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Griechisch im Selbststudium


Echo Romeo
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Habt ihr Tipps – Lehrgänge, Materialien, etc. – zum Erlernen des Altgriechischen? (NT-Griechisch; weitere Ambitionen nicht ausgeschlossen.)

 

Voraussetzungen: Angestaubtes Großes Latinum.

 

Internetressourcen gibt es ja einige; unter anderem hast du, Jürgen, eine Einführung auf deinen Seiten.

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http://www.geocities.com/Athens/Agora/6594/

 

ein Altgriechisch-Kurs im Internet. Zur Qualität kann ich nix sagen.

 

Hier gibt's noch eine ganze Liste von "griechischen" Links:

 

http://www.theologie-links.de/greek.html

 

Altgriechisch ist schon als Schulfach 'ne ziemlich harte Nuss. Ich würde Dir einen Kurs in den Semesterferien empfehlen - an St. Georgen, Frankfurt gab es dergleichen schon mal. Als Schulbuch hatte ich "Ars graeca", Schöningh-Verlag Paderborn. Da ist der Grammatik-Band dicker als das Lehrbuch.

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Ich weiß nicht. Kasteiung? Das Gefühl, ein Bildungserlebnis verpasst zu haben?

 

Ich habe manchmal solche komischen Anwandlungen, Ratzinger in der Sauna lesen oder so … :blink:

 

Im Ernst, ich möchte einfach die NT-Texte im Original lesen können.

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Also den Kurs in Frankfurt würd ich mir ja auf keinen Fall freiwillig antun. Ein paar Komillitonen von mir haben das als letzten Ausweg gesehen - es war wohl purer Horror!

Ich würd Dir auch mal empfehlen, Dich einfach mal bei einer Uni in Deiner Nähe zu erkundigen. Selbstbeibringen geht bestimmt auch, brauch aber seeeeehhhr viel Durchhaltevermögen!!

 

Falls doch: Hier noch ein bisschen Literatur:

 

Joseph Dey, Schola Verbi, Lehrbuch des neutestamentlichen Griechisch, 9.Aufl. , Münster 1996.

 

E.Bornemann, E.Risch, Griechische Grammatik, 2.Aufl. , 1978.

 

Langenscheidts Kurzgrammatiken: Altgriechisch (8)Grund- und Aufbauwortschatz Griechisch, Klett-Verlag, Stuttgart

 

Bauer-Ahland, Griechisches Wörterbuch zum Neuen Testament.

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Ganz herzlichen Dank soweit!

 

Traurig übrigens, dass die Internet-Adressen teilweise nur mit einer Windows-Systemschrift funktionieren.

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Guest Ketelhohn

Recht angenehm finde ich:

Gottfried Steyer, Handbuch für das Studium des neutestamentlichen Griechisch

 

Als Nachschlagegrammatik greife ich nach wie vor zum alten Schul-Kaegi, wenn auch klassisch ausgerichtet und im syntaktischen Teil etwas dünne:

Adolf Kaegi: Kurzgefaßte griechische Schulgrammatik

 

Das Wörterbuch schlechthin (abgesehen von den einsprachigen zur Koiné) ist immer noch:

Franz Passow, Handwörterbuch der griechischen Sprache

 

Für den Anfänger tut’s sicher aber auch der Benseler eine ganze Weile. Von Produkten aus dem Hause Langenscheidt rate ich ab (so sehr geschädigt von Menges von ihm selber im Vorwort dummdreist angepriesenen »Taschenwörterbuch«, daß mich nicht mal interessiert, ob es inzwischen verbesserte Neubearbeitungen gibt).

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Ich glaube, Altgriechisch ist in jedem Aggregatzustand ein Lernhorror - und wenn man es mal kapiert hat, ist man süchtig - so ging es mir zumindest. Bin dann aber dank Ersatzdroge Hebräisch geheilt worden ...

Wahrscheinlich würde ich es auch mit einem normalen Unikurs versuchen - bei Crashkursen macht das Hirn nicht unbedingt immer mit.

 

Viel Spaß dabei!

 

Laura

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Ich habe heute festgestellt, dass der einzige Griechischkurs in meiner Heimatstadt … in meinem ehemaligen Gymnasium … von meinem ehemaligen Religionslehrer gegeben wird.

 

Ich fürchte, ich müsste schon sehr tapfer sein. (Er aber auch, hehehe.)

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Guest Juergen

Noch einige Literaturhinweise:

 

Deys Schola Verbi wurde ja schon genannt.

 

Molly Whittaker ; Horst Holtermann ; Andreas Hänni: Einfürhung in die griechische Sprache des Neuen Testaments. Gammatik und Übungsbuch. Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht, 6. Auflage 1996.

(Originaltitel: New Testament Greek Grammar; die dt. Übers. ist v. H. Holtermann; zu dem Buch gibt es auch einen Schlüssel der Übersetzungsübungen)

 

 

Allgemeine gr. Grammatik (nicht nur für NT-Griechisch!):

Willibald Heilmann ; Kurt Roeske ; Rolf Walther: tupoi. Griechische Kurzgrammatik. Frankfurt : Moritz Diesterweg, 1995.

 

Erich Happ ; Friedirch Maier ; Alfred Zeller: ORGANON. Grammatik. Lautlehre - Formenlehre - Satzlehre. München : Bayerischer Schulbuch-Verlag ; Bamberg : Buchners Verlag, 1985.

 

Rolf Mehrlein, Friedrich Richter, Wilhelm Seelbach, Otto. Leggewie (Herausgeber): Ars Graeca. Griechische Sprachlehre. Grammatik. Paderborn : Schöningh, 1982.

 

Otto Leggewie: Ars Graeca : Lehrbuch und Übungsbuch für den griechischen Anfangsunterricht Paderborn : Schöningh, 1982.

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Guest Juergen

Mehr für das wissenschaftliche Arbeiten mit den gr. Urtext sind folgende beiden Bände recht hilfreich:

 

Wilfrid Haubeck ; Heinrich von Siebenthal: Neuer Sprachlicher Schlüssel zum griechischen Neuen Testament. Giessen ; Basel : Brunnen, 1994/1997.

Bd. 1: Matthäus - Apostelgeschichte, 1997.

Bd. 2: Römer - Offenbarung, 1994.

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Guest Juergen

Hilfreich für die "Lernkontrolle" beim Übersetzen von NT-Texten mag eine Interlinearübersetzung sein:

 

Ernst Dietzfelbinger: Das Neue Testament. Interlinearübersetzung Griechisch-Deutsch. Neuhausen ; Stuttgart : Hänssler, 4. Aufl. 1990.

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Hallo Echo,

 

sehr gute Erfahrung habe ich mit einem englischsprachigen Lehrwerk gemacht:

 

William D. Mounce, Basics of Biblical Greek, Grammar, Zondervan Publishing House 1993

 

dazu: William D. Mounce, Basics of Biblical Greek, Workbook, Zondervan Publishing House 1993.

 

Dazu gibt es im Preis inbegriffen eine CD-ROM zur Ausprache-, Grammatik- und Vokabelkontrolle.

 

Ich habe diese Bücher durchgearbeitet und sehr viel Freude dabei gehabt, da alles sehr systematisch aufgebaut ist.

So lernt man beispielweise gezielt die 319 häufigsten Vokabeln, die 80% des Textes des NT ausmachen. Die Grammatik und besonders die Formenlehrewird nach einem eigens entwickelten System aufbereitet, so dass der Formenreichtumm der griechischen Sprache auf übersichtliche Grundprinzipien zurückgeführt wird. Die verwendeten Übungstexte sind ausschließlich dem NT entnommen. Den Lösungsschlüssel kann man sich aus dem Internet runterladen.

Alles in allem topempfehlenswert.

 

Herzliche Grüße,

Rufino

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Habe seit 2 Wochen Griechisch an der Uni.

Wir arbeiten da mit dem "Kantharos" von Klett. Das ist so weit ich das jetzt überblicken kann recht gut aufgebaut und auch mit Übungen etc. versehen.

Dazu brauchst du dann noch eine GRammatik, z.B. für den Anfang das "Grammateion" ebenfalls klatt verlag.

 

Die Bücher scheinen zum Einstieg genau das richtige zu sein und werden in GRaecumskursen wohl auch sehr häufig benutzt.

 

MFG Horek

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Chaire Echo Romeo!

 

Hab im letzten Semester einen Kurs Altgriechisch belegt, aber dann, da die Professorin nicht gerade überzeugend (zwar nett, aber) war, beschlossen, mir das Ganze im Selbststudium anzutun.

Ich bin dabei auf ein geradezu exzellente Buch zum Selbststudium gestoßen: Bibelgriechisch leichtgemacht (leider hab ich keine bibliographischen Angaben bei der Hand): in 70 Lektionen und anhand (vereinfachter) biblischer Texte wir die Grammatik und der Wortschatz innerhalb von ca. 3 Monaten erlernbar.

Auch die Grammatik-Zusammenstellung im Anhang ist vom Feinsten.

Wirklich das Beste, das ich finden konnte (wird auch dieses Semester von der neuen Professorin verwendet).

Und wenn Du das ganze mal durchgearbeitet hast, würd ich mich sofort auf das NT itself stürzen: Fang mit Markus an: wirklich einfach, genauso Johannes und die Offenbarung.

 

Und so hat Bibel-Griechisch-Lernen wirklich enormen Spaßfaktor und eine unerreichbare Erfolgsquote!

Viel Spaß beim Lernen!

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Meine Oma hat das auch im Selbststudium gemacht: Ihr Bruder hatte im ersten Halbjahr in der Schule eine 6. Daraufhin bekam sie den Auftrag, sich um die Note ihres jüngeren Bruders zu kümmern. Sie lernte Griechisch und hievte ihren Bruder zwischendurch auf ein 1. Wie sie das gemacht hat, weiß ich aber auch nicht.

 

Ich bin zwar froh, dass ich mein Graecum habe, könnte mir aber nicht vorstellen, das autodidaktisch erlernt zu haben.

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Ich besuche eine Schule in Berlin, auf der Griechisch ab der 9. Klasse (bald ab der 8.) Pflichtfach ist. Bis zu diesem Jahr bestand die Verpflichtung, Latein oder Griechisch als LK zu wählen... Es ist in einer Schule, wo die meisten es nur aus Zwang lernen, zwar nicht sehr prickelnd, aber es funktioniert, wenn man es will, trotzdem. Ich habe eine griechische Bibel zu hause und kann, obwohl wir uns bisher nur mit einem angestaubtem Lehrbuch (Vokabellisten in Fraktur) beschäftigen, einen Großteil verstehen. Mich hat das jetzt dazu gebracht, zweimal wöchentlich zur Hebräisch-AG um 7 Uhr zu bemühen.

En archê ên ho ponos kai en teleutê estin ho hêdonê...

(Am Anfang war die Mühe und am Ende ist die Freude)

Edited by rhombimons
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Guest Ketelhohn

||–   dulcis et honorabilis est suscipere insuscipibilem (Oder bezeichnest du dich selber als insuscipibilem?)

Edited by Ketelhohn
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(Romanes eunt domus.)

 

Ab in die Lateinschule, aber zackus, zackus!

 

Aber danke, Jürgen, für den Link. (Damit käme ich für den Anfang ja noch billig weg …)

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