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Nachrichten vom Literaturnobelpreis


Rotgold
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Doppelte Vergabe: Am Donnerstag gibt es zwei Literaturnobelpreise

Zitat

Nach den Turbulenzen des letzten Jahres vergibt die Schwedische Akademie die Literaturnobelpreise 2018 und 2019. Ob sie damit ihr Ansehen verbessert?

https://www.tagesspiegel.de/kultur/schwedische-akademie-doppelte-vergabe-am-donnerstag-gibt-es-zwei-literaturnobelpreise/25095536.html

 

Gibt es schon Vermutungen?

Edited by Rotgold
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Ich hoffe zwar, dass ich falsch liege, aber nach Bob Dylan ist wirklich alles möglich: Greta Thunberg für ihr Pappschild, das sie vor dem schwedischen Reichstag dabei hatte, oder eine ihrer Reden.

 

Würde zum Zeitgeist passen.

 

P.S.: Dieser Beitrag ist - leider - ernst gemeint.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

Edited by Studiosus
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Mich wundert, warum ausgerechnet der Literaturnobelpreis mit einem Thread herausgestellt wird? Ich find ihn zumindest nicht bedeutender als die anderen, nach dem grotesken Theater der Jury im letzten Jahr eher am fragwürdigsten.

 

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vor 7 Stunden schrieb Studiosus:

Ich hoffe zwar, dass ich falsch liege, aber nach Bob Dylan ist wirklich alles möglich: Greta Thunberg für ihr Pappschild, das sie vor dem schwedischen Reichstag dabei hatte, oder eine ihrer Reden.

 

Würde zum Zeitgeist passen.

 

P.S.: Dieser Beitrag ist - leider - ernst gemeint.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

 

Ja, das wäre denkbar!

Nachdem Greta Thunberg einen Preis auch von Amnesty International bekommen hat.

Obwohl sie doch in jener Richtung nie aktiv war!

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Bob Dylan hat wirklich auch Literatur geschrieben!

Das kann man in echt sagen!

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vor 2 Stunden schrieb Shubashi:

Mich wundert, warum ausgerechnet der Literaturnobelpreis mit einem Thread herausgestellt wird?

 

 

a) Weil ich mich für Literatur interessiere

b) ich hab  auch einen Thread zum Friedenspreis eröffnet.

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Amos Oz hätte ihn verdient gehabt, aber der ist ja nun tot. Haruki Murakami steht seit Jahren auf der Kandidatenliste. Am meisten gönnen würde ich es Rafik Schami.

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Murakami hätte ihn allein wegen des legendären Streits zwischen Sigrid Löffler und Marcel Reich-Ranicki im Literarischen Quartett endlich verdient. Ich sage nur: Gefährliche Geliebte.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

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Die Kulturredaktion der Zeit bietet, ähnlich dem bekannten Wahl-O-Mat, für Literaturfreunde einen Nobel-O-Mat an. Welcher der 17 Favoritinnen und Favoriten passt zum Leser? Als ich vorhin alle Fragen beantwortet hatte, wurde mir versichert, mein Favorit sei Margaret Atwood.

Hm, eigentlich nicht schlecht. Da es diesmal zwei Literatur-Nobelpreise geben wird, ist die Chance groß, dass eine Frau und ein Mann ausgesucht werden. Und da fände ich Atwood eine gute Wahl. (Und bei den Männern wie erwähnt Rafik Schami, aber der steht sicher auf keiner Wettliste).

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Klar habe ich den Nobel-O-Mat gleich ausprobiert. Während dem Wählen dachte ich mir noch, was für ein Blödsinn das sei.

 

Ich hasse dieses Getue um Literatur. Ich lese viel und gerne, Fachliteratur im Extremen, dann aber Romane, ziemlich oft sogenannte Jugendliteratur. Das sind die Bücher, mit denen meine Jungs das Lesen erlernt haben, mit dicken Augenringen in der Schule am nächsten Tag, die Bücher bei uns im Schrank, deren Anschaffung sich zehnmal rentiert hat und die durch die Lektüre in Mitleidenschaft gezogen wurden (J.K.Rowling, Rick Riordan, Jonathan Stroud. Wir haben sie alle und wir lesen sie alle). Die zu verleihen den Familienbann nach sich zieht und wegen denen meine Jungs begonnen haben Bücher auf Englisch zu lesen, weil die halt ein paar Monate früher erscheinen (Und die Jungs lesen dafür TP).

 

Die aber niemals einen Literaturnobelpreis bekommen würden.

 

"Ulysses" mag der Roman des 20. Jahrh. gewesen sein, aber die Trilogie, die von den meisten Menschen im 20. Jahrh. gelesen wurde, war "Herr der Ringe".

 

Meiner Meinung nach sagt das alles über Literatur aus und nachdem ich von der Lektüre der "Buddenbrocks" vor eineinhalb Jahren ein wochenlanges Stimmungstief bekam, lasse ich meine Finger erst recht weg von all dem, was als hohe Literatur angepriesen wird: Natürlich schreibt Thomas Mann so, dass es einem unter die Haut kriecht. Dafür hat er den Nobelpreis bekommen, zu recht. Aber seine negative Weltsicht zieht mich komplett runter und das kann ich nicht brauchen. Ganz im Sinne des Konzeptes unseres Deutschunterrichts, der Schülern beibringt, dass Lesen eine Strafe und eine seelische Belastung ist. Höhepunkt meiner Irritation seinerzeit: Emilia Galotti und alles, was Hauptmann und Büchner an Depressiven auf den Markt geworfen haben. Dazu noch Kafka, aber der ist so abgedreht, dass man mit einem sonnig-fröhlichen Gemüt sich wieder über ihn lustig machen kann. "Die Spinne" in der 6. Klasse war der Horror für mich mit meiner damals ziemlich gut entwickelten Arachnophobie.

 

Der Nobel-O-Mat zeigte mir zu guter Letzt an, dass ich den Nobelpreis J.K.Rowling zugestehen würde, der Frau, die drei meiner Söhne das Lesen lehrte und zwei davon das Lesen englischer Bücher.

 

Zumindest das Programm ist in Ordnung.

 

 

 

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Ich lese eigentlich seit Jahren schon keine reine Unterhaltungsliteratur mehr, also Bücher, die neben einem Austreiben von Langeweile keinen weiteren Anspruch an sich und den Leser stellen. Natürlich habe ich als Jugendlicher gerne auch mal den Herrn der Ringe (in der Carroux-Übersetzung, nicht Krege)

gelesen, aber nachhaltig mein Denken und meinen, wenn man so will, eigenen Stil haben die antiken Klassiker des humanistischen Bildungskanons geprägt. Und bisweilen auch die deutschen und europäischen Klassiker, aber auch viel Ausländisches, gerade aus Fernost.

 

Ich bin nicht recht orientiert, was heute das Curriculum an den Schulen verpflichtend zur Lektüre darreicht, doch bin ich der Meinung, dass beispielsweise Goethe nicht aus dem Bildungskanon, auch der Haupt- und Realschulen, besonders aber der höheren Schulen, herausfallen darf. Der Aufstieg zum Parnass ist sicher manchmal umständlich, aber er lohnt.

 

"Berufsbedingt" ist es in den letzten Jahren eigentlich ebenfalls, wie bei der Vorrednerin, hauptsächlich fachspezifische Literatur.

 

Und ja, der Nobel-O-Mat: Nicht ganz unpassend Ko Un.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

Edited by Studiosus
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vor 16 Stunden schrieb Rotgold:

 

Ja, das wäre denkbar!

Nachdem Greta Thunberg einen Preis auch von Amnesty International bekommen hat.

Obwohl sie doch in jener Richtung nie aktiv war!

 

Ach, das war bei Obama auch so. Der hat sich weder vor noch nach dem Friedensnobelpreis in dem Punkt besonders hervorgetan.

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Die Antwortauswahlen haben (wie immer bei sowas) nicht gepasst. 

Bei mir kommt auch Frau Rowling raus.

Ich hatte an die HarryPotter Romane so viele Fragen,dass ich ihr den Preis sicher nicht zuerkennen würde.

 

 

M. Atwood oder Rafik Schami fände ich gut.

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Ich kenne die meisten aufgeführten Schriftsteller nicht (ausser die im Beitrag von Nannyogg)... Wie gesagt, ich mag gute Bücher, für Literatur interessiere ich mich nicht so sehr ;) 

 

Letztes Wochenende war Lese- und Signierstunde von Ben Aaronovitch (Rivers of London), aktuelles Buch "Octoberman" (nannyogg, das dürfte was für dich und deinen Nachwuchs sein)

Edited by rince
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vor 6 Minuten schrieb rince:

Letztes Wochenende war Lese- und Signierstunde von Ben Aaronovitch (Rivers of London), aktuelles Buch "Octoberman" (nannyogg, das dürfte was für dich und deinen Nachwuchs sein)

Octoberman ist wieder ein tolles Buch geworden - allerdings habe ich den Eindruck, je weiter er die Reihe schreibt, um so wichtiger wird es, dass man die vorhergehenden Bände kennt.

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vor 3 Stunden schrieb rince:

Ich kenne die meisten aufgeführten Schriftsteller nicht (ausser die im Beitrag von Nannyogg)... Wie gesagt, ich mag gute Bücher, für Literatur interessiere ich mich nicht so sehr ;) 

 

Letztes Wochenende war Lese- und Signierstunde von Ben Aaronovitch (Rivers of London), aktuelles Buch "Octoberman" (nannyogg, das dürfte was für dich und deinen Nachwuchs sein)

Rivers of London gegoogelt-Klingt echt gut!

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Ihn oder seine Literatur? Ich habe es bspw. bei Rushdie so erlebt - man sieht die großartige Literatur und mag es trotzdem nicht .... (ohne etwas über ihn als Person sagen zu können)

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vor 31 Minuten schrieb Alfons:

Ogott, ich kann Handke nicht ausstehen....

 

Bei mir hängt es sehr stark vom Werk ab.

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