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jouaux

Wie diskutieren #2 (OTs aus Moderatorenkritik)

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helmut
vor 2 Stunden schrieb Die Angelika:

....." Diese Aussage ist Antisemitismus. Wer so etwas äußert, will Juden aus Deutschland vertreiben". ....

 

ich denke, das "will" ist nicht gesagt, geschrieben. was jemand will, kann ich nicht wissen. aber die folgen, die wahrscheinlichen folgen kann ich schon eher beurteilen, wenn ich mir die bedeutung vor augen halte. wer wollte die bedeutung hören? ich habe nachgelesen. aus einem inneren verständnis von religion allgemein und hier des judentums, habe ich den satz verstanden und verteidigt. hier hätte ich einen inhaltlichen ev. korrigierenden eingriff (redaktion??)  gewünscht.

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mn1217

Wer anderen "Frechheiten"und " Boshaftigkeit"unterstellt,sollte sich vielleicht nicht wundern,selbst eins auf die Mütze zu bekommen. 

Behandele andere so,wie du selbst behandelt werden willst.

 

Hat dieser Thread hier nicht Überschneidungen mit zB der

"Diskussionskultur"?

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Frank
vor 15 Stunden schrieb Die Angelika:
vor 16 Stunden schrieb Frank:

Ja, je existentieller man ein Thema für sich empfindet, um so weniger kann man die Trennung zwischen Bewertung einer Aussage und Bewertung einer Person vor nehmen. Umso wichtiger das wir in der Moderation diese Trennung vornehmen. Und das möglichst ohne Ansehen der Person. Alles andere ist dem Forum gegenüber auch gar nicht vertretbar. Wenn ich vor einer Moderationsentscheidung erst ein Ermittlungsverfahren führe wie existentiell denn das Thema aus Sicht der betreffenden User ist, laufe ich in eine Situation rein wo ich, je nach Adressat, das wortgleiche Post im einen Fall stehen lassen und im anderen Fall löschen muss. Da sind wir mindestens einen Schritt über der Grenze zur Nasenmoderation. Das ist nicht vermittelbar.

ja. Das gilt für die Moderation. Allerdings sind eben gerade solche Diskussionen auch sehr hitzig und dann wird sehr schnell diese Grenze überschritten. Da wird dann zwar im einen Satz eine Aussage bewertet, in nächsten Satz dann aber sehr wohl eine Bewertung einer Person vorgenommen. " Diese Aussage ist Antisemitismus. Wer so etwas äußert, will Juden aus Deutschland vertreiben". Der erste Satz ist die BEwertung einer Aussage. der zweite Satz schlussfolgert aus der Bewertung der Aussage eine Bewertung der Person. Wenn auch noch völlig kategorisch und argumentenresistent die RIchtigkeit der Bewertung der Aussage permanent wiederholt wird, wird eine Diskussion verunmöglicht.

Du hast recht, es gibt Grauzonen wo meine Schablone nicht passt. Da muss dann im Kontext des Postes oder des Diskussionsverlaufes und im Lichte der Forenregeln abgewogen werden. Da kann man in Situationen kommen wo man "Das ist Verleumdung" gelesen werden muss wie "Du Verleumder" zum Beispiel bei inflationärem Gebrauch.

Allerdings seh ich mich nicht als Zensor (manche Threads wären sonst leer). Von daher: im Zweifel für die Redefreiheit.

Zumal ich von mündigen Foranten ausgehe die in der Lage sind ihre Aussagen zu präzisieren ("Nein, da liegst du falsch... ist nicht meine Absicht weil... Jedoch denke ich schon das..." Oder so ähnlich)

Edited by Frank

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nannyogg57
vor 15 Stunden schrieb helmut:

du bist, ihr seid rassisten, ist nicht mein denken und deshalb nicht mein reden und sxhreiben.

 

den begriff "rassismus ohne rassen" habe ich ausführlich erklärt. ich übersetze ihn mit ausgrenzung der verschiedensten art, religiös, kulturell usw.

 

menschenfeindlichkeit ist mir zu pauschal und geht ins persönliche. ausgrenzung hat einen breiten soziologischen hintergrund. in der figurationstheorie von norbert elias wird in der etablierten-außenseiter-figuration beispielhaft dieses erläutert. entscheidend dort ist, dass die soziologisch-individuelle beziehung in ihrer dynamik und entwicklung sichtbar ist.

 

dass das hier eine rassistische plattform ist, schrieb ich nicht. allerdings wird derartigen beiträgen nach meiner ansicht unwidersprochen zu viel raum gegeben "es sei ein diskussionsforum". ich diskutiere gerade darüber. das echo ist gering. warum wohl?

 

das nicht "schwarz weiße" ist mir zweite natur, aber auch eine deutliche, trotzdem differenzierte sprache. ja/nein ist mir nicht differenziert genug. alfons kennt meine versuche außerhalb ja/nein ins gespräch zu kommen und meine motivation. es ist sein recht darauf nicht einzugehen. es ändert meine haltung nicht.

Dass ich auch manchen Beiträgen nicht widerspreche, denen widersprochen werden sollte, das ist auch eine Frage meiner persönlichen Möglichkeiten, wie viel Zeit ich im Forum verbringe und so dürfte es vielen Leuten gehen.

 

Vielleicht hat man als "Gutmensch" einfach nicht so viel Zeit zu diskutieren, weil bei dieser Position es ja nicht genügt, nur irgendwelche Sachen in Foren zu schreiben. Ich wage folgende These: Je mehr man ein "Gutmensch" ist, desto weniger sitzt man am PC und diskutiert, sondern man macht was.

 

Mein Vorschlag, die Sache "partielle Menschenfeindlichkeit" zu nennen, das war ein Vorschlag.

 

Vielleicht ist es überhaupt ein Riesenproblem, dass Dinge nicht korrekt benannt werden. Sprache kann die Wirklichkeit nicht adäquat abbilden, aber sie sollte sich darum bemühen es möglichst korrekt zu tun.

 

"Ausgrenzung" ist mir zu technisch. Ich finde auch den Vorwurf, Menschen würden wegen ihrer Hautfarbe gehasst, für unpräzise. Der Vorwurf ist dramatisch, aber nicht korrekt. "Verachtung" würde es wohl eher treffen oder im konkreten Tun "Ablehnung".

 

Im Grunde geht es immer wieder darum, dass man anderen Menschen das Menschsein und die gleiche Würde abspricht, dass man Menschen zu Objekten degradiert oder als weniger wert betrachtet. Das ist in jedem Menschen eingebaut, meine Kinder sind mir wertvoller als andere Kinder, und so kommt auf der politischen Ebene eben Ablehnung von Fremden gegenüber heraus oder von Leuten, die mir weniger ähnlich sind.

 

Dazu kommt aber, dass diese Ablehnung auf der politischen Ebene ungleich verläuft und ein fest zementiertes Oben und Unten institutionalisiert hat: Europäer schauen kontinuierlich auf Afrikaner herab und behandeln sie als Menschen zweiter Klasse.

 

Das ist der Unterschied zur schlichten Fremdenfeindlichkeit.

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Marcellinus

 

vor 11 Minuten schrieb nannyogg57:

Im Grunde geht es immer wieder darum, dass man anderen Menschen das Menschsein und die gleiche Würde abspricht, dass man Menschen zu Objekten degradiert oder als weniger wert betrachtet. Das ist in jedem Menschen eingebaut, meine Kinder sind mir wertvoller als andere Kinder, und so kommt auf der politischen Ebene eben Ablehnung von Fremden gegenüber heraus oder von Leuten, die mir weniger ähnlich sind.

 

Sag es noch etwas allgemeiner: Unser Gehirn funktioniert mit Mustern und Ähnlichkeiten, und mit Zu- bzw. Abneigung, wobei die Abneigung umso größer ist, je fremder uns etwas ist, und die Zuneigung umso größer, je positiver unsere Erfahrungen mit etwas sind, was wir kennen, oder zu kennen meinen. Jemand die Ablehnung von Fremdem vorzuwerfen, ist ebenso sinnlos, wie Zuneigung zu allem und jedem kommandieren zu wollen. 

 

Es ist wie oft in letzter Zeit der Versuch, zwischenmenschlichen Umgang zu moralisieren, und mit Empörung auf alles zu reagieren, was man selbst moralisch verwerflich findet, ohne daß übrigens sicher ist, daß sich der, der sich da empört, an seine eigene Moral auch hält, oder daß sie auch nur allgemein wünschenswert wäre. Moral funktioniert nur in kleinen Gruppen, und ist auch keineswegs überall gleich. Dafür haben Menschen schon vor Jahrtausenden Gesetze erfunden. Die funktionieren auch ohne moralische Empörung, und sanktionieren nicht Gesinnungen, sondern überprüfbare Taten. Gedankenpolizei auf der Suche nach der einzig richtigen moralischen Haltung ist dagegen die Pest unserer Zeit. 

 

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helmut
vor 25 Minuten schrieb Marcellinus:

 

 

Sag es noch etwas allgemeiner: Unser Gehirn funktioniert mit Mustern und Ähnlichkeiten, und mit Zu- bzw. Abneigung, wobei die Abneigung umso größer ist, je fremder uns etwas ist, und die Zuneigung umso größer, je positiver unsere Erfahrungen mit etwas sind, was wir kennen, oder zu kennen meinen. Jemand die Ablehnung von Fremdem vorzuwerfen, ist ebenso sinnlos, wie Zuneigung zu allem und jedem kommandieren zu wollen. 

 

Es ist wie oft in letzter Zeit der Versuch, zwischenmenschlichen Umgang zu moralisieren, und mit Empörung auf alles zu reagieren, was man selbst moralisch verwerflich findet, ohne daß übrigens sicher ist, daß sich der, der sich da empört, an seine eigene Moral auch hält, oder daß sie auch nur allgemein wünschenswert wäre. Moral funktioniert nur in kleinen Gruppen, und ist auch keineswegs überall gleich. Dafür haben Menschen schon vor Jahrtausenden Gesetze erfunden. Die funktionieren auch ohne moralische Empörung, und sanktionieren nicht Gesinnungen, sondern überprüfbare Taten. Gedankenpolizei auf der Suche nach der einzig richtigen moralischen Haltung ist dagegen die Pest unserer Zeit. 

 

"Sag es noch etwas allgemeiner: Unser Gehirn funktioniert mit Mustern und Ähnlichkeiten, und mit Zu- bzw. Abneigung, ..."

 

das ist richtig. manche nennen es soziale wahrnehmung. es geschieht auf der individuellen ebene. die wahrnehmung wird vom gehirn konstruiert und kann objektiv falsche informationen erzeugen.

 

"wobei die Abneigung umso größer ist, je fremder uns etwas ist, und die Zuneigung umso größer, je positiver unsere Erfahrungen mit etwas sind, was wir kennen, oder zu kennen meinen. Jemand die Ablehnung von Fremdem vorzuwerfen, ist ebenso sinnlos, wie Zuneigung zu allem und jedem kommandieren zu wollen. "

 

das ist falsch. im zusammenhang mit gruppen ist es ein rassistischer stereotyp.

 

"Es ist wie oft in letzter Zeit der Versuch, zwischenmenschlichen Umgang zu moralisieren, und mit Empörung auf alles zu reagieren, was man selbst moralisch verwerflich findet, ohne daß übrigens sicher ist, daß sich der, der sich da empört, an seine eigene Moral auch hält, oder daß sie auch nur allgemein wünschenswert wäre. Moral funktioniert nur in kleinen Gruppen, und ist auch keineswegs überall gleich. Dafür haben Menschen schon vor Jahrtausenden Gesetze erfunden. Die funktionieren auch ohne moralische Empörung, und sanktionieren nicht Gesinnungen, sondern überprüfbare Taten. Gedankenpolizei auf der Suche nach der einzig richtigen moralischen Haltung ist dagegen die Pest unserer Zeit."

 

ich habe keine moral. ich bin evolutionär geprägt. durch erziehung wird die vorprägung zu einer ausprägung. wenn diese evolutionäre prägung nicht wäre, würde die menschheit nicht existieren. dass  es dazu widersprüchliche existenzen gibt, kann man in der biologischen evolution auch im tierreich sehen. diese gelangen in der tendenz nicht zur  ausreichenden vermehrung. Sie werden sexuell selektiert. dieser biologische prozeß wird beim menschen durch kulturelle und psychologische evolution begleitet.

 

das verhältnis zwischen individuellem und der zugehörenden gemeinschaft , also gerade zwischen menschen die sich kennen, ist von norbert elias analysiert worden. gerade dort treten machtverhältnisse, ausbeutungsverhältnisse, ausgrenzung diskriminierung, verachtung, das ganze spektrum des rassismus zwischen verschiedenen  gruppen derselben gemeinschaft auf.

das ist dann von anderen "rassismus ohne rassen" genannt worden. da es ein entwicklungsprozeß ist, gelangen auch diese verhältnisse in eine positive richtung. es ist gegenseitiges  helfen, eine form des kalkulierten egoismus die mich mit meiner fremdländischen nachbarin umgehen läßt. sie kauft für mich mit ein, so lebe ich länger und ich erkläre ihr deutsche/österreichische gewohnheiten.

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nannyogg57

Ich lehne mich jetzt mal ganz weit zum Fenster raus: Es hat was damit zu tun, dass man die Opferrolle besetzt. Damit kann man sein Verhalten nämlich legitimieren. "Die Schwarzen nehmen uns die guten Arbeitsplätze weg, dann sind wir arm" wäre so eine Logik, um Unterdrückung zu zementieren. Die Kritik am Islam, als anderes Beispiel von Feindlichkeit gegen eine Gruppe, ist ganz oft davon geprägt, dass man ja das Opfer ist, das vom bösen Islam überwältigt werden soll.

 

Ressentiments entstehen aus einer Position der Schwäche und richtig gefährlich werden sie, wenn man eben nicht wirklich schwach ist, sondern sich das nur einbildet. So isses zumindest heutzutage, selbst Typen vom rechten Rand gebrauchen den Umweg über die Opferrolle.

 

Dann erst kommt das Hervorheben, dass man persönlich die erste Wahl sei, die anderen dagegen in irgendeiner Weise korrumpiert. Auch hier geht man mit dem Zeitgeist. Früher behauptete man, je dunkler die Hautfarbe, desto weniger intelligent sei der Betreffende, heute geht es um höhere Kriminalität oder Ähnliches.

 

Und das ist halt ein Teufelskreis. Mafiöse internationale Strukturen werden da nicht berücksichtigt, da liegen die Europäer und Asiaten vorn, da zählt nur die Kriminalität der Straße, die ganz oft Folge der Marginalisierung ist.

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helmut
vor 44 Minuten schrieb nannyogg57:

Ich lehne mich jetzt mal ganz weit zum Fenster raus: Es hat was damit zu tun, dass man die Opferrolle besetzt. Damit kann man sein Verhalten nämlich legitimieren. "Die Schwarzen nehmen uns die guten Arbeitsplätze weg, dann sind wir arm" wäre so eine Logik,  .....

ich lehne mich noch weiter hinaus. auch ein schwarzer kann sein opferrolle heroisieren. wer seit generationen in der opferrolle ist, hat ev. eine opfermentalität. sie ließe sich evolutionär leicht erklären. wer überlebte und pflanzte sich fort, vielleicht sogar mit männlicher weißer hilfe? der angepaßte, der duckmäuser, der nicht an den verhältnissen rüttelte. es ist eine evolutionäre mentalitätsselektion.

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nannyogg57

Da würde ich dir widersprechen. Ich habe diese Woche stundenlang zu Martin Luther King (beruflich) recherchiert. Die Leiter der Organisationen für Bürgerrechte in Montgomery warteten 1955 schon länger auf einen Zwischenfall im öffentlichen Nahverkehr. Ihr größtes Problem war es, die schwarze Bevölkerung zu aktivieren.

 

Die Schwarzen waren Opfer und sie waren daran gewöhnt Opfer zu sein. Heroisiert aber wurde das nicht. Es ist ein Trägheitsmoment.

 

Die paar Generationen seit Beginn der Sklaverei reichen nicht aus um Charaktereigenschaften genetisch signifikant weiterzugeben. Bei Menschen ist das eine Sache des Kopfes.

 

Sonst müssten ja auch, genetisch bedingt durchs Patriarchat, alle Frauen Duckmäuserinnen sein und das Patriarchat gibt es schon viel länger.

 

(Trau dich, das zu behaupten!)

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helmut
vor 28 Minuten schrieb nannyogg57:

Da würde ich dir widersprechen. Ich habe diese Woche stundenlang zu Martin Luther King (beruflich) recherchiert. Die Leiter der Organisationen für Bürgerrechte in Montgomery warteten 1955 schon länger auf einen Zwischenfall im öffentlichen Nahverkehr. Ihr größtes Problem war es, die schwarze Bevölkerung zu aktivieren.

 

Die Schwarzen waren Opfer und sie waren daran gewöhnt Opfer zu sein. Heroisiert aber wurde das nicht. Es ist ein Trägheitsmoment.

 

Die paar Generationen seit Beginn der Sklaverei reichen nicht aus um Charaktereigenschaften genetisch signifikant weiterzugeben. Bei Menschen ist das eine Sache des Kopfes.

 

Sonst müssten ja auch, genetisch bedingt durchs Patriarchat, alle Frauen Duckmäuserinnen sein und das Patriarchat gibt es schon viel länger.

 

(Trau dich, das zu behaupten!)

sie brauchten, gebrauchten ihre frauen, also mußten sie leben.  nein ernsthaft ich machte mich auf die suche und fand ein buch mit einem beitrag von

 

Andrea Nieszery Class, race, gender… neighbourhood? Zur Bedeutung von Quartierseffekten in der europäischen Stadtforschung. ............................. 107

 

in https://download.e-bookshelf.de/download/0000/0168/70/L-G-0000016870-0002372014.pdf 

 

und https://uol.de/f/1/inst/sowi/ag/stadt/download/Hubrich_2009.pdf

 

kannst du etwas finden. es sind komplexe soziologische bedingungen.

 

es ist nicht mein gebiet. bis auf frauen im patriarchat.

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Die Angelika
Am 9.6.2020 um 23:24 schrieb helmut:

die beurteilung der männlichen beschneidung  als verbrechen oder grundlage  des judentums war die quelle von modentscheidungen, die auch meine postings betrafen und andere postings die ich für wertvoll halte. mit welchem user soll ich mich darüber unterhalten?

 

So unterschiedlich kann Wahrnehmung sein.

Aus meiner Sicht war nicht die Beurteilung der männlichen Beschneidung als Verbrechen oder Grundlage des Judentums die Quelle von Modentscheidungen, sondern die Beurteilung der Vertreter ersterer Position als antisemitisch und die daraus resultierende Empörung der so Beurteilten die Quelle von Modentscheidungen.

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Die Angelika
Am 9.6.2020 um 23:34 schrieb helmut:

du mußt die grundlagen meiner gedanken lesen wenn es dich interessiert, wenn du neugierig bist. ich weise sie nach.  sie kommen aus dem internet bzw. buchhinweisen aus dem internet. das wäre die voraussetzung für eine diskussion. wer das nicht macht, kann still sein. wer weder das eine noch das andere macht, unterliegt der gefahr des vorurteils oder der persönlichen anwürfe.

 

durch das Lesen der Grundlagen deiner Gedanken ist noch lange nicht gewährleistet, dass du verstanden wirst.

Bei mir kommt nur leider an, dass du davon ausgehst, dass diejenigen, die dich nicht verstehen und/oder dir nicht zustimmen, die Grundlagen deiner Gedanken nicht gelesen haben und deshalb still zu sein haben, weil du deren andere Position sehr schnell als Vorurteil oder persönliche Anwürfe einordnest.

Dadurch wirkst du auf mich manchmal arrogant und wenig diskussionsbereit. Es wirkt auf mich, als erwartest du von anderen wesentlich mehr Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit den Grundlagen deiner Gedanken als du selbst bereit bist in die Auseinandersetzung mit den Grundlagen derer Gedanken zu investieren.

Das finde ich persönlich sehr schade, weil ich manche deiner Gedankenansätze interessant finde, es mir aber auf Dauer zu aufwendig ist, mich jeweils auch noch damit auseinandersetzen zu sollen, dass du mich als vorurteilsbehaftet oder dich persönlich angreifend empfindest.

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Die Angelika
Am 9.6.2020 um 23:39 schrieb helmut:

ich bin kein löschfreund. ich empfahl als alternative einen mod-kommentar.

 

inwiefern sollte der Moderator das kommentieren?

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Die Angelika
Am 10.6.2020 um 02:14 schrieb helmut:
Am 9.6.2020 um 23:49 schrieb Ennasus:


....Das ist deine Kritik an der Moderation und an anderen Usern, die ich in der Form, wie du sie äußerst, für sehr schwer erträglich halte.

....Wenn du das tust, wirst du aushalten müssen, dass man darauf eingeht.....

ja.

wie willst du eine etablierten-außenseiter-figuration verändern? indem  du dem etablierten erklärst wie unschön doch seine rolle ist, die ihm aber nur macht und damit vorteile bringt? ich bin für einen klaren spiegel und helles licht.

 

Diese Antwort verstehe ich nicht

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Die Angelika
Am 10.6.2020 um 02:25 schrieb helmut:

ich denke, das "will" ist nicht gesagt, geschrieben. was jemand will, kann ich nicht wissen. aber die folgen, die wahrscheinlichen folgen kann ich schon eher beurteilen, wenn ich mir die bedeutung vor augen halte. wer wollte die bedeutung hören? ich habe nachgelesen. aus einem inneren verständnis von religion allgemein und hier des judentums, habe ich den satz verstanden und verteidigt. hier hätte ich einen inhaltlichen ev. korrigierenden eingriff (redaktion??)  gewünscht.

 

Du hattest nicht "will" geschrieben, ein anderer User aber sehr wohl.

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Die Angelika
Am 10.6.2020 um 08:45 schrieb mn1217:

Wer anderen "Frechheiten"und " Boshaftigkeit"unterstellt,sollte sich vielleicht nicht wundern,selbst eins auf die Mütze zu bekommen. 

Behandele andere so,wie du selbst behandelt werden willst.

 

Hat dieser Thread hier nicht Überschneidungen mit zB der

"Diskussionskultur"?

 

Ich verweise auf Franks Posting.

"Das ist eine boshafte Interpretation" ist nicht gleichbedeutend mit "Du bist boshaft" zu betrachten.

Auf deine weiteren Auslassungen lasse ich mich nicht mehr ein.

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Die Angelika
Am 10.6.2020 um 13:57 schrieb Marcellinus:

Sag es noch etwas allgemeiner: Unser Gehirn funktioniert mit Mustern und Ähnlichkeiten, und mit Zu- bzw. Abneigung, wobei die Abneigung umso größer ist, je fremder uns etwas ist, und die Zuneigung umso größer, je positiver unsere Erfahrungen mit etwas sind, was wir kennen, oder zu kennen meinen. Jemand die Ablehnung von Fremdem vorzuwerfen, ist ebenso sinnlos, wie Zuneigung zu allem und jedem kommandieren zu wollen. 

 

Hinzu kommt, dass dieser Abneigungsreflex  bezüglich Fremdem zuerst einmal sogar überlebenswichtig ist. Würden Menschen alles vorbehaltlos umarmen, was ihnen in die Quere kommt, würden sie sich selbst gefährden. Deshalb betrachten wir Fremdes erst einmal mit Vorsicht. Ob wir uns dann näher darauf einlassen wollen, sollte unsere individuelle Entscheidung sein dürfen. Ich darf als Individuum den einen Menschen sympathisch und den anderen unsympathisch finden und deshalb mit dem einen weiteren Kontakt pflegen, während ich mit dem anderen keinen weiteren Kontakt wünsche.

Wenn ich da an Schulen denke, wie schnell da von Ausgrenzung oder gar Mobbing gesprochen wird, nur weil die einen nicht immer und alles mit allen anderen Klassenkameraden machen wollen. Da wird so getan, als müssten sich in einer Klasse alle unbedingt liebhaben. Logisch sollte Teamfähigkeit eingeübt werden, das kann aber nicht heißen, dass jeder unbedingt mit jedem können muss. Selbst bei der Arbeit versucht man Teams nach Möglichkeit so zusammenzustellen, dass die Mitglieder gut miteinander klarkommen.

 

Problematisch wird es mMn erst, wenn es sich um eine Ablehnung handelt, die gesellschaftlich so verankert ist, dass sie sich in ihrer Begründung aus der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe speist und zu gesellschaftlichen Nachteilen für die Angehörigen dieser Gruppe führt.

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Die Angelika
Am 10.6.2020 um 14:59 schrieb helmut:

"wobei die Abneigung umso größer ist, je fremder uns etwas ist, und die Zuneigung umso größer, je positiver unsere Erfahrungen mit etwas sind, was wir kennen, oder zu kennen meinen. Jemand die Ablehnung von Fremdem vorzuwerfen, ist ebenso sinnlos, wie Zuneigung zu allem und jedem kommandieren zu wollen. "

 

das ist falsch. im zusammenhang mit gruppen ist es ein rassistischer stereotyp.

 

So wie es da steht, ist es nicht falsch.

Ob es in Zusammenhang mit Gruppen ein rassistischer Stereotyp ist, halte ich in dieser pauschalen Formulierung für fraglich.

Ist eine Mutter eine Rassistin, wenn sie nicht möchte, dass ihr Kind mit einer bestimmten Gruppe von Kindern nicht spielt?

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Die Angelika
Am 10.6.2020 um 16:14 schrieb helmut:

ich lehne mich noch weiter hinaus. auch ein schwarzer kann sein opferrolle heroisieren. wer seit generationen in der opferrolle ist, hat ev. eine opfermentalität. sie ließe sich evolutionär leicht erklären. wer überlebte und pflanzte sich fort, vielleicht sogar mit männlicher weißer hilfe? der angepaßte, der duckmäuser, der nicht an den verhältnissen rüttelte. es ist eine evolutionäre mentalitätsselektion.

 

natürlich kann der Angehörige einer gesellschaftlich benachteiligten Gruppe seine Opferrolle heroisieren. Das ändert aber nichts daran, dass er benachteiligt wird.

Der Verweis auf die Opferrolle kann auch dazu benutzt werden, sich nicht mit tatsächlicher gesellschaftlicher Benachteiligung auseinandersetzen zu müssen.

 

Zudem ist es für jemanden, der das unbeteiligt von außen betrachtet, sehr leicht, diese Menschen als Angepasste, Duckmäuser, die nicht an den Verhältnissen rütteln, zu bezeichnen.

Dass dieses Rütteln an den Verhältnissen mit Gefahr für Leib und Leben verbunden sein kann, hat die GEschichte doch ift genug gezeigt.

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mn1217
vor einer Stunde schrieb Die Angelika:

 

Ich verweise auf Franks Posting.

"Das ist eine boshafte Interpretation" ist nicht gleichbedeutend mit "Du bist boshaft" zu betrachten.

Auf deine weiteren Auslassungen lasse ich mich nicht mehr ein.

Doch. Wer nicht boshaft ist,interpretiert nämlich auch nicht boshaft.

Und wenn du nett behandelt werden möchtest,dann mach das auch umgekehrt.

"Frechzeiten" ist schon sehr heftig., "Boshaft" auch.

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Die Angelika
vor einer Stunde schrieb mn1217:

Doch. Wer nicht boshaft ist,interpretiert nämlich auch nicht boshaft.

Und wenn du nett behandelt werden möchtest,dann mach das auch umgekehrt.

"Frechzeiten" ist schon sehr heftig., "Boshaft" auch.

 

Schau mal da

Wenn du nur mal deine Äußerungen auch selbst beherzigen würdest....

Aber mir wurde der Ignore-Modus von höchster Forenautorität ans Herz gelegt, den schalte ich jetzt für dich an.

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mn1217

Du siehst ( naja,leider nicht) ein Fragezeichen .

Der link führt zu einem Thread,in dem ich gar nicht sehr aktiv war.

 

Und ich habe dich oder andere nie als boshaft oder unverschämt bezeichnet.

 

 

Edited by mn1217

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Die Angelika
vor 38 Minuten schrieb mn1217:

 

Und ich habe dich oder andere nie als boshaft oder unverschämt bezeichnet.

 

 

 

ich dich auch nicht.

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helmut
Am 11.6.2020 um 14:47 schrieb Die Angelika:

 

Diese Antwort verstehe ich nicht

mußt du bei norbert elias nachlesen. ich brachte bereits einen hinweis zwecks erweiterung der perspektive.

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helmut
Am 11.6.2020 um 14:37 schrieb Die Angelika:

 

....die Beurteilung der Vertreter ersterer Position als antisemitisch ....

ein antisemitischer stereotyp kann als antsemitisch bezeichnet werden. wer es noch nicht weiß, das kann möglich sein, kann es lernen. das wäre eine perspektiverweiterung.

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