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Howe

Fronleichnam-noch zeitgemäß?

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Howe

Als junger Mensch habe ich regelmäßig an der Fronleichnamsprozession teilgenommen. Ich hatte als Katholik, angesichts der Andersgläubigen die an diesem Festtag gerne in den Straßencafes saßen, immer das Gefühl „wir sind die Guten“. Das war in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts als es in unserer kleinen Stadt noch keine Muslime gab, und Juden nicht mehr. Fronleichnam - ist dieses Fest eigentlich noch zeitgemäß, angesichts der Zuwanderung von tausenden von Menschen nichtchristlichen Glaubens? Wird solche eine Glaubensdemonstration wie die Fronleichnamsprozession nicht vielleicht als Provokation gegenüber Muslimen empfunden?

Schon Martin Luther empfand dieses „Fest“ als Provokation:

„Ich bin keinem Fest mehr feind … als diesem. Denn es ist das allerschändlichste Fest. An keinem Fest wird Gott und sein Christus mehr gelästert, denn an diesem Tage und sonderlich mit der Prozession. Denn da tut man alle Schmach dem heiligen Sakrament, dass man’s nur zum Schauspiel umträgt und eitel Abgötterei damit treibet. Es streitet mit seiner Schmink und erdicht’en Heiligkeit wider Christi Ordnung und Einsetzung. Denn er es nicht befohlen hat also umherumtragen. Darum hütet euch vor solchem Gottesdienst!“

Wie empfinden wohl unsere muslimischen Brüder und Schwestern diese Demonstration des Glaubens wenn schon protestantische Christen Fronleichnam kritisch sehen.  

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rorro
vor 1 Stunde schrieb Howe:

Wie empfinden wohl unsere muslimischen Brüder und Schwestern diese Demonstration des Glaubens 

 

Ich hoffe Du kennst ein paar persönlich. Frag sie mal. Sie werden es besser wissen als Mitglieder des Forums hier.

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Flo77

Mit Verlaub: der Skandal ist, daß diesen Gästen unter dem Deckmantel der Toleranz wieder zurückgewichen werden soll anstatt sie zur Taufe zu führen.

 

Mir ist sch***egal, wie Muslime unsere Feste finden - entweder sie wollen sich integrieren, dann feiern sie gefälligst mit - oder nicht (wo ich mich dann politisch unkorrekt frage, was die hier zu suchen haben).

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Marcellinus

Dir ist schon klar, daß „ihr“ Katholiken in diesem Lande schon seit 500 Jahren nicht mehr alleine seid? 

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Flo77

Dann sprich doch die Shahada und lass mich in Ruhe.

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Marcellinus
vor 35 Minuten schrieb Flo77:

Dann sprich doch die Shahada und lass mich in Ruhe.

 

Deine Fixierung auf religiöse Weltbilder finde ich bedauerlich. Du solltest zumindest in Erwägung ziehen, daß es Menschen gibt, die so etwas nicht nötig haben.

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Suzanne62
vor 3 Stunden schrieb Howe:

Fronleichnam - ist dieses Fest eigentlich noch zeitgemäß, angesichts der Zuwanderung von tausenden von Menschen nichtchristlichen Glaubens? Wird solche eine Glaubensdemonstration wie die Fronleichnamsprozession nicht vielleicht als Provokation gegenüber Muslimen empfunden?

Wir haben in diesem Land zum Glück Religionsfreiheit - und die nehme ich für mich selbst genauso in Anspruch wie ich sie anderen zugestehe.

Warum sollten sich Muslime daderch provoziert fühlen? Ich - und auf die meisten Christen, die ich kenne, trifft das ebenfalls zu - fühle mich vom öffentlichen Fastenbrechen in der Mitte des Ramadan (das findet hier seit ein paar Jahren immer auf dem Rathausplatz statt) auch nicht provoziert.

Wer hier lebt, muss es akzeptieren können, dass Menschen an hohen Feiertagen ihre Religion auch einmal öffentlich sichtbar leben. Zugewanderte, die meinen das nicht ertragen zu können, sollten sich fragen, ob dies hier dann das richtige Land für sie ist.

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Suzanne62
vor 4 Stunden schrieb Howe:

Schon Martin Luther empfand dieses „Fest“ als Provokation:

Habe ich auch erlebt, dass manche Leute das so empfinden. Aber: wenn man den Feiertag und das lange Wochenende mit dem Brückentag gerne nimmt, sollte man auch das damit zusammenhängende Brauchtum ertragen können. Ist ja niemand getwungen, sich daran zu beteiligen.

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Frank
vor 2 Stunden schrieb Marcellinus:

Dir ist schon klar, daß „ihr“ Katholiken in diesem Lande schon seit 500 Jahren nicht mehr alleine seid? 

Das ist der springende Punkt. "Katholisches Millieu" war ein mal. Und irgendwie müssen wir miteinander klar kommen.

Dafür würde ich christliches Brauchtum nicht grundsätzlich zur Disposition stellen wollen. Bei der Titelfrage, ob die Fronleichnams-Prozession noch Zeitgemäß ist, spielen spirituelle, theologische und pastorale Aspekte eine grössere Rolle als interkulturelle.

Die interkulturellen Aspekte spielen bei der Frage "Wie Fronleichnamsprozession" eine Rolle und sind nur im Dialog zu klären. Wenn dieser Dialog ergibt das eine Gruppe die Prozession als maximal provozierend empfindet, dann muss ich den Prozessionsweg nicht mit aller Gewalt durch ein Gebiet legen in dem 95% der Bewohner eben dieser Gruppe angehören. Es sei denn ich hab gute Gründe.  "Bei uns ist man aber katholisch" ist kein guter Grund. Oder besser: Hat sich als Grund so abgelebt das er seine Gültigkeit verloren hat.

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Long John Silver
vor 9 Stunden schrieb Howe:

Als junger Mensch habe ich regelmäßig an der Fronleichnamsprozession teilgenommen. Ich hatte als Katholik, angesichts der Andersgläubigen die an diesem Festtag gerne in den Straßencafes saßen, immer das Gefühl „wir sind die Guten“. Das war in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts als es in unserer kleinen Stadt noch keine Muslime gab, und Juden nicht mehr. Fronleichnam - ist dieses Fest eigentlich noch zeitgemäß, angesichts der Zuwanderung von tausenden von Menschen nichtchristlichen Glaubens? Wird solche eine Glaubensdemonstration wie die Fronleichnamsprozession nicht vielleicht als Provokation gegenüber Muslimen empfunden?

Schon Martin Luther empfand dieses „Fest“ als Provokation:

„Ich bin keinem Fest mehr feind … als diesem. Denn es ist das allerschändlichste Fest. An keinem Fest wird Gott und sein Christus mehr gelästert, denn an diesem Tage und sonderlich mit der Prozession. Denn da tut man alle Schmach dem heiligen Sakrament, dass man’s nur zum Schauspiel umträgt und eitel Abgötterei damit treibet. Es streitet mit seiner Schmink und erdicht’en Heiligkeit wider Christi Ordnung und Einsetzung. Denn er es nicht befohlen hat also umherumtragen. Darum hütet euch vor solchem Gottesdienst!“

Wie empfinden wohl unsere muslimischen Brüder und Schwestern diese Demonstration des Glaubens wenn schon protestantische Christen Fronleichnam kritisch sehen.  

 

Seit wann und warum sollte fuer das rituelle des eigenen Glaubens zaehlen, was andersglaeubige dabei empfinden?

Das waer eine sehr ungesunde Einstellung zum eigenen Glauben.

 

Ich habe oft Fronleichnam miterlebt (als Protestant), da ging die Prozession an Doener Kebap Laeden vorbei, bis man in den Park und zurueck kam.  Lokale Gegebenheit, wenn wir vondiese Muslime leben alle noch und haben uns hinterher Doener verkauft und sie haben's offenbar gut verkraftet :-)) Und wenn nicht, waere es mir voellig egal.

 

Mir hat Fronleichnam mit seinen Prozessionen stets gefallen. 

 

Noch mehr  Schleimspuren und Kriechertum, als unsere Gesellschaft momentan sowieso produziert, brauchen wir eigentlich nicht.

 

 

Edited by Long John Silver

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rince
vor 7 Stunden schrieb Flo77:

Mit Verlaub: der Skandal ist, daß diesen Gästen unter dem Deckmantel der Toleranz wieder zurückgewichen werden soll anstatt sie zur Taufe zu führen.

 

Mir ist sch***egal, wie Muslime unsere Feste finden - entweder sie wollen sich integrieren, dann feiern sie gefälligst mit - oder nicht (wo ich mich dann politisch unkorrekt frage, was die hier zu suchen haben).

Da nur eine Minderheit in Deutschland Fronleichnam feiert und an besagten Umzügen teilnimmt, dürften also weit über 80% der Bevölkerung nach deiner Sichtweise nicht integriert sein? :lol:

 

Armes Tucktuck

Edited by rince
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rince

Persönlich freue ich mich mehr auf den Zombie-Walk zu Halloween.

 

Auch da ist es mir egal, ob sich der Muselmane provoziert fühlt oder nicht. Provokationen muss man aushalten.

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gouvernante
vor 10 Stunden schrieb Howe:

wenn schon protestantische Christen Fronleichnam kritisch sehen. 

In der hiesigen Gegend: tempi passati. In manchen Jahren trägt der Landessuperintendent(?) das Evangeliar in der Prozession mit.

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rorro

Interessanter Threadverlauf. 

 

Also, ich habe bislang nur 100% positive Rückmeldungen von Muslimen zu meinem Glauben erhalten (übrigens bei gläubigen Muslimen positive als bei säkularen).

 

Das ist das eine.

 

Das andere ist Religionsfreiheit. Wie sagte das BVerfG so schön: niemand hat das Recht, von religiösen Äußerungen andrer verschont zu werden. 

Offenbar wird manches Mal so ein "Recht" angenommen - ist nicht so 

 

Das dritte ist die Art und Weise, wie das Fest begangen wird. Hier in Düsseldorf geht der katholische Teil der Stadt durch die Altstadt - sonst keiner da, ist ja Feiertag - und singt zu mäßiger Blasmusik aus auf dem Weg aufgestellten Boxen.

 

Das ist keine Demonstration (mangels Publikum), eher Selbstvergewisserung, daß andre auch so säkular gesehen schräge Ansichten haben. Das ist okay so (auch wenn mich das überhaupt nicht anspricht), nur die Auswirkung ist nahe Null.

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Julius
vor 13 Stunden schrieb Howe:

Wie empfinden wohl unsere muslimischen Brüder und Schwestern diese Demonstration des Glaubens wenn schon protestantische Christen Fronleichnam kritisch sehen.  


Die Muslime, die ich kenne, halten Fronleichnam für einen christlichen Feiertag, um den sie sich nicht weiter kümmern - ausser dass sie den in unserem Bundesland arbeitsfreien Tag wie viele andere dazu nutzen, etwas zu unternehmen oder halt auf der faulen Haut liegen zu bleiben.
Daran, dass "protestantische Christen Fronleichnam kritisch sehen", hat sich ja nun seit Luther und im Zeichen der Bemühungen um die Ökumene einiges geändert: Es mag zwar noch ein paar verbitterte Protestanten oder verbiesterte Atheisten geben, die auf dem Dorf am Fronleichnamstag ihre Wäschespinne in der Nähe des Prozessionsweges mit Unterhosen und Bettlaken beflaggen (habe ich vor ungefähr 30 Jahren mal erlebt, als ich da zu Besuch war), aber bei uns gestaltet sogar der evangelische Posaunenchor einen Teil der Fronleichnamsprozession mit (von den evangelischen Mitgliedern der Blaskapelle ganz zu schweigen, die auch nicht zu Hause bleiben, wenn die Blaskapelle die Prozession begleitet).
Mir erscheint reichlich aufgesetzt, wie Du versuchst, Dir den Kopf anderer Leute zu zerbrechen ..

Edited by Julius

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mn1217
vor 11 Stunden schrieb Flo77:

Mit Verlaub: der Skandal ist, daß diesen Gästen unter dem Deckmantel der Toleranz wieder zurückgewichen werden soll anstatt sie zur Taufe zu führen.

 

Mir ist sch***egal, wie Muslime unsere Feste finden - entweder sie wollen sich integrieren, dann feiern sie gefälligst mit - oder nicht (wo ich mich dann politisch unkorrekt frage, was die hier zu suchen haben).

 Du willst Leute ZWANGSTAUFEN?

Es gibt auch genug Atheisten, die auch?

Ich feiere auch nicht Fronleichnam, auf den Scheiterhaufen mit mir?

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mn1217

Irgendwie  fand ich Fronleichnam nie zeitgemäß, ich mag das Fest nicht. ich habe es nicht so mit "zur Schau stellen". Ich finde es gut, sich zu seinem Glauben zu bekennen, insbesondere friedlich und singend, aber muss es "deinem Heiland, deinem Lehrer" sein?  Mir ist auch egal, was Andere, ob nun Protestanten, Atheisten oder Andersgläubige davon halten. Es gibt Meinungs- und Religionsfreiheit, die gilt auch für Katholiken.

Aber mir war das immerzu bombastisch. und natürlich kenne ich die Erzählungen von Fronleichnamsprozession, als streng in Reihenfolge prozessiert wurde, also Professoren und andere streng getrennt. Gut, dass die Generation meiner Eltern DAGEGEN(u.a.) protestiert hat.

Für mich fällt das unter "Wenn die Fahnen wehen, sitzt der verstand in der Trompete".

Und die Erfahrung aus langen Jahren Sanitätsdienst: Es gibt eine mindesten eine Mutter, die nicht kapiert, das zwischen der Erstkommunion und Fronleichnam meistens ein Temperaturanstieg erfolgt ist und das Mädchen die dicke weiße Strumpfhose an Fronleichnam nicht mehr braucht. Die Kleine liegt dann im Fahrzeug mit Kreislaufbeschwerden. 

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Marcellinus
vor 26 Minuten schrieb mn1217:

Wenn die Fahnen wehen, sitzt der verstand in der Trompete".

 

:D

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MartinO
vor 42 Minuten schrieb mn1217:

Irgendwie  fand ich Fronleichnam nie zeitgemäß, ich mag das Fest nicht. ich habe es nicht so mit "zur Schau stellen". Ich finde es gut, sich zu seinem Glauben zu bekennen, insbesondere friedlich und singend, aber muss es "deinem Heiland, deinem Lehrer" sein?  Mir ist auch egal, was Andere, ob nun Protestanten, Atheisten oder Andersgläubige davon halten. Es gibt Meinungs- und Religionsfreiheit, die gilt auch für Katholiken.

Aber mir war das immerzu bombastisch. und natürlich kenne ich die Erzählungen von Fronleichnamsprozession, als streng in Reihenfolge prozessiert wurde, also Professoren und andere streng getrennt. Gut, dass die Generation meiner Eltern DAGEGEN(u.a.) protestiert hat.

Für mich fällt das unter "Wenn die Fahnen wehen, sitzt der verstand in der Trompete".

Und die Erfahrung aus langen Jahren Sanitätsdienst: Es gibt eine mindesten eine Mutter, die nicht kapiert, das zwischen der Erstkommunion und Fronleichnam meistens ein Temperaturanstieg erfolgt ist und das Mädchen die dicke weiße Strumpfhose an Fronleichnam nicht mehr braucht. Die Kleine liegt dann im Fahrzeug mit Kreislaufbeschwerden. 

Das sind verschiedene Punkte: Einer ist, sich öffentlich zum Glauben zu bekennen. Das halte ich auf jeden Fall für sinnvoll - und meine Erfahrung zeigt eher, dass Muslime und andere Nichtchristen es akzeptieren, wenn man seinen Glauben zeigt, als wenn man ihn versteckt.

 

Der andere ist, wie man eine Fronleichnamsfeier bzw. -prozession gestaltet. Ob "Deinem Heiland, deinem Lehrer" heute noch ein passendes Lied ist, mag man streiten. Das ist allerdings ein innerkatholisches Thema.

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Howe
vor 13 Stunden schrieb Flo77:

Mit Verlaub: der Skandal ist, daß diesen Gästen unter dem Deckmantel der Toleranz wieder zurückgewichen werden soll anstatt sie zur Taufe zu führen.

 

Mir ist sch***egal, wie Muslime unsere Feste finden - entweder sie wollen sich integrieren, dann feiern sie gefälligst mit - oder nicht (wo ich mich dann politisch unkorrekt frage, was die hier zu suchen haben).

Sie zur Taufe führen? Ist das dein Verständnis von Toleranz? "Integration ja bitte - Hauptsache alle werden katholisch"!

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Howe
vor 2 Stunden schrieb mn1217:

Irgendwie  fand ich Fronleichnam nie zeitgemäß, ich mag das Fest nicht. ich habe es nicht so mit "zur Schau stellen". Ich finde es gut, sich zu seinem Glauben zu bekennen, insbesondere friedlich und singend, aber muss es "deinem Heiland, deinem Lehrer" sein?  Mir ist auch egal, was Andere, ob nun Protestanten, Atheisten oder Andersgläubige davon halten. Es gibt Meinungs- und Religionsfreiheit, die gilt auch für Katholiken.

Aber mir war das immerzu bombastisch. und natürlich kenne ich die Erzählungen von Fronleichnamsprozession, als streng in Reihenfolge prozessiert wurde, also Professoren und andere streng getrennt. Gut, dass die Generation meiner Eltern DAGEGEN(u.a.) protestiert hat.

Für mich fällt das unter "Wenn die Fahnen wehen, sitzt der verstand in der Trompete".

Und die Erfahrung aus langen Jahren Sanitätsdienst: Es gibt eine mindesten eine Mutter, die nicht kapiert, das zwischen der Erstkommunion und Fronleichnam meistens ein Temperaturanstieg erfolgt ist und das Mädchen die dicke weiße Strumpfhose an Fronleichnam nicht mehr braucht. Die Kleine liegt dann im Fahrzeug mit Kreislaufbeschwerden. 

👍👍👍

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Howe
vor 4 Stunden schrieb rorro:

Interessanter Threadverlauf. 

 

Also, ich habe bislang nur 100% positive Rückmeldungen von Muslimen zu meinem Glauben erhalten (übrigens bei gläubigen Muslimen positive als bei säkularen).

 

Das ist das eine.

 

Das andere ist Religionsfreiheit. Wie sagte das BVerfG so schön: niemand hat das Recht, von religiösen Äußerungen andrer verschont zu werden. 

Offenbar wird manches Mal so ein "Recht" angenommen - ist nicht so 

 

Das dritte ist die Art und Weise, wie das Fest begangen wird. Hier in Düsseldorf geht der katholische Teil der Stadt durch die Altstadt - sonst keiner da, ist ja Feiertag - und singt zu mäßiger Blasmusik aus auf dem Weg aufgestellten Boxen.

 

Das ist keine Demonstration (mangels Publikum), eher Selbstvergewisserung, daß andre auch so säkular gesehen schräge Ansichten haben. Das ist okay so (auch wenn mich das überhaupt nicht anspricht), nur die Auswirkung ist nahe Null.

Man kann auch ohne Publikum demonstrieren. Und eine Fronleichnamsprozession durch die Altstadt ist immer auch eine Demonstration, weil Publikum gibt es dort immer! Warum kommt wohl sonst keiner auf die Idee die Fronleichnamsprozession durch den Grafenberger-Wald zu führen?

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Howe
vor 12 Stunden schrieb Suzanne62:

Habe ich auch erlebt, dass manche Leute das so empfinden. Aber: wenn man den Feiertag und das lange Wochenende mit dem Brückentag gerne nimmt, sollte man auch das damit zusammenhängende Brauchtum ertragen können. Ist ja niemand getwungen, sich daran zu beteiligen.

ist das nicht mit bei allen Feiertagen so wenn sich dadurch ein Brückentag ergibt? Wer hat schon eine tiefere Beziehung zum 1.Mai, 3.Oktober, oder Allerheiligen?

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Howe

Fronleichnamsprozessionen finde ich im katholischen Bayern gut, da gehören sie hin sie sind Teil der alpenländischen Kultur und sind Folkore!

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Long John Silver
vor 5 Minuten schrieb Howe:

Fronleichnamsprozessionen finde ich im katholischen Bayern gut, da gehören sie hin sie sind Teil der alpenländischen Kultur und sind Folkore!

 

In Frankfurt, wo ich einige Zeit lebte, gab es auch Fronleichnamsprozessionen, da gehoerte das selbstverstaendlich zur christlichen rituellen Kultur. . Wie gesagt, mangels lokaler Moeglichkeiten gingen die durch Gassen, Strassen und Parks.  Als Folklore habe ich sie nie empfunden. 

 

Edited by Long John Silver

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Guest
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