Jump to content

Nizänum - Ich oder wir?


Recommended Posts

Leider ist mein Thema von gestern irgendwie abhanden gekommen, darum versuche ich es neu.

 

Auf Latein heißt es "credo..." (Singular), auf Deutsch "wir glauben" (Plural). (GL 586,2 A)

Credo heißt es auch in allen mir bekannten Messvertonungen. 

 

Das "wir" gehörte immer zu den Dingen, die mir an diesem Bekenntnis besonders gefallen (Sieh ... auf den Glauben deiner Kirche). Leider kann ich kein Griechisch, nehme aber an, dass "wir" das griechische Original ist, das dann in der deutschenÜbersetzung wieder aufgenommen wurde. Wiki bietet dafür leider keine Erklärung an.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nicäno-Konstantinopolitanum

 

Ist das so, dass das griechische Original im Plural steht?

Und warum ist dann die lateinische Übersetzung im Singular?

Edited by Gratia
Link to post
Share on other sites

Ich habe im Denzinger nachgesehen . Der griechische Text hat die Pluralform. In der lateinischen Übersetzung steht: "credimus (credo)". Ich kenne aus meiner "vorkonziliaren "Jugendzeit nur "Credo", kann mich aber auch nicht erinnern, wann das Nic.-Konstantinopolitanum je in deutscher Sprache gebetet wurde. "Dafür" gab es das Apostolicum (ich meine das jetzt aber nicht als Vorschrift) und im lateinischen Gottesdienst wurde eben: "Credo in unum Deum" gesungen. Mein "Lieblingscredo" ist Nr.3, das habe ich schon in fast allen Ländern gesungen, wo ich im Urlaub war.

 

Mein Glaubensbekenntnis heißt "Credo", ich kann -zur Not- für meinen eigenen Glauben sprechen, aber nicht für den einer anderen Christin oder Christen.

Edited by Elima
Link to post
Share on other sites

Danke fürs Nachgucken!

 

Der Rest des gesungenen Credo nach dem ersten Wort ist dann ja nicht das apostolische, sondern das große Glaubensbekenntnis. Warum, stand da wohl nicht?

Deum de deo, lumen de lumine, genitum non factum est ... :)

 

Ob der Singular, die Idee kommt mir gerade, vom persönlichen Bekenntnis des Täuflings kommt?

 

Im Übrigen kann ich oft nur so ungefähr meinen eigenen Glauben bekennen und finde es tröstlich, mich dabei auf den Glauben der ganzen Kirche jetzt und früher stützen zu können.

Link to post
Share on other sites

Jedenfalls galt die "Reditio Symboli" (so hieß das, meine ich) als wichtiger Punkt auf dem Weg zur Taufe und zu diesem Zeitpunkt war der Augenblick der Taufe wohl schon ziemlich nah.

 

Der Täufling musste ja den Text auswendig lernen und dann sprechen. Erstens war es wohl mit dem Schreiben und Lesen nicht so weit her, zum anderen durften die heiligsten Dinge des Glaubens nicht in die Hände der Ungläubigen fallen.  Mir fällt jetzt gerade der Fachbegriff nicht ein  ....... die Pensionierung hat schon für Lücken in meinem Gedächtnis gesorgt.

Vielleicht finde ich in meiner "gelichteten" Bibliothek entsprechende Hinweise.

 

 

Link to post
Share on other sites
gouvernante
Gerade eben schrieb Elima:

Der Täufling musste ja den Text auswendig lernen und dann sprechen.

Nein. Der frühe Taufritus war immer die Frage-Antwort-Form. Der Täufling musste also maximal die Antworten auswendig können.

Link to post
Share on other sites

Da hatten wohl die Informationen zu deiner Studentenzeit schon weiter gereicht.

vor 6 Minuten schrieb Gratia:

Meindt du Arkandisziplin?

 

Ja, vielen Dank. Ich hätte mir jetzt den Rest des Tages das Gehirn zerquält und wäre nicht weitergekommen.

  • Haha 1
Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Create New...