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Mistah Kurtz

Corona-Special: in Deutschland, Europa und Global

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Gratia

Der eigentliche Punkt ist, mit den Regeln das gröbste Infektionsgeschehen zu verhindern.

 

Es ist keinesfalls Sinn der Sache, die gesetzlich erlaubten Kontakte maximal auszureizen. Ich mache im Moment gar keine privaten Besuche, sondern telefoniere, videokonferiere oder gehe in Gesellschaft spazieren.

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Die Angelika
vor 6 Minuten schrieb Gratia:

Der eigentliche Punkt ist, mit den Regeln das gröbste Infektionsgeschehen zu verhindern.

 

Es ist keinesfalls Sinn der Sache, die gesetzlich erlaubten Kontakte maximal auszureizen. Ich mache im Moment gar keine privaten Besuche, sondern telefoniere, videokonferiere oder gehe in Gesellschaft spazieren.

 

Und?

Wie kommst du jetzt auf die Idee, hier in die Diskussion einzubringen, dass es für irgendjemanden Sinn der Sache sein könnte, die gesetzlich erlaubten Kontakte maximal auszureizen?

Wir sind im übrigen auch angehalten, Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren. Das würde, konsequent genommen auch bedeuten, nicht mehr in Gesellschaft spazieren zu gehen, es sei denn, dass dieser Gesellschaftsspaziergang notwendig ist.

 

Ich besuche schon eine ganze Weile niemanden mehr privat, gehe nicht in Gesellschaft spazieren usw.

Dennoch frage ich, ob das alles wirklich so sinnig ist, was da so angeraten wird.

Ich denke z.B. an diese Idee, dass slebst Kinder sich nur noch mit einem einzigen Kind treffen sollten. Da bekomme ich einen Kloß im Hals.....

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helmut

warum rechnet keiner die wahrscheinlichkeiten in den verschiedenen konstellationen aus?

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Thofrock
Am 20.11.2020 um 20:14 schrieb Marcellinus:

 

Hast du dir die geografische Lage Finnlands, seine Verkehrsströme, seine Besiedlungsdichte wie auch die Zusammensetzung seiner Bevölkerung einmal angesehen? Jedes Land hat seine Eigenheiten und die bestimmen, wie sich Infektionskrankheiten in ihnen ausbreiten. 

Seltsam. Der schwedische Sonderweg, der ja nun inzwischen völlig in die Grütze gegangen ist, wurde hier monatelang gefeiert. Und da spielte die geographische Lage für die Lockdown-Gegner überhaupt keine Rolle. Aber die im Vergleich grandios besseren Daten in Finnland, die haben jetzt natürlich mit der Bevölkerungs die ich dir zu tun.

 

Völlig hilflose Argumentation.

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Shubashi
vor 11 Stunden schrieb Die Angelika:

 

Und?

Wie kommst du jetzt auf die Idee, hier in die Diskussion einzubringen, dass es für irgendjemanden Sinn der Sache sein könnte, die gesetzlich erlaubten Kontakte maximal auszureizen?

Wir sind im übrigen auch angehalten, Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren. Das würde, konsequent genommen auch bedeuten, nicht mehr in Gesellschaft spazieren zu gehen, es sei denn, dass dieser Gesellschaftsspaziergang notwendig ist.

 

Ich besuche schon eine ganze Weile niemanden mehr privat, gehe nicht in Gesellschaft spazieren usw.

Dennoch frage ich, ob das alles wirklich so sinnig ist, was da so angeraten wird.

Ich denke z.B. an diese Idee, dass slebst Kinder sich nur noch mit einem einzigen Kind treffen sollten. Da bekomme ich einen Kloß im Hals.....


Wenn ich die Aufstellungen lese, was für seltsame Kombinationen erlaubt oder nicht erlaubt sind, habe ich manchmal schon den Eindruck, dass es sehr wichtig zu sein scheint, Details zu diskutieren, weil die Idee der allgemeinen freiwilligen Kontaktreduzierung offensichtlich nicht gut funktioniert. 
Sonst würden die Infektionszahlen ja eben nicht flächendeckend in die Höhe schnellen oder Staaten verpflichtende Lockdowns verhängen.

 

Es scheint also tatsächlich so zu sein, dass es nur ein wirklicher radikaler Lockdown schafft, die Infektionszahlen deutlich zu reduzieren. 
Das jetzige Modell bewirkt nur eine Seitwärtsbewegung der Zahlen, bis nach der soundsovielten Verlängerung (jetzt schon absehbar) die Zahlen wieder hochgehen, weil keiner mehr Lust auf Zurückhaltung hat.

 

Vermutlich ist es also tatsächlich so, das „alles ein bisschen erlauben“ nicht funktioniert. 
Was mich dann unweigerlich zu der Überlegung führt, ob nicht gleich ein richtiger Lockdown mehr bringt, als ein halbherziger, der sich über Monate wenig erfolgreich hinschleppt - und am Ende einen echten doch nicht vermeidet.

 

 

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rince

In der Schweiz gibt es kantonal (deutsch-Schweiz vs. französische Kantone) recht starke Unterschiede bei der Anzahl der Corona-Infektionen. Aber über mögliche Gründe und Ursachen darf nicht gesprochen oder diskutiert werden... denn:  «Solche Bemerkungen für Romands verletzend» so die Genfer Ständerätin Lisa Mazzone von den Grünen über die Coronagraben-Debatte. Ja ne, is klar... Generation Snowflakes - I feel offended...

 

 

Edited by rince
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MartinO
vor 2 Stunden schrieb Shubashi:


Vermutlich ist es also tatsächlich so, das „alles ein bisschen erlauben“ nicht funktioniert. 
Was mich dann unweigerlich zu der Überlegung führt, ob nicht gleich ein richtiger Lockdown mehr bringt, als ein halbherziger, der sich über Monate wenig erfolgreich hinschleppt - und am Ende einen echten doch nicht vermeidet.

 

 

Ich glaube auch, dass ein radikaler Lockdown nicht mehr zu vermeiden ist. Ein Allheilmittel ist er allerdings auch nicht - siehe Italien, siehe Spanien, siehe Frankreich. Die Möglichkeit, dass die Menschen nach dem Ende wieder "die Sau rauslassen" ist sehr groß. Man müsste einen radikalen Lockdown auch durchhalten, bis sowohl die Bevölkerung flächendeckend geimpft ist als auch es über längere Zeit keine Ansteckungen gegeben hat, also notfalls mehrere Jahre - und danach die Grenzen völlig schließen, falls die Situation in den Nachbarländern anders sein sollte.

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Shubashi
vor 10 Minuten schrieb MartinO:

Ich glaube auch, dass ein radikaler Lockdown nicht mehr zu vermeiden ist. Ein Allheilmittel ist er allerdings auch nicht - siehe Italien, siehe Spanien, siehe Frankreich. Die Möglichkeit, dass die Menschen nach dem Ende wieder "die Sau rauslassen" ist sehr groß. Man müsste einen radikalen Lockdown auch durchhalten, bis sowohl die Bevölkerung flächendeckend geimpft ist als auch es über längere Zeit keine Ansteckungen gegeben hat, also notfalls mehrere Jahre - und danach die Grenzen völlig schließen, falls die Situation in den Nachbarländern anders sein sollte.


Nein, ein jahrelanger Lockdown ist weder nötig noch möglich.

Die entscheidende nichtpharmakologische Maßnahme  bei übersichtlichen Infektionszahlen ist die Kontaktverfolgung, die in etlichen Staaten auch funtioniert. Die erfolgreichen Staaten nachahmen, sobald Kontaktverfolgung wieder möglich ist, also ein empirisch unterlegtes Erfolgsrezept.

(Und nochmals: diese Staaten wurden durch exakte Forschung, Planung, Maßnahmen und Erfahrung erfolgreich, nicht aber durch ideologische Wolkenkuckucksheime und blinden Fatalismus.)

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MartinO
vor 7 Minuten schrieb Shubashi:


Nein, ein jahrelanger Lockdown ist weder nötig noch möglich.

Die entscheidende nichtpharmakologische Maßnahme  bei übersichtlichen Infektionszahlen ist die Kontaktverfolgung, die in etlichen Staaten auch funtioniert. Die erfolgreichen Staaten nachahmen, sobald Kontaktverfolgung wieder möglich ist, also ein empirisch unterlegtes Erfolgsrezept.

(Und nochmals: diese Staaten wurden durch exakte Forschung, Planung, Maßnahmen und Erfahrung erfolgreich, nicht aber durch ideologische Wolkenkuckucksheime und blinden Fatalismus.)

Dann müsste man allerdings einiges anders machen als nach dem ersten Lockdown. 

In den erfolgreichen Staaten gab es die ganze Zeit über Grenzschließung bzw. verpflichtende Quarantäne. Das wäre in einigen Regionen Deutschlands so gut wie Lockdown - da es eine ganze Reihe von Unternehmen gibt, die grenzüberschreitend arbeiten und bei denen zahlreiche Angestellte über die Grenze pendeln.

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laura
vor 21 Minuten schrieb MartinO:

Ich glaube auch, dass ein radikaler Lockdown nicht mehr zu vermeiden ist.

 

Ich würde mich hier auch anschließen.

Ich glaube, der zentrale Fehler gerade ist, dass noch zu viel möglich ist. Derzeit werden ja viele Öffnungen damit begründet, dass Kirchen, Schulen, ÖPNV, Züge, Besuche in Heimen, Einzelhandel etc. keine Superspreader sind.

Ich frage mich immer wieder, ob das Problem überhaupt kein einzelnen "Superspreadern" liegt oder einfach bei einer recht konstanten, niedrigen Infektionsrate an allen Orten. Auch wenn z.B. ein Infizierter im ICE durch die Maskenpflicht nicht den ganzen Großraum ansteckt, sondern nur 2 Personen und in der Kirche eben auch ein Infizierter nicht die halbe Kirche sondern nur 3 Personen etc., führt dies in der Gesamhtheit eben doch zu einer relativ hohen Infektionsrate. Offensichtlich sind die AHA-Regeln für den Infektiossschutz zwar sinnvoll, aberr nicht ausreichend, um weitere Infektionen völlig zu verhindern.

 

Vielleicht müssen wir uns gerade vom Mythos der Superspreader verabschieden. Es gibt gerade ca 0,5% der Bevölkerung, die infiziert (und getestet) sind. Das heißt, das Virus ist überall.

 

Und dann frage ich mich, ob das, was wir gerade haben, nicht für die Wirtschaft langfristig viel schädlicher ist, als ein kurzer, aber harter Lockdown, der z.B. nach drei Wochen die Infektionen wieder nachverfolgbar macht.

Keine Ahnung, ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler und auch kein Infektologe.

 

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MartinO
vor 2 Minuten schrieb laura:

 

Und dann frage ich mich, ob das, was wir gerade haben, nicht für die Wirtschaft langfristig viel schädlicher ist, als ein kurzer, aber harter Lockdown, der z.B. nach drei Wochen die Infektionen wieder nachverfolgbar macht.

Keine Ahnung, ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler und auch kein Infektologe.

 

Ich fürchte, dass es mit einem kurzen Lockdown nicht getan ist. 

Bis man überhaupt etwas bemerken kann, dauert es mindestens zwei Wochen. Bis die Infektionszahlen soweit sinken, dass man sie wieder nachvollziehen kann, mindestens vier bis sechs. Und auch dann darf man den Lockdown nicht einfach aufgeben, sondern muss Spuren konsequent nachvollziehen.

 

Aber du hast Recht, man muss dies unter verschiedenen Aspekten betrachten. Das virologisch sinnvollste, nämlich ein Lockdown bis zur Ausrottung der Seuche, wäre aus wirtschaftlicher Sicht katastrophal und würde zu zahlreichen Toten führen.

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Die Angelika
vor einer Stunde schrieb rince:

In der Schweiz gibt es kantonal (deutsch-Schweiz vs. französische Kantone) recht starke Unterschiede bei der Anzahl der Corona-Infektionen. Aber über mögliche Gründe und Ursachen darf nicht gesprochen oder diskutiert werden... denn:  «Solche Bemerkungen für Romands verletzend» so die Genfer Ständerätin Lisa Mazzone von den Grünen über die Coronagraben-Debatte. Ja ne, is klar... Generation Snowflakes - I feel offended...

 

 

 

Ach ja, das hätte ich auch gelesen mit den im französischsprachigen Teil in der Schweiz, wo halt coronagefährliche Küsschen zur Begrüßung üblich sind 

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Die Angelika
vor 41 Minuten schrieb MartinO:

Man müsste einen radikalen Lockdown auch durchhalten, bis sowohl die Bevölkerung flächendeckend geimpft ist als auch es über längere Zeit keine Ansteckungen gegeben hat, also notfalls mehrere Jahre

 

Und das sind so die Ideen, die zu Sarkasmus verleiten. 

Ich verknote jetzt mal meine Finger👹

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laura

Ich weiß nicht, ob man einen harten Lockdown bis zur Durchimpfung durchhalten müsste.

Vielleicht würde es reichen, jetzt mit einem kurzen, harten Lockdown (ohne jede Ausnahme) die Zahlen runterzubekommen. Dann Weihnachten unter Auflagen zu öffnen (z.B. 10 Personen, 3 Haushalte) und ab dem 27.12. noch mal 2 Wochen so gut wie alles dicht bzw. massive Abstandsregeln überall.  Die Schulen sind ja sowieso dicht, in den meisten Ländern bis zum 6./7.1., recht viele Leute haben auch sowieso eher Urlaub. Die ausgefallene Silvesterparty lässt sich wahrscheinlich eher verschmerzen als ein völliger Lockdown zu Weihnachten.

Dann müssten sich die Infektionen, die Weihnachten trotz entstehen, totlaufen.

 

Dann hätte man vielleicht am 10.1. wieder nachvollziehbare Infektionsketten. Man müsste nur, wenn die Zahlen wieder hochgehen, schnell reagieren und evtl. hart eingreifen und nicht den Fehler vom Herbst wiederholen. Meiner Wahrnehmung nach hat man sich damals zu lange die steigenden Zahlen schön geredet und immer wieder betont, dass alles gar kein Problem sei.

Edited by laura

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Die Angelika
vor 2 Minuten schrieb laura:

Ich weiß nicht, ob man einen harten Lockdown bis zur Durchimpfung durchhalten müsste.

Vielleicht würde es reichen, jetzt mit einem kurzen, harten Lockdown (ohne jede Ausnahme) die Zahlen runterzubekommen. Dann Weihnachten unter Auflagen zu öffnen (z.B. 10 Personen, 3 Haushalte) und ab dem 27.12. noch mal 2 Wochen so gut wie alles dicht bzw. massive Abstandsregeln überall.  Die Schulen sind ja sowieso dicht, in den meisten Ländern bis zum 6./7.1., recht viele Leute haben auch sowieso eher Urlaub.

Dann müssten sich die Infektionen, die Weihnachten trotz entstehen, totlaufen.

 

Dann hätte man vielleicht am 10.1. wieder nachvollziehbare Infektionsketten. Man müsste nur, wenn die Zahlen wieder hochgehen, schnell reagieren und evtl. hart eingreifen und nicht den Fehler vom Herbst wiederholen. Meiner Wahrnehmung nach hat man sich damals zu lange die steigenden Zahlen schön geredet und immer wieder betont, dass alles gar kein Problem sei.

 

Fettungen von mir

Es könnte sein, dass der nicht in relativ hoher materiell existenzeller Sicherheit lebende Teil der Bevölkerung in weiten Teilen wenig Bereitschaft verspürt, als Versuchskaninchen in ein Leben im Konjunktiv geführt zu werden. 

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Flo77
vor 9 Minuten schrieb Die Angelika:

 

Fettungen von mir

Es könnte sein, dass der nicht in relativ hoher materiell existenzeller Sicherheit lebende Teil der Bevölkerung in weiten Teilen wenig Bereitschaft verspürt, als Versuchskaninchen in ein Leben im Konjunktiv geführt zu werden. 

Nicht nur der Teil der Bevölkerung in weniger materieller Sicherheit.

 

Auch unter denen, für die die wirtschaftlichen Folgen der Lockdowns nicht so dramatisch sind, dürfte sich so langsam aber sicher eine gewisse Resistenz gegen die Corona-Politik breit machen.

 

Nebenbei: Meine Großmutter ist 96 und will besucht werden (im eigenen Haus und nicht in einem Heim) und das soll ich jetzt schon seit 9 Monaten nicht mehr, um Lauras Eltern zu schützen. Wer Solidarität von seinen Mitbürgern einfordert sollte tunlichst darauf achten den Bogen nicht zu überspannen.

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UHU
vor 26 Minuten schrieb laura:

Ich weiß nicht, ob man einen harten Lockdown bis zur Durchimpfung durchhalten müsste.

Vielleicht würde es reichen, jetzt mit einem kurzen, harten Lockdown (ohne jede Ausnahme) die Zahlen runterzubekommen. Dann Weihnachten unter Auflagen zu öffnen (z.B. 10 Personen, 3 Haushalte) und ab dem 27.12. noch mal 2 Wochen so gut wie alles dicht bzw. massive Abstandsregeln überall.  Die Schulen sind ja sowieso dicht, in den meisten Ländern bis zum 6./7.1., recht viele Leute haben auch sowieso eher Urlaub. Die ausgefallene Silvesterparty lässt sich wahrscheinlich eher verschmerzen als ein völliger Lockdown zu Weihnachten.

Dann müssten sich die Infektionen, die Weihnachten trotz entstehen, totlaufen.

 

Dann hätte man vielleicht am 10.1. wieder nachvollziehbare Infektionsketten. Man müsste nur, wenn die Zahlen wieder hochgehen, schnell reagieren und evtl. hart eingreifen und nicht den Fehler vom Herbst wiederholen. Meiner Wahrnehmung nach hat man sich damals zu lange die steigenden Zahlen schön geredet und immer wieder betont, dass alles gar kein Problem sei.

Fettung von mir

 

Ohne jede Ausnahme? Da sehe ich doch etliche: kompletter medizinischer und pflegerischer Bereich, Apotheken, Sanitätshäuser, Optiker, Hörakustiker, Polizei + Zoll + Justiz + Feuerwehr, überall wo Tiere sind und verarbeitet werden inkl. Molkereien usw., Energieversorger + Wasser+ Internet, da diese Leute arbeiten müssen braucht es auch Tankstellen/Autowerkstätten/ÖPNV,  Betreuungsmöglichkeiten für die dann arbeiteten Leute, Zulieferdienste für genannte Bereiche, Supermärkte und Drogerien kannste auch nicht "mal zwei Wochen" am Stück zu machen.

Den Aufschrei des Einzelhandels höre ich schon jetzt, wenn eine so umsatzstärke Zeit entfällt. Hat NRW nicht sogar die Adventssonntage als verkaufsoffen?

 

Ansonsten möchte ich mich Angelikas Worten anschließen.

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helmut
vor einer Stunde schrieb laura:

I.....Man müsste nur, wenn die Zahlen wieder hochgehen, schnell reagieren und evtl. hart eingreifen und nicht den Fehler vom Herbst wiederholen. Meiner Wahrnehmung nach hat man sich damals zu lange die steigenden Zahlen schön geredet und immer wieder betont, dass alles gar kein Problem sei.

 

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Shubashi
vor einer Stunde schrieb Die Angelika:

 

Fettungen von mir

Es könnte sein, dass der nicht in relativ hoher materiell existenzeller Sicherheit lebende Teil der Bevölkerung in weiten Teilen wenig Bereitschaft verspürt, als Versuchskaninchen in ein Leben im Konjunktiv geführt zu werden. 


Da auch wieder meine Frage: auch die jetzigen Maßnahmen basieren auf Annahmen, z.B. der, dass ein halbherziger Lockdown von 4 Wochen ausreichend hilft.

Tat er nicht, weshalb man ihn wohl einfach um 3 Wochen verlängert? 
Für alle in der Gastro-Branche übrigens ein fast totaler Lockdown - können wir mit diesen Leuten also beliebig „experimentieren“, damit alle anderen möglichst keine Einschränkungen hinnehmen müssen?

Und wenn diese erneute Annahme leider wieder falsch ist, dann kommt der große Lockdown noch oben drauf?

Oder wäre die Annahme besser, wir lassen einfach jeden Lockdown sein, weil die Leute dann sicher erstmal begeistert in die Innenstädte strömen, Restaurants, Bars und Fitness-Studios stürmen, um dort zu abzuwarten, wie die Krankenhäuser unter Covid-Patienten absaufen?

Und wenn diese Annahme dann falsch wäre, und die Leute in so einem Szenario schlicht Panik schieben, der Einzelhandel aber ein Szenario in dem er zwar öffnen darf, aber ein halbes Jahr mit nur 30% Umsatz nicht mehr übersteht?

 

Das sind alles mögliche Annahmen. 
Leider haben wir und die Politiker nur begrenzte Möglichkeiten, vorher zu wissen, welche davon zutreffen.

Edited by Shubashi
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Moriz
vor 3 Stunden schrieb Shubashi:

 ist die Kontaktverfolgung,

Kann mir das mal bitte jemand erklären?

Natürlich ist es sinnvoll, die Kontakte von Infizierten nachzuverfolgen um mögliche Folgeinfektionen einzugrenzen, keine Frage.

 

Aber ist es in Anbetracht der erheblichen Dunkelziffer, daß wir also vom allergrößten Teil der Infizierten nichts wissen und nur im Nachhinein sonst unerklärliche Antikörper feststellen, wirklich entscheidend, die bekannten Infizierten alle nachverfolgen zu können? Macht es wirklich den entscheidenden Unterschied, ob wir nun 20% oder nur 10% der Infektionen nachverfolgen können? (Hier gehe ich bei der Dunkelziffer von einem realistischen Faktor fünf aus, bei anderen Faktoren ändert sich am Sachverhalt nichts wesentliches.)

Irgendwie kapier ich gerade den Hype um die Kontaktverfolgung nicht.

(Man kann natürlich die Dunkelziffer ignorieren - wird damit aber unglaubwürdig.)

 

Oder geht es um die Menge der Kontakte? Natürlich hat so ein Virus weitaus bessere Ausbreitungsmöglichkeiten, wenn die Leute in den letzten zwei Wochen Kontakt zu hundert anderen hatten als wenn es nur zehn gewesen wären. Aber das Problem hängt doch nicht von der Zahl der bekannten Infizierten ab

 

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Die Angelika
vor einer Stunde schrieb Shubashi:

Da auch wieder meine Frage: auch die jetzigen Maßnahmen basieren auf Annahmen, z.B. der, dass ein halbherziger Lockdown von 4 Wochen ausreichend hilft.

Tat er nicht, weshalb man ihn wohl einfach um 3 Wochen verlängert? 
Für alle in der Gastro-Branche übrigens ein fast totaler Lockdown - können wir mit diesen Leuten also beliebig „experimentieren“, damit alle anderen möglichst keine Einschränkungen hinnehmen müssen?

Und wenn diese erneute Annahme leider wieder falsch ist, dann kommt der große Lockdown noch oben drauf?

Oder wäre die Annahme besser, wir lassen einfach jeden Lockdown sein, weil die Leute dann sicher erstmal begeistert in die Innenstädte strömen, Restaurants, Bars und Fitness-Studios stürmen, um dort zu abzuwarten, wie die Krankenhäuser unter Covid-Patienten absaufen?

Und wenn diese Annahme dann falsch wäre, und die Leute in so einem Szenario schlicht Panik schieben, der Einzelhandel aber ein Szenario in dem er zwar öffnen darf, aber ein halbes Jahr mit nur 30% Umsatz nicht mehr übersteht?

 

Das sind alles mögliche Annahmen. 
Leider haben wir und die Politiker nur begrenzte Möglichkeiten, vorher zu wissen, welche davon zutreffen.

 

 

Weißt du, ich denke, Menschen lassen es sich durchaus eine Weile gefallen, mit Versuch und Irrtum zu leben. Sie erwarten allerdings von einer Regierung, dass das nicht gefühlte Ewigkeiten so weitergeht und nach etlichen Monaten eben nicht mehr einfach mal was probiert wird, ohne dass dieses Probieren wenigstens in sich stimmig ist. Es wurde sinnlos mit Geld um sich geworfen und man scheint weiterhin auf der Stelle zu treten.

Das Problem liegt zu einem nicht geringen Anteil mMn auch daran, darin, dass die Versuchsanordnungen entweder einfach nur mies erklärt oder aber tatsächlich logisch nicht nachvollziehbar sind.

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helmut
vor 11 Minuten schrieb Moriz:

Kann mir das mal bitte jemand erklären?

Natürlich ist es sinnvoll, die Kontakte von Infizierten nachzuverfolgen um mögliche Folgeinfektionen einzugrenzen, keine Frage.

 

Aber ist es in Anbetracht der erheblichen Dunkelziffer, daß wir also vom allergrößten Teil der Infizierten nichts wissen und nur im Nachhinein sonst unerklärliche Antikörper feststellen, wirklich entscheidend, die bekannten Infizierten alle nachverfolgen zu können? Macht es wirklich den entscheidenden Unterschied, ob wir nun 20% oder nur 10% der Infektionen nachverfolgen können? (Hier gehe ich bei der Dunkelziffer von einem realistischen Faktor fünf aus, bei anderen Faktoren ändert sich am Sachverhalt nichts wesentliches.)

Irgendwie kapier ich gerade den Hype um die Kontaktverfolgung nicht.

(Man kann natürlich die Dunkelziffer ignorieren - wird damit aber unglaubwürdig.)

 

Oder geht es um die Menge der Kontakte? Natürlich hat so ein Virus weitaus bessere Ausbreitungsmöglichkeiten, wenn die Leute in den letzten zwei Wochen Kontakt zu hundert anderen hatten als wenn es nur zehn gewesen wären. Aber das Problem hängt doch nicht von der Zahl der bekannten Infizierten ab

 

kontaktverfolgung macht nur sinn wenn es wenige hotspots gibt. da der virus sich weit verbreitet hat, diese verbreitung nicht mehr auf hotspots reduziert werden kann, bleibt nur die breite kontaktminimierung. ob man einen übergang von hotspots zur weitverbreitung hätte verhindern können, weiß ich nicht. das ist heute aber ohne bedeutung geworden.

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Moriz
vor 3 Stunden schrieb laura:

Ich frage mich immer wieder, ob das Problem überhaupt kein einzelnen "Superspreadern" liegt oder einfach bei einer recht konstanten, niedrigen Infektionsrate an allen Orten. Auch wenn z.B. ein Infizierter im ICE durch die Maskenpflicht nicht den ganzen Großraum ansteckt, sondern nur 2 Personen und in der Kirche eben auch ein Infizierter nicht die halbe Kirche sondern nur 3 Personen etc., führt dies in der Gesamhtheit eben doch zu einer relativ hohen Infektionsrate.

Wir Reden von Corona,  nicht von den Masern. Die Basisreproduktionsrate R0 liegt bei 2 bis 3, das heißt ohne jeder Maßnahme steckt ein Infizierter im Durchschnitt zwei bis drei Andere an. In deinem Beispiel hätten also der Bahnfahrer und der Kirchenbesucher ihr 'Infektionssoll' bei einer Gelegenheit schon erfüllt, und zwar für die ganzen zwei Wochen, die eine Infektion in der Regel dauert. Von daher scheint mir dieses Beispiel unrealistisch zu sein. Schon ohne Maskenpflicht!

Und sollten wirklich 10% Superspreader für 80% der Infektionen verantwortlich sein, dann heißt das im Umkehrschluß, daß mindestens vier von fünf Infizierten keinen anderen anstecken.

 

vor 3 Stunden schrieb laura:

Offensichtlich sind die AHA-Regeln für den Infektiossschutz zwar sinnvoll, aberr nicht ausreichend, um weitere Infektionen völlig zu verhindern.

Offensichtlich nicht, denn sonst würden die Infektionen dank AHA-Regeln deutlich zurück gehen. Die Infektionen müssen wohl dort stattfinden, wo Masken etc. nicht schützen. Also sind entweder die Masken nicht gut genug oder überflüssig oder sie werden nicht da getragen, wo es wirklich wichtig wäre. Eigentlich wäre es höchste Zeit für vernünftige Daten dazu, wo Infektionen gehäuft stattfinden um entsprechend reagieren zu können. Was bringt mir eine Maske beim Einkaufen, wenn meine Frau sich in der Raucherpause angesteckt hat?

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Die Angelika
vor 14 Minuten schrieb Moriz:
vor 3 Stunden schrieb Shubashi:

 ist die Kontaktverfolgung,

Kann mir das mal bitte jemand erklären?

Natürlich ist es sinnvoll, die Kontakte von Infizierten nachzuverfolgen um mögliche Folgeinfektionen einzugrenzen, keine Frage.

 

Nur werden genau diese Kontakte von Infizierten nicht konsequent nachverfolgt, weil es selbst nach all den Monaten noch ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint, Gesundheitsämter personell so auszustatten, dass die Mehrarbeit bewältigt werden kann.

Und da in Deutschland bekanntich er Amtsschimmel selbst in Krisenzeiten ungeniert wiehern darf (wieso hat der eigentlich keine infektionsschutzbedingten Auflagen erhalten?), kann da auch nichts geändert werden.

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