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mn1217

Politik für Alle

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helmut
vor 1 Stunde schrieb MartinO:

Und die - bzw. die Oktoberrevolution in Russland - waren zugleich der Beweis dafür, dass Marx' These falsch war: Einen Industriekapitalismus gab es dort vor 1918 nicht.

doch, aber nur regional konzentriert in größeren städten. die landwirtschaft war wenig entwickelt. den doppelt freien lohnarbeiter konnte es also nicht geben. ein marxist lehnte damals auch die russische revolution ab.

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MartinO
vor 14 Minuten schrieb helmut:

doch, aber nur regional konzentriert in größeren städten. die landwirtschaft war wenig entwickelt. den doppelt freien lohnarbeiter konnte es also nicht geben. ein marxist lehnte damals auch die russische revolution ab.

Sagen wir besser "hätte ablehnen müssen". Die real existierenden Marxisten sahen sie fast durchwegs positiv.

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helmut

marx hat die ökonomischen kategorien des kapitalismus recht gut analysiert. das ist auch heute noch eine gute grundlage, aber eben nur eine grundlage.

 

seine geschichtsphilosophie hat auch einiges für sich. aber marx kann man nur marxistisch verstehen, also dialektisch.

die jeweiligen  produktivkräfte brauchen einen passenden überbau, sprich staat. daran ist der real existirende sozialismus, die sowjetunion und die ddr gescheitert. die zwanziger bis sechziger jahre passten noch. die dynamik der produktivkräfte, u.a. mikroelektronik, computerisierung, erforderten wirtschaftliche dynamik, auch wirtschaftliche freiheit. diese ist ohne passende politische freiheit nicht möglich.

aus dieser gewonnenen freiheit verstärken sich wieder die produktivkräfte. die EU, die globalisierung, die politischen instrumente der globalisierung sind ein passender überbau für die entwicklung der Produktivkräfte. die zersplitterung der EU, der brexit, die trump"schee wirtschaftspolitik schwächen die produktivkräfte. der überbau muß also sinnvoll gestaltet werden.

 

auch die nationenbildung, die staatenbildung passen in dieses schema. starke produktivkräfte entwickeln sich in einem großen markt. entweder die PK erzwingen diesen markt, diese form des überbaus oder der überbau ermöglicht diese PK. vorrang, aber keinen absoluten, haben die PK.

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helmut
vor 20 Minuten schrieb MartinO:

Sagen wir besser "hätte ablehnen müssen". Die real existierenden Marxisten sahen sie fast durchwegs positiv.

real existierende marxisten damals waren lenin und trotzki und deutsche marxisten. die waren im streit. lenin wurde zum real existierenden siegreichen marxisten durch seinen politischen und militärischen sieg  1917-1922.

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helmut
Am 14.3.2020 um 14:46 schrieb Werner001:

Das ist wie beim Klimawandel. Dass er stattfindet und seine Auswirkungen sind wissenschaftlich durchaus belegbar. Die Heilsrezepte dagegen sind aber ziemlich fragwürdig. 
 

Werner

die heilsrezepte sind nicht fragwürdig, beide nicht. aber man muß sie anwenden. das heilsrezept des marxismus war der sieg in den produktivkräften. wie erringt man diesen?

durch eine passende politik und wirtschaftspolitik.

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Marcellinus
vor 11 Minuten schrieb helmut:

lenin wurde zum real existierenden siegreichen marxisten durch seinen politischen und militärischen sieg  1917-1922.

 

Und vor allem durch den Aufbau des Gulag-Systems ab 1917, in dem alle Opposition  inhaftiert und ermordet wurde. Da ist dann leicht siegen. Und das ist Teil des Kommunismus von Anfang an:

 

„Eine Revolution ist gewiss das autoritärste Ding, das es gibt; sie ist der Akt, durch den ein Teil der Bevölkerung dem anderen Teil seinen Willen vermittels Gewehren, Bajonetten und Kanonen, also mit denkbar auroritärsten Mitteln aufzwingt; und die siegreiche Partei muß, wenn sie nicht umonst gekämpft haben will, dieser Herrschaft Dauer verleihen durch den Schrecken, den ihre Waffen den Reaktionären einflößen.“

(Friedrich Engels)

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duesi
vor 1 Stunde schrieb helmut:

die heilsrezepte sind nicht fragwürdig, beide nicht. aber man muß sie anwenden. das heilsrezept des marxismus war der sieg in den produktivkräften. wie erringt man diesen?

durch eine passende politik und wirtschaftspolitik.

Wir haben uns ja bereits darüber ausgetauscht. Was sind 'Produktivkräfte"? Sind es die, die das machen, was auch Maschinen können? Marx liefert dafür keine klare Definition. Jeder, der unternehmerische Entscheidungen voranbringt, kann auch eine "Produktivkraft" sein. Marx grenzt "Produktivkräfte" gegen bloße Kapitalbesitzer ab. Ich würde aber sagen, dass ein Investor, der bereit ist, mit seinem Kapital unternehmerische Risiken mitzutragen, durchaus auch als "Produktivkraft" gezählt werden muss. Ich unterscheide jetzt zwischen Investoren, die sich wirklich für das Unternehmensgeschäft interessieren und solchen, die durch maximale Streuung maximale Sicherheit und Profit generieren wollen. Die ersten bringen sich ja mit ihrer unternehmerischen Kompetenz mit ein. Und dann wird das Spiel schon wesentlich komplexer als Marx es beschrieben hat. 

 

 

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helmut
vor 26 Minuten schrieb duesi:

   ... Marx liefert dafür keine klare Definition.  ....

 

 

wiki meint:

 

Die wichtigsten gesellschaftlichen Produktivkräfte sind

  1. die Menschen, besonders ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erfahrungen,
  2. die Technologie und Organisation der Produktion, sowie die Produktionsmittel und
  3. das gesellschaftliche Wissen, insbesondere auch die Wissenschaft.

"Die Entwicklung der Produktivkräfte der gesellschaftlichen Arbeit ist die historische Aufgabe und Berechtigung des Kapitals" Marx

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helmut
vor 6 Stunden schrieb Marcellinus:

 

Und vor allem durch den Aufbau des Gulag-Systems ab 1917, in dem alle Opposition  inhaftiert und ermordet wurde. Da ist dann leicht siegen. Und das ist Teil des Kommunismus von Anfang an:

 

„Eine Revolution ist gewiss das autoritärste Ding, das es gibt; sie ist der Akt, durch den ein Teil der Bevölkerung dem anderen Teil seinen Willen vermittels Gewehren, Bajonetten und Kanonen, also mit denkbar auroritärsten Mitteln aufzwingt; und die siegreiche Partei muß, wenn sie nicht umonst gekämpft haben will, dieser Herrschaft Dauer verleihen durch den Schrecken, den ihre Waffen den Reaktionären einflößen.“

(Friedrich Engels)

wie so oft hast  du recht. zu den produktivkräften zählen auch machtverhältnisse. zu den von dir beschriebenen kommen z.b.die roten garden maos dazu.

aber produktivkräfte wirken auch im kapitalismus. das war ja gerade marx"s analysegegenstand. also haben wir schnell sklaverei, ausbeutung und vernichtung indigener  völker im blick. in den letzten 100 jahren fallen mir geopolitik, ausbeutung von ressourcen, weltkriege, organisation von bürgerkriegen, fluchtbewegungen ins auge. für die nahe zukunft wirken migration und klima.

 

aber da kann auch die lösung liegen. wenn die PK durch diese verhältnisse gehemmt werden , können sich die verhältnisse ändern. der kapitalismus ist reformfähig bei strafe des untergangs.

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Shubashi

Auch interessant:

Ein Vergleich des Krisenmanagements der Länder Berlin und Bayern, Herr Müller und Herr Söder.

Um es kurz zu machen, die Überschrift lautet: Super-Söder gegen Machtlos-Müller.

Obwohl ich ansonsten keine Sympathie für die bayerische Extrawurst in der Bundespolitik habe, hier bringt sich ein fähiger Politiker in die Position zum Kanzlerkandidaten. Vor allem, weil es kaum Konkurrenz gibt? Diese Krise wird auch die Politik verändern - womöglich bleibt die CSU dann die letzte existierende Volkspartei.

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mn1217

Der Herr bewahre uns.

Ich finde gut, wie Frau Merkel reagiert, gerade auch, weil die Männer in den Nachbarländern den Kriegsherren rauslassen.

 

Edited by mn1217
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MartinO
vor 1 Minute schrieb mn1217:

Der Herr bewahren uns.

Ich finde gut,wie Frau Merkel reagiert,gerade auch,weil die Männer in den Nachbarländern den Kriegsherren rauslassen.

 

Grundsätzlich sehe ich - im Positiven und im Negativen - nicht extrem viel Unterschied zwischen Merkel und Söder.

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rince
vor 10 Minuten schrieb mn1217:

Der Herr bewahre uns.

Ich finde gut, wie Frau Merkel reagiert, gerade auch, weil die Männer in den Nachbarländern den Kriegsherren rauslassen.

 

Die Reagiert? Die tut dich gar nix ausser Allgemeinplätze in die Kamera zu blubbern, darum müssen doch die MPs der Länder handeln...

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helmut
vor 2 Minuten schrieb rince:

Die Reagiert? Die tut dich gar nix ausser Allgemeinplätze in die Kamera zu blubbern, darum müssen doch die MPs der Länder handeln...

zum schluss landet es bei dir. deine ratschläge sind unverzichtbar.

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mn1217
vor 59 Minuten schrieb rince:

Die Reagiert? Die tut dich gar nix ausser Allgemeinplätze in die Kamera zu blubbern, darum müssen doch die MPs der Länder handeln...

Nein. Die muesseten ohnehin handeln, Föderalismus,you remember. Sie sollten es nur abgestimmt und einheitlich tun,das widerstrebt aber der Eitelkeit Herr Soeders.

" Geblubber" war ihre Rede ganz und gar nicht.

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Mistah Kurtz
vor 1 Stunde schrieb mn1217:

Der Herr bewahre uns.

Ich finde gut, wie Frau Merkel reagiert

Du meinst wohl eher wie sie nicht reagiert. Das ist ja meist ihr Standardrezept gegen alles Ungemach: nichts tun. Mit etwas Glück geht es von selber weg. 

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Mistah Kurtz
vor 30 Minuten schrieb mn1217:

Nein. Die muesseten ohnehin handeln, Föderalismus,you remember. Sie sollten es nur abgestimmt und einheitlich tun,das widerstrebt aber der Eitelkeit Herr Soeders.

" Geblubber" war ihre Rede ganz und gar nicht.

Ja, die Leier wird ja oft gespielt: Söder ist schuld, egal was er tut oder auch nicht getan hat. Er ist eitel, alle anderen Sind es natürlich nicht. 

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Werner001
3 hours ago, mn1217 said:

Nein. Die muesseten ohnehin handeln, Föderalismus,you remember. Sie sollten es nur abgestimmt und einheitlich tun,das widerstrebt aber der Eitelkeit Herr Soeders.

" Geblubber" war ihre Rede ganz und gar nicht.

Also entweder wir haben Föderalismus, dann ist es normal, dass nicht alle gleich handeln, oder wir wollen, dass alle gleich handeln, dann müssen wir den Zentralismus einführen

 

Werner

  • Thanks 1

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helmut
vor 2 Stunden schrieb Werner001:

Also entweder wir haben Föderalismus, dann ist es normal, dass nicht alle gleich handeln, oder wir wollen, dass alle gleich handeln, dann müssen wir den Zentralismus einführen

 

Werner

alles zu seiner zeit, alles im vernünftigen verhältnis, alles im richtigen maß

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helmut

meine bundeskanzlerin

 

denkt naturwissenschaftlich

fühlt evangelisch

handelt politisch

 

was ist das ergebnis?

ca.         1 sterbefall pro tag an corona

ca. 2800 sterbefälle pro tag insgesamt.

ca.      10 sterbefälle pro tag durch verkehrsunfälle(diese werden zeitweise sinken durch verkehrsberuhigung)

 

sie erfüllt ihren amtseid

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Marcellinus

Deine Bundeskanzlerin sitzt zuhause auf dem Sofa. Die Arbeit machen die anderen, und unser Gesundheitssystem ist das Produkt von Jahrzehnten. Wenn sie daran überhaupt einen Anteil hat, dann daß mittlerweile viele unserer Medikamente in Asien hergestellt, oder eben auch nicht hergestellt werden. Das hat sie mit zu verantworten.

 

Ansonsten beschränkt sie sich wie immer aufs (aus-)sitzen, sprich: darauf, das zu verkünden, was die Mehrheit eh für unvermeidlich hält (mit einer tragischen Ausnahme). Deine Begeisterung für unsere „First Lady“ ist eindeutig Obrigkeitshörigkeit, die dieses Land zum letzten Mal bei Adenauer erlebt hat - OK, in der DDR war es Staatsdoktrin. Manche kommen offenbar nie darüber hinweg.

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helmut
vor 7 Minuten schrieb Marcellinus:

Deine Bundeskanzlerin sitzt zuhause auf dem Sofa. Die Arbeit machen die anderen, ...

fakten gegen märchen.

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helmut
vor 2 Stunden schrieb Flo77:

Es gibt ja die Hoffnung, daß Corona die AfD in die Bedeutungslosigkeit schießen würde - anscheinend tut man in Brüssel alles, um das zu verhindern:

 

https://www.welt.de/finanzen/article206801249/EU-Rettungsschirm-Deutschland-gegen-gemeinsame-Schulden.html

was tätest du?

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Flo77
vor 4 Stunden schrieb helmut:

was tätest du?

An wessen Stelle?

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