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Mistah Kurtz

Corona-Special: in Deutschland, Europa und Global

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helmut
vor einer Stunde schrieb Thofrock:

Damit das auf Dauer funktioniert, müssten diese Anleihen sich vor allem aus den gewaltigen Privatvermögen speisen. Aber um auf Rendite zu hoffen, musst man inzwischen Junkbonds kaufen. Und das machen nur Zentralbanken. Oder würdest du jetzt gerade Chile oder Weißrussland Geld leihen?

es wird von manchen die mär verbreitet, den schulden ständen ja sachvermögen gegenüber. beim autokauf auf pump ist es mit der unterschrift schon vorbei. beim schulneubau dauert es etwas länger. nach 10 jahren müssen die ersten erhaltungen bezahlt werden. in einer bilanz müssen die wertverluste, nicht die schulden, ausgebucht werden.

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Thofrock
vor 2 Stunden schrieb helmut:

mir fiel noch eine alternative ein, hyperinflation läßt die schulden relativ werden.

Der Aktienmarkt hat mit der Hyperinflation schon mal angefangen. 

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helmut
vor 4 Minuten schrieb Thofrock:

Der Aktienmarkt hat mit der Hyperinflation schon mal angefangen. 

?????

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Gratia
vor 4 Stunden schrieb Marcellinus:

...

Außerdem, worüber sollte man hier sonst noch schreiben, wenn einem Corona zum Hals raus hängt? Dieses Forum ist letzthin etwas monothematisch geworden. ;)

 

 

Wär ja schön, wenn Corona mal langweilig würde!

Ich fürchte aber, das Thema bleibt noch länger virulent 😎, epidemiologisch, medizinisch, politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich etc.

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Moriz
vor 8 Stunden schrieb Marcellinus:
vor 8 Stunden schrieb Moriz:

Ja. Nur bis zur Durchimpfung der Bevölkerung gibt es leider keine guten Wege damit umzugehen. Nur unterschiedliche schlechte.

Und was, wenn es keine „Durchimpfung“ geben wird?

 

Wenn es Immunität nur durch Erkrankung gibt, dann haben wir die Wahl zwischen schnell und langsam:

  • Schnell: Jeweils so viele Infektionen zulassen, daß unser Gesundheitssystem nicht kollabiert.
  • Langsam: Die Zahl der Infektionen möglichst gering lassen. (Auf Null bekommen wir sie dauerhaft leider nicht.)

In beide Szenarien werden hunderttausende an Covid-19 sterben, bis daß die Herdenimmunität erreicht ist.

Man müsste dann noch mal ganz neu abwägen, ob das etwas längere Leben der Risikomenschen die volkswirtschaftlichen Kosten rechtfertigt. Etwas länger heißt für das 80-jährigen Opfer dann nämlich nicht, im Median noch zehn Jahre, sondern bis daß das Virus es doch erwischt.

 

Und wenn es auch keine erworbene Immunität gibt, dann werden wir alle immer mal wieder Corona bekommen. Wie Erkältung. Nur tödlicher.

 

Aber vielleicht wird es ja bald auch brauchbare Medikamente und Behandlungsoptionen geben.

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rorro
vor 19 Minuten schrieb Moriz:

Und wenn es auch keine erworbene Immunität gibt, dann werden wir alle immer mal wieder Corona bekommen. Wie Erkältung. Nur tödlicher.

 

Oder auch nicht tödlicher, wäre nämlich sonst äußerst ungewöhnlich. Wenn es übrigens keine erworbene Immunität gibt, brauchen wir auch nicht zu impfen, denn die Antikörper als Resultat sind genau identisch.

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Thofrock
vor 2 Stunden schrieb helmut:

?????

50 % Teuerung in zwei Monaten. Macht p.a. 300%. Warte noch eine Woche, dann ist die Lufthansa teurer als vor Corona.

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helmut
vor 51 Minuten schrieb Thofrock:

50 % Teuerung in zwei Monaten. Macht p.a. 300%. Warte noch eine Woche, dann ist die Lufthansa teurer als vor Corona.

wann, wo? oder machst du den martin?

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Thofrock
vor 19 Minuten schrieb helmut:

wann, wo?

Stand heute

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helmut
vor 7 Minuten schrieb Thofrock:

Stand heute

ach martin.

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rince

Sehr schöne Meinung:

 

https://www.fr.de/panorama/corona-arzt-bernd-hontschik-attackiert-jens-spahn-gesundheitsminister-unfassbar-covid19-zr-13781334.html

 

So weist der Autor auf die Verlogenheit der Politik hin

 

Zitat

Einigen Politiker*innen scheint das Regieren im Notstand aber gar nicht so unangenehm zu sein. Jetzt dürfen sie es und hauen dabei atemberaubende Sprüche raus wie zum Beispiel, die Gesundheit habe zu 100 Prozent Vorrang. Das empört mich. Die Gesundheit hatte noch nie Vorrang, schon gar nicht zu 100 Prozent! Sie hatte beim Nachtflugverbot keinen Vorrang, nicht bei den Hospital-Infektionen, nicht beim Glyphosat, nicht beim Tempolimit, nicht bei der Energiewende – und schon gar nicht bei der Wertschätzung und Bezahlung der Pflegekräfte.

 

Und auch seine Forderungen sind berechtigt, auch wenn es leider nicht so weit kommen wird

 

Zitat

Die Daseinsvorsorge gehört in die Hand des Staates. Die Gemeinnützigkeit hätte bei mir absoluten Vorrang. Private Klinikkonzerne sind zu enteignen und durch Rückkauf zu entschädigen. Im Gesundheitswesen müssen alle Gewinne im System bleiben, statt an der Börse zu landen. Flächentarifverträge wären wieder überall gültig, ärztliches und Pflegepersonal könnte endlich mit guten Arbeitsbedingungen rechnen.

 

Diese privaten Klinikkonzerne sind ja auch Teil des Problems in Norditalien...

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Beutelschneider
vor 5 Minuten schrieb rince:

Sehr schöne Meinung:

 

https://www.fr.de/panorama/corona-arzt-bernd-hontschik-attackiert-jens-spahn-gesundheitsminister-unfassbar-covid19-zr-13781334.html

 

So weist der Autor auf die Verlogenheit der Politik hin

 

 

Und auch seine Forderungen sind berechtigt, auch wenn es leider nicht so weit kommen wird

 

 

Diese privaten Klinikkonzerne sind ja auch Teil des Problems in Norditalien...

 

Das kommt mir alles aus meiner Jugendzeit bekannt vor, als sich noch der Arbeiter-und-Bauern-Staat um meine Daseinsvorsorge kümmerte.

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Soulman
vor 13 Stunden schrieb Thofrock:

Stand heute

Hyperinflation ist das noch nicht, weil die 2. Ankerwährung Dollar genau dasselbe macht.

 

Marktkapitalisierung DAX Stand heute liegt bei ca. 1,2 Billionen €.

Der DAX repräsentiert die Bewertung von ca. 80% der börsennotierten AGs in Deutschland.

Bei einem "Rettungspaket" iHv. 750 Mrd. (= 0,75 Billionen = +16% auf 4,7 Bil.) "frischen" Euro passiert das:

Bilanzsumme der EZB in Mrd € vs. DAX

 

M3 zieht den Dax (und andere Werte) wie einen Dackel hinter sich her.

 

Die eigentlichen Verlierer sind die Chinesen, Saudis und die klassischen Banksparer. Zinsen ohne Risiko sind Geschichte, sonst könnte sich die EZB solche Stunts gar nicht erlauben. Auf der anderen Seite des Deckels werden die kaputten Länder ihre Schuldverschreibungen nur noch an die EZB los, weil nur da weder Risiko noch Zinsen interessieren.

 

Gruss, Martin

 

P.S: noch interessanter als Mrz 2020 finde ich Sep/Okt 2019!

Edited by Soulman
  • Thanks 1

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Kulti
vor 8 Minuten schrieb Beutelschneider:

 

Das kommt mir alles aus meiner Jugendzeit bekannt vor, als sich noch der Arbeiter-und-Bauern-Staat um meine Daseinsvorsorge kümmerte.

 

"... konnte das Volk der Deutschen Demokratschen Repüblik auch in diesem Monat die Söllworgaben für Cövid 19 züverlässsch erwülln und ünsere Freunde aus China sogar noch ünterstützen bei der Broduktion neuer Pazschenten"

  • Haha 2

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Frank
vor 5 Minuten schrieb Beutelschneider:
vor 12 Minuten schrieb rince:

Sehr schöne Meinung:

 

https://www.fr.de/panorama/corona-arzt-bernd-hontschik-attackiert-jens-spahn-gesundheitsminister-unfassbar-covid19-zr-13781334.html

 

So weist der Autor auf die Verlogenheit der Politik hin

 

 

Und auch seine Forderungen sind berechtigt, auch wenn es leider nicht so weit kommen wird

 

 

Diese privaten Klinikkonzerne sind ja auch Teil des Problems in Norditalien...

 

Das kommt mir alles aus meiner Jugendzeit bekannt vor, als sich noch der Arbeiter-und-Bauern-Staat um meine Daseinsvorsorge kümmerte.

Nunja, es sind insbesondere die Betreiber privater Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, welche ihr pflegerisches Personal ausschliesslich als Kostenfaktor sehen, an dieser Stelle sparen wos nur geht. Das als Reaktion darauf viele Kollegen den Beruf verlassen haben und weiter verlassen werden und Nachwuchs kaum nachkommt ist dann halt die Konsequenz. Man kann darin eine Regelung des Marktes sehen: Ein Produkt das nicht nachgefragt wird, das wird nicht angeboten. Ob das im Sinne der Daseinsvorsorge die richtige Regelung ist... Ach was weiss ich schon von Wirtschaft?

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helmut
vor 27 Minuten schrieb rince:

...Diese privaten Klinikkonzerne sind ja auch Teil des Problems in Norditalien...

die staatliche gesundheitsvorsorge war das problem der DDR

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rince

Nun, weder das eine noch das andere Extrem scheinen optimal zu sein. Wie wäre ein Mittelweg? :) 

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Beutelschneider
vor 3 Minuten schrieb rince:

Nun, weder das eine noch das andere Extrem scheinen optimal zu sein. Wie wäre ein Mittelweg? :) 

 

Ein Mittelweg kann eine gute Lösung sein, kann aber auch die negativen Aspekte beider Extreme vereinigen. 

 

Ich sehe in diesem Falle, dass die Kontrollfunktion des Staates suboptimal ausgeführt wird. Von Versagen möchte ich hier noch nicht sprechen, das behalten wir mal Italien vor.

Andererseits bin ich skeptisch, wenn Vater Staat Bereiche kontrollieren soll, in denen er selbst als Akteur tätig ist. Darum sehe ich jede Art von Staatsbetrieben eher kritisch.

Aber was weiss ich schon vom Gesundheitswesen ...

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rince
vor 7 Minuten schrieb Beutelschneider:

 

Ein Mittelweg kann eine gute Lösung sein, kann aber auch die negativen Aspekte beider Extreme vereinigen. 

 

Ich sehe in diesem Falle, dass die Kontrollfunktion des Staates suboptimal ausgeführt wird. Von Versagen möchte ich hier noch nicht sprechen, das behalten wir mal Italien vor.

Andererseits bin ich skeptisch, wenn Vater Staat Bereiche kontrollieren soll, in denen er selbst als Akteur tätig ist. Darum sehe ich jede Art von Staatsbetrieben eher kritisch.

Aber was weiss ich schon vom Gesundheitswesen ...

Und ich sehe es kritisch, wenn das Gesundheitssystem primär auf Gewinnmaximierung und Kosteneinsparung hin ausgerichtet werden soll 

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Moriz
vor 13 Minuten schrieb rince:

Und ich sehe es kritisch, wenn das Gesundheitssystem primär auf Gewinnmaximierung und Kosteneinsparung hin ausgerichtet werden soll 

Gewinnmaximierung ist problematisch, Kosteneinsparung kann sinnvoll sein. Es sind schließlich unsere Krankenkassen-Pflichtbeiträge, die da versickern.

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helmut
vor 6 Minuten schrieb rince:

Und ich sehe es kritisch, wenn das Gesundheitssystem primär auf Gewinnmaximierung und Kosteneinsparung hin ausgerichtet werden soll 

durch welche regeln soll effektivität erzeugt werden?  

wie soll eine universitäre forschung die zukunft sichern?   

nach welchen regeln wird die finanzierung ausgerichtet?

 

 

ein widerspruch ist nicht lösbar. ich bin kunde im gesundheitswesen. der kunde ist könig, heißt es. als kunde bin ich leidend. meine königsfunktion kann ich nicht ausfüllen.

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helmut
vor 5 Minuten schrieb Moriz:

Gewinnmaximierung ist problematisch, Kosteneinsparung kann sinnvoll sein. Es sind schließlich unsere Krankenkassen-Pflichtbeiträge, die da versickern.

wie sähe es mit einer transparenten unideologischen gesellschaftlichen kontrolle aus?

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Flo77

Ich wüsste gerne, ob unsere Regierung einfach nur aktionistisch veranlagt ist oder ob die Damen und Herren tatsächlich keinerlei Verständnis dafür haben, wie "Volkserziehung" funktioniert. Nun bin ich ja ohnehin weitab von jeder Bereitschaft mich durch Politiker erziehen zu lassen, aber wenn mich jemand vor die Wahl stellt "bekomm 5 oder mehr Kinder, geh nicht arbeiten und wir schenken Dir pro Kind mal eben 300 Euro (natürlich ohne Prüfung, ob es die Kinder überhaupt gibt oder ob sie hier leben)" oder "du hast 1 Kind, du gehst arbeiten, du bekommst 300 Euro und am Ende des Jahres bekommen wir davon 100-150 € zurück" bringt mich das schon zum Grübeln.

 

Ähnlich irritierend finde ich die Idee der Mehrwertsteuersenkung für einen wirtschaftlich gesehen sehr kurzfristigen Zeitraum. Wer glaubt denn ernsthaft, daß das beim Konsumenten ankommt? Und haben die Damen und Herren den Hauch einer Vorstellung, was das für Firmen, die ihre Umsatzsteuervoranmeldung nicht auf einem Bierdeckel abgeben können sondern auf eine EDV-Landschaft zur Rechnungserstellung angewiesen sind, bedeutet?

 

Und das sind nur zwei Punkte aus dem Paket der Bundesregierung...

 

Aber vermtl. bin ich einfach nur neidzerfressen und sehe das große Ganze einfach nicht.

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Frank
vor 25 Minuten schrieb rince:
vor 33 Minuten schrieb Beutelschneider:

Ein Mittelweg kann eine gute Lösung sein, kann aber auch die negativen Aspekte beider Extreme vereinigen. 

 

Ich sehe in diesem Falle, dass die Kontrollfunktion des Staates suboptimal ausgeführt wird. Von Versagen möchte ich hier noch nicht sprechen, das behalten wir mal Italien vor.

Andererseits bin ich skeptisch, wenn Vater Staat Bereiche kontrollieren soll, in denen er selbst als Akteur tätig ist. Darum sehe ich jede Art von Staatsbetrieben eher kritisch.

Aber was weiss ich schon vom Gesundheitswesen ...

Und ich sehe es kritisch, wenn das Gesundheitssystem primär auf Gewinnmaximierung und Kosteneinsparung hin ausgerichtet werden soll 

Es gibt gute und es gibt schlechte Pflegekräfte so wie es gute und schlechte Chemiker oder Informatiker gibt.

Es gibt gute und es gibt schlechte Pflegeeinrichtungen, so wie es gute und schlechte Pharmaunternehmen oder IT-Dienstleister gibt.

Bei Chemikern und Pharmaunternehmen prüft der Kunde die Qualität und reagiert entsprechend - in dem er Regress fordert oder beim nächsten mal woanders kauft.

Bei Pflegeeinrichtungen kann dies der Kunde nicht oder nur sehr schwer. Deshalb macht der Staat die Qualitätskontrolle. Direkt durch die Heimaufsicht, in direkt durch den MDK der im Auftrag der Pflegekassen prüft. (gehört alles eher indirekt in diesen Thread).

Ob das nach einer Rekommunalisierung zuverläsiger funktioniert? Hier ist Beutelschneiders Skepsis berechtigt.

 

Auf der anderen Seite hat das Diktat der Gewinnmaximierung und Kosteneinsparung mehr Probleme geschaffen als gelöst. Darin stimmen wir ja überein.

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Marcellinus

 

vor 2 Minuten schrieb Flo77:

Und haben die Damen und Herren den Hauch einer Vorstellung, was das für Firmen, die ihre Umsatzsteuervoranmeldung nicht auf einem Bierdeckel abgeben können sondern auf eine EDV-Landschaft zur Rechnungserstellung angewiesen sind, bedeutet?

 

Es ist halt so, wie sich Klein-Fritzchen Wirtschaftsförderung vorstellt. 

 

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