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Synodaler Weg - schon versperrt?


Jan_Duever
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vor 3 Stunden schrieb Flo77:

Zu sagen was man denkt ist das eine - zu erwarten, daß die ganze Welt genauso denkt ist naiv.

Nur seh ich derzeit niemanden der das von mir gefettete tut. Den Bef√ľrwortern des Synodalen Wegs, sowohl bei der DBK als auch beim ZDK, werden die Grenzen des lokal in Deutschland machbaren kennen. Und nat√ľrlich k√∂nnen manche verbindliche Beschl√ľsse (z. B. zu Fragen des Z√∂libats) nur lauten: "Da schreiben die Bisch√∂fe einen Brief nach Rom".

Man kann nat√ľrlich das schon als deutsche Wichtigtuerei abtun - man aber auch zugeben das man keine Argumente hat.

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vor einer Stunde schrieb Frank:

Nur seh ich derzeit niemanden der das von mir gefettete tut. Den Bef√ľrwortern des Synodalen Wegs, sowohl bei der DBK als auch beim ZDK, werden die Grenzen des lokal in Deutschland machbaren kennen. Und nat√ľrlich k√∂nnen manche verbindliche Beschl√ľsse (z. B. zu Fragen des Z√∂libats) nur lauten: "Da schreiben die Bisch√∂fe einen Brief nach Rom".

Man kann nat√ľrlich das schon als deutsche Wichtigtuerei abtun - man aber auch zugeben das man keine Argumente hat. ÔĽŅ

Nicht? Ich hab in letzter Zeit immer wieder geh√∂rt und gelesen, das Z√∂libat m√ľsse Abgeschafft und Frauen zur Priesterweihe zugelassen werden. Oder habe ich mir das nur eingebildet? Und genau das w√§ren doch √Ąnderungen, die nicht nur die Kirche in Deutschland betreffen, sondern die Weltkirche. Und daf√ľr gibt es meines Wissens innerhalb der Kirche keine Mehrheit. Muss es aber auch gar nicht, da es sich, wie im Schreiben doch nochmal unterstrichen wurde, bei der rkK nicht um eine demokratische Organisation handelt.¬†

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vor 2 Stunden schrieb Frank:

Nur seh ich derzeit niemanden der das von mir gefettete tut. Den Bef√ľrwortern des Synodalen Wegs, sowohl bei der DBK als auch beim ZDK, werden die Grenzen des lokal in Deutschland machbaren kennen. Und nat√ľrlich k√∂nnen manche verbindliche Beschl√ľsse (z. B. zu Fragen des Z√∂libats) nur lauten: "Da schreiben die Bisch√∂fe einen Brief nach Rom".

Man kann nat√ľrlich das schon als deutsche Wichtigtuerei abtun - man aber auch zugeben das man keine Argumente hat.

 

Die Satzung der Synode ging davon aus, dass "verbindliche" Entscheidungen getroffen werden können. Genau diesen Zahn hat Rom einigen Bischöfen und Laien gezogen.

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Die Antwort aus Deutschland: klick

 

vor einer Stunde schrieb rorro:

Die Satzung der Synode ging davon aus, dass "verbindliche" Entscheidungen getroffen werden können. Genau diesen Zahn hat Rom einigen Bischöfen und Laien gezogen.

Wo kann man die Satzung nachlesen?

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vor 4 Minuten schrieb rorro:

Sie ist leider nicht veröffentlicht worden, der Rom zugegangene Entwurf wurde allerdings kritisiert.

Also ging mutma√ülich (den Brief aus Rom kann man leider auch nicht nachlesen)¬†nach r√∂mischer Lesart ein Entwurf der Satzung von der M√∂glichkeit verbindlicher Entscheidungen aus, ohne dass wir nun w√ľssten, wor√ľber entschieden werden k√∂nnte. Die Tagesordnung, die Pausenzeiten, die Gravitationskonstante, die Frage der Miterl√∂serschaft Mariens oder der Jungfr√§ulichkeit Petri - der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

 

Obwohl Rom doch eigentlich egal sein könnte, was eine Versammlung einer höchst irrelevanten Ortskirche zu entscheiden meint.

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vor 13 Minuten schrieb Chrysologus:

Obwohl Rom doch eigentlich egal sein könnte, was eine Versammlung einer höchst irrelevanten Ortskirche zu entscheiden meint.

 

Meine persönliche These: Die Ultras haben echte Panik, dass die Amazonassynode den Weg zu viri probati öffnet und die deutsche Kirche dann auf den Zug aufspringt.

Das d√ľrfte so manchem Konservativen schlaflose N√§chte machen. Also macht man in Rom Druck ...¬† und findet offene Ohren bei den richtigen Leuten, die dann sofort einen Brief schicken.

 

Laura

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vor 3 Stunden schrieb Chrysologus:

den Brief aus Rom kann man leider auch nicht nachlesen [...]


Doch, sofern wir vom gleichen Brief reden. Ich hatte ihn beim Er√∂ffnen dieses Threads verlinkt. Es sind zwei Texte - zuerst der h√∂fliche Brief von Kardinal Ouellet an Kardinal Marx, darunter die rabiate Stellungnahme des P√§pstlichen Rates f√ľr die Gesetzestexte.


Daraus geht hervor, dass Ouellet dem P√§pstlichen Rat ein "provisorisches Statut" des "so genannten synodalen Wegs" zur Pr√ľfung zugeleitet hat. Wer dieses provisorische Statut dem Kardinal zugeleitet hat, ist aus dem Text nicht ersichtlich. Die Deutsche Bischofskonferenz hat allerdings schon darauf hingewiesen, dass der Text bereits bei der Pr√ľfung nicht mehr aktuell war.¬†

 

Nachtrag: Den Satz "Wer dieses provisorische Statut dem Kardinal zugeleitet hat, ist aus dem Text nicht ersichtlich" muss ich korrigieren. Die Apostolische Nuntiatur war es, schreibt Kardinal Ouellet.

 

Edited by Alfons
Korrektur
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Die zweitätige Tagung in Fulda zur Vorbereitung des synodalen Wegs ist gerade zuende gegangen. Laut einer Pressemitteilung mit "einem klaren Appell, den eingeschlagenen Synodalen Weg mutig und engagiert im Geist des Evangeliums fortzusetzen". 

 

Nachtrag: Die gestern und heute erstellten Arbeitspapiere zu den vier Themenkomplexen "Macht und Gewaltenteilung in der Kirche", "Sexualmoral", "Priesterliche Lebensform" und "Frauen in Diensten und √Ąmtern der Kirche" stehen ebenfalls schon im Internet, sowohl auf der Website des ZDK als auch bei der Deutschen Bischofskonferenz. Spannend zu lesen.

 

 

Edited by Alfons
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Am 13.9.2019 um 18:59 schrieb Marcellinus:

 

Die Erfahrung zeigt, daß das nicht so ist. Wer, oft nach vielen Jahrzehnten Mitgliedschaft, aus einem Verein austritt, ist in der Regel so frustriert, daß er sich keinem neuen Verein anschließt. 

 

Dann war die Bindung aber bereits vorab nicht besonders ausgeprägt; zumindest nicht die Bindung an die Liturgie und die Eucharistie, die ja den Kern des gemeindlichen Lebens bilden.

Ich kenne selbst kenne einige alt-katholische Gemeinden und habe nicht den Eindruck, dass die wachsen w√ľrden, ganz im Gegenteil: Auch die schrumpfen, wobei das bei solchen kleinen Gemeinden noch viel st√§rker auff√§llt.
Worauf ich hinaus möchte: Strukturelle Reformen sind wichtig, nur sollte man nicht zu viel von ihnen erwarten.
Ich glaube, das Grundproblem nicht nur der katholischen Kirche, sondern aller christlichen Kirchen liegt darin, dass der Transzendenzbezug des Menschen in der heutigen hochtechnologisierten Welt abhanden gekommen ist.
Der moderne Mensch erf√§hrt sich als Teil einer Welt, die ganz ohne ein g√∂ttliches Eingreifen auskommt. Ob dies tats√§chlich der Fall ist, sei mal dahin getellt; gleichwohl entspricht es dem heutigen Lebensgef√ľhl. Dann kommt auch noch die Entwicklung der k√ľnstlichen Intelligenz hinzu.
Gott r√ľckt damit im Empfinden der Menschen in eine immer weitere Ferne. Darin liegt m.E. die Hauptursache f√ľr den Bedeutungsverlust des christlichen Glaubens.
Diesen Prozess durch ein gr√∂√üeres Mitspracherecht von Laien aufhalten oder gar umkehren zu wollen, halte ich f√ľr utopisch. Damit sage ich aber nicht, dass Reformen nicht durchaus ihre Berechtigung haben.

Edited by Jan_Duever
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vor 5 Stunden schrieb Chrysologus:

Obwohl Rom doch eigentlich egal sein könnte, was eine Versammlung einer höchst irrelevanten Ortskirche zu entscheiden meint.

 

Die Einheit der Kirche ist nie irrelevant. Eingegriffen wird nicht, weil es Deutsche sind, die diese bedrohen, sondern weil sie bedroht ist.

 

Interessanterweise haben zwei Bischöfe (Woelki und Voderholzer) offenbar eine - veröffentlichte - alternative Satzung vorgebracht, die mit großer Mehrheit von den anderen Bischöfen abgelehnt wurde. Ich kann nur mutmaßen warum (die bislang mehrheitlich vorgeschlagene wurde ja leider nicht veröffentlicht).

Meine Vermutungen gehen dahin, da√ü es abgelehnt wurde, weil es kein Unterforum geben sollte zum Thema Z√∂libat und da√ü letztlich die Bisch√∂fe das letzte Wort haben bzw. jeder Bischof f√ľr sein Bistum. Die Bisch√∂fe wu√üten, da√ü damit der Prozess schon zuende w√§re.

 

Doch faktisch wird es so laufen wie von den beiden vorgeschlagen. So ist es in der Kirche nun einmal. Da kann Kardinal Marx so oft wie erm√∂chte das Filialsein ablehnen - wenn es um wichtige √Ąnderungen in der Ritusfamilie r√∂misch-katholisch geht, seien sie noch so lokal, entscheidet ein Ortsbischof substantiell nullkommanix.

Edited by rorro
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vor 13 Stunden schrieb Long John Silver:

 

Ich denke einfach, dass es diese Blasen gibt (wie ueberall) und man leicht in die Versuchung geraet, irgendwann zu vergesssen, dass die Welt ausserhalb nicht nur teilweise anders tickt, sondern auch die Problematik anders sieht (oder gar nicht hat, weil es ihr nicht wichtig ist). Und dass es eine Art von Realitaetsverkennung ist, anzunehmen, es sei nicht so. 

 

Man kommt immer, egal, in welche Richtung, in die Versuch√ļng, im eigenen Saft zu schmoren. Und auf bestimmte Weise geht es auch um Machtkaempfe und innerkirchliche Politik¬†

 

Und da habe ich die Frage, was das ganze fuer die Verkuendigung bedeuten soll (und nein, das ist kein Ablenkungsmanoever).

 


Es ist doch nicht die Frage, ob man in einer Blase lebt oder ob die eigenen Themen f√ľr die ganze Welt von Bedeutung sind. Abgesehen davon, dass ich glaube, dass die Themen, um die es in diesem Prozess gehen soll, sehr wohl f√ľr die ganze Kirche von Bedeutung sind, w√§re es - auch wenn es nur ein ganz lokales Thema w√§re - richtig, zu tun, was man als notwendig und richtig erkannt hat. Missst√§nde verstehen und ver√§ndern zu wollen, hat m.E. ungemein viel mit glaubhafter Verk√ľndigung zu tun.

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Das ist ja auch m√∂glich. Man trennt sich von Rom und gr√ľndet seine eigene Kirche mit eigenen Schwerpunkten, die man f√ľr richtig erachtet. Deutsch-katholisch eben. Kann man machen.

Edited by rorro
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Long John Silver
vor 6 Stunden schrieb Ennasus:


Es ist doch nicht die Frage, ob man in einer Blase lebt oder ob die eigenen Themen f√ľr die ganze Welt von Bedeutung sind. Abgesehen davon, dass ich glaube, dass die Themen, um die es in diesem Prozess gehen soll, sehr wohl f√ľr die ganze Kirche von Bedeutung sind, w√§re es - auch wenn es nur ein ganz lokales Thema w√§re - richtig, zu tun, was man als notwendig und richtig erkannt hat. Missst√§nde verstehen und ver√§ndern zu wollen, hat m.E. ungemein viel mit glaubhafter Verk√ľndigung zu tun.

 

Ich befuerchte, Machtkaempfe und Politisierung sind stets ungute Voraussetzungen fuer Veraenderungen, weil dabei immer ein Teil auf der  Strecke bleibt.

 

 

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vor 8 Stunden schrieb Ennasus:

Abgesehen davon, dass ich glaube, dass die Themen, um die es in diesem Prozess gehen soll, sehr wohl f√ľr die ganze Kirche von Bedeutung sind,

Wie √ľblich sind nur die anderen zu dumm/stur/uneinsichtig , um das zu erkennen oder zuzugeben? ;)¬†

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vor 1 Stunde schrieb Long John Silver:

 

Ich befuerchte, Machtkaempfe und Politisierung sind stets ungute Voraussetzungen fuer Veraenderungen, weil dabei immer ein Teil auf der  Strecke bleibt.

 

 


Machtkämpfe entstehen leider unweigerlich, sobald jemand damit anfängt, Missstände beseitigen zu wollen.
Es gibt immer Gruppierungen, die lieber alles beim Alten belassen wollen und anfangen, das Neue zu bekämpfen. Auch wenn man absolut kein Interesse an solchen Auseinandersetzungen hat - allein, dass man sich in seinem Anliegen treu bleibt, bewirkt, dass man sich in so einer Situation positionieren muss.
Außerdem - wie soll es Bewegung und Entwicklung geben, wenn man sich immer an denen orientiert, die nichts verändern wollen? Und, selbst wenn man das täte, dann blieben halt die Veränderer auf der Strecke.
Fändest du resignieren besser?
Oder was s√§hst du f√ľr eine Alternative?

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Gerade eben schrieb rince:

Wie √ľblich sind nur die anderen zu dumm/stur/uneinsichtig , um das zu erkennen oder zuzugeben? ;)¬†


Siehst du nirgends auf der Welt Veränderungsbedarf?
Hast du nirgends das Bed√ľrfnis, dich f√ľr etwas, das dir wichtig ist, einzusetzen?
Wie siehst du dann die anderen?

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vor 57 Minuten schrieb Ennasus:

Siehst du nirgends auf der Welt Veränderungsbedarf?
Hast du nirgends das Bed√ľrfnis, dich f√ľr etwas, das dir wichtig ist, einzusetzenÔĽŅ?

Klar doch. Aber trotzdem wird es nie Schokomilch regnen, und man wird weiterhin von zu viel Schokolade zunehmen. 

 

Will sagen: ich nehme mich selbst nicht f√ľr so wichtig oder bedeutend, dass ich davon ausgehe, dass das, was ich m√∂chte, mag oder f√ľr richtig halte von anderen genau so gesehen wird.¬†

 

Und die rkK ist f√ľr mich ein Paradebeispiel eines vollkommen r√ľckst√§ndigen (ich sag nur 'Antimodernisteneid') und vom ganzen Grundkonzept¬†im Patriarchat verhafteten Chauvinistenvereins. Genau wie die Geliebte eines verheirateten Mannes hofft ihr entgegen aller Plausibilit√§t und Logik, dass sich die Kirche schon irgendwie √§ndern wird, wie ihr es euch ertr√§umt.

 

Ich w√ľrde euch am liebsten nehmen und sch√ľtteln und rufen: Wacht auf. Er wird seine Frau nicht f√ľr euch verlassen. Es wird keine Schokomilch regnen. Von zu viel Schokolade wird man dick. Die katholiche Kirche wird gewisse Grunds√§tze niemals aufgeben.

 

Aber dann denke ich mir, sind ja alles erwachsene Leute. Dann seuftze ich vor mich hin, weiss wieder, warum ich am liebsten allein mit mir bin und suche ein Buch. 

Edited by rince
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vor 11 Stunden schrieb rorro:
vor 16 Stunden schrieb Chrysologus:

Obwohl Rom doch eigentlich egal sein könnte, was eine Versammlung einer höchst irrelevanten Ortskirche zu entscheiden meint.

 

Die Einheit der Kirche ist nie irrelevant. Eingegriffen wird nicht, weil es DeutscheÔĽŅÔĽŅÔĽŅÔĽŅÔĽŅÔĽŅÔĽŅ ÔĽŅsind, die diese bedrohen, sonderÔĽŅn weil sie bedroht ist.

Die Einheit wird von einer Versammlung bedroht? Erstaunlich.

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vor 32 Minuten schrieb rince:

Klar doch. Aber trotzdem wird es nie Schokomilch regnen, und man wird weiterhin von zu viel Schokolade zunehmen. 

 

Will sagen: ich nehme mich selbst nicht f√ľr so wichtig oder bedeutend, dass ich davon ausgehe, dass das, was ich m√∂chte, mag oder f√ľr richtig halte von anderen genau so gesehen wird.¬†

 

Und die rkK ist f√ľr mich ein Paradebeispiel eines vollkommen r√ľckst√§ndigen (ich sag nur 'Antimodernisteneid') und vom ganzen Grundkonzept¬†im Patriarchat verhafteten Chauvinistenvereins. Genau wie die Geliebte eines verheirateten Mannes hofft ihr entgegen aller Plausibilit√§t und Logik, dass sich die Kirche schon irgendwie √§ndern wird, wie ihr es euch ertr√§umt.

 

Ich w√ľrde euch am liebsten nehmen und sch√ľtteln und rufen: Wacht auf. Er wird seine Frau nicht f√ľr euch verlassen. Es wird keine Schokomilch regnen. Von zu viel Schokolade wird man dick. Die katholiche Kirche wird gewisse Grunds√§tze niemals aufgeben.

 

Aber dann denke ich mir, sind ja alles erwachsene Leute. Dann seuftze ich vor mich hin, weiss wieder, warum ich am liebsten allein mit mir bin und suche ein Buch. 


Okay. In deiner ersten Reaktion auf mich hatte ich dich so verstanden, als sei es an sich schon kritikw√ľrdig und arrogant, wenn man sagt, dass es Ver√§nderungsbedarf gibt.
Es ist also schon so, dass du auch siehst, dass da vieles nicht gut l√§uft und dass z.B. zu viel Schokolade einer schlanken Figur nicht zutr√§glich ist. Und wenn du der w√§rst, der mit seinem Gewicht hadert, nehme ich an, dass du auch dar√ľber nachdenken w√ľrdest, ob du nicht vielleicht doch weniger Schokolade essen solltest.

Das sind also zwei Schritte: Zuerst die Fakten feststellen und benennen: "Von zu viel Schokolade nimmt man zu". Und der zweite Schritt: "Diese Erkenntnis k√∂nnte mich dabei unterst√ľtzen, mein √úbergewicht loszuwerden. Wie soll ich also vorgehen?" Und dann kommt etwas Drittes dazu: Sobald es nicht nur um mich allein geht, muss ich als Faktum auch dazu nehmen, wie die anderen das sehen. Und nat√ľrlich - angesichts der Tatsache, dass die anderen sich gar nicht zu dick finden (obwohl sie gleich √ľbergewichtig sind wie ich) und keinen Handlungsbedarf sehen, und keinesfalls einer selbstverordneten Di√§t zustimmen werden, kann ich resignieren und mit den Schultern zucken und mich abwenden. Dann mach ich halt das, was ich will, alleine. Und verschwende keine Energie mehr auf etwas, das sowieso keine Zukunt hat, und st√∂re auch niemanden. Alles ist gut.
Nur: Wenn bei den anderen Dicken Menschen sind, die mir wichtig und lieb sind, und wenn ich dazu noch sehe, dass diese Uneinsichtigkeit auch negative Auswirkungen auf eine ganze Reihe von anderen Menschen hat, dann denke ich, ist die Frage, ob ich resignieren und entscheiden soll, dass mich das alles nichts mehr angeht, schon noch einmal neu zu stellen.

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vor einer Stunde schrieb rince:

Und die rkK ist f√ľr mich ein Paradebeispiel eines vollkommen r√ľckst√§ndigen (ich sag nur 'Antimodernisteneid') und vom ganzen Grundkonzept¬†im Patriarchat verhafteten Chauvinistenvereins.

 

Der Antimodernisteneid ist nun gerade kein gutes Beispiel f√ľr die Unver√§nderbarkeit der Katholischen Kirche. Er wurde 1967 abgeschafft.

 

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vor 20 Stunden schrieb rorro:

 

Die Satzung der Synode ging davon aus, dass "verbindliche" Entscheidungen getroffen werden können. Genau diesen Zahn hat Rom einigen Bischöfen und Laien gezogen.

schaub wir mal was Em Marx mit dem Papst selber ausmacht¬† bei der Geschichte mit dem Kommunionempfang f√ľr nicht kath Ehepartner¬† hatte ja auch die Glaubenskongregation¬† den K√ľrzeren gezogen

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vor 19 Stunden schrieb Alfons:

Doch, sofern wir vom gleichen Brief reden. Ich hatte ihn beim Er√∂ffnen dieses Threads verlinkt. Es sind zwei Texte - zuerst der h√∂fliche Brief von Kardinal Ouellet an Kardinal Marx, darunter die rabiate Stellungnahme des P√§pstlichen Rates f√ľr die Gesetzestexte.

Im Prinzip steht kaum etwas neues drin in den Stellungnahmen - die Versammlung kann beraten, die Bisch√∂fe entscheiden. Allerdings scheint man in Rom den Gedanken, dass eine solche Versammlung Bitten an Papst und Weltkirche¬†richten k√∂nnte, f√ľr derma√üen erschreckend zu halten, dass man ihn sofort beiseite wischt.

 

Das ist schlicht katholischer Stand der Dinge, auch wenn dieser Stand kaum dazu geeignet ist, der Kirche eine Zukunft zu geben.

 

Ich frage mich nun allerdings, ob ich noch berechtigt bin, konkrete Entscheidungen √ľber Handlungen mit dem Zeil der Evangelisation zu treffen. Denn diese ist ja zweifelsohne eine gesamtkirchliche Aufgabe, √ľber die weder Laien noch Bisch√∂fe entscheiden d√ľrfen. Ich werde dann mal in Rom anfragen, was ich konkret tun soll. Und das mache ich dann auch - wenn ich denn eine hinreichend konkrete Antwort bekomme.

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vor 6 Stunden schrieb rince:

Wie √ľblich sind nur die anderen zu dumm/stur/uneinsichtig , um das zu erkennen oder zuzugeben? ;)¬†

Nein. Sie formulieren sie nur anders. Es ist spannend, dazu zB Theologinnen vom indischen Subkontinent oder aus Asien zu lesen. Dieselben Themen, nur in andere kulturelle Codes verpackt (und noch st√§rker unterdr√ľckt, weil Frauen dort bereits rein gesellschaftlich weniger Standing haben als in Europa, Australien oder Nordamerika).

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