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Frank

Der Katholikentag in Münster ist eine brutale Geldverschwendung...

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... sagt zumindest der Kölner Autor, Werbeexperte und Politikberater Erik Flügge. [klick]

 

Hach ja, ich weiss nicht so recht. Auf der einen Seite hat er recht, wenn er sagt das die Ressourcen der Kirche so eingesetzt werden müssen das sie die, die fern sind erreicht. Ob da wirklich Nachbesserungsbedarf herrscht und ob seine vorgeschlagenen Methoden (Nach dem Stil des Haustürwahlkampfes) was taugen, das vermag ich nicht zu beurteilen. Genauso wenig kann ich beurteilen ob die letzten Katholikentage Impulse für eine Veränderung der Kirche vermissen ließen. Ich war noch nie auf einem Katholikentag und hoffe da in diesem Thread dazu lernen zu können.

 

Grundsätzlich seh ich aber solche Veranstaltungen positiver als Flügge: Selbst wenn es nur Selbstbespassung ist hat es einen Wert wenn Kirche ihren Glauben und ihre Gemeinschaft feiert. Zum einen: Ja, Kirche muss für die 90% der Mitglieder da sein, die ihr fern stehen - aber eben auch für die 10% die Engagiert sind. Kirche darf nicht nur ihre Gemeinschaft feiern, Kirche darf nicht nur den Glauben feiern - Sie muss es sogar, das pilgernde Gottesvolk ist kein Trauerzug.

Über den angemessenen - auch finanziellen - Aufwand und die richtige Grösse kann man immer streiten

bearbeitet von Frank

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Mir persönlich sind Kirchentage egal, aber grundsätzlich sind große Menschenaufläufe zur Selbstvergewisserung nicht schlecht. Was ich eher "brutal" finde ist die Meinung des ZdK, die gastgebende Stadt müsse das immer bezuschussen. Verlangen die Taizéler am Jahreswechsel ja auch nicht (soweit ich weiß).

 

In Münster sind das Sachleistungen von mehr als einer halben Million Euro, dazu kommen Zuschüsse von der stadteigenen Bank (bzw. deren Stiftung, das verschleiert schöner).

 

Im übrigens sehe ich kein Problem - siehe den verlinkten Artikel - eine demokratische Partei bzw. deren Vertreter einzuladen. Was weit links geht, muß auch weit rechts gehen. Durch selektives Nichtreden ist noch keine Partei verschwunden.

bearbeitet von rorro

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vor 34 Minuten schrieb Frank:

Erik Flügge.

Der muss gerade ein neues Buch von ihm bewerben, seine Aussagen sind daran zu messen.

 

Im Übrigen hatte ich schon einen interessanten Austausch mit ihm über "Haustürwahlkampf" auf Twitter: er hat es noch nie versucht, während ich denselben regelmäßig verliere, wenn ich versuche, den Goldhochzeitspaaren Glückwünsche zu überbringen. Will sagen: schon bei der vermuteten Kernklientel kommt das Vordringen in die Privatsphäre nicht gut.

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vor 46 Minuten schrieb Frank:

... sagt zumindest der Kölner Autor, Werbeexperte und Politikberater Erik Flügge. [klick]

 

Hach ja, ich weiss nicht so recht. Auf der einen Seite hat er recht, wenn er sagt das die Ressourcen der Kirche so eingesetzt werden müssen das sie die, die fern sind erreicht. Ob da wirklich Nachbesserungsbedarf herrscht und ob seine vorgeschlagenen Methoden (Nach dem Stil des Haustürwahlkampfes) was taugen, das vermag ich nicht zu beurteilen. Genauso wenig kann ich beurteilen ob die letzten Kirchentage Impulse für eine Veränderung der Kirche vermissen ließen. Ich war noch nie auf einem Kirchentag und hoffe da in diesem Thread dazu lernen zu können.

 

Grundsätzlich seh ich aber solche Veranstaltungen positiver als Flügge: Selbst wenn es nur Selbstbespassung ist hat es einen Wert wenn Kirche ihren Glauben und ihre Gemeinschaft feiert. Zum einen: Ja, Kirche muss für die 90% der Mitglieder da sein, die ihr fern stehen - aber eben auch für die 10% die Engagiert sind. Kirche darf nicht nur ihre Gemeinschaft feiern, Kirche darf nicht nur den Glauben feiern - Sie muss es sogar, das pilgernde Gottesvolk ist kein Trauerzug.

Über den angemessenen - auch finanziellen - Aufwand und die richtige Grösse kann man immer streiten

Es heißt Katholikentag, das andere machen die anderen. Der Flügge hat heut früh im DLF schon herumgeschwätzt. Ich war auf dem Leipziger Katholikentag der Ortsnähe wegen, aber weiter würde ich dafür nicht fahren. Es ist schon eine eigene Klientel, aber warum dürfen die sich nicht mal treffen? Und warum muß sich in der Kirche deshalb was verändern? Das ZdK gibt nach meinem Geschmack obskuren Kleinstgrüppchen, die laut schreien, zu viel Raum. In Leipzig waren sogar die Altkatholiken an prominenter Stelle vertreten. Sowas verwirrt die Leute, die sich mit Kirche nicht auskennen. Das ist so, als ob beim SPD-Parteitag auch die DKP ein Büchertischchen hätte. Geeigneter Tag zur Versammlung der Herde in ihrer Vielfalt ist Fronleichnam, da dürfen sich auch die Evangelischen gern einreihen und wegen mir auch die Eucharistie empfangen. 

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vor 19 Minuten schrieb gouvernante:

Der muss gerade ein neues Buch von ihm bewerben, seine Aussagen sind daran zu messen.

 

Im Übrigen hatte ich schon einen interessanten Austausch mit ihm über "Haustürwahlkampf" auf Twitter: er hat es noch nie versucht, während ich denselben regelmäßig verliere, wenn ich versuche, den Goldhochzeitspaaren Glückwünsche zu überbringen. Will sagen: schon bei der vermuteten Kernklientel kommt das Vordringen in die Privatsphäre nicht gut.

So Haustürgeschichten sind heute schwierig, wenn der Besucher nicht bekannt ist. 

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vor 1 Stunde schrieb kam:

Es heißt Katholikentag, das andere machen die anderen...

Ich habs geändert. Danke!

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vor 1 Stunde schrieb kam:
vor 2 Stunden schrieb gouvernante:

m Übrigen hatte ich schon einen interessanten Austausch mit ihm über "Haustürwahlkampf" auf Twitter: er hat es noch nie versucht, während ich denselben regelmäßig verliere, wenn ich versuche, den Goldhochzeitspaaren Glückwünsche zu überbringen. Will sagen: schon bei der vermuteten Kernklientel kommt das Vordringen in die Privatsphäre nicht gut.

So Haustürgeschichten sind heute schwierig, wenn der Besucher nicht bekannt ist. 

Die Frage ist auch ob der Marketingschuss nicht nach hinten losgeht, wenn man an der Tür klingelt um gemeinsam zu beten, oder zum Sonntagsgottesdienst einzuladen oder wies Gouvi macht zur Goldenen zu gratulieren... und dann für Zeugen Jehovas gehalten wird.

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vor 3 Stunden schrieb gouvernante:

Der muss gerade ein neues Buch von ihm bewerben, seine Aussagen sind daran zu messen.

 

Im Übrigen hatte ich schon einen interessanten Austausch mit ihm über "Haustürwahlkampf" auf Twitter: er hat es noch nie versucht, während ich denselben regelmäßig verliere, wenn ich versuche, den Goldhochzeitspaaren Glückwünsche zu überbringen. Will sagen: schon bei der vermuteten Kernklientel kommt das Vordringen in die Privatsphäre nicht gut.

 

Zufällig arbeite ich in einer Firma, die seit Jahrzehnten ihr Geld hauptsächlich im Direktvertrieb verdient, also zuhause bei den  potentiellen Kunden. 

Vielleicht kann die Kirche was von denen lernen, den es sind dieselben Menschen.

U.a. kann man lernen, dass unangekündigte Besuche heutzutage nicht mehr gehen.

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Ich werde zumindest dort sein - in meiner Freizeit und zusmamen mit meiner Trau, die auch in ihrer Freizeit. Treiben sich noch andere Foranten dort herum?

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vor 5 Stunden schrieb rorro:

 Was ich eher "brutal" finde ist die Meinung des ZdK, die gastgebende Stadt müsse das immer bezuschussen.

Zum Einen hat das Bezuschussen eine lange Tradition, daß man dann irgendwann fest damit rechnet wundert mich jetzt nicht.

Zum Anderen bringt so eine Großveranstaltung einer Stadt auch eine ganze Menge, was sich irgendwo auch in den Steuereinnahmen spiegeln wird (zumindest in diesem Sinne hat Düsseldorf letzte Jahr für den Grand Depart der Tour de France recht freudig 13 Millionen investiert).

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vor 45 Minuten schrieb Chrysologus:

Ich werde zumindest dort sein - in meiner Freizeit und zusmamen mit meiner Trau, die auch in ihrer Freizeit. Treiben sich noch andere Foranten dort herum?

Am Samstag. Komm doch dahin: https://www.katholikentag.de/programm/programmdatenbank.html#session/1012990101/V.GOD-130 (lohnt sich, weiß ich aus Erfahrung)

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vor 8 Stunden schrieb Moriz:

Zum Einen hat das Bezuschussen eine lange Tradition, daß man dann irgendwann fest damit rechnet wundert mich jetzt nicht.

Zum Anderen bringt so eine Großveranstaltung einer Stadt auch eine ganze Menge, was sich irgendwo auch in den Steuereinnahmen spiegeln wird (zumindest in diesem Sinne hat Düsseldorf letzte Jahr für den Grand Depart der Tour de France recht freudig 13 Millionen investiert).

 

Als Düsseldorfer weiß ich, dass das ein riesen Minusgeschäft wurde und das war erwartbar. Der Stadtrat streitet bis heute drüber. Die angeblich tollen Einnahmen gehen nämlich am Stadtsäckel vorbei. Wird in Münster auch so sein.

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Am 8.5.2018 um 16:11 schrieb gouvernante:

Im Übrigen hatte ich schon einen interessanten Austausch mit ihm über "Haustürwahlkampf" auf Twitter: er hat es noch nie versucht, während ich denselben regelmäßig verliere, wenn ich versuche, den Goldhochzeitspaaren Glückwünsche zu überbringen. Will sagen: schon bei der vermuteten Kernklientel kommt das Vordringen in die Privatsphäre nicht gut.

Könnte das vielleicht auch an der Region und der Eigenheit der Leut dort liegen, wo Du grad bist, oder hast Du das auch anderswo schon so erlebt?

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vor einer Stunde schrieb Kirisiyana:

Könnte das vielleicht auch an der Region und der Eigenheit der Leut dort liegen, wo Du grad bist, oder hast Du das auch anderswo schon so erlebt?

Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwo auf dem platten Land vielleicht von etwas mehr "Erfolg" gekrönt sein könnte, aber für normale Großstädte in D halte ich das für daneben. Egal ob Nord, Süd, Ost oder West.

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vor 9 Stunden schrieb gouvernante:

Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwo auf dem platten Land vielleicht von etwas mehr "Erfolg" gekrönt sein könnte, aber für normale Großstädte in D halte ich das für daneben. Egal ob Nord, Süd, Ost oder West.

Wenn man das erfolgreich machen will, braucht es viele Mitarbeiter. Dann die Pfarrei in Kleinstgebiete aufteilen und jeden Ehrenamtlichen nur in seiner direkten Nachbarschaft einsetzen, dann ist die Chance groß, daß die Leute den Ehrenamtlichen zumindest vom Sehen kennen und nicht gleich mißtrauisch sind. - Das Dilemma heute ist, daß viele Leute einsam sind, aber sich gegen Kontaktaufnahme von außen ziemlich abschotten. Ein Teufelskreis. 

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vor 10 Stunden schrieb Kirisiyana:

Könnte das vielleicht auch an der Region und der Eigenheit der Leut dort liegen, wo Du grad bist, oder hast Du das auch anderswo schon so erlebt?

Hallo Kirisiyana :winke:

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Am 14.5.2018 um 09:57 schrieb ThomasB.:

Hallo Kirisiyana :winke:

Huhu :)

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Am 14.5.2018 um 00:21 schrieb gouvernante:

Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwo auf dem platten Land vielleicht von etwas mehr "Erfolg" gekrönt sein könnte, aber für normale Großstädte in D halte ich das für daneben. Egal ob Nord, Süd, Ost oder West.

 

Unangemeldete Besuche, denke ich, sind - zumindest hier im Süden - auf dem "platten Land" auch nicht gerade sehr beliebt. Selbst der Bürgermeister lässt vorher anfragen, ob er kommen darf oder nicht, und nicht selten erhält er die Auskunft, dass die Leute an dem Tag mit ihren Familien unter sich bleiben möchten. Bei denen, die der Veröffentlichung ihres Ehejubiläums im Amtsblatt (monatlich) von vorneherein schon widersprochen haben, wird gar nicht erst angefragt. Bei den für öffentliche Gratulationsbesuche aufgeschlosseneren Jubilaren gibt's dann meist einen Sammeltermin, zu dem sowohl Bürgermeister, Pfarrer als auch der Lokalredakteur anrücken - dann kommt am Tag darauf sogar ein Photo in der Zeitung. Kommt aber immer seltener vor, obwohl die Zahl der Jubelpaare ja eher im Steigen begriffen ist: die Leute werden älter, und vor 50 Jahren wurde noch ganz munter geheiratet.

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