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Flo77

Was darf die Satire?

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Alfons
vor 6 Stunden schrieb Gerhard Ingold:

 

"Darum müssen Behauptungen, hinter der Bibel und dem Koran stünde eine göttliche Autorität, ähnlich wie Rechtsextremismus auf das schärfste bekämpft werden.”

[...]

Das aber ist Staatsaufgabe. 

 

Nein, im Gegenteil. Aufgabe des Staates ist es, die freie Ausübung der Religion zu gewährleisten. Jedenfalls in Deutschland. Grundgesetz Paragraph 4, Absätze 1 und 2: "Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet."

Die Behauptung, es sei Aufgabe des Staates, religiöse Bekenntnisse zu bekämpfen, ist falsch. Das Gegenteil ist richtig.

 

Der Wunsch, es möge anders sein, wäre - so er hier geäußert würde - eine Meinung. Die kann man haben. Muss dann aber damit rechnen, als Gegner der demokratischen Verfassung angesehen zu werden.

 

PS: Wir sind hier OT. Thema des Threads ist "Was darf Satire?" nicht "Was darf Religion?"

 

Edited by Alfons
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Gerhard Ingold
vor 38 Minuten schrieb Alfons:

 

Nein, im Gegenteil. Aufgabe des Staates ist es, die freie Ausübung der Religion zu gewährleisten. Jedenfalls in Deutschland. Grundgesetz Paragraph 4, Absätze 1 und 2: "Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet."

Die Behauptung, es sei Aufgabe des Staates, religiöse Bekenntnisse zu bekämpfen, ist falsch. Das Gegenteil ist richtig.

 

Der Wunsch, es möge anders sein, wäre - so er hier geäußert würde - eine Meinung. Die kann man haben. Muss dann aber damit rechnen, als Gegner der demokratischen Verfassung angesehen zu werden.

 

PS: Wir sind hier OT. Thema des Threads ist "Was darf Satire?" nicht "Was darf Religion?"

 

Es geht mir sicher nicht darum, religiöse Bekenntnisse zu bekämpfen. Was ich geschrieben habe, geht es um Extremismus wie es der Rassismus und die Fremdenfeindlichkeit ist. Diese sind mit keine Logik begründbar.

 

Und der Staat muss auch die Nichtgläubigen und ihre Freiheit schützen.

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Gerhard Ingold
vor 1 Stunde schrieb ThomasB.:

Genau das tue ich. Ich bin überzeugt davon, dass hinter der Bibel eine göttliche Autorität steht. Deine Drohung, mich zu bekämpfen, habe ich schon vor einer Woche zur Kenntnus genommen. Dass sie von der Moderation toleriert wird, auch.

 

Wieso Du Dich von mir bedroht fühlst, wenn ich Extremismus meine, wundert mich. Fühlst Du Dich als Extremist? 

 

Wenn ich den Eindruck vermittle, ich würde Dich in diese Ecke drängen, tut es mir leid.

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ultramontanist
vor 8 Stunden schrieb ThomasB.:

Genau das tue ich. Ich bin überzeugt davon, dass hinter der Bibel eine göttliche Autorität steht. Deine Drohung, mich zu bekämpfen, habe ich schon vor einer Woche zur Kenntnus genommen. Dass sie von der Moderation toleriert wird, auch.

:2handed::bow_arrow:

Bekämpfen beinhaltet doch nicht unbedingt Gewalt. Zu der Gerhard doch nie aufgerufen hat.

Man kann doch behaupten, dass Thomas B (oder Ultramontanist, oder Gerhard I)dummen und gefährlichen Unsinn schreiben und den mit Argumenten bekämpfen.

Man kann den politischen oder weltanschaulichen Gegner mit Worten bekämpfen. So wie Grüne und Union das zumindest früher taten:evil:

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ThomasB.
vor 8 Stunden schrieb Gerhard Ingold:

Wieso Du Dich von mir bedroht fühlst, wenn ich Extremismus meine, wundert mich.

Von Extremismus ist in dem fraglichen Beitrag nicht die Rede. Der liest sich so, dass alle, die der Bibel eine wie auch immer geartete göttliche Autorität beimessen, mit Rechtsextremisten gleichzusetzen seien und auf das Schärfste bekämpft werden müssen. Eine Eingrenzung auf Extremisten (wie immmer man das definieren soll) ist dem Beitrag nicht zu entnehmen. Daher meine Reaktion. Und ob Du nur Extremisten meinst oder was überhaupt meinst, kann ich nicht wissen. Ich kann nur wissen, was Du geschrieben hast.

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Gerhard Ingold
vor 14 Stunden schrieb ThomasB.:

Genau das tue ich. Ich bin überzeugt davon, dass hinter der Bibel eine göttliche Autorität steht. Deine Drohung, mich zu bekämpfen, habe ich schon vor einer Woche zur Kenntnus genommen. Dass sie von der Moderation toleriert wird, auch.

 

Mir ging und geht es immer um Extremismus. Wenn anders müsste ich ja auch meine gläubige islamische Frau bekämpfen. 

 

Können wir uns da finden, ohne uns gegenseitig anfeinden zu müssen?

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phyllis
14 hours ago, Alfons said:

PS: Wir sind hier OT. Thema des Threads ist "Was darf Satire?" nicht "Was darf Religion?"

Was denn. Religion ist doch Satire. Wenn auch schlechte. :evil:

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Gerhard Ingold
vor 1 Stunde schrieb phyllis:

Was denn. Religion ist doch Satire. Wenn auch schlechte. :evil:

 

Da bin ich eigentlich bei Dir. Aber wenn man so in die Religion hineinerzogen wird, wie ich das am eigenen Leib erlebt und wie ich das bei vielen Menschen beobachtet habe, war und ist Religion für diese Menschen keine Satire. 

 

Mich haben die Grundgedanken Jesus schon früh angezogen und sie waren es auch, an denen mein Glaube zerbrochen ist. Es war für mich das Schlimmste, zu beobachten, wie wenig die Grundgedanken Jesus im Leben von Christen sichtbar wurde. Schockiert war ich dann 1987 fast am Abschluss meiner dritten Ausbildung zum Pflegefachmann Psychiatrie. A.M. ein Freikirchenführer hielt in der damaligen Gemeinde, wo meine Familie und ich beheimatet waren, einen Vortrag gegen andere Freikirchen. Sie hätten einen "Geist von unten", wetterte er gegen die pfingstlich-charismatischen Freikirchen.

 

Von Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Versöhnlichkeit und Feindesliebe war da nichts zu spüren. 

 

Christentum ist daher tatsächlich eine Realsatire. Eine Satire darum, weil das Christentum die Liebe eines Jesus kaum oder selten mit Fingern gerührt hat. Christen versprühen eher einen rechthaberischen Hass, kaum besser als von Muslimen, als wirkliches Vorbild Jesus.

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Gerhard Ingold
vor 21 Stunden schrieb Alfons:

 

Nein, im Gegenteil. Aufgabe des Staates ist es, die freie Ausübung der Religion zu gewährleisten. Jedenfalls in Deutschland. Grundgesetz Paragraph 4, Absätze 1 und 2: "Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet."

Die Behauptung, es sei Aufgabe des Staates, religiöse Bekenntnisse zu bekämpfen, ist falsch. Das Gegenteil ist richtig.

 

Der Wunsch, es möge anders sein, wäre - so er hier geäußert würde - eine Meinung. Die kann man haben. Muss dann aber damit rechnen, als Gegner der demokratischen Verfassung angesehen zu werden.

 

PS: Wir sind hier OT. Thema des Threads ist "Was darf Satire?" nicht "Was darf Religion?"

 

 

Ich verstehe Dich, ThomasB usw. nun besser, was ihr meint.

 

Trotzdem solltet Ihr folgenden Gedanken bedenken: Die Atheisten und Agnostiker sind genauso zu schützen. Ihr Bekenntnis zum Nichtglauben ist "unverletzlich". "Die ungestörte" Nichtausübeung der Religion muss genauso "gewährleistet" sein.

 

Wie lange mussten wir für die Freiheit der Homosexuellen usw. kämpfen, weil sich die Religion in unser Nichtglauben hinein gemischt hat?  

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ThomasB.
vor 8 Stunden schrieb Gerhard Ingold:

Können wir uns da finden, ohne uns gegenseitig anfeinden zu müssen?

Gestern Abend hätte ich diese Frage mit Ja beantwortet.

 

Diese Hetztirade

vor 5 Stunden schrieb Gerhard Ingold:

Christen versprühen eher einen rechthaberischen Hass, kaum besser als von Muslimen, als wirkliches Vorbild Jesus. 

entlarvt aber das Scheinangebot eines Hasspredigers, der so lange gegen gläubige Menschen hetzt, bis andere die Konsequenzen ziehen, zu denen er zu feige ist.

 

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ultramontanist
vor 22 Minuten schrieb ThomasB.:

 

 

Diese Hetztirade

entlarvt aber das Scheinangebot eines Hasspredigers, der so lange gegen gläubige Menschen hetzt, bis andere die Konsequenzen ziehen, zu denen er zu feige ist.

 

 

Deine Sehnsucht endlich Märtyrer zu werden wird hier in Deutschland wohl nicht erfüllt werden.

Ich empfehle Dir Auswanderung:evil:

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ThomasB.
vor 5 Minuten schrieb ultramontanist:

Deine Sehnsucht endlich Märtyrer zu werden wird hier in Deutschland wohl nicht erfüllt werden.

Ich habe weder Sehnsucht noch Angst. Ich fürchte eher um andere, die sich nicht so gut wehren können.

Wir haben ja gehört, wie die AfD-Nazis nach Halle, Kassel und Hanau verlauten ließen, sie hätte das nicht so gemeint.

 

Ich wusste allerdings schon vor diesen Verbrechen, wie sie das gemeint haben, ich kann nämlich lesen. Deshalb habe mich über die Gaulands, Weidels und Storchens genauso wenig lustig gemacht wie über die Ingolds.

 

Hassprediger muss ma ernst nehmen. Die töten mit Worten. Und wollen es hinterher nicht gewesen sein.

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Gerhard Ingold
vor 45 Minuten schrieb ThomasB.:

Gestern Abend hätte ich diese Frage mit Ja beantwortet.

 

Diese Hetztirade

entlarvt aber das Scheinangebot eines Hasspredigers, der so lange gegen gläubige Menschen hetzt, bis andere die Konsequenzen ziehen, zu denen er zu feige ist.

 

Ich habe folgendes geschrieben:

"Da bin ich eigentlich bei Dir. Aber wenn man so in die Religion hineinerzogen wird, wie ich das am eigenen Leib erlebt und wie ich das bei vielen Menschen beobachtet habe, war und ist Religion für diese Menschen keine Satire. 

 

Mich haben die Grundgedanken Jesus schon früh angezogen und sie waren es auch, an denen mein Glaube zerbrochen ist. Es war für mich das Schlimmste, zu beobachten, wie wenig die Grundgedanken Jesus im Leben von Christen sichtbar wurde. Schockiert war ich dann 1987 fast am Abschluss meiner dritten Ausbildung zum Pflegefachmann Psychiatrie. A.M. ein Freikirchenführer hielt in der damaligen Gemeinde, wo meine Familie und ich beheimatet waren, einen Vortrag gegen andere Freikirchen. Sie hätten einen "Geist von unten", wetterte er gegen die pfingstlich-charismatischen Freikirchen.

 

Von Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Versöhnlichkeit und Feindesliebe war da nichts zu spüren. 

 

Christentum ist daher tatsächlich eine Realsatire. Eine Satire darum, weil das Christentum die Liebe eines Jesus kaum oder selten mit Fingern gerührt hat. Christen versprühen eher einen rechthaberischen Hass, kaum besser als von Muslimen, als wirkliches Vorbild Jesus."

 

Du kannst doch nicht einen Satzteil aus dem Zusammenhang reißen. Meinst Du es war lustig, zu erleben, was ich erlebt habe? 

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ThomasB.
vor 27 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

Meinst Du es war lustig, zu erleben, was ich erlebt habe? 

Nein. Ich weiß von Dir, dass Christen rechthaberischen Hass versprühen. Das habe ich zur Kenntnis genommen. Und das finde ich nicht lustig.

 

Ich würde es begrüßen, wenn Du mich einfach in Ruhe lassen würdest, aber Du kannst natürlich auch weiter gegen Menschen hetzen, um Deine therapeutischen Defizite aufzuarbeiten. Allerdings stehe ich nicht als Punchingball zur Verfügung, sondern ich wehre mich gegen Deine Attacken.

 

Hasspredigern, die Menschen gegeneinander hetzen und ganze Gruppen pauschal dämonisieren, muss man entgegentreten. Keinen Millimeter Raum für Unmenschen!

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ultramontanist
vor 2 Stunden schrieb ThomasB.:

Hassprediger muss ma ernst nehmen. Die töten mit Worten. Und wollen es hinterher nicht gewesen sein.

 

Nur fehlen eben Gehard die Schlägertruppe und Mordbrenner.

Die die Afd (und viele Formen des Islam) leider haben, und die das Christentum in seiner Geschichte jahrhundertelang auch hatte.

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Gerhard Ingold

Greta hat einen guten Gedanken formuliert;

 

"Wissenschaft und Demokratie sind stark miteinander verbunden - da sie beide auf Redefreiheit, Unabhängigkeit, Fakten und Transparenz basieren.

Wenn Sie die Demokratie nicht respektieren, dann werden Sie wahrscheinlich die Wissenschaft nicht respektieren. Und wenn Sie die Wissenschaft nicht respektieren, dann werden Sie wahrscheinlich die Demokratie nicht respektieren" (Internet).
 
Solange das Pharisäertum noch herrscht, ist man letztlich nicht an Dialog interessiert. 
 
Dieser Geist des Pharisäertums hat Jesus beseitigt und später Tausende auf den "Scheiterhaufen"  gebracht. Die Pharisäer unter den extremen Religiösen des Judentums, des Christentum und des Islams wollen keinen Dialog. Darum erklären sie Kritiker zu Hetzern und merken nicht, wie sie damit andere zum Schweigen zu bringen versuchen.

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Studiosus

Ich würde statt Gretas Thunberg lieber einmal etwas mit inhaltlichem und stilistischem Anspruch lesen. Etwa Dostojewskis (respektive Iwans Geschichte, die er seinem Bruder Aljoscha erzählt) Erzählung über den Großinquisitor aus den Brüdern Karamasow. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

Edited by Studiosus

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Gerhard Ingold
vor 1 Minute schrieb Studiosus:

Ich würde statt Gretas Thunberg lieber einmal etwas mit inhaltlichem und stilistischem Anspruch lesen. Etwa Dostojewskis (respektive Iwans Geschichte, die er seinem Bruder Aljoscha erzählt) Erzählung über den Großinquisitor aus den Brüdern Karamasow. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

 

Das ist eine Übersetzung aus dem Englischen. Aber stilistisch und inhaltlich klar. 

 

Theologen und Philosophen empfehle ich, den Menschen, die sie erreichen möchten, auf den Mund zu schauen. Wenn ich ihre Texte lese, dann sehe ich mehrheitlich, dass die Theologen und Philosophen kein Interesse und damit keine Liebe zu einfachen Menschen haben. Da ist eine Fremdwörterei zu finden, die Fern jeder Liebe ist. 

 

Ich hoffe, Greta lässt sich nie verbiegen.

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Gerhard Ingold

"Knapp vier Monate nach der Enthauptung des französischen Geschichtslehrers Samuel Paty durch einen Islamisten fürchtet erneut ein Pädagoge um sein Leben: Die Staatsanwaltschaft von Versailles ermittelt nach eigenen Angaben im Fall des Philosophielehrers Didier Lemaire. Er hatte nach dem Mord an Paty Mitte Oktober vor einem wachsenden Einfluss von Islamisten gewarnt und erhielt daraufhin Morddrohungen.

 

Lemaire steht inzwischen unter Polizeischutz. Er hatte Anfang November in der Zeitschrift „L’Obs“ einen offenen Brief veröffentlicht, in dem er dem französischen Staat vorwirft, keine wirksame Strategie gegen den Islamismus zu haben. In seinen 20 Berufsjahren als Gymnasiallehrer in dem Pariser Vorort Trappes sei er „Zeuge eines wachsenden islamistischen Einflusses“ geworden, schrieb er darin.""

Toleranter werden Menschen nicht dadurch, dass man sie wie Schoßhündchen behandelt. Man muss dem Islamismus aktiv widerstehen. Darum ist Satire wichtig. 

 

https://www.mena-watch.com/warnung-vor-islamismus-lehrer-in-frankreich-erhaelt-todesdrohungen/?no_cache=1613277984&fbclid=IwAR1S8rSZFxoClTPyUSs5BJ8zrm1p7KUGqt6BWrpJ8w4eMM9tvSMR4lpTMbA

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