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Chrysologus

Gedanken zum Advent

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Chrysologus

Unser Haus hat vier Fenster im ersten Stock - seid einigen Jahren schon baue ich da eine Art linearen Adventskranz draus - in diesem Jahr erstmals mit kleinen Texten für die Passanten. Hier der Text zum ersten Advent:

 

Zitat

 

1. Advent.

Ein Licht von vieren brennt.

Klein und still, nichts wird wirklich hell.

Und doch – ein Anfang ist gemacht.

 

Doch wenn Du dich freust,

lächelst,

den nächsten, den Du siehst,

freundlich grüßt,

dann geschieht etwas.

 

Dann ist mehr als ein Anfang gemacht,

dann werden, langsam und leise, Herzen hell,

ein Licht von vieren brennt.

1. Advent.

 

 

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mn1217

Oh, chryso war schneller. Den Gedanken, einen Adventsthread zu eröffnen, hatte ich auch.

 

Erster Advent 2018

Was für ein Jahr!

Zuerst zu nass, dann zu warm und trocken, jetzt geht es so...

Auch politisch ein recht bewegtes Jahr.

Und persönlich...das wisst ihr ja.

 

Advent also.

unser Priester gestern hat zu "Oh Heiland, reiß die Himmel auf" gepreditgt und herausgestellt,  das es wichtig ist, klagen zu könen. Nicht jammern oder nölen,, sondern klagen. Und dass der Advent eineZeit zum Klagen ist.  Friedrich Spee hat das natürlich sehr gut gemacht.

Dass aber auf Klage sich auch "wage!" reimt. Dass der Advent also auch eine Zeit ist, etwas zu wagen. Geschlossen hat er mit dem Satz: " Zusammen schaffen wir das." Und ja, so, wie ich ihn kenne,war das volle Absicht.

 

Dier erste Kerze brennt.

Klagen wir ruhig mal und dann wagen wir etwas.

Machet die Tore auf und die Türen in der Welt weit!

 

bearbeitet von mn1217

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Frank

Dann will ich mal klagen.

Das "alte Kirchenjahr" war in Sachen Kirchgangsdisziplin alles andere als so wie ich mir das vorstelle. Dabei gehts mir nicht um solchen Quatsch wie "Sonntagspflicht" (obwohl das auch stimmen würde), mehr um Beziehungspflege. Wenn Gott Liebe ist, wenn zu Glauben heisst in Beziehung zu stehen mit dieser personifizierten Liebe, dann muss die Beziehung gepflegt werden. Hinzu kommt das aufladen des sprichwörtlichen Akkus, der sowieso chronisch leer ist.

 

"Neues Kirchenjahr, neues Glück" so mein Gedanke - doch das neue begann wie das alte endete: Von zwei möglichen Gottesdiensten, verschlief ich heute beide.

Nach der Klage was neues wagen... Dienstag hab ich frei... mal "unter der Woche" in die Messe gehen? Machet dem Herrn die Wege bereit. Zur not auch "ausser der Reihe" wenn es da wo es  "an der Zeit ist" nicht klappt?

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kam
vor 2 Stunden schrieb Frank:

Dann will ich mal klagen.

Das "alte Kirchenjahr" war in Sachen Kirchgangsdisziplin alles andere als so wie ich mir das vorstelle. Dabei gehts mir nicht um solchen Quatsch wie "Sonntagspflicht" (obwohl das auch stimmen würde), mehr um Beziehungspflege. Wenn Gott Liebe ist, wenn zu Glauben heisst in Beziehung zu stehen mit dieser personifizierten Liebe, dann muss die Beziehung gepflegt werden. Hinzu kommt das aufladen des sprichwörtlichen Akkus, der sowieso chronisch leer ist.

 

"Neues Kirchenjahr, neues Glück" so mein Gedanke - doch das neue begann wie das alte endete: Von zwei möglichen Gottesdiensten, verschlief ich heute beide.

Nach der Klage was neues wagen... Dienstag hab ich frei... mal "unter der Woche" in die Messe gehen? Machet dem Herrn die Wege bereit. Zur not auch "ausser der Reihe" wenn es da wo es  "an der Zeit ist" nicht klappt?

In jüngeren Jahren ist die Liebe halt irdischer, das gibt sich mit der Zeit....

 

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mn1217

Für Frank: Dienst am Menschen ist immer auch Gottesdienst!

 

Heute ist der zweite Adventssonntag. Wir helfen meinem Bruder beim Umzug, das Wochenende ist verplant.

Ich komme gerade aus der Messe. Der Rufer in der Wüste.... Den zu überhören oder bewusst zu ignorieren ist so leicht. Hinhören und dann entsprechend handeln ist viel unangenehmer.

Unser Priester hat es mit einer Baustelle verglichen. Wir sollen ja den Weg ebnen. Und bei uns selbst ist das noch schwerer erträglich als im Strassenverkehr.

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mn1217

" Trägt eurer Güte hellen Schein weit in die dunkle Welt hinein"

 

" Freuet euch. Nocheinmal sage ich: Freuet euch".

 

3.Advent, Gaudete.

 

Wie oft bleibe ich hinter diesen Forderungen zurück. Wie oft ist der Schein ganz schön blass. Wie oft traue ich mich nicht,Cohn auch nur ein paar Zentimeter weit zu tragen, von " weit in die Welt hinein" ganz zu schweigen.

Wie oft nehme ich Dinge als selbstverständlich, die Grund zur Freude sind.

 

Dabei gibt es ihn, den hellen Schein. Und Anlass zur Freude sowieso.

 

Die dritte Kerze, sie ist und bleibt " meine". Und sie ermutigt mich, den hellen Schein in die Welt zu tragen.  Meine Freude zu zeigen und zu teilen. Die Liebe zu bezeugen, wie ich meine Schwester an der Hochzeit habe singen lassen.

Und vielleicht kann die dunkle Welt dann etwas heller werden.

 

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