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Hochzeit anullieren


hase70
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Hallo, ich hoffe mir kann jemand von euch weiterhelfen. Ich heisse Klaus und bin seit 1 Jahr geschieden. Nun hab ich eine wunderbare Frau kennengelernt,

welches ihr größter wunsch ist kirchlich zu heiraten. Nun bin ich aber schon einmal Kirchlich verheiratet ! Welche möglichkeiten giebt es um einr Kirchliche Hochzeit zu annuliern ???

Bitte Helft mir, wenn Ihr tipps oder Anregungen habt dann Schreibt mir bitte raich@t-online.de :blink:

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Wenn du bereits verheiratet bist, kannst du nicht noch einmal heiraten. In der Heiligen Schrift steht fest geschrieben, daß jeder nur einmal heiraten kann. Und diese Verbindung wird als endgültig angesehen. Weil du einen Grund für die Nichtigkeit deiner Ehe suchst, ist das wie ein Betrugsversuch vor Gott.

 

Deshalb wirst du vor Gott für alle Zeit mit deiner Frau verbunden sein, auch wenn ihr getrennter Wege geht. Eine andere Frau kannst du vor Gott nicht bekommen.

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Hallo Klaus.

 

Wilkommen im Forum.

 

Vielleicht hast Du ja schon einige Emails bekommen. Nun, es geht Dir ja um eine Annulierung der ersten Ehe, also um die Feststellung, dass es keinen Ehe im sakramentalen Sinn gewesen ist (Okarena, da ist ein Unterschied!).

 

Ich kenne weder Dich noch Deine Pfarrei oder den Pfarrer, aber vielleicht könntest Du den ja mal fragen. In nahezu jeder Diözese gibt es ein kirchliches Gericht, das über so etwas entscheidet oder einige Diözesen haben zusammen ein gericht. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Deine ehemalige Frau mitmachen würde, vermute ich (bin aber kirchenrechtlich nicht kompetent).

 

Vor einer etwaigen kirchenrechtlichen Feststellung, dass die erste Ehe nicht sakramentale Würde hatte, wird erst einmal geprüft, welche Aussicht auf Erfolg so ein Antrag hätte. Wird diese Prüfung passiert, kann man vom "Erfolg" ziemlich sicher sein (ich glaube, die Annulierungsrate liegt dann bei rund 90%).

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Franciscus non papa

hm - zunächst mal sollten wir versuchen fair miteinander umzugehen. das thema eignet sich weder dafür die kirche anzugreifen, noch dafür nun mit der moralischen keule auf menschen einzuschlagen, die nach einer gescheiterten ehe eine neue beziehung eingegangen sind und diese nun auch vor gott schliessen wollen.

 

eine ehe kann aus verschiedenen gründen ungültig von anfang an gewesen sein-. und nur dann kann sie eben auch für ungültig erklärt werden, also anulliert werden.

 

das die kirche am wort jesu festhält, was gott verbunden hat, das soll (darf) der rmensch nicht trennen, kann man ihr ja nun nicht zum vorwurf machen.

 

ungültig kann eine ehe sein weil:

 

die willensfreiheit beim ja-wort nicht gegeben war (also eine hochzeit unter irgendeinem druck)

 

wenn einer der partner vorbehalte gemacht hat (z.b. von anfang an ausschloss, dass es kinder in der ehe geben solle) das ist so ähnlich wie einem vertrag, vertragsbestandteil des ehebundes ist eben auch das gemeinsame ja zum kind.

 

wenn einer der beteiligten ehe-unfähig ist oder war - z.b. wusste einer der beiden, dass er keine kinder bekommen kann, hat dies aber damals verschwiegen. (s.o.)

 

usw.

 

 

am besten du setzt dich mit dem kirchlichen gericht (dem offizialat) in verbindung. das geht auch über deinen pfarrer.

 

dass man ehrlich sein sollte ist ja wohl klar. sonst ist das ganze ja auch nur spiegelfechterei.

 

solche verfahren laufen durchaus fair und ohne irgendwelche demütigungen ab.

 

(ich weiss dies aus eigener erfahrung)

 

 

ganz liebe grüsse

 

franz-josef

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Sag mal Ralf, ein bißchen dreist ist das schon, oder ? Beitäge von hast Du sämtlichst gelöscht (obwohl die meisten absolut zum Thema waren) und Deinen eigenen läßt Du stehen.

Daß ist keine Löschung sondern Zensur.

 

Gruß Frank

 

 

(Und wehe Du beklagst Dich jetzt daß dieses Posting Off topic ist. Dafür kann ich nichts)

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Lieber Frank,

 

vielleicht ist es besser so....

 

Carlos

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Hallo Hase,

 

falls Deiner jetzigen Frau nicht so sehr an der Theorie der katholischen Eheschließung liegt, sondern lediglich an dem Zeremoniell, dann könnt Ihr Euch auch einen Trick einfallen lassen, Du und Deine ehemalige Frau, um die bereits beendete Ehe annulieren zu lassen: Ihr könnt einfach behaupten, sie sei niemals "vollzogen" worden.

 

Das haben Freunde von mir mal erfolgreich gemacht, weil sie den sehr betagten Eltern der neuen Frau einen Gefallen mit der Kirchen-Hochzeit tun wollten.

 

Das wird allerdings nur dann zufriedenstellend für Deine jetzige Frau ausfallen, wenn es ihr mit der Kirchenlehre nicht hundertprozentig ernst ist. (Aber das kann es ja eh nicht sein, denn sonst wäre sie ja nicht mit Dir zusammen :blink: )

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Hallo, ich hoffe mir kann jemand von euch weiterhelfen. Ich heisse Klaus und bin seit 1 Jahr geschieden. Nun hab ich eine wunderbare Frau kennengelernt,

welches ihr größter wunsch ist kirchlich zu heiraten. Nun bin ich aber schon einmal Kirchlich verheiratet ! Welche möglichkeiten giebt es um einr Kirchliche Hochzeit zu annuliern ???

Bitte Helft mir, wenn Ihr tipps oder Anregungen habt dann Schreibt mir bitte raich@t-online.de :blink:

Was meinst Du denn selbst über Deine erste Ehe: War sie wirklich eine Ehe?

Am Traualtar hast Du zu Deiner Frau gesagt: "Ich will Dich lieben achten und ehren alle Tage meines Lebens, bis der Tod uns scheidet."

 

Wenn Du dies ohne Hintergedanken und aus freiem Entschluss ernsthaft gesagt hast, hast Du Dich damit gebunden auf Lebenszeit. Wenn Du aus Druck, gezwungenermaßen, nicht im Vollbesitz Deiner geistigen Kräfte, unter vorgespiegelt-falschen Voraussetzungen gesagt hast, dann war die Ehe nicht gültig. Erst dann kann man fragen, wie man das kirchenjuristisch fassen kann. Irgendwelche juristischen Trixereien, nur damit die Freundin ihren Traualtar zu Gesicht bekommt, weil sie das erbaut, fände ich sehr unwürdig.

 

Ansonsten: Sag Deiner Freundin, dass die kirchliche Ehe nicht möglich ist und dass Du sie trotzdem liebst, dass Du damals einen Fehler gemacht und daraus gelernt hast. Sag ihr privat, dass Du sie lieben, achten und ehren willst alle Tage deines Lebens. Und hoffe darauf, dass sie Dir das glaubt, obwohl Du es schon einmal gesagt und nicht durchgehalten hast oder nicht durchhalten konntest (aus welchen Gründen auch immer - ich kenn ja auch Deine erste Frau nicht).

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Am Traualtar hast Du zu Deiner Frau gesagt: "Ich will Dich lieben achten und ehren alle Tage meines Lebens, bis der Tod uns scheidet."

 

Wenn Du dies ohne Hintergedanken und aus freiem Entschluss ernsthaft gesagt hast, hast Du Dich damit gebunden auf Lebenszeit.

Man kann einen Menschen doch auch noch lieben, achten und ehren, wenn die ehelichen Wege sich trennen. (Manchmal nur noch dann).

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Ja, liebe Lissie,

 

mit "lieben" ist bei dem Satz, glaub ich, schon die konkrete Liebesbeziehung gemeint.

 

Vor Menschen, die über eine konkrete Liebesbeziehung hinaus Achtung, Ehrbarkeit und (Nächsten-)Liebe bewahren können, habe ich immer Hochachtung. Das spricht, finde ich, sehr für eine gesunde Reife, die stärker ist als manche Widrigkeit, die im Leben für reale Barrieren erzeugt, die faktisch manchmal nicht zu überwinden sind.

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Hallo, ich hoffe mir kann jemand von euch weiterhelfen. Ich heisse Klaus und bin seit 1 Jahr geschieden. Nun hab ich eine wunderbare Frau kennengelernt,

welches ihr größter wunsch ist kirchlich zu heiraten. Nun bin ich aber schon einmal Kirchlich verheiratet ! Welche möglichkeiten giebt es um einr Kirchliche Hochzeit zu annuliern ???

Bitte Helft mir, wenn Ihr tipps oder Anregungen habt dann Schreibt mir bitte raich@t-online.de :blink:

Hallo Klaus,

 

finde in deinem Bistum das Bischöfliche Offizialat - Kirchliche Gericht.

Bei manchen Bistümern findet sich das auch auf den Webseiten.

 

Du findest dort gute Ansprechpartner.

 

(ohne wertung!) eine Beispielwebsite:

http://offizialat.bistum-trier.de/

 

Ich habe mich im Studium und auch dann mit diesen "freudig festangestellten"

immer wieder gute gespräche geführt.

 

Die können wirklich helfen; DIE WARTEN DARAUF, zu helfen !!! (Und das war kein Witz!)

 

 

gruss

peter

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Lieber Mecky,

 

vermutlich "will", wie es in dem Heiratsversprechen heißt, wirklich jeder Mensch den, den er heiratet "lieben, bis daß der Tod sie scheidet". Wenn der Wille ernstgemeint war, dann sehe ich das Versprechen auch nicht gebrochen, wenn es trotzdem nicht klappt. Man kann nicht alles, was man will. (Ich will zum Beispiel niemals eine Krankheit bekommen, mit der ich meiner Familie zur Last falle.)

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Liebe Lissie,

 

das seh ich auch so. Aber es ist natürlich schwierig, eine Bedeutung eines solchen Versprechens zu fassen. Allein schon die Frage "Was heißt hier, dass der Wille ernst gemeint ist?", ist unlösbar, vor allem für Juristen. Aber auch für normale Menschen. Denn es kann so vieles dazwischen kommen, und wo ist die Grenze? Kann eine angebrannte Suppe schon genügen, um die Ernsthaftigkeit des Versprechens in Frage zu stellen? Genügt die Begründung einer Karriere? Oder ein Ehekrach?

 

Ach ist das alles kompliziert und subjektiv.

 

Ich stell mir gerade die nächste Ehe von Schröder vor, wie er seinem neuen Schwarm in die Augen blickt und sagt: "Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens, bis dass der Tod uns scheidet." Oder sagt er gleich: "Bis dass der Anwalt uns scheidet!"?

Ab einer gewissen Wiederholungsrate kann man die Ernsthaftigkeit eines solchen Versprechens jedenfalls nicht mehr ernst nehmen.

 

Außerdem finde ich es schade, wenn es nicht klappt. So schade, dass man sich auf jeden Fall eingehend fragen muss, warum es nicht geklappt hat. Und so schade, dass man sich auch vorher mal genau fragen sollte (samt seinen Freunden!), ob man dieses Versprechen wirklich geben soll.

 

All meine Gedanken bezüglich Ehe und Ehescheidung landen irgendwie im Chaos, etwas Befriedigendes habe ich bisher nicht gefunden.

 

Die katholische Version finde ich z.T. noch die beste, aber sie hat auch schwere Mängel.

Einmal im Leben hat man die Gelegenheit, diesen Satz auszusprechen. Einen Satz, der ja eine ganze Welt bedeuten kann. (*romantisch schwärm*). Und jeder, der dieses Versprechen realisieren kann, ist zu beneiden.

Wenn es nicht klappt, hat man diese Chance vertan. Und das finde ich auch richtig so. Die Frage ist nach den Konsequenzen. Nicht mehr kirchlich heiraten können, finde ich zum Schutz dieses Versprechens richtig.

 

Jetzt hab ich mal weitergedacht: Also sollte die Kirche eine Einrichtung erfinden, kein Sakrament, sondern einfach eine gesegnete Lebensform, wo Geschiedene sich wiederverheiraten können mit dem placet der Kirche. Kein Trauversprechen mehr, aber ein Segen.

Klingt erst mal gut. Aber genaugenommen passt auch das hinten und vorne nicht. Zum einen wollen auch viele Wiederverheiratende sagen: "Mein ganzes Leben lang". Die wollen eine wirkliche Ehe und nicht so ein Kunstprodukt. Zum andern frage ich mich, ob man mit einer solchen Regelung nicht der Nivellierung des Eheversprechens Vorschub leisten würde.

 

Völlig unbefriedigend finde ich die jetzige Praxis: Man lässt sich scheiden, will wieder eine Ehe eingehen ... ach, dann sucht man halt nach irgendeinem juristischen Grund, wie man das doch noch deichseln könnte, die erste Ehe zu anullieren. Das kann ja nur ein Witz sein.

 

Ich hab auch schon (ein pragmatischer Ansatz) an eine Ehevorbereitungspflicht gedacht. Aber das sieht dann in der Praxis sehr nach gelangweilten Paaren aus, die das halt über sich widerwillig ergehen lassen. Und nach vielen dummen Sprüchen und hilflosen Ratschlägen, die dann doch nicht greifen.

 

Ach, ich komm zu dem Schluss, dass das Beste ist, wenn einer halt schnell stirbt. Dann hat man die ganze Sache elegant umgangen. :ph34r: Am besten die Frau. Kann ich evolutionstheoretisch belegen. :ph34r:

(Nein, ich bin kein Macho :blink::huh::blink::blink::P )

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Ich stell mir gerade die nächste Ehe von Schröder vor...

Wenn du dich über Gerhard auslassen willst, melde dich einfach mal... :blink:

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Lieber Mecky,

 

 

es gäbe noch eine Möglichkeit, die zur Zeit wohl auch die am weitesten verbreitete ist: Man gibt einfach kein absolutes und nach menschlichem Ermessen einfach nicht haltbares Verprechen ab, sondern liebt nach bestem Wissen und Gewissen, tut was man kann, und sieht einfach der (mitunter traurigen) Tatsache ins Auge, daß die katholische Ehe ein hochstilisiertes Kunstprodukt ist. Und wenn sie zufällig doch mal klappt: Alle Achtung, dann hat jemand einen sechser im Lotto!

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Liebe Lissie!

 

Sechser im Lotto ist zu hoch gegriffen. Immerhin sind es noch etwa die Hälfte der Ehen, die es irgendwie schaffen. (Bei katholischen Ehen soll die Rate höher sein, bei praktizierenden Katholiken sogar deutlich höher.)

Dein Vorschlag, dieses Versprechen von vornherein wegzulassen, hat einen Haken: Viele WOLLEN dieses Versprechen geben. Die kommen sogar absichtlich und gegen ihre sonstige Gewohnheit in die Kirche, um die Verbindlichkeit noch zu steigern.

 

Allerdings gebe ich Dir für alle die recht, die nicht wegen diesem Anliegen kommen. Die sollten sich wirklich nicht auf so etwas einlassen. Das wäre ja verlogen.

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Liebe Lissie!

 

Sechser im Lotto ist zu hoch gegriffen. Immerhin sind es noch etwa die Hälfte der Ehen, die es irgendwie schaffen. (Bei katholischen Ehen soll die Rate höher sein, bei praktizierenden Katholiken sogar deutlich höher.)

Nun, Mecky, das sehe ich eher als Bestätigung der Tatsache, daß eine einzige und erste Liebesbeziehung eher selten das Potential dazu hat lebenslang zu halten. Sonst würde das auch dort, wo es nicht "Pflicht" ist, öfter funktionieren.

 

Ich ziehe zum Beispiel ganz gerne um. Angenommen, ich würde in einem System leben, in dem man nach Abschluß eines Mietvertrages lebvenslang an die gemietete Wohnung gebunden ist und diese zwar (falls sie einem nicht mehr zumutbar erscheint) verlassen darf, dann aber für den rest seines Lebens (oder jedenfalls, bis die ehemalige Wohnung abgreissen wurde) zur Obdachlosigkeit verdammt ist - dann würde ich doch lieber in der miserablesten Wohnung bleiben, als da´ich gar keine mehr habe. Oder, um mit den Worten einer Freundin meiner Mutter zu sprechen: "Mein Mann und ich sind wie Fremde und ich kann ihn auf den Tod nicht mehr ausstehen - aber besser Sex mit ihm als mit überhaupt keinem. " Naja... :blink:

 

 

Wenn man die Folgen einer Scheidung nur karg genug gestaltet, dann wird auch die liebloseste Ehe "halten". Nur wie? In meiner Nachbarschaft haben die meisten Ehen (sind schon alle etwas ältere Generationen) über einige Jahrzehnte gehalten. Fast alle Frauen trauern einer verpassten Scheidung nach ("jetzt lohnt es sich eh nicht mehr, jetzt bin ich schon zu alt"), fast alle Männer haben ihre Affären gehabt und verpassen kaum eine Gelegenheit, über den altersbedingten sexuellen "Werteverlust" ihrer Frauen zu klagen. Sie fallen aber alle unter die "Erfolgsstatistik" der katholischen Ehen. :P

 

Die glücklichen, "lebenslangen" (also mehr als 20 Jahre Dauer) Ehen, die ich kenne, sind eigentlich die ganz großen Ausnahmen. Aber schön. Und fast immer sind es Zweitehen. :blink:

Edited by lissie
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Dein Vorschlag, dieses Versprechen von vornherein wegzulassen, hat einen Haken: Viele WOLLEN dieses Versprechen geben. Die kommen sogar absichtlich und gegen ihre sonstige Gewohnheit in die Kirche, um die Verbindlichkeit noch zu steigern.

 

Das ist ja auch das Schöne an der Hochzeitsromantik. Aber man muß sich darüber im Klaren sein, daß es ein romantischer Aspekt ist. Und daß es die Chance auf diese Romantik nur einmal im Leben geben soll, ist dumm. Eher hätte ich noch Verständnis dafür, wenn die Kirche eine Ehe erst retrospektiv als "gültig" erklären würde, wenn sie gehalten hat. Und ob vielleicht erst die 5. Frau die "richtige" für Herrn Schräder ist oder die 6. - Hauptsache, er findet die richtige und - nochmehr Hauptsache - ein früherer Irrtum (inform einer falschen Ehe) steht der richtigen Ehe nicht im Wege.

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> Hauptsache, er findet die richtige und - nochmehr Hauptsache - ein früherer Irrtum (inform einer falschen Ehe) steht der richtigen Ehe nicht im Wege.<

 

Du romantisierst immer noch, lissie.

 

> Und fast immer sind es Zweitehen.<

 

Weil man da den "Richtigen" gefunden hat, oder weil man einiges begraben musste?

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Wenn eine Eheversprechen gegeben wird, welches für den Rest des Lebens halten soll, so macht man eine Aussage über die Zukunft, die man nicht machen kann. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt und wie ein anderer Mensch oder ich mich ändern werde. Nur wenn man davon ausgeht, dass sich die Menschen und die Umstände nicht ändern, dann kann man dieses Versprechen geben.

 

Außerdem wurde die "lebenslange Ehe" zu einer Zeit entwickelt, als die Menschen gerade mal 30-40 Jahre alt wurden. 25 Jahre Ehe waren also eine lange Zeit. Wenn ich bedenke, dass meine Eltern nächstes Jahr Goldene Hochzeit feiern ... wobei mein Mutter übrigens eine strikte Verfechterin der Idee ist, dass man eine Ehe auch trennen können muss, wenn nichts mehr geht.

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Ich weiß, ich bin naiv. Ich denke wirklich, man kann eine konkrete Frage konkret beantworten und sich nicht immer wie Hunde auf das Diskussionsstöckchen werfen. Aber Ihr belehrt mich mal wieder eines besseren. Auch dass Romeos Hinweis auf die Nur-Schreiber gar nicht so fernab von der Realität ist, da ich alle gelöschten Beiträge in den Komben gepostet habe, im passenden Thread natürlich (war also nix mit Zensur).

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da ich alle gelöschten Beiträge in den Komben gepostet habe, im passenden Thread natürlich (war also nix mit Zensur).

Lieber Ralf,

 

wohin denn? Da hättest Du vielleicht in diesem Thread einen Link setzen sollen, wo sie "gelandet" sind. So fliegen hier wieder die Fetzen, es ist wieder ein Diskussionsthread geworden, aber die "Gegenargumenten" werden ja nicht deswegen besser, weil sie ständig wiederholt werden.

 

Grüße, Carlos

 

(Es lebe der "Rationalismus", der sogar unsere Kirchen verseucht,

und manche merken das noch nicht einmal!)

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(Es lebe der "Rationalismus", der sogar unsere Kirchen verseucht,

und manche merken das noch nicht einmal!)

Das wäre ein eigenes Thema wert, Carlos. Wie sollen die Diskussionen auch nicht ausufern, wenn solche Sätze auftauchen?

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Liebe Lissie!

 

Es ist wirklich schade, dass Du nur solche Ehen kennst, die innerlich gescheitert sind und nur äußerlich noch heben. Ich kenne eigentlich eine Menge anderer Ehen, bei denen natürlich der romantische Glanz der ersten Verliebtheit nicht mehr vorhanden ist, aber noch eine Menge Liebe und noch mehr Geborgenheit vorhanden ist, wo sich Eheleute im Alter pflegen - und nicht nur aus einem Pflichtgefühl heraus.

 

Es ist auffällig, dass wir da so einen unterschiedlichen Erfahrungsschatz haben. Liegt das vielleicht an einem Milieu-Unterschied, also daran, dass ich mit einer anderen gesellschaftlichen Schicht in Berührung komme?

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Franciscus non papa

ehe?

 

menschlicher ansatz:

 

nach meiner erfahrung neigt der mensch dazu, einen guten zustand "eweig" erhalten zu wollen. und die meisten menschen wollen schon, dass ihre liebe - und die ihres partners - ewig sein soll. aus diesem wunsch, und auch dem glauben daran, dass sie es schaffen, geben die menschen sich dann gegenseitig das versprechen ihrer liebe bis zum tod.

 

leider sieht es dann im weiteren ablauf oft anders aus. wie volker richtig gesagt hat, leben die menschen heute länger als zu früheren zeiten. daraus folgt auch eine verlängerung der ehezeit. und die wahrscheinlichkeit des auseinanderlebens - warum auch immer - steigt natürlich.

 

manchmal ist dann wirklich irgendwann die liebe "versandet", weggestorben. und es kann nun nicht sinnvoll sein, wenn sich zwei menschen aneinander aufreiben.

 

kann man diesen menschen eine zweite oder auch dritte chance verwehren?

 

 

christlicher ansatz:

 

die ehe als sakrament verbindet beide zu "einem fleisch" und das, was gott verbunden hat, soll/darf der mensch nicht trennen.

 

die ehe ist ein symbol der liebe christi zu seiner kirche. und genau wie christus ewig liebt so soll auch diese eheliche liebe eben kein ende finden.

 

nun hat schon paulus das berühmte paulinische privileg formuliert - sozusagen das erste ausnahmerecht anerkannt.

 

das problem ist nun aber, wie kann man ein hehres ideal schützen und gleichzeitig die fehlerhaftigkeit des menschen berücksichtigen.

 

mir geht es ähnlich wie mecky, ich bin ziemlich ratlos.

 

allerdings ist ja auch bestandteil der lehre der kirche, dass gott immer wieder eine neue chance gibt. könnte es ein weg sein, wie in der ostkirche üblich, über irgendeinen bussritus dann doch wieder eine neue ehe zu gestatten, allerdings schon eine "richtige" nicht irgendein konstrukt zweiter klasse? meiner ansicht nach wäre das schon ein weg.

 

man hält das hohe ideal weiterhin, aber man macht deutlich, dass der mensch eben immer auch fehlerhaft und sünder ist, der aber auf die gnade seines gottes bauen kann, der ihm dann trotzdem wieder eine chance gibt.

 

dies könnte auch dazu führen, dass man darauf hinwirken kann, dass trennungen nicht sozusagen in einem (christlich gesehen) rechtsfreien raum stattfinden - so sie keine annulierungen sind. dass den menschen geholfen wird, eine trennung möglichst fair zu vollziehen, auch wenn verletzungen sicher unvermeidlich sind.

 

fjo

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