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Die Angelika

Anschluss an Bündnis Seebrücke

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Moriz
vor 6 Stunden schrieb OneAndOnlySon:

 Ich sehe es aber auch so, dass Menschen ohne bekanntes Geburtsdatum bei ihrer Einwanderung einer Feststellung per Röntgen,  Zahnuntersuchung und/oder psychologischem Gutachten zustimmen müssen. Sonst sollte es den Behörden freistehen, das höchste wahrscheinliche Alter anzunehmen. 

Das höchstmögliche Alter nicht, das wahrscheinlichste reicht aus. Und das dann ersatzweise rechtssicher festlegen.

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mn1217
vor 41 Minuten schrieb Moriz:

Die DNA bekommt man besser aus dem Blut, eine Blutentnahme halte ich für zumutbar. Eine Zahnextraktion zur Altersbestimmung nicht.

Ja,das sehe ich auch so. 

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Chrysologus
vor 3 Stunden schrieb Moriz:

Nun, Norwegen hat offensichtlich eine eigene Behörde für diese Fälle, bei uns scheint es nicht mal eine statistische Erfassung zu geben.

Wieso weißt du dann Zahlen, die nicht erfasst werden?

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Werner001

Von der Sprecherin des Innenministeriums 

 

Statistische Zahlen gebe es nicht, nur Einzelschätzungen. Diese legten aber das Bild nahe, "dass nach wie vor nur zirka 40 Prozent der Asylsuchenden über Papiere verfügen.“

 

Werner

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Shubashi
vor 11 Stunden schrieb Chrysologus:

Wieso weißt du dann Zahlen, die nicht erfasst werden?

 

Ich hatte versucht, Beispiele gegenüber zu stellen: die norwegische Behörde erfasst genau, welche Art von Dokumenten zur irregulären Einreise genutzt werden, und welche Nationalitäten überwiegend welche Methoden nutzen. Im Ergebnis hat man genaue Zahlen zu dieser Art Missbrauch.

 

Wenn in Deutschland anscheinend noch nicht einmal definierte Daten in statistischer Weise erhoben werden, ist man auf Schätzungen angewiesen, die sowohl über- als auch untertrieben sein können. Es ist also beliebiger Raum für Spekulation und gefühlte Wahrheiten eröffnet. Wie z.B in der Frage der angeblich so bedrohlichen Ausländerkriminalität - dank PKS weiss ich, dass Deutschland schon früher lange Zeit mit einem erheblich höheren Gewaltniveau gesellschaftlich gut zurecht kam.

 

Wenn ich aber nichts genaues weiss, und auch nicht schlauer werden will, finde ich das bedenklich.

 

  • Thanks 1

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Die Angelika

Wie hört sich das für euch an:

 

Experte erklärt, warum EU-Abschreckungsstrategie in Flüchtlingsfrage zu nichts führt

 

Der ghanaische Migrationsexperte Stephen Adaawen vertritt die These, dass das Begrenzenwollen von Migration nichts bringen wird. Er denkt, man musse Migration gut organisieren.

 

Auf die Frage, wessen Aufgabe es sei, legale und sichere Migration zu realisieren, antwortet er:

 

Zitat

Es ist nicht allein die Aufgabe der Regierungen in den Heimatländern und auch nicht allein die Aufgabe der europäischen Länder. Beide Seiten müssen zusammenarbeiten. Ein Aspekt ist die Entwicklungszusammenarbeit: Die GIZ leistet in diesen Bereichen schon eine Menge Arbeit. Die Europäische Union und Deutschland sollten durch ihre Entwicklungsorganisationen Initiativen zur Ausbildung junger Afrikaner starten. Die meisten afrikanischen Länder fokussieren sich auf die akademische Ausbildung und kümmern sich wenig bis gar nicht um Berufsbildung. Hier muss umgedacht werden und durch die Entwicklungszusammenarbeit könnte man Wege finden, um die Systeme zur Berufsbildung wiederzubeleben und auch unternehmerische Kenntnisse zu vermitteln. Mit Unterstützung und den nötigen Mitteln könnten Menschen lernen, sich selbst zu ernähren, statt sich auf die gefährliche Flucht zu begeben. Und Deutschland würde auch profitieren, weil der Arbeitsmarkt gut ausgebildete Migranten braucht.

 

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Shubashi
vor 8 Stunden schrieb Die Angelika:

Wie hört sich das für euch an:

 

Experte erklärt, warum EU-Abschreckungsstrategie in Flüchtlingsfrage zu nichts führt

 

Der ghanaische Migrationsexperte Stephen Adaawen vertritt die These, dass das Begrenzenwollen von Migration nichts bringen wird. Er denkt, man musse Migration gut organisieren.

 

Auf die Frage, wessen Aufgabe es sei, legale und sichere Migration zu realisieren, antwortet er:

 

 

 

Es geht bei Migration um mehrere Aspekte, die auf rationale Weise in Übereinstimmung gebracht werden muss.

-Schutz vor Verfolgung, tlw auch subsidär und/oder temporär

-Migration aus wirtschaftlichen Gründen, tlw. auch temporär zu Bildungszwecken

 

Das ganze funktioniert jedoch nicht mehr, sobald man sich weigert, aus irrationaler Prinzipienreiterei, in dieses System vernünftige Regulierungen, sowohl quantitativer als auch qualitativer Art einzuziehen.

 

Herr Adaawen macht da ja einige vernünftige Vorschläge.

Nur dürfte es sinnlos sein, den Menschen eine geordnete Migration anzubieten, wenn gleichzeitig der Eindruck erweckt würde, dass, falls es so nicht klappt, illegales "gate-chrashing" über das Mittelmeer exakt die gleichen sozialen und wirtschaftlichen Vorteile bietet.

Edited by Shubashi

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Werner001
2 hours ago, Shubashi said:

Nur dürfte es sinnlos sein, den Menschen eine geordnete Migration anzubieten, wenn gleichzeitig der Eindruck erweckt würde, dass, falls es so nicht klappt, illegales "gate-chrashing" über das Mittelmeer exakt die gleichen soziale und wirtschaftlichen Vorteile bietet.

Das ist der springende Punkt. Die "EU-Abschreckungsstrategie" funktioniert deshalb nicht, weil es keine ist, ganz einfach.  Sie einfach nur zu "ordnen" greift auch zu kurz, weil sie den Afrikanern ermöglicht, ihre Probleme zu exportieren, statt ihre Lösung endlich anzugehen. In diesem Szenario steht Afrika wieder als das unmündige, dumme Kind da, dem die vernünftigen, erwachsenen Europäer beim Laufenlernen helfen sollen. Wenn das tatsächlich so waäre, wäre es höchste Zeit für Kolonialismus 2.0 mit dem Ziel, aus den afrikanischen Staaten mündige, selbständige Länder zu machen. Ihnen nur ihre Probleme abzunehmen kann es auf Dauer nicht sein.

 

Werner

Edited by Werner001

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Die Angelika

Ich hatte Steven Adaween nicht so verstanden:

 

vor 44 Minuten schrieb Werner001:

Sie einfach nur zu "ordnen" greift auch zu kurz, weil sie den Afrikanern ermöglicht, ihre Probleme zu exportieren, statt ihre Lösung endlich anzugehen. In diesem Suenatio steht Afrika wieder als das unmündige, dumme Kind da, dem die vernünftigen, erwachsenen Europäer beim Laufenlernen helfen sollen.

 

Er wird nicht umsonst von "Entwicklungszusammenarbeit" anstelle von "Entwicklungshilfe" reden.

Er redet auch davon, dass man "durch die Entwicklungszusammenarbeit Wege finden" könnte, also finden, und zwar in Zusammenarbeit, nicht schon Wege haben, die man Afrika dann überstülpt.

 

Ich persönlich denke auch, dass hinter der Haltung, man müsse flüchtende Afrikaner einfach nur lange genug immer wieder auf dem Mittelmeer aufgreifen und wieder in Afrika absetzen, um sie abzuschrecken, letztlich dasselbe Denken steht, wie bei Entwicklungshilfe, bei der 'schlaue'  Europäer den angeblich 'zurückgebliebenen' Afrikanern beibringen, was zu tun sei. Dabei wird 'der Afrikaner' doch auch wie ein kleines Kind behandelt, und dazu auch noch mit einer gestrigen Pädagogik.

Edited by Die Angelika
Tippfehler

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elad
vor 5 Minuten schrieb Die Angelika:

Ich hatte Steven Adaween nicht so verstanden:

 

 

Er wird nicht um sonst von "Entwicklungszusammenarbeit" anstelle von "Entwicklungshilfe" reden.

Er redet auch davon, dass man "durch die Entwicklungszusammenarbeit Wege finden" könnte, also finden, und zwar in Zusammenarbeit, nicht schon Wege haben, die man Afrika dann überstülpt.

 

Ich persönlich denke auch, dass hinter der Haltung, man müsse flüchtende Afrikaner einfach nur lange genug immer wieder auf dem Mittelmeer aufgreifen und wieder in Afrika absetzen, um sie abzuschrecken, letztlich dasselbe Denken steht, wie bei Entwicklungshilfe, bei der 'schlaue'  Europäer den angeblich 'zurückgebliebenen' Afrikanern beibringen, was zu tun sei. Dabei wird 'der Afrikaner' doch auch wie ein kleines Kind behandelt, und dazu auch noch mit einer gestrigen Pädagogik.

was mir bei unzaehligen foren auffaellt ist die tatsache, dass keine konkreten loesungen vorgeschlagen werden

entwicklungshilfe versickert, das haben wir schon vor ca. 15 jahren gemerkt. heute werden staatlich nur noch projekte gefoerdert., die auf eindeutigen abkommen mit dem "empfaengerstaat" basieren. z.b. wasser- und landwirtschaftsprojekte in marokko. marokko bezahlt fuers material (bewaesserungsanlagen, pc usw..) wir stellen die berater.

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Werner001

Was ist eigentlich aus dem medienwirksamen Marsch nach Norden in Mexiko geworden?

Der ist still und leise aus den Medien verschwunden. Auch aus der Realität?

Wenn man googelt gibt es in der 2. Hälfte Oktober noch jede Menge Berichte dann bis Mitte November weniger und nach Mitte November gar nichts mehr

 

Werner

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Shubashi
vor 23 Minuten schrieb Die Angelika:

Ich hatte Steven Adaween nicht so verstanden:

 

 

Er wird nicht umsonst von "Entwicklungszusammenarbeit" anstelle von "Entwicklungshilfe" reden.

Er redet auch davon, dass man "durch die Entwicklungszusammenarbeit Wege finden" könnte, also finden, und zwar in Zusammenarbeit, nicht schon Wege haben, die man Afrika dann überstülpt.

 

Ich persönlich denke auch, dass hinter der Haltung, man müsse flüchtende Afrikaner einfach nur lange genug immer wieder auf dem Mittelmeer aufgreifen und wieder in Afrika absetzen, um sie abzuschrecken, letztlich dasselbe Denken steht, wie bei Entwicklungshilfe, bei der 'schlaue'  Europäer den angeblich 'zurückgebliebenen' Afrikanern beibringen, was zu tun sei. Dabei wird 'der Afrikaner' doch auch wie ein kleines Kind behandelt, und dazu auch noch mit einer gestrigen Pädagogik.

 

Das würde ich kaum als "Pädagogik" bezeichnen wollen - es geht hier doch immer noch um die sehr existenzielle Frage, ob Menschen unnötigerweise im Mittelmeer ertrinken.

Die Ausgangsthese der EU war da ursprünglich, dass man die Menschen einfach retten könnte, nur hat man die Nebenwirkungen nicht bedacht: dass einerseits die Rettungsversuche immer mehr Menschen zu immer gefährlicheren Konditionen auf das Meer locken und so die Opferzahlen steigen, statt sinken.

Und dass andererseits die völlig unregulierte Aufnahme von Menschen, die dann deutlich über die bloße Rettung hinaus geht, eine politische Gegenreaktion in den Aufnahmestaaten bewirkt.

Beides ist ganz konkrete Ergebnisse einer gescheiterten durchaus gutwilligen, humanitären Politik, die sich eben nicht mehr ignorieren lassen - was in meinen Augen der Ansatz der "Seebrücke" ist.

 

Über "Pädagogik" hinauszugehen ist ja gerade der Versuch, eine Politik, die so nicht funktioniert, durch eine funktionierende abzulösen, was sowohl in Europa als auch in Afrika ziemlich schwierig ist. Was wir sicher wissen, ist, dass eine freie, unregulierte Migration in Sozialstaaten nicht funktioniert, weswegen eine Begrenzung immer zu einer sinnvollen Regulation dazugehört. Dies gilt sogar für EU-Bürger, die Freiheit von Gütern und Menschen gilt in dieser Hinsicht bewusst nicht, weil jedem klar war und ist, dass eine Sozialunion sehr kompliziert ist.

Herr Adaawen geht auf diesen Punkt ja leider auch nicht näher ein.

Was aber sicher richtig ist, dass die EU den sinnvollen wirtschaftlichen Austausch mit Afrika auch auf Menschen ausdehen muss - mehr Kurzzeit-Visa, mehr Bildungsvisa, mehr Arbeitserlaubnisse und auch die Möglichkeit zur Immigration und dauerhaften Niederlassung. Was aber NUR funktioniert, wenn es eben keine unregulierte Einwanderung in den Sozialstaat wird und gewisse quantitative Grenzen akzeptiert werden. Und der Wechsel von der Asyl zur Wirtschaftsschiene und umgekehrt weitestetgehend ausgeschlossen wird.

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rince
vor 9 Stunden schrieb Die Angelika:

Wie hört sich das für euch an:

 

Experte erklärt, warum EU-Abschreckungsstrategie in Flüchtlingsfrage zu nichts führt

 

Der ghanaische Migrationsexperte Stephen Adaawen vertritt die These, dass das Begrenzenwollen von Migration nichts bringen wird. Er denkt, man musse Migration gut organisieren.

 

Auf die Frage, wessen Aufgabe es sei, legale und sichere Migration zu realisieren, antwortet er:

 

 

 

Das hört sich alles nicht logisch an.

 

Einerseits heisst es:

Zitat

Wenn man sich verschiedene Entwicklungen ansieht - das Bevölkerungswachstum, die wirtschaftliche Lage, den Klimawandel oder bewaffnete Konflikte - dann sehe ich nicht, dass Migration reduziert werden kann, wenn man die Gründe nicht angeht. Es wäre besser, Migration gut zu organisieren, statt sie einfach begrenzen zu wollen. Wenn Migration gut organisiert ist, kann sie zur Entwicklung beitragen.

 

 

Andererseits kommt auf die Frage nach dem Brain-Drain folgender Vorschlag:

Zitat

 

Manche Experten sagen: Wenn Menschen nach Deutschland kommen und hier gute Jobs finden, dann bleiben sie und gehen nicht mehr zurück. Ein gefährlicher "Brain Drain" wäre die Folge. Was denken Sie?

Ich glaube nicht, dass das der Fall sein wird. Man könnte bindende Verträge einführen, die klar festlegen, dass Menschen für drei bis vier Jahre nach Deutschland kommen und dort arbeiten können, aber dann nach Hause zurückkehren müssen, damit das Programm auch wirklich nachhaltig ist. Es soll eine Win-Win-Situation sein. Dann wäre ein "Brain Drain" auch kein Thema. Ein solches Programm muss durch verbindliche Verträge gut organisiert werden. Außerdem würden die Rücküberweisungen auch ihren Familien helfen, die im Heimatland geblieben sind.

 

 

Wenn die Menschen nur temporär hier wären, wäre das ja keine Migration, und zuhause wäre nach 4 Jahren ja immer noch Bevölkerungswachstum, Klimawandel und ggf. bewaffnete Probleme...

Edited by rince

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rince
vor 55 Minuten schrieb Werner001:

Was ist eigentlich aus dem medienwirksamen Marsch nach Norden in Mexiko geworden?

Der ist still und leise aus den Medien verschwunden. Auch aus der Realität?

Wenn man googelt gibt es in der 2. Hälfte Oktober noch jede Menge Berichte dann bis Mitte November weniger und nach Mitte November gar nichts mehr

 

Werner

 

Ich hab nur das gefunden:

https://www.20min.ch/ausland/news/story/USA-wollen-Migranten-nach-Mexico-abschieben-13083984

https://www.deutschlandfunk.de/migration-usa-schickt-weitere-soldaten-an-die-mexikanische.2932.de.html?drn:news_id=973079

 

 

 

 

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elad
vor 16 Minuten schrieb rince:

 

Das hört sich alles nicht logisch an.

 

Einerseits heisst es:

 

 

Andererseits kommt auf die Frage nach dem Brain-Drain folgender Vorschlag:

 

Wenn die Menschen nur temporär hier wären, wäre das ja keine Migration, und zuhause wäre nach 4 Jahren ja immer noch Bevölkerungswachstum, Klimawandel und ggf. bewaffnete Probleme...

wer erst einmal die vorteile des westens genossen hat, wir kaum  mehr nach "hause" wollen.

projekte im ausland gelingen nur, wenn sich die betreffenden staaten beteiligen. es hilft nichts, in einem dorf z.b. in ghana bessere lebensbedingungen zu schaffen und dann zu hoffen, dass sich ghana als ganzes veraendern wird. die besseren lebensbedingungen im betroffen dorf werden dazu fuehren, dass man sich jetzt endflich schepper in richtung europa leisten kann.

erst wenn die betreffenden regierungen das erworbene wissen dafuer einsetzen, dass sich die lebensbedinungen im ganzen land verbessern und die leute nicht abwandern, erst dann hat entwicklungshilfe einen sinn.

das problem ist nur, dass verbesserte lebensbedingungen der einwohner den diktatoren "gefaehrlich" werden. mit anschluss ans internet, an stromversorgung usw. kommen danz "verruckete westliche" ideen ins land, forderungen nach mehr demokratie, demokratische, ungefaelschte wahlen usw.

in dem sinn, pumpt ruhig weiter miliarden in den gazastreiflen und ins autonomiegebiejt. wieso sollen hamas und abu masen. die sich gerade im 12. jahr ihrer 4-jaehrigen religunszeit befinden, auf weitere fuer ihre taschen erfolgreiche regierungsjahre verzichten.

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Moriz
vor 29 Minuten schrieb rince:

Andererseits kommt auf die Frage nach dem Brain-Drain folgender Vorschlag:

Zitat

 

Manche Experten sagen: Wenn Menschen nach Deutschland kommen und hier gute Jobs finden, dann bleiben sie und gehen nicht mehr zurück. Ein gefährlicher "Brain Drain" wäre die Folge. Was denken Sie?

Ich glaube nicht, dass das der Fall sein wird. Man könnte bindende Verträge einführen, die klar festlegen, dass Menschen für drei bis vier Jahre nach Deutschland kommen und dort arbeiten können, aber dann nach Hause zurückkehren müssen, damit das Programm auch wirklich nachhaltig ist. Es soll eine Win-Win-Situation sein. Dann wäre ein "Brain Drain" auch kein Thema. Ein solches Programm muss durch verbindliche Verträge gut organisiert werden. Außerdem würden die Rücküberweisungen auch ihren Familien helfen, die im Heimatland geblieben sind.

So wie mit den Türken in den sechziger Jahren? Die sollten ursprünglich ja auch nur für 5 Jahre kommen...

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rorro

Warum sollte ein Land es vermeiden wollen, daß gut qualifizierte Leute, die in gefragten Jobs arbeiten, einwandern, und zwar dauerhaft?

 

Ich weiß nicht, ob es Deutsche schon mitbekommen haben - aber die Welt ist ein Konkurrenzkampf u.a. um die besten Köpfe! Über 10.000 Ärzte haben bspw. Rumänien verlassen, viele kamen auch nach Deutschland. Da juckt es auch keinen hier, zumal nicht, wenn er im Krankenhaus liegt und die Alternative "kein Arzt" wäre.

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elad
vor 3 Minuten schrieb rorro:

Warum sollte ein Land es vermeiden wollen, daß gut qualifizierte Leute, die in gefragten Jobs arbeiten, einwandern, und zwar dauerhaft?

 

Ich weiß nicht, ob es Deutsche schon mitbekommen haben - aber die Welt ist ein Konkurrenzkampf u.a. um die besten Köpfe! Über 10.000 Ärzte haben bspw. Rumänien verlassen, viele kamen auch nach Deutschland. Da juckt es auch keinen hier, zumal nicht, wenn er im Krankenhaus liegt und die Alternative "kein Arzt" wäre.

wenn ich die deutschen online-zeitungen lese, bekomme ich aus voellig unerklaerlichen gruenden den eindruck dass die bestausgebildeten rumaenischen aerze nicht die mehrheit der seit 2015 nach deutschland "eingewanderten" sind. .

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Werner001

Achtung, es folgt eine Glosse!

Kein Land hat etwas gegen gut ausgebildete Einwanderer. Weil die Deutschen aber das gerechteste Volk der Welt sein sollen (wegen der unzähligen Weltkriege, die sie schon vom Zaun gebrochen haben usw.), dürfen nicht nur gut qualifizierte Leute einwandern, denn das würde Eseltreiber und Ziegenhirten benachteiligen. Mit jedem Arzt müssen also auch 15 Ziegenhirten und Eseltreiber einwandern dürfen. Da die Nachfrage nach unqualifizierten Eseltreibern und Ziegenhirten in Deutschland allerdings sehr begrenzt ist, bleibt denen oft nur die unverschuldete Arbeitslosigkeit (ein qualifizierter Eseltreiber braucht in Deutschland einen Bachelor in Veterinärpädagogik, Fachrichtung Asiniden, oder er darf allenfalls über eine Leiharbeitsfirma gegen Mindestlohn beim Ausmisten des Eselsstalles für Hilfsarbeiten unter Aufsicht eines von der Landwirtschaftskammer ausgebildeten und zertifizierten Ausmistemeisters eingesetzt werden).

Allerdings müssen sich die Eseltreiber und Ziegenhirten keine Sorgen machen, denn die Solidarität des Sozialstaates sorgt dafür, sie auch ohne Gegenleistung kurz über dem Existenzminimum halten. Dafür zahlen die solidarischen deutschen Besserverdiener (also mehr als das Existenzminimum) gerne hohe Sozialabgaben.

 

Leider sehen das viele eingewanderte gut Qualifizierte nicht ein, und wanderen lieber weiter, nach Kanada oder Australien, wo sie von solchen Abgaben weitgehend verschont bleiben. Und die zwei Kleveren unter den Eseltreibern schließen sich ihnen an und gründen dort einen Ponyhof und einen Streichelzoo, mit dem sie gutes Geld verdienen.

Zurück bleiben nur die 13 weniger hellen Ziegenhirten und Eseltreiber, leider. Aber dafür sind die Deutschen das gerechteste Volk der Welt, und werden jetzt hoffentlich endlich von allen geliebt.

Achtung, das war eine Glosse!

 

Werner

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rorro
vor 32 Minuten schrieb elad:

wenn ich die deutschen online-zeitungen lese, bekomme ich aus voellig unerklaerlichen gruenden den eindruck dass die bestausgebildeten rumaenischen aerze nicht die mehrheit der seit 2015 nach deutschland "eingewanderten" sind. .

 

Das habe ich auch nicht behauptet. Nur der Frager des besagten Interviews sprach das Thema Braindrain an.

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Werner001

Irgendwie ist das typisch deutsch, daher auch mein Glosse.

Da soll Deutschland unbedingt ein Einwanderungsland sein (was es de facto schon lange ist), und dann macht man sich ernsthaft Sorgen darüber, die Einwanderer könnten zu gut qualifiziert sein (das Gerede von "Braindrain" ist ja nichts anderes). Es gibt viele Länder auf der Welt, die sind so schrecklich, dass viele Bewohner dort einfach nur weg wollen. Und da sollen wir uns ernsthaft über einen "Braindrain" Gedanken machen? Ja sind wir denn die Supernanny für die ganze Welt? Wenn die anderen Länder ihre Hausaufgaben machen würden, würden gerade die Qualifizierten gar nicht kommen wollen. Wenn die aber unbedingt weg wollen, warum sollen wir sie nicht nehmen?

Da wird Trump heftig kritisiert wegen "America first", was seit 100 Jahren die Staatsdoktrin der USA ist, aber das deutsche "everybody else first" ist wesentlich krankhafter.

 

Werner

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nannyogg57

Esel haben wir doch zuhauf in Deutschland ...

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Werner001
8 minutes ago, nannyogg57 said:

Esel haben wir doch zuhauf in Deutschland ...

Aber für deren Betreueng musst du einen deutschen Eselbetreuungsabschluss haben.

Es ist nicht nur der Sozialstaat, der nicht zu einem Einwanderungsland passt, es ist unsere gesamte bis ins letzte durchregulierte Gesellschaft, die nicht dazu passt.

Man kann nicht ein Einwanderungsland sein und erwarten, dass jeder mindestens seit dem Kindergarten in Deutschland sein muss, um nicht durch das Raster zu fallen.

 

Werner

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rorro
vor 39 Minuten schrieb Werner001:

Da wird Trump heftig kritisiert wegen "America first", was seit 100 Jahren die Staatsdoktrin der USA ist, aber das deutsche "everybody else first" ist wesentlich krankhafter.

 

Werner

 

Das ist ja auch nur Geschwätz. Die reale Politik verfolgt natürlich deutsche Interessen. Ein Bundespräsident hat das dummerweise mal gesagt und musste dafür gehen.

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Shubashi
vor 7 Minuten schrieb Werner001:

Aber für deren Betreueng musst du einen deutschen Eselbetreuungsabschluss haben.

Es ist nicht nur der Sozialstaat, der nicht zu einem Einwanderungsland passt, es ist unsere gesamte bis ins letzte durchregulierte Gesellschaft, die nicht dazu passt.

Man kann nicht ein Einwanderungsland sein und erwarten, dass jeder mindestens seit dem Kindergarten in Deutschland sein muss, um nicht durch das Raster zu fallen.

 

Werner

 

Das war der Punkt der noch fehlte: es kann nicht nur keine unregulierte Einwanderung in den Sozialstaat geben, sondern auch keine in den einfach "nur" überregulierten Staat.

(Man sollte vielleicht die Diskussion über das Thema "Einwanderungsland" überhaupt zielgenauer führen. Aber das ist eben das seltsame Dilemma:obwohl wir sonst so reguliert sind, gibt es allenfalls vage und widersprüchliche Vorstellungen davon, was "Einwanderungsland" innerhalb der EU überhaupt bedeuten soll und was der Zweck ist.)

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