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philipph

Katholische Katechese: Heilsnotwendigkeit des Glaubens

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philipph

Ich kiefel gerade an folgender Stelle im KKK:

 

161 An Jesus Christus und an den zu glauben, der ihn um unseres Heiles willen gesandt hat, ist notwendig, um zum Heil zu gelangen. Weil es aber ,ohne Glauben unmöglich ist, Gott zu gefallen und zur Gemeinschaft seiner Söhne zu gelangen, so wurde niemandem jemals ohne ihn Rechtfertigung zuteil, und keiner wird das ewige Leben erlangen, wenn er nicht in ihm ausgeharrt hat bis ans Ende

 

Heisst das kurz gesagt, dass alle die nicht kurz vor ihrem Tod an Gott geglaubt haben in die Hölle kommen? Vielleicht gibt es katholische Experten, die mir das genauer erklären können, denn ich hatte eigentlich die Vorstellung dass GOTT entscheidet, wer wohin kommt (abgesehen von den Heiligsprechungen der Kirche). 

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nannyogg57

Ich denke, dass Gott nicht verpflichtet ist sich an den KKK zu halten.

  • Haha 2

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philipph
vor 2 Stunden schrieb rorro:

 

Nein, das heißt es nicht. Vergleiche dazu bitte KKK 847, zitierend aus Lumen Gentium vom bislang letzten Ökumenischen Konzil:

 

 

Wie kann man diese beiden Stellen harmonisieren? Das ist nicht leicht - und vielleicht ist meine Herangehensweise auch willkürlich. Doch weil KKK 161 vom "Ausharren" spricht, richtet es sich in meinen Augen eher an Christen, die drohen den Glauben zu verlassen. Über diese hat die Kirche von Beginn an anders geurteilt als über die die, die nie an Christus geglaubt haben. Doch auch dieses Urteil ist immer ein allgemeines gewesen, nicht ein spezifisches. Über keinen Menschen hat die Kirche definitiv gesprochen, daß er oder sie fernab von Gott sei (=Hölle).

vielleicht ist deine herangehensweise willkürlich, aber sicherlich macht sie Sinn. Ich bin deiner Spur gefolgt und dein Verdacht hat sich meiner Ansicht nach erhärtet.

 

Der Übersichtlichkeit nochmal das Zitat (KKK161):


 

Zitat

 

An Jesus Christus und an den zu glauben, der ihn um unseres Heiles willen gesandt hat, ist notwendig, um zum Heil zu gelangen [Vgl. z. B. Mk 16,16; Joh 3,36; 6,40.].

 

,,Weil es aber ,ohne Glauben unmöglich ist, Gott zu gefallen‘ (Hebr 11,6) und zur Gemeinschaft seiner Söhne zu gelangen, so wurde niemandem jemals ohne ihn Rechtfertigung zuteil,

und keiner wird das ewige Leben erlangen, wenn er nicht in ihm ,ausgeharrt hat bis ans Ende‘ (Mt 10,22; 24,13)"    (1. Vatikanisches K.: DS 3012

 

 

Im ersten Satz wird auf drei Bibelstellen verwiesen. In den Stellen wird vorausgesetzt, dass man Gottes Offenbarung erlangt hat und dennoch nicht glaubt. In der letzten Stelle ist sogar die Rede davon, dass man Gott sieht, aber nicht an ihn glaubt. Hier gibt es also keine Schwierigkeiten KKK 161 in Kombination mit KKK 847 zu lesen.

 

Der zweite Satz lässt sich entzwei teilen.

 

In Teil 1 (durch fettes UND von Teil 2 getrennt) geht es um die Rechtfertigung, die nur möglich ist, wenn man glaubt. Auch hier ist der Begriff Glaube aber als Akt des Menschen zu verstehen, der nicht zwingend auf die Wahrheit gerichtet sein muss, sondern mehr eine Bereitschaft zum Glauben darstellt. Zu diesem Schluss komme ich aufgrund der beiden Verweise. Zuerst wird auf Hebr 11, 6 verwiesen: "Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer hinzutreten will zu Gott, muss glauben, dass er ist und dass er die, die ihn suchen, belohnen wird." Das fettmarkierte bestätigt mich in meiner Vermutung. Man muss glauben dass es da etwas gibt, aber dieses etwas muss nicht unbedingt schon mit dem etwas der Kirche übereinstimmen. Als zweites wird auf ein Dekret des Vat.Konzil verwiesen. Dort heisst es " Da der Mensch in gänzlicher Abhängigkeit von Gott, seinem Schöpfer und Herrn steht, und der erschaffene Verstand der unerschaffenen Wahrheit vollständig unterworfen ist, so sind wir verpflichtet, wenn Gott sich offenbart, Ihm durch den Glauben vollen Gehorsam des Verstandes und Willens zu leisten. " Auch das bestätigt mich in meiner Interpretation des ersten Teilsatzes.

 

Im zweiten Teil stimme ich dir in deiner Interpretation vom Ausharren im Glauben zu. Als Grund dafür dienen mir die beiden Verweise an das Matthäusevangelium. In 10, 22 heißt es zum Beispiel:" Ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. wer aber bis zum Ende standhaft bleibt der wird gerettet. "

 

 

Du könntest also ziemlich richtig liegen @rorro

Edited by philipph

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