paulus: ...

 

 

Und warum? Gibts dafür auch Argumente? Berufung auf Autoritäten zählt nicht.

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Wenn die Auferstehung Jesu eine Münchhausenhafte Lügengeschichte ist, dann können wir den Glauben in die Mülltonne kippen.

 

Das verstehe ich nicht. Warum soll es so bedeutsam sein, ob das, was in den Evangelien berichtet wird, wirklich so stattgefunden hat?

Ich seh das wie Paulus: Unser Glaube steht und fällt mit der Frage ob Jesus nun Auferstanden ist oder nicht. Ob der Auferstandene mit den Emmaus-Jüngern Brot in deren Kammer oder beim Mäkky umme Ecke nen Burger gefutert hat ist nicht entscheidend. Ob die Bergpredigt wirklich ne zusammenhängende Rede oder das Exzerpt einer Vortragsreihe war, das ist Wurscht.

 

Ist Jesus auferstanden?

Schon. Aber eben nicht der Jesus, der in Betlehem geboren wurde und der auf dem Berg eine Predigt gehalten hat. ... ... ... Denn diesen Jesus (Betlehem, Berg) haben sich die Evangelisten nur zusammenphantasiert.

Ein anderer Jesus, als der von den Evangelisten umlogene, ist auferstanden.

 

Findest Du das nicht unbefriedigend?

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Wenn die Auferstehung Jesu eine Münchhausenhafte Lügengeschichte ist, dann können wir den Glauben in die Mülltonne kippen.

 

Das verstehe ich nicht. Warum soll es so bedeutsam sein, ob das, was in den Evangelien berichtet wird, wirklich so stattgefunden hat?

Ich seh das wie Paulus: Unser Glaube steht und fällt mit der Frage ob Jesus nun Auferstanden ist oder nicht. Ob der Auferstandene mit den Emmaus-Jüngern Brot in deren Kammer oder beim Mäkky umme Ecke nen Burger gefutert hat ist nicht entscheidend. Ob die Bergpredigt wirklich ne zusammenhängende Rede oder das Exzerpt einer Vortragsreihe war, das ist Wurscht.

 

Ist Jesus auferstanden?

Schon. Aber eben nicht der Jesus, der in Betlehem geboren wurde und der auf dem Berg eine Predigt gehalten hat. ... ... ... Denn diesen Jesus (Betlehem, Berg) haben sich die Evangelisten nur zusammenphantasiert.

Ein anderer Jesus, als der von den Evangelisten umlogene, ist auferstanden.

 

Findest Du das nicht unbefriedigend?

 

Woher weisst du das?

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Ich verstehe nicht, wie man mit solchen Vorstellungen über die Entstehung der Evangelien eigentlich sinnvoll als Priester wirken kann. Wäre es wirklich so, dass nur die "ipsissima vox" des historischen Jesu zählen würde, der Zugang zu dieser aber quasi unmöglich ist, dann lasst uns fressen und saufen, denn morgen sind wir tot! (vgl. 1 Kor 15,32)

 

Ich stelle mir eher die Frage, woher die Evangelisten die unverschämte Dreistigkeit genommen haben, die Worte Jesu zu verfälschen. Was fällt den Kerlen denn ein?

 

Ich prangere die Verlogenheit der Evangelisten nicht aus bösem Willen oder aus mangelnder Gläubigkeit an, sondern weil sie gelogen, verfälscht, verdreht und aus dem Zusammenhang gerissen haben. Das Unrecht geschieht doch nicht von meiner Seite her, sondern von den Evangelisten! Lügen und alterternative Fakten sind nicht mein Ding. Und ich werde jetzt auch keinen alternativen Wahrheitsbegriff etablieren, der die alternativen Fakten der Evangelien schönfärbt.

 

Meine Verärgerung wurzelt darin, dass wir heute als Quelle über Jesus nichts Besseres in Händen halten, als Alternative-Fakten-Sammlungen. Womit hat Jesus das verdient?

 

 

Hast du eigentlich irgendwelche Indizien oder gar Belege für deine - doch sehr böswilligen - Unterstellungen?

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Ich seh das wie Paulus: Unser Glaube steht und fällt mit der Frage ob Jesus nun Auferstanden ist oder nicht. Ob der Auferstandene mit den Emmaus-Jüngern Brot in deren Kammer oder beim Mäkky umme Ecke nen Burger gefutert hat ist nicht entscheidend. Ob die Bergpredigt wirklich ne zusammenhängende Rede oder das Exzerpt einer Vortragsreihe war, das ist Wurscht.

 

Ich sehe das ja auch so ähnlich. In den meisten Fällen ist die Historizität nebensächlich.

Aber die Aussage ist dann trotzdem genau so bedeutend, als ob das tatsächlich so stattgefunden hätte wie es in der Bibel steht.

Wenn ich aber Lug und Trug unterstelle, wird das schwierig zu glauben.

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Ist Jesus auferstanden?

 

 

Schon. Aber eben nicht der Jesus, der in Betlehem geboren wurde und der auf dem Berg eine Predigt gehalten hat. ... ... ... Denn diesen Jesus (Betlehem, Berg) haben sich die Evangelisten nur zusammenphantasiert.

Ein anderer Jesus, als der von den Evangelisten umlogene, ist auferstanden.

 

Findest Du das nicht unbefriedigend?

 

 

Ich finde deine Interpretation in der Tat sehr unbefriedigend.

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Ich seh das wie Paulus: Unser Glaube steht und fällt mit der Frage ob Jesus nun Auferstanden ist oder nicht. Ob der Auferstandene mit den Emmaus-Jüngern Brot in deren Kammer oder beim Mäkky umme Ecke nen Burger gefutert hat ist nicht entscheidend. Ob die Bergpredigt wirklich ne zusammenhängende Rede oder das Exzerpt einer Vortragsreihe war, das ist Wurscht.

 

Ich sehe das ja auch so ähnlich. In den meisten Fällen ist die Historizität nebensächlich.

Aber die Aussage ist dann trotzdem genau so bedeutend, als ob das tatsächlich so stattgefunden hätte wie es in der Bibel steht.

Wenn ich aber Lug und Trug unterstelle, wird das schwierig zu glauben.

 

Ich sach mal so: Wenn Jesus, mit den Emmaus-Jüngern, nen Burger gebrochen und geteilt hätte.. das hätte ne Sauerei gegeben.. Nein, Brotbrechen ist da schon ästhetischer. ;)

bearbeitet von Frank

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Nun, in Sachen Auferstehung könnte ich für mich und meinen Glauben nur schwerlich Abstriche hinsichtlich der Historizität dieses Ereignisses machen.

 

Denn wenn "das Grab voll war" - wie moderne "Theologen" gerne theoriesieren, dann ist auch die christliche Religion in sich obsolet. Dann hat die Botschaft Christi nicht mehr Verbindlichkeit als die Lehren Buddhas oder Nietzsches oder eines beliebigen Weisheitslehrers (nicht dass ich Nietzsche für einen ebensolchen hielte).

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Ich seh das wie Paulus: Unser Glaube steht und fällt mit der Frage ob Jesus nun Auferstanden ist oder nicht. Ob der Auferstandene mit den Emmaus-Jüngern Brot in deren Kammer oder beim Mäkky umme Ecke nen Burger gefuttert hat ist nicht entscheidend. Ob die Bergpredigt wirklich ne zusammenhängende Rede oder das Exzerpt einer Vortragsreihe war, das ist Wurscht.

Das verstehe ich nicht. Warum soll es so bedeutsam sein, ob das, was in den Evangelien berichtet wird, wirklich so stattgefunden hat?

 

Dann bleibt aber noch die Frage des Wie der Auferstehung. Die Emmaus-Jünger, die Jesus gut kannten, haben ihn nach der Auferstehung nicht wiedererkannt. Auferstehung ist bei Jesus also keine Wiederbelebung im naheliegenden Sinn. Der Auferstehungsleib ist ein anderer als der alte Leib vor dem Tod. Am Ende erkennen sie ihn an der Art wie er Brot bricht und er verschwindet vor ihren Augen. Die gesamten Berichte vom Auferstandenen Christus bis zur Himmelfahrt sprechen von einer Person, die sich grundlegend von dem Jesus vor Karfreitag unterscheidet. Ganz im Gegenteil übrigens zu Lazarus nach seiner Erweckung vom Tod, der anscheinend für alle offensichtlich der Selbe wie vorher war.

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Denn wenn "das Grab voll war" - wie moderne "Theologen" gerne theoriesieren, dann ist auch die christliche Religion in sich obsolet. ...

Auch hier: warum? Oder kommt es hier am Ende gar nicht auf Argumente an?

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Nö. Auch wenn das Grab Jesu den Leichnam Jesu beherbergte, kann Jesus auferstanden sein.

Ich glaube auch an die Auferstehung meiner Großeltern und Eltern, obwohl bei denen keinerlei leere Gräber jemals behauptet wurden.

 

Ob das Grab Jesu wirklich leer war, können wir leider nicht wissen. Ob es sich bei den Erzählungen vom leeren Grab um eine der bei Evangelistens üblichen Phantasiestorys handelt, oder um die Wiedergabe einer Realität, bleibt unklar. So was kann man prinzipiell nach 2000 Jahren nicht mehr klar recherchieren.

 

Das Problem besteht nicht in der Faktenlage, sondern in der Glaubwürdigkeit der Evangelisten. Angenommen, Paulus und andere hätten das leere Grab bestätigt, wäre das immer noch alles andere, als ein Beweis für die Auferstehung Jesu. Es soll schon öfter leere offene Gräber gegeben haben. Aber die Neigung der Evangelisten zu dramatischen Phantasiestorys könnte hier noch einmal illustriert sein. Die hatten keine Probleme mit alternativen Fakten. Wenn ihnen die Fakten geschmeckt haben, haben sie sie übernommen. Haben sie ihnen nicht geschmeckt, dann haben sie eben alternative Fakten herbeigezogen oder herbeiphantasiert. Und damit haben sie den glaubenswilligen Lesern einen Bärendienst erwiesen. Herausgekommen sind Evangelien, bei denen man sich immer nur fragen kann, ob die Evangelisten gerade beschreiben oder ob sie phantasieren oder ob sie verdrehen und verfälschen. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Und wer viele Lügen erzählt, dem glaubt man dann überhaupt nichts mehr.

 

Wäre der Glaube wirklich auf die Ehrlichkeit der Evangelien angewiesen, wären die Gläubigen nun aufgeschmissen.

Glücklicherweise hat der Glaube aber viele Wurzeln. Auf diese Weise sind die Evangelien dann doch wieder ganz gut: Als phantasievolle Illustration des Glaubens, in der (als besonderer Service) wahrscheinlich sogar noch einige Bröckelchen Realität eingearbeitet sind.

 

Sätze wie "Seid gewiss: Ich bin bei euch, bis ans Ende der Welt" tragen eine glaubensfördernde Potenz in sich. Wirklich in sich. Und diese Glaubensförderung ist nicht darauf angewiesen, dass diese Worte tatsächlich jemals von Jesus ausgesprochen wurden. Wenn sie frei erfunden sind (und gerade dieses Beispiel könnte durchaus ein Erfindung des Matthäus sein), dann sind sie trotz aller Verlogenheit (Jesus in den Mund geschoben) trotzdem gut erfunden. Solche Aussprüche sprechen etwas an, wonach sich viele sehnen: Einer, der zu mir hält bis ans Ende der Welt --- und noch darüber hinaus. Es wäre zwar schön, wenn Jesus tatsächlich nach seiner Auferstehung gesagt hätte. Aber für den Glauben ist es nicht notwendig. Nice to have, but not must.

 

Allerdings kann man nicht argumentieren: "Jesus hat das gesagt ... also muss es wohl wahr sein." Denn es ist sehr zweifelhaft, ob Jesus das gesagt hat. Man kann sich somit nicht mehr auf die Autorität Jesu berufen, sondern ...

Ach, das wäre jetzt zu schön, wenn sich mal jemand Gedanken darüber macht, worauf wir uns bei solchen Aussprüchen wirklich rückbinden können.

 

Aber solange man bequem sagt "Jesus ... also wahr", braucht man sich all diese wertvollen Gedanken ja nicht machen.

Und dieser Bequemlichkeit wegen wird die "Wahrheit" der Evangelien mit Zähnen und Klauen verteidigt.

Damit erspart man sich viel eigenes Nachdenken und Nachspüren. Sogar den Zugang zum eigenen Glauben und dessen Vorausbedingungen kann man sich auf diese bequeme Weise ersparen. "Jesus hat es ja gesagt ... also: alles klar, alles palletti!"

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Geschrieben (bearbeitet)

 

 

Denn wenn "das Grab voll war" - wie moderne "Theologen" gerne theoriesieren, dann ist auch die christliche Religion in sich obsolet. ...

Auch hier: warum? Oder kommt es hier am Ende gar nicht auf Argumente an?
Ich mag mich irren (dann möge man mich korrigieren), doch war ich bisher der Ansicht, der Kern der christlichen Religion sei die Versöhnung der durch die Erbsünde gefallenen Menschheit mit Gott durch den Sühnetod Christi am Kreuz und seine glorreiche Auferstehung, die den Tod ein für alle mal besiegte und zugleich der erlösten Menschheit nach seinem Vorbild (resurrectio mortuorum) das ewige Leben verhieß.

 

Nun wird klar warum das Grab nicht leer sein kann. Wenn nicht Christus als Erstgeborener der Toten auferstanden ist, dann haben auch wir, die wir an ihn glauben, nach dem Tode nichts zu erwarten. Deshalb ist mir die Historizität in diesem Falle wichtig. Wenn die Auferstehung ein Bluff oder ein "innerliches Gefühl in der Brust der Apostel" war, dann rennen Christen aller Konfessionen seit 2000 Jahren einer frommen Wahnvorstellung oder einem heiligen Schwindel hinterher. Dann wäre der Glaube sinnlos und ziellos. Dann könnte man ebenso gut einem philantropischen Verein beitreten und bräuchte weder Kirche noch Sakramente. So zumindest meine Einschätzung.

 

Saluti cordiali,

 

Studiosus.

 

P.S.: Mir ist wohl bewusst, dass mich der Glaube in Konflikt mit meiner eigentlichen Profession, der Geschichtswissenschaft bringt. Hier wäre es unverantwortlich aufgrund von vagen Quellen Wahrheiten zu formulieren. Doch ziehe ich in diesem Fall die Schizophrenie (zwischen Akademischem und Religiösem) der Apostasie vor. Zwar stimmt es, dass 'fides quaerens intellectum'. Doch hat sich in die Theolgoie und Exgese der deutliche Hang eingeschlichen, alles solange hin und her zu bewegen, bis die Bibel nur noch als besseres Märchenbuch betrachtet werden kann oder man Jesus auf die Rolle eines antiken Che Guevara beschränkt. Ich muss es unumwunden sagen: an einen Revolutionär zu glauben, der nicht Messias und Gottessohn war und folglich nicht auferstanden ist, reicht mir nicht.

bearbeitet von Studiosus

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(...) Wenn nicht Christus als Erstgeborener der Toten auferstanden ist, ... Dann wäre der Glaube sinnlos. Dann könnte man ebenso gut einem philantropischen Verein beitreten und bräuchte weder Kirche noch Sakramente. So zumindest meine Einschätzung.

 

 

Das kann man so sehen, aber ist es nicht wenig sinnvoll, seinen Glauben auf den Sand der zufälligen (und eher unwahrscheinlichen) Richtigkeit eines behaupteten historischen Ereignisses zu bauen? Wenn man das tut, dann vermutlich mit dem Vertrauen darauf, dass man die Falsifizierung dieser Grundannahme ohnehin nie erleben wird. Wenn also etwas nicht falsifiziert werden kann, warum kommt es dann überhaupt noch auf die historische Richtigkeit an?

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Wäre der Glaube wirklich auf die Ehrlichkeit der Evangelien angewiesen, wären die Gläubigen nun aufgeschmissen.

,,,,

Aber solange man bequem sagt "Jesus ... also wahr", braucht man sich all diese wertvollen Gedanken ja nicht machen.

Und dieser Bequemlichkeit wegen wird die "Wahrheit" der Evangelien mit Zähnen und Klauen verteidigt.

Damit erspart man sich viel eigenes Nachdenken und Nachspüren. Sogar den Zugang zum eigenen Glauben und dessen Vorausbedingungen kann man sich auf diese bequeme Weise ersparen. "Jesus hat es ja gesagt ... also: alles klar, alles palletti!"

Hm, ja wenn das so ist, dann sollten wir doch die Evangelien ein Fraß des Feuers werden lassen.

Dann steht unserem "Zugang durch eigenes Nachdenken und Nachspüren" nichts mehr im Wege ....

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So ganz nebenbei: Was hat das eigentlich noch mit Papst Franziskus zu tun? :a050:

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Die ganze Passage ist allein Deiner Behauptung gewidmet, was Jesus zur Missionierung angeblich gesagt haben soll.

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