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All-Attribute Gottes


Studiosus
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Auf Wunsch eines Foranten wurde diese Nebendiskussion aus "Hat Jesus die Sakramente eingesetzt?" gesplittet.

(Karl Funkel als Mod.)

 

Ok, da ihr offenbar hierüber lieber diskutiert:

Selbstverständlich kannte Jesus die Canones des Trienter Konzils. Als zweite Person der Dreifaltigkeit besitzt Jesus Allwissenheit (omniscientia). Diese richtet sich auch auf zukünftige Ereignisse.

Insofern leugnet man die Allwissenheit Gottes, wenn man sagt, Jesus kannte die Beschlüsse des Tridentinums nicht. Oder man leugnet die Gottheit Christi. Sucht's euch aus.

Saluti cordiali,
Studiosus.

Edited by Karfunkel
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Selbstverständlich kannte Jesus die Canones des Trienter Konzils. Als zweite Person der Dreifaltigkeit besaß Jesus Allwissenheit (omniscientia). Diese richtete sich auch auf zukünftige Ereignisse.

Ich frage mich - allen Ernstes - wie man sowas glauben kann.

Ja nun, ich muss es ja nicht glauben. Das ist ja das Schöne.

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Naja, der Beitrag war nur halbernst.

 

Denn das Gott allwissend ist, wird wohl niemand ernsthaft abstreiten wollen.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

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Ok, da ihr offenbar hierüber lieber diskutiert:

 

Selbstverständlich kannte Jesus die Canones des Trienter Konzils. Als zweite Person der Dreifaltigkeit besitzt Jesus Allwissenheit (omniscientia). Diese richtet sich auch auf zukünftige Ereignisse.

 

Insofern leugnet man die Allwissenheit Gottes, wenn man sagt, Jesus kannte die Beschlüsse des Tridentinums nicht. Oder man leugnet die Gottheit Christi. Sucht's euch aus.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Ah, ein Anhänger der Prädestinationslehre.

 

Werner

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Ok, da ihr offenbar hierüber lieber diskutiert:

 

Selbstverständlich kannte Jesus die Canones des Trienter Konzils. Als zweite Person der Dreifaltigkeit besitzt Jesus Allwissenheit (omniscientia). Diese richtet sich auch auf zukünftige Ereignisse.

 

Insofern leugnet man die Allwissenheit Gottes, wenn man sagt, Jesus kannte die Beschlüsse des Tridentinums nicht. Oder man leugnet die Gottheit Christi. Sucht's euch aus.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Ah, ein Anhänger der Prädestinationslehre.

 

Werner

Nein, Calvins Prädestinationslehre hat damit herzlich wenig zu tun.

 

Dass Gott allwissend ist, ist allerdings Dogma.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Edited by Studiosus
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Ok, da ihr offenbar hierüber lieber diskutiert:

 

Selbstverständlich kannte Jesus die Canones des Trienter Konzils. Als zweite Person der Dreifaltigkeit besitzt Jesus Allwissenheit (omniscientia). Diese richtet sich auch auf zukünftige Ereignisse.

 

Insofern leugnet man die Allwissenheit Gottes, wenn man sagt, Jesus kannte die Beschlüsse des Tridentinums nicht. Oder man leugnet die Gottheit Christi. Sucht's euch aus.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Ah, ein Anhänger der Prädestinationslehre.

 

Werner

Nein, Calvins Prädestinationslehre hat damit herzlich wenig zu tun.

 

Dass Gott allwissend ist, ist allerdings Dogma.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

 

Von Calvin hast nun du angefangen, nicht ich.

Gott mag allwissend sein. Wenn er allerdings schon vorher weiß, wass ein Konzil beschließen wird, hat das Konzil keine Wahl, etwas zu entscheiden, weil das schon vor Beginn des Konzils feststeht. Das nennt man Prädestination.

 

Werner

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Ok, da ihr offenbar hierüber lieber diskutiert:

 

Selbstverständlich kannte Jesus die Canones des Trienter Konzils. Als zweite Person der Dreifaltigkeit besitzt Jesus Allwissenheit (omniscientia). Diese richtet sich auch auf zukünftige Ereignisse.

 

Insofern leugnet man die Allwissenheit Gottes, wenn man sagt, Jesus kannte die Beschlüsse des Tridentinums nicht. Oder man leugnet die Gottheit Christi. Sucht's euch aus.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Ah, ein Anhänger der Prädestinationslehre.

 

Werner

Nein, Calvins Prädestinationslehre hat damit herzlich wenig zu tun.

 

Dass Gott allwissend ist, ist allerdings Dogma.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Von Calvin hast nun du angefangen, nicht ich.

Gott mag allwissend sein. Wenn er allerdings schon vorher weiß, wass ein Konzil beschließen wird, hat das Konzil keine Wahl, etwas zu entscheiden, weil das schon vor Beginn des Konzils feststeht. Das nennt man Prädestination.

 

Werner

Tja, da sieht man's wieder. Die Kirche lehrt aber eindeutg beides.

 

Einerseits hat der Mensch den freien Willen. Andererseits ist Gott allwissend.

 

Also entweder hat der Mensch keinen echten freien Willen oder Gott ist nicht vollumfänglich allwissend.

 

Welches Schweinderl hätten's denn gern?

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

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Außerdem negiert die Allwissenheit Gottes den freien Willen nicht. Warum auch?

 

Gott wusste im Jahre 30 n. Chr. dass 1530 Jahre später die Bischöfe in Trient die bekannten canones erlassen würden. Inwiefern ist damit der freie Wille der beratschlagenden Bischöfe verletzt worden?

 

Gott wusste auch, lange bevor Martin Luther ein Funkeln in den Augen seines Vaters war, dass die Reformation 1517 ausbrechen würde. Hat er Luther deshalb aus dem Verkehr gezogen? Meines Wissens nicht. Er wich sogar dem legendären Blitz aus.

 

Gott wusste ebenso, dass der Erzherzog Ferdinand in Sarajewo einem Attentat zum Opfer fallen würde, das den Ersten Weltkrieg heraufbeschwören sollte. Hat er deshalb die Kutsche des Herzogs auf dem Weg verunglücken lassen? Hat er die Pistole des Attentäters blockiert?

 

Dass er all dies hätte verhindern können, müssen wir als gegeben voraussetzen. Denn die Allmacht Gottes ist ebenfalls dogmatisiert.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Edited by Studiosus
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Außerdem negiert die Allwissenheit Gottes den freien Willen nicht. Warum auch?

 

Gott wusste im Jahre 30 n. Chr. dass 1530 Jahre später die Bischöfe in Trient die bekannten canones erlassen würden. Inwiefern ist damit der freie Wille der beratschlagenden Bischöfe verletzt worden?

 

Gott wusste auch, lange bevor Martin Luther ein Funkeln in den Augen seines Vaters war, dass die Reformation 1517 ausbrechen würde. Hat er Luther deshalb aus dem Verkehr gezogen? Meines Wissens nicht. Er wich sogar dem legendären Blitz aus.

 

Gott wusste ebenso, dass der Erzherzog Ferdinand in Sarajewo einem Attentat zum Opfer fallen würde, das den Ersten Weltkrieg heraufbeschwören sollte. Hat er deshalb die Kutsche des Herzogs auf dem Weg verunglücken lassen? Hat er die Pistole des Attentäters blockiert?

 

Dass er all dies hätte verhindern können, müssen wir als gegeben voraussetzen. Denn die Allmacht Gottes ist ebenfalls dogmatisiert.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Ganz dünnes Eis, ganz dünnes Eis.

Denn spätestens mit dem letzten Punkt machst du aus Gott den sadisten, der uns aus Freude an der Qual, ins Unglück rennen lässt obwohl er es hätte verhindern können, den uns die Atheisten gerne unterstellen, der moralisch bei dennen auch nicht besonders gut weg kommt.

Wenn Gott dieser sadist wäre, fiele die morasiche verurteilung auch zu recht.

 

Wenn ich sehe du brennst,

wenn ich weiss, wenn ich dich nicht lösche stirbst du,

wenn ich der einzige bin der eingreifen könnte,

wenn ich den Eimer Wasser hätte der dir das Leben retten könnte

wenn ich dich trotzdem verbrennen liesse. Was wäre ich dann? Ein Schwein?

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Außerdem negiert die Allwissenheit Gottes den freien Willen nicht. Warum auch?

 

Gott wusste im Jahre 30 n. Chr. dass 1530 Jahre später die Bischöfe in Trient die bekannten canones erlassen würden. Inwiefern ist damit der freie Wille der beratschlagenden Bischöfe verletzt worden?

 

Gott wusste auch, lange bevor Martin Luther ein Funkeln in den Augen seines Vaters war, dass die Reformation 1517 ausbrechen würde. Hat er Luther deshalb aus dem Verkehr gezogen? Meines Wissens nicht. Er wich sogar dem legendären Blitz aus.

 

Gott wusste ebenso, dass der Erzherzog Ferdinand in Sarajewo einem Attentat zum Opfer fallen würde, das den Ersten Weltkrieg heraufbeschwören sollte. Hat er deshalb die Kutsche des Herzogs auf dem Weg verunglücken lassen? Hat er die Pistole des Attentäters blockiert?

 

Dass er all dies hätte verhindern können, müssen wir als gegeben voraussetzen. Denn die Allmacht Gottes ist ebenfalls dogmatisiert.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Ganz dünnes Eis, ganz dünnes Eis.

Denn spätestens mit dem letzten Punkt machst du aus Gott den sadisten, der uns aus Freude an der Qual, ins Unglück rennen lässt obwohl er es hätte verhindern können, den uns die Atheisten gerne unterstellen, der moralisch bei dennen auch nicht besonders gut weg kommt.

Wenn Gott dieser sadist wäre, fiele die morasiche verurteilung auch zu recht.

 

Wenn ich sehe du brennst,

wenn ich weiss, wenn ich dich nicht lösche stirbst du,

wenn ich der einzige bin der eingreifen könnte,

wenn ich den Eimer Wasser hätte der dir das Leben retten könnte

wenn ich dich trotzdem verbrennen liesse. Was wäre ich dann? Ein Schwein?

Das sind aber nun weiß Gott keine Neuigkeiten. Sondern uraltes Glaubensgut so ziemlich aller mir bekannten christlichen Denominationen. Und selbst der meisten nichchristlichen Religionen. Mensch, sogar der Großteil der Philosophen hat durch die Jahrtausende Gott diese beiden Attribute zugestanden.

 

Es lässt sich auf einen Satz herunterbrechen:

 

Gott ist allmächtig und allwissend.

 

Was man aus dieser Erkenntnis macht steht auf einem anderen Blatt.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Edited by Studiosus
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Außerdem negiert die Allwissenheit Gottes den freien Willen nicht. Warum auch?

 

Gott wusste im Jahre 30 n. Chr. dass 1530 Jahre später die Bischöfe in Trient die bekannten canones erlassen würden. Inwiefern ist damit der freie Wille der beratschlagenden Bischöfe verletzt worden?

 

Gott wusste auch, lange bevor Martin Luther ein Funkeln in den Augen seines Vaters war, dass die Reformation 1517 ausbrechen würde. Hat er Luther deshalb aus dem Verkehr gezogen? Meines Wissens nicht. Er wich sogar dem legendären Blitz aus.

 

Gott wusste ebenso, dass der Erzherzog Ferdinand in Sarajewo einem Attentat zum Opfer fallen würde, das den Ersten Weltkrieg heraufbeschwören sollte. Hat er deshalb die Kutsche des Herzogs auf dem Weg verunglücken lassen? Hat er die Pistole des Attentäters blockiert?

 

Dass er all dies hätte verhindern können, müssen wir als gegeben voraussetzen. Denn die Allmacht Gottes ist ebenfalls dogmatisiert.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Ganz dünnes Eis, ganz dünnes Eis.

Denn spätestens mit dem letzten Punkt machst du aus Gott den sadisten, der uns aus Freude an der Qual, ins Unglück rennen lässt obwohl er es hätte verhindern können, den uns die Atheisten gerne unterstellen, der moralisch bei dennen auch nicht besonders gut weg kommt.

Wenn Gott dieser sadist wäre, fiele die morasiche verurteilung auch zu recht.

 

Wenn ich sehe du brennst,

wenn ich weiss, wenn ich dich nicht lösche stirbst du,

wenn ich der einzige bin der eingreifen könnte,

wenn ich den Eimer Wasser hätte der dir das Leben retten könnte

wenn ich dich trotzdem verbrennen liesse. Was wäre ich dann? Ein Schwein?

Das sind aber nun weiß Gott keine Neuigkeiten. Sondern uraltes Glaubensgut so ziemlich aller mir bekannten christlichen Denominationen. Und selbst der meisten nichchristlichen Religionen. Mensch, sogar der Großteil der Philosophen hat durch die Jahrtausende Gott diese beiden Attribute zugestanden.

 

Es lässt sich auf einen Satz herunterbrechen:

 

Gott ist allmächtig und allwissend.

 

Was man aus dieser Erkenntnis macht steht auf einem anderen Blatt.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

 

Natürlich! Ich widerspreche dem auch nicht. Aber das ändert nichts daran dass das Eis verdammt dünn ist und letzlich führt dieses Dünne Eis zur Frage: "Wo war Gott in Auschwitz?" / "Wo war Gott in Vedun?" / "Wo war Gott an 9/11?"

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Außerdem negiert die Allwissenheit Gottes den freien Willen nicht. Warum auch?

 

Gott wusste im Jahre 30 n. Chr. dass 1530 Jahre später die Bischöfe in Trient die bekannten canones erlassen würden. Inwiefern ist damit der freie Wille der beratschlagenden Bischöfe verletzt worden?

 

Gott wusste auch, lange bevor Martin Luther ein Funkeln in den Augen seines Vaters war, dass die Reformation 1517 ausbrechen würde. Hat er Luther deshalb aus dem Verkehr gezogen? Meines Wissens nicht. Er wich sogar dem legendären Blitz aus.

 

Gott wusste ebenso, dass der Erzherzog Ferdinand in Sarajewo einem Attentat zum Opfer fallen würde, das den Ersten Weltkrieg heraufbeschwören sollte. Hat er deshalb die Kutsche des Herzogs auf dem Weg verunglücken lassen? Hat er die Pistole des Attentäters blockiert?

 

Dass er all dies hätte verhindern können, müssen wir als gegeben voraussetzen. Denn die Allmacht Gottes ist ebenfalls dogmatisiert.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Ganz dünnes Eis, ganz dünnes Eis.

Denn spätestens mit dem letzten Punkt machst du aus Gott den sadisten, der uns aus Freude an der Qual, ins Unglück rennen lässt obwohl er es hätte verhindern können, den uns die Atheisten gerne unterstellen, der moralisch bei dennen auch nicht besonders gut weg kommt.

Wenn Gott dieser sadist wäre, fiele die morasiche verurteilung auch zu recht.

 

Wenn ich sehe du brennst,

wenn ich weiss, wenn ich dich nicht lösche stirbst du,

wenn ich der einzige bin der eingreifen könnte,

wenn ich den Eimer Wasser hätte der dir das Leben retten könnte

wenn ich dich trotzdem verbrennen liesse. Was wäre ich dann? Ein Schwein?

Das sind aber nun weiß Gott keine Neuigkeiten. Sondern uraltes Glaubensgut so ziemlich aller mir bekannten christlichen Denominationen. Und selbst der meisten nichchristlichen Religionen. Mensch, sogar der Großteil der Philosophen hat durch die Jahrtausende Gott diese beiden Attribute zugestanden.

 

Es lässt sich auf einen Satz herunterbrechen:

 

Gott ist allmächtig und allwissend.

 

Was man aus dieser Erkenntnis macht steht auf einem anderen Blatt.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Natürlich! Ich widerspreche dem auch nicht. Aber das ändert nichts daran dass das Eis verdammt dünn ist und letzlich führt dieses Dünne Eis zur Frage: "Wo war Gott in Auschwitz?" / "Wo war Gott in Vedun?" / "Wo war Gott an 9/11?"

Ja, eben Theodizee. Die alte Frage, warum Gott Leid zulässt.

 

Jedoch möchte ich das Konzil von Trient da ausdrücklich rausnehmen. Das war ja kein leidvolles, sondern ein höchst heilvolles Ereignis.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

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Außerdem negiert die Allwissenheit Gottes den freien Willen nicht. Warum auch?

 

Gott wusste im Jahre 30 n. Chr. dass 1530 Jahre später die Bischöfe in Trient die bekannten canones erlassen würden. Inwiefern ist damit der freie Wille der beratschlagenden Bischöfe verletzt worden?

 

Gott wusste auch, lange bevor Martin Luther ein Funkeln in den Augen seines Vaters war, dass die Reformation 1517 ausbrechen würde. Hat er Luther deshalb aus dem Verkehr gezogen? Meines Wissens nicht. Er wich sogar dem legendären Blitz aus.

 

Gott wusste ebenso, dass der Erzherzog Ferdinand in Sarajewo einem Attentat zum Opfer fallen würde, das den Ersten Weltkrieg heraufbeschwören sollte. Hat er deshalb die Kutsche des Herzogs auf dem Weg verunglücken lassen? Hat er die Pistole des Attentäters blockiert?

 

Dass er all dies hätte verhindern können, müssen wir als gegeben voraussetzen. Denn die Allmacht Gottes ist ebenfalls dogmatisiert.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Ganz dünnes Eis, ganz dünnes Eis.

Denn spätestens mit dem letzten Punkt machst du aus Gott den sadisten, der uns aus Freude an der Qual, ins Unglück rennen lässt obwohl er es hätte verhindern können, den uns die Atheisten gerne unterstellen, der moralisch bei dennen auch nicht besonders gut weg kommt.

Wenn Gott dieser sadist wäre, fiele die morasiche verurteilung auch zu recht.

 

Wenn ich sehe du brennst,

wenn ich weiss, wenn ich dich nicht lösche stirbst du,

wenn ich der einzige bin der eingreifen könnte,

wenn ich den Eimer Wasser hätte der dir das Leben retten könnte

wenn ich dich trotzdem verbrennen liesse. Was wäre ich dann? Ein Schwein?

Das sind aber nun weiß Gott keine Neuigkeiten. Sondern uraltes Glaubensgut so ziemlich aller mir bekannten christlichen Denominationen. Und selbst der meisten nichchristlichen Religionen. Mensch, sogar der Großteil der Philosophen hat durch die Jahrtausende Gott diese beiden Attribute zugestanden.

 

Es lässt sich auf einen Satz herunterbrechen:

 

Gott ist allmächtig und allwissend.

 

Was man aus dieser Erkenntnis macht steht auf einem anderen Blatt.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Natürlich! Ich widerspreche dem auch nicht. Aber das ändert nichts daran dass das Eis verdammt dünn ist und letzlich führt dieses Dünne Eis zur Frage: "Wo war Gott in Auschwitz?" / "Wo war Gott in Vedun?" / "Wo war Gott an 9/11?"

Ja, eben Theodizee. Die alte Frage, warum Gott Leid zulässt.

 

Jedoch möchte ich das Konzil von Trient da ausdrücklich rausnehmen. Das war ja kein leidvolles, sondern ein höchst heilvolles Ereignis.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

 

Du weichst aus. Aber okay, ist hier eh OT

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Ok, da ihr offenbar hierüber lieber diskutiert:

 

Selbstverständlich kannte Jesus die Canones des Trienter Konzils. Als zweite Person der Dreifaltigkeit besitzt Jesus Allwissenheit (omniscientia). Diese richtet sich auch auf zukünftige Ereignisse.

 

Insofern leugnet man die Allwissenheit Gottes, wenn man sagt, Jesus kannte die Beschlüsse des Tridentinums nicht. Oder man leugnet die Gottheit Christi. Sucht's euch aus.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Ah, ein Anhänger der Prädestinationslehre.

 

Werner

Nein, Calvins Prädestinationslehre hat damit herzlich wenig zu tun.

 

Dass Gott allwissend ist, ist allerdings Dogma.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Von Calvin hast nun du angefangen, nicht ich.

Gott mag allwissend sein. Wenn er allerdings schon vorher weiß, wass ein Konzil beschließen wird, hat das Konzil keine Wahl, etwas zu entscheiden, weil das schon vor Beginn des Konzils feststeht. Das nennt man Prädestination.

 

Werner

Tja, da sieht man's wieder. Die Kirche lehrt aber eindeutg beides.

 

Einerseits hat der Mensch den freien Willen. Andererseits ist Gott allwissend.

 

Also entweder hat der Mensch keinen echten freien Willen oder Gott ist nicht vollumfänglich allwissend.

 

Welches Schweinderl hätten's denn gern?

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

 

Echter freier Wille erfordert es, dass Gott auf die Ausübung seiner Allwissenheit verzichtet. Ist ganz einfach. Wenn er das nicht kann oder will, gibt es keinen freien Willen, da mag die Kirche lehren, was sie will.

 

Werner

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Dass Gott perfekt, also vollkommen ist, lehrt die Kirche ebenfalls. Dass er allwissend ist, haben wir schon festgestellt. Würde er die Allwissenheit ablegen wäre er nicht mehr perfekt. Wenn er sie nicht ablegen könnte, wäre er nicht allmächtig. Wäre er nicht allmächtig wäre er nicht perfekt....etc. pp.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Edited by Studiosus
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Dass Gott perfekt, also vollkommen ist, lehrt die Kirche ebenfalls. Dass er allwissend ist, haben wir schon festgestellt. Würde er die Allwissenheit ablegen wäre er nicht mehr perfekt. Wenn er sie nicht ablegen könnte, wäre er nicht allmächtig. Wäre er nicht allmächtig wäre er nicht perfekt....etc. pp.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Daraus folgt, dass die Kirche zumindest an dieser Stelle unsinniges, selbstwidersprüchliches Zeug lehrt.

 

Werner

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Dass Gott perfekt, also vollkommen ist, lehrt die Kirche ebenfalls. Dass er allwissend ist, haben wir schon festgestellt. Würde er die Allwissenheit ablegen wäre er nicht mehr perfekt. Wenn er sie nicht ablegen könnte, wäre er nicht allmächtig. Wäre er nicht allmächtig wäre er nicht perfekt....etc. pp.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Daraus folgt, dass die Kirche zumindest an dieser Stelle unsinniges, selbstwidersprüchliches Zeug lehrt.

 

Werner

 

Wenn man sich das so denkt, das Gott die Fähigkeit hätte aber auf dessen Anwendung verzichtet - Bildhaft könnte man das mit der Wehrpflicht in Deutschland vergleichen; die wurde ja auch nicht abgeschafft sondern nur ausgesetzt, das heisst die Pflicht besteht weiter, der Staat verzichtet nur auf die Einforderung der Pflicht - wird es wieder weniger unsinnig.

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Dass Gott perfekt, also vollkommen ist, lehrt die Kirche ebenfalls. Dass er allwissend ist, haben wir schon festgestellt. Würde er die Allwissenheit ablegen wäre er nicht mehr perfekt. Wenn er sie nicht ablegen könnte, wäre er nicht allmächtig. Wäre er nicht allmächtig wäre er nicht perfekt....etc. pp.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Daraus folgt, dass die Kirche zumindest an dieser Stelle unsinniges, selbstwidersprüchliches Zeug lehrt.

 

Werner

 

Wenn man sich das so denkt, das Gott die Fähigkeit hätte aber auf dessen Anwendung verzichtet - Bildhaft könnte man das mit der Wehrpflicht in Deutschland vergleichen; die wurde ja auch nicht abgeschafft sondern nur ausgesetzt, das heisst die Pflicht besteht weiter, der Staat verzichtet nur auf die Einforderung der Pflicht - wird es wieder weniger unsinnig.

 

Das hatte ich ja vorgeschlagen, aber unser Student möchte das nicht akzeptieren, weil das der kirchlichen Lehre, Gott sei perfekt, widersprechen würde.

 

Werner

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So könnte man das hinbiegen, ja. Gott verzichtet auf die Ausübung seiner Allmacht,die er weiterhin besitzt, in Bezug auf den Menschen, um ihm den freien Willen zu ermöglichen.

 

Ob das allerdings möglich ist, weiß ich nicht. Also dogmatisch.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Edited by Studiosus
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So könnte man das hinbiegen, ja. Gott verzichtet auf die Ausübung seiner Allmacht,die er weiterhin besitzt, in Bezug auf den Menschen, um ihm den freien Willen zu ermöglichen.

 

Ob das allerdings möglich ist, weiß ich nicht. Also dogmatisch.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Entweder Gott ist allmächtig, dann bringt er das hin, oder er ist es eben nicht.

 

Werner

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Ob das allerdings möglich ist, weiß ich nicht. Also dogmatisch.

Wenn Gott allmächtig ist, wird er es auch schaffen, die Dogmatik zu überwinden. Da bin ich mir ganz sicher.

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Ich habe mal ein wenig geblättert: die Position der katholischen Dogmatik scheint zu sein, dass die Frage nach dem konkreten Zusammenspiel von freiem Willen des Menschen und dem Ratschluss Gottes ein Geheimnis bleibt.

 

Hier klafft also bis auf Weiteres eine Lücke. Gut, dann hätten wir das auch geklärt.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

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Ich habe mal ein wenig geblättert: die Position der katholischen Dogmatik scheint zu sein, dass die Frage nach dem konkreten Zusammenspiel von freiem Willen des Menschen und dem Ratschluss Gottes ein Geheimnis bleibt.

 

Hier klafft also bis auf Weiteres eine Lücke. Gut, dann hätten wir das auch geklärt.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Wir haben das Geheimnis schon geklärt: Gott, der allmächtig ist, verzichtet aus Liebe zu seinen Geschöpfen von dieser Allmächtigkeit Gebrauch zu machen, weil ihm die Freiheit seiner Geschöpfe wichtiger.

 

So, wer legt das zur dogmatischen Verkündigung dem Papst vor?

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Ich habe mal ein wenig geblättert: die Position der katholischen Dogmatik scheint zu sein, dass die Frage nach dem konkreten Zusammenspiel von freiem Willen des Menschen und dem Ratschluss Gottes ein Geheimnis bleibt.

 

Hier klafft also bis auf Weiteres eine Lücke. Gut, dann hätten wir das auch geklärt.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

"Hiermit erklären wir zur Erbauung der Brüder und zur Verbreitung und Stärkung des wahren apostolischen Glaubens feierlich, dass ein Kreis sich dadurch auszeichnet, dass er vier Ecken hat. Und wer etwas anderes auch nur zu denken wagt, anathema sit."

 

"Aber Heiliger Vater, ein Kreis mit vier Ecken, wie soll das denn gehen?"

 

"Lieber Bruder in Christo, das ist ein großes Geheimnis, das Gottes ewiger Ratschluss uns zu ergründen verwehrt. Die Wege des Herrn sind unergründlich, Bruder! Du musst nur glauben!"

 

Werner

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Dass Gott perfekt, also vollkommen ist, lehrt die Kirche ebenfalls. Dass er allwissend ist, haben wir schon festgestellt. Würde er die Allwissenheit ablegen wäre er nicht mehr perfekt. Wenn er sie nicht ablegen könnte, wäre er nicht allmächtig. Wäre er nicht allmächtig wäre er nicht perfekt....etc. pp.

Saluti cordiali,

Studiosus.

 

Daraus folgt, dass die Kirche zumindest an dieser Stelle unsinniges, selbstwidersprüchliches Zeug lehrt.

Wenn man sich das so denkt, das Gott die Fähigkeit hätte aber auf dessen Anwendung verzichtet - Bildhaft könnte man das mit der Wehrpflicht in Deutschland vergleichen; die wurde ja auch nicht abgeschafft sondern nur ausgesetzt, das heisst die Pflicht besteht weiter, der Staat verzichtet nur auf die Einforderung der Pflicht - wird es wieder weniger unsinnig.

Eine wirkliche Lösung ist auch das leider nicht. Ein solches Verständnis von Allmacht vermeidet nicht die Widersprüche zu anderen Eigenschaften Gottes, wie Allwissenheit und Liebe; ja es löst noch nicht einmal simple Paradoxien, wie die altbekannte Frage, ob Gott einen Stein erschaffen könnte, der so schwer ist, dass er ihn selbst nicht hochheben kann.

 

Das Problem entsteht vielmehr immer bei einem Verständnis von "Allmacht" im Sinne von "alles tun können, was man will". Die Lösung liegt m. E. daher nur in einer Dekonstruktion des Begriffs "Allmacht" und einem Neu-Verständnis als "Allwirksamkeit", das heißt als Wirklichkeit, die in allem wirksam ist und nicht als Wirklichkeit, die unabhängig von der Welt supranaturalistisch "Wunder" bewirkt.

 

Das Problem liegt dann nicht mehr in Gottes Allmacht, sondern in einem bestimmten menschlichen (!) Verständnis darüber, was diese Allmacht bedeutet.

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