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Evangelikaler Katholizismus ???


Spadafora
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http://www.kath.net/news/68575
Wenn man das so liest fragt man sich zunächst mal sind die Leute so verzweifelt
Das kann doch keine Lösung sein den damit werden doch Irrtümern Tür und Tor geöffnet
nicht anders als bei progressiven  Kreisen
( aus der Sicht des Autors gesehen) 
ich stell das mal so zur Debatte 

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gouvernante

Och süß, schon wieder ein Plädoyer für einen "heiligen Rest". Ich warte auf den Moment, wo sich die "heiligen Reste" unterschiedlicher ästhetischer Provenienz in die Haare bekommen.

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Marcellinus
vor 8 Minuten schrieb gouvernante:

Ich warte auf den Moment, wo sich die "heiligen Reste" unterschiedlicher ästhetischer Provenienz in die Haare bekommen.

 

... und alles im Namen „der einen Wahrheit“! :D

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Ich finde es naheliegend. Das evangelikale Christentum ist derzeit deutlich erfolgreicher als die traditionell-hochkirchlichen Richtungen, insbesondere aufgrund der gutorganisierten US-Freikirchen. Es steht zu befürchten, dass die Kirche sich in diese Richtung verändern wird.

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Mistah Kurtz

Grund zu fürchten oder Anlass zu Spott sehe ich darin nicht. Es hat noch jede Zeit ihre eigenen Formen von "Katholisch" ausgebildet, Formen, die uns heute zum Teil unglaublich fremd sind. Wer das nicht glaubt, soll sich mal eine Weile in Heinrich Seuses "Vita" vertiefen oder in die "Nachfolge Christi" von Thomas von Kempten, vielleicht noch gefolgt von einem Abstecher in die  "Apophthegmata Patrum". Heute gibt es eben gleichfalls unterschiedlicher Ausdrucksformen von "katholisch", Taizé und alles, was damit zusammenhängt, ist da nur ein prominentes Beispiel unter mehreren, wie beispielsweise die Fokolar Bewegung oder die Charismatische Erneuerung. Früher gingen die besonders Eifrigen ins Kloster, wurden Kartäuser, Zisterzienzer usf., heute gehen sie zu einer dieser Bewegungen. 

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Mistah Kurtz
vor 6 Stunden schrieb gouvernante:

Och süß, schon wieder ein Plädoyer für einen "heiligen Rest". Ich warte auf den Moment, wo sich die "heiligen Reste" unterschiedlicher ästhetischer Provenienz in die Haare bekommen.

 

Ich verstehe diesen Spott nicht. Das ist im Kern auch nichts anderes als die "Movimenti" früherer Zeiten bis zurück in die frühe Zeit des Christentums. Und genau betrachtet ist auch Deine Interpretation von "katholisch" nur eine der vielen möglichen Ausdrucksformen. 

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Ich sehe es anders. Der Katholizismus war bisher unverwechselbar und grenzte sich deutlich gegenüber den protestantischen Freikirchen ab. Taizé und die neuen geistlichen Gemeinschaften sind für mich nicht typisch katholisch.

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Mistah Kurtz
vor 2 Minuten schrieb Merkur:

Ich sehe es anders. Der Katholizismus war bisher unverwechselbar und grenzte sich deutlich gegenüber den protestantischen Freikirchen ab. Taizé und die neuen geistlichen Gemeinschaften sind für mich nicht typisch katholisch.

 

Ach, das ist nur Dein zeitgebundener Geschmack. Seuses Katholizismus wäre für Dich auch nicht "typisch katholisch". "Typisch katholisch" ist ein Kind der Zeit. 

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vor 23 Minuten schrieb Mistah Kurtz:

 

...Seuses Katholizismus wäre für Dich auch nicht "typisch katholisch". ..

Das ist richtig. Das war er auch zu seiner Zeit nicht. Die Mystiker waren eigentlich immer Exoten. Die katholische Mystik ist außerdem ein echter Gegenpol zum Evangelikalismus. Wie sollte man das in einer Kirche miteinander vereinen?

 

Edited by Merkur
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Mistah Kurtz
vor 8 Minuten schrieb Merkur:

Das ist richtig. Das war er auch zu seiner Zeit nicht. Die Mystiker waren eigentlich immer Exoten.

 

 

Klar. Nur ist auch die damalige "Volksfrömmigkeit" und deren Ausdrucksformen so weit von uns entfernt, da ist im Vergleich die Entfernung zwischen dem heutigen "Mainstream"-Katholizismus und Bewegungen wie in dem verlinkten Artikel oben beschrieben auf gut bayerisch ein "Lercherlschas". 

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Gerade eben schrieb Mistah Kurtz:

 

Klar. Nur ist auch die damalige "Volksfrömmigkeit" und deren Ausdrucksformen so weit von uns entfernt, da ist im Vergleich die Entfernung zwischen dem heutigen "Mainstream"-Katholizismus und Bewegungen wie in dem verlinkten Artikel oben beschrieben auf gut bayerisch ein "Lercherlschas". 

Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich kann mit der Volksfrömmigkeit - jedenfalls mit der, die ich kennengelernt habe - mehr anfangen als z.B. mit dem, was US-amerikanische Fernsehprediger erzählen.

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Mistah Kurtz
vor 1 Stunde schrieb Merkur:

Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich kann mit der Volksfrömmigkeit - jedenfalls mit der, die ich kennengelernt habe - mehr anfangen als z.B. mit dem, was US-amerikanische Fernsehprediger erzählen.

Fahr mal in der "Semana Santa", der Osterwoche, nach Spanien. Und dann erzähl mir, dass das nicht eine Form von "katholisch" ist, die unsereinem schon sehr fremd erscheint. 

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gouvernante
vor 2 Stunden schrieb Mistah Kurtz:

 

Ich verstehe diesen Spott nicht. Das ist im Kern auch nichts anderes als die "Movimenti" früherer Zeiten bis zurück in die frühe Zeit des Christentums. Und genau betrachtet ist auch Deine Interpretation von "katholisch" nur eine der vielen möglichen Ausdrucksformen. 

Der Spott ist leider bittere Realitätsbeobachtung: dass es nämlich heute - im Gegensatz zu weiten Strecken der Kirchengeschichte - für viele "bekenntnishafte" Ausdrucksformen des Katholischen nicht mehr möglich ist, andere gleichberechtigt neben sich stehen zu lassen.

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Das war schon immer so. Der Mendikantenstreit, der Widerstand gegen die Jesuiten - es war nie anders. Katholische Weite gilt es in alle Richtungen zu bewahren. Einfordern können wir sie nicht. Ein Bischof schon, der von Rom erst recht.

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vor 2 Stunden schrieb Mistah Kurtz:

Fahr mal in der "Semana Santa", der Osterwoche, nach Spanien. Und dann erzähl mir, dass das nicht eine Form von "katholisch" ist, die unsereinem schon sehr fremd erscheint. 

Erscheint dir das fremd? Mir überhaupt nicht. Mir gefällt auch das Botafumeiro in Santiago und die Echternacher Springprozession. Ein ganz besonders erhaltenswertes Erbe ist m.E. auch die Wallfahrtstradition, z.B. in Kevelaer. Ich vermute, Evangelikale können mit alledem nichts anfangen.

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Chrysologus
vor 1 Stunde schrieb Merkur:

Erscheint dir das fremd? Mir überhaupt nicht. Mir gefällt auch das Botafumeiro in Santiago und die Echternacher Springprozession. Ein ganz besonders erhaltenswertes Erbe ist m.E. auch die Wallfahrtstradition, z.B. in Kevelaer. Ich vermute, Evangelikale können mit alledem nichts anfangen.

Vermutlich nicht, denn es fehlt das Erweckungserlebnis. Zumindest von den Wallfahrern, die ich kenne, weiß keiner von einem solchen zu berichten. Man ist katholisch, man geht nach Kevelaer (oder nach Trier, das sind die Wallfahrten, die ich kenne), aber man hat sich nie bekehrt.

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Wohin sollte man als Katholik auch umkehren?

 

Wer zwei halbe Drehungen nach rechts macht, läuft danach immer noch geradeaus.

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Chrysologus
vor 2 Minuten schrieb Flo77:

Wohin sollte man als Katholik auch umkehren?

 

Wer zwei halbe Drehungen nach rechts macht, läuft danach immer noch geradeaus.

Evangelikal lebt schon von dem Erweckungserlebnis, der Begegnung mit Christus. die das Leben umkrempelt - viele Katholiken haben so etwas nicht, und die, die so etwas erlebt haben, würden es nicht so  nennen.

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vor 9 Stunden schrieb Chrysologus:

Evangelikal lebt schon von dem Erweckungserlebnis, der Begegnung mit Christus. die das Leben umkrempelt - viele Katholiken haben so etwas nicht, und die, die so etwas erlebt haben, würden es nicht so  nennen.

 

Woher weißt du das? Wie würden Sie es denn nennen?

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Chrysologus
vor 31 Minuten schrieb rorro:

 

Woher weißt du das? Wie würden Sie es denn nennen?

Es gibt Dinge, über die zu sprechen mir die Worte fehlen, ich bin Theologe und Jurist, aber kein Poet. Dem Ewigen zu begegnen ist eine sehr intime, ekstatische Erfahrung, sie in Worte zu fassen profaniert sie. Ich kann das so wenig ausdrücken wie ich beschreiben könnte. wie es ist, mit meiner Frau zu schlafen.

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vor 17 Stunden schrieb Mistah Kurtz:

Grund zu fürchten oder Anlass zu Spott sehe ich darin nicht. Es hat noch jede Zeit ihre eigenen Formen von "Katholisch" ausgebildet, Formen, die uns heute zum Teil unglaublich fremd sind. Wer das nicht glaubt, soll sich mal eine Weile in Heinrich Seuses "Vita" vertiefen oder in die "Nachfolge Christi" von Thomas von Kempten, vielleicht noch gefolgt von einem Abstecher in die  "Apophthegmata Patrum". Heute gibt es eben gleichfalls unterschiedlicher Ausdrucksformen von "katholisch", Taizé und alles, was damit zusammenhängt, ist da nur ein prominentes Beispiel unter mehreren, wie beispielsweise die Fokolar Bewegung oder die Charismatische Erneuerung. Früher gingen die besonders Eifrigen ins Kloster, wurden Kartäuser, Zisterzienzer usf., heute gehen sie zu einer dieser Bewegungen. 

das Problem das ich sehe die kirche übernimmt hier praktiken verurteilter Irrlehren mit der  "persönliche Beziehung zu Jesus" wird sich auf die Dauer die Lehre des Weihe Priesters und z.b. das Beichtsakrament nicht halten lassen  wenn man darauf besteht gehen die Leute die diese Formen mögen gleich zu den Evangelikalen 
 

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vor 17 Stunden schrieb Mistah Kurtz:

 

Ich verstehe diesen Spott nicht. Das ist im Kern auch nichts anderes als die "Movimenti" früherer Zeiten bis zurück in die frühe Zeit des Christentums. Und genau betrachtet ist auch Deine Interpretation von "katholisch" nur eine der vielen möglichen Ausdrucksformen. 

falsch hier geht es um etwas anderes  es werden Praktiken und damit zwangsläufig auch Lehren von verurteilten Irrlehrern übernommen

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vor 14 Stunden schrieb gouvernante:

Der Spott ist leider bittere Realitätsbeobachtung: dass es nämlich heute - im Gegensatz zu weiten Strecken der Kirchengeschichte - für viele "bekenntnishafte" Ausdrucksformen des Katholischen nicht mehr möglich ist, andere gleichberechtigt neben sich stehen zu lassen.

Was ich seit Jahren sage außer Theoretischen Gemeinsamkeiten am Papier gibt es in der Praxis nicht mehr viel und das ist die wirkliche Schwäche des Katholizismus

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Marcellinus
vor 8 Minuten schrieb Spadafora:

Was ich seit Jahren sage außer Theoretischen Gemeinsamkeiten am Papier gibt es in der Praxis nicht mehr viel und das ist die wirkliche Schwäche des Katholizismus

 

Das ist eine altes Übel der Christentümer. Sie hatten schon immer Probleme, die abweichenden Glaubensüberzeugungen anderer zu tolerieren, selbst wenn diese der gleichen Konfession angehören. 

 

Mit der schwindenden Kraft der Inquisition steigt die Viefalt, nur daß das nicht als Vorteil empfunden wird. Bei den Protestanten führt dies zum Spaltpilz, bei der eher monolithischen RKK zur inneren Sezession.

 

Edited by Marcellinus
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