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Mistah Kurtz

Sag beim Abschied leise Servus ...

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Tannenberg

Trotz Kirchenaustritten schwimmt die Kirche in Deutschland im Geld. Neuer Rekord bei den Kirchensteuereinnahmen.

Immerhin, solange der Rubel läuft dürften die meisten deutschen Eminenzen und  Exzellenzen ganz zufrieden sein.

 

http://www.kath.net/news/68792

 

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Alfons
vor 2 Stunden schrieb Tannenberg:

Trotz Kirchenaustritten schwimmt die Kirche in Deutschland im Geld. Neuer Rekord bei den Kirchensteuereinnahmen.

Immerhin, solange der Rubel läuft dürften die meisten deutschen Eminenzen und  Exzellenzen ganz zufrieden sein.

 

http://www.kath.net/news/68792

 

 

Die Information des verlinkten Artikels lautet: Die Einnahmen der Katholischen Kirche in Deuschland durch die Kirchensteuer stieg im vorigen Jahr von 6,4 auf gut 6,6 Milliarden Euro.

Alles andere, was dort noch steht, ist Stimmungsmache. "Kirche schwimmt im Geld", "Katholiken mussten mehr als 6,643 Milliarden abliefern" - bah, was für ein schlechter Journalismus.

 

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Chrysologus
vor 6 Minuten schrieb Alfons:

 

Die Information des verlinkten Artikels lautet: Die Einnahmen der Katholischen Kirche in Deutschland durch die Kirchensteuer stieg im vorigen Jahr von 6,4 auf gut 6,6 Milliarden Euro.

Alles andere, was dort noch steht, ist Stimmungsmache. "Kirche schwimmt im Geld", "Katholiken mussten mehr als 6,643 Milliarden abliefern" - bah, was für ein schlechter Journalismus.

 

Was erwartest du von einem Portal, dass die Kirche bekämpft?

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rorro

Naja, es bekämpft nicht die Kirche, sondern Entwicklungen und Positionen innerhalb derselben (so wie bspw. WiSiKi oder andere, auch kirchliche Persönlichkeiten). Das machen die Leute vom Portal nicht immer gut, zugegeben. Aber erlaubt ist es, wie andren auch.

Edited by rorro

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Werner001
On 7/21/2019 at 7:47 PM, Mistah Kurtz said:

Wie schaut das eigentlich bei den Orthodoxen aus? Ich weiß, dass rd. 77 Prozent der orthodoxen Christen in Europa leben. Aber sind auch die von massenhaften Austritten in ihren Kernländern betroffen? Ich habe auf Domradio.de einen Artikel von Ende 2017 gefunden. Darin steht, dass sich heute [also 2017] 71% der russischen Bevölkerung als orthodoxe Christen bezeichnen, während es 1991 nur 37% waren. Ähnlich soll es auch in Bulgarien und der Ukraine sein. Das scheint darauf hinzudeuten, dass das Phänomen der "Entchristianisierung" mit der west- und mitteleuropäischen Kulturentwicklung zu tun hat und nicht per se mit der Kirche selbst zu tun hat. Denn Skandale sind den orthodoxen Kirchen auch nicht fremd.

Die Ostkirchen sind schon immer national organisiert, daher gehört dort die Zugehörigkeit zur jeweiligen Kirche zur nationalen Identität (ich weiß, "national" ist ein moderner Begriff, aber "völkisch", was eigentlich zutreffender wäre, kann man nicht verwenden, wegen des Bedeutungswandels). Deshalb gibt es auch in jeder größeren Stadt in D nicht eine oder mehrere "orthodoxe" Kirchen, sondern eine griechisch-orthodoxe, eine russisch-orthodoxe, eine serbisch-orthodoxe usw.

Im Westen war das lange ähnlich. Die fränkische Kirche unterschied sich von der italienischen, beide von der englischen und der irischen usw.

Im Laufe des Macht-Zusammenraffens der römischen Päpste wurde die Westkirche Schritt um Schritt immer italienischer, und die Reformation ist meiner Ansicht nicht nicht so sehr aus theologischen Gründen erfolgreich gewesen, sondern wegen der zunehmenden Entfremdung zwischen der "italienischen" römischen Kirche und den (vor allem und nicht zufällig) Nordeuropäern. 

Dass sich im Bereich der Ostkirchen also so große Bevölkerungsanteile als christlich im Sinne ihrer nationalen Kirche bezeichnen, bedeutet nicht unbedingt, dass sie auch frömmer oder Gläubiger sind. Es gehört vielfach einfach zur einen kulturellen Identität dazu.

 

Werner

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rorro

Die Römisierung der lateinischen Kirche hat besonders mit den Bettelorden zu tun, aber das ist eine eigene Geschichte. Die Ostkirchen kennen ebensowenig wie die meisten katholischen Gliedkirchen die Möglichkeit des Austrittes. Und daß sich jemand als orthodox empfindet, ist so sehr kulturell konnotiert wie es bspw. bei vielen Juden der Fall ist. Jüdischsein bedeutet nicht automatisch gläubig sein, orthodox ebensowenig. Und katholisch für manche ja auch nicht.

Es wäre auch ein Fehler zu meinen, das Vorhandensein von Ikonen im Haushalt sei ein Zeichen von eigener Frömmigkeit. Auch das ist kulturelles Erbe (meistens).

 

Edited by rorro

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Chrysologus
vor 23 Minuten schrieb rorro:

Die Römisierung der lateinischen Kirche hat besonders mit den Bettelorden zu tun, aber das ist eine eigene Geschichte. Die Ostkirchen kennen ebensowenig wie die meisten katholischen Gliedkirchen die Möglichkeit des Austrittes. Und daß sich jemand als orthodox empfindet, ist so sehr kulturell konnotiert wie es bspw. bei vielen Juden der Fall ist. Jüdischsein bedeutet nicht automatisch gläubig sein, orthodox ebensowenig. Und katholisch für manche ja auch nicht.

Es wäre auch ein Fehler zu meinen, das Vorhandensein von Ikonen im Haushalt sei ein Zeichen von eigener Frömmigkeit. Auch das ist kulturelles Erbe (meistens).

 

Aus welcher katholischen Gliedkirche kann man denn austreten und wenn ja wie macht man das?

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Flo77

Ein Akt der Häresie, Apostasie oder Insubordination sollte einen eigentlich aus allen katholischen Kirchen rausschmeißen.

 

Und wenn nicht de jure dann zumindest de facto.

Edited by Flo77

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Lothar1962
vor 8 Stunden schrieb Chrysologus:

Aus welcher katholischen Gliedkirche kann man denn austreten und wenn ja wie macht man das? 

 

Dem Grunde nach geht das immer, wenn man beispielsweise in eine evangelische Kirche eintritt.

Und das müsste eigentlich auch bei der Orthodoxie und bei den Altorientalen funktionieren.

 

 

Edited by Lothar1962
Ergänzung

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Werner001

Wenn jemand aus dem Kirchensteuerverein austritt, wird er gewöhnlich sagen "ich bin konfessionslos". Selten wird er weiter sagen "ich bin katholisch, aber aus dem Kirchensteuerverein ausgetreten".

Wenn es keinen Kirchensteuerverein gibt, aus dem man austreten kann, und wenn die Orthodoxie irgendwie zur Kultur gehört, sagt man dann halt auch ohne Glauben "ich bin orthodox". Nur einer, der sich ganz explizit gegen den Glauben ausspricht wird sagen " ich bin konfessionslos", aber das wird ebenso selten sein wie bei uns die Ausgetretenen, die weiter sagen, sie seien katholisch.

 

Werner

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Werner001
1 hour ago, Lothar1962 said:

 

Dem Grunde nach geht das immer, wenn man beispielsweise in eine evangelische Kirche eintritt.

Und das müsste eigentlich auch bei der Orthodoxie und bei den Altorientalen funktionieren.

 

 

funktionieren ja, aber nur äußerst selten vorkommen. Wenn eine bestimmte Konfession zur kulturellen Identität gehört, wechselt man die normalerweise nicht.

Bei uns hat die Konfession nichts mit kultureller Identität zu tun, da ist wechseln einfach.

 

Werner

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Lothar1962
vor einer Stunde schrieb Werner001:

funktionieren ja, aber nur äußerst selten vorkommen. Wenn eine bestimmte Konfession zur kulturellen Identität gehört, wechselt man die normalerweise nicht. 

 

Es kommt öfters vor, als es allgemein vermutet wird. Evangelikale Freikirchen haben auch in christlich-orthodoxen Ländern einen gewissen Zustrom - wobei das deutlich mehr waren in der Zeit des Untergangs der Sowjetunion. Damals sind die US-dominierten Freikirchen mit vielen Dollars geradezu eingefallen - mit teilweise seltsamer Theologie ("den Seinen schenkt Gott den finanziellen Reichtum") unter dem Deckmäntelchen der "Ökumene". Gibt es auch heute noch, ist aber doch seltener.

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Werner001
1 hour ago, Lothar1962 said:

 

Es kommt öfters vor, als es allgemein vermutet wird. Evangelikale Freikirchen haben auch in christlich-orthodoxen Ländern einen gewissen Zustrom - wobei das deutlich mehr waren in der Zeit des Untergangs der Sowjetunion. Damals sind die US-dominierten Freikirchen mit vielen Dollars geradezu eingefallen - mit teilweise seltsamer Theologie ("den Seinen schenkt Gott den finanziellen Reichtum") unter dem Deckmäntelchen der "Ökumene". Gibt es auch heute noch, ist aber doch seltener.

Die Sowjetunion bestand aber nicht nur aus Russen, und für Nichtrussen gehört logischerweise die russische Orthodoxie nicht zur eigenen Kultur (sie Ukraine).

Zweitens haben es die Bolschewiken ja recht gründlich geschafft, den Zusammenhang zwischen russischer Kultur und russischer Orthodoxie aufzulösen. Der ist nach dem Untergang der SU erst langsam wieder entstanden, aber eben nicht so gründlich wie das bei einer Kontinuität der Fall gewesen wäre.

 

Werner

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