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Frank

Katholisches Christsein ≠ Eucharistisches Christsein?

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Frank


Fronleichnam ist wohl das Fest, im Kirchenjahr, das am engsten mit katholischem Christsein verknüpft ist.
Ob Hochzeit, Diakonen-/ Priester-/ Bischofsweihe; ob Aussendung von Pastoral- oder Gemeindereferent*innen, ob Einsetzung von neuen Pfarrern oder pastoralen Mitarbeiter*innen, oder oder oder oder - wenn wir etwas mehr oder weniger feierlich, wenn wir etwas mehr oder weniger offiziell vollziehen - wir tun dies immer im Rahmen einer Eucharistiefeier.
Als in Lockdown l die Kirchen geschlossen waren bedeutete dies nur "Wir können keine Messe feiern." Der Bischof von Paderborn hat den Gemeinden freigestellt Wortgottesdienste mit Kommunionfeier anzubieten, wenn eine Messfeier nicht möglich ist.
Ist die Messe wirklich so zentral und konstituierend für katholisches Christsein, das wir katholische Spiritualität auf Eucharistisches Christsein reduzieren müssen?


"Katholisch" heisst "allumfassend" Wir haben, neben der Eucharistie, einen viel größeren Schatz an Gottesdienstformen. Stundengebet, Rosenkranzgebet, Andachten, Bitt- und Bussgänge, Wort-Gottes-Feiern.
Ist Katholisches Christsein am Ende des Tages nicht mehr als Eucharistisches Christsein?

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Einsteinchen

Seit man nicht mehr in die Kirche gehen kann, wegen der Pandemie, werden die anderen Frömmigkeitsformen tatsächlich aufgewertet.

Finde ich gut.

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Flo77

Zum "Katholischen Christsein" gehört die Teilnahme an der Messe an Sonn- und Feiertagen, der wenigstens jährliche Eucharistieempfang und die wenigstens jährliche Beichte. Das Leben im Katholischen Christsein ist also im Grunde ein sakramentales.

 

Diese Sakramentalität hängt natürlich und unmittelbar an der Eucharistie, der "Medizin der Seele", da in der Eucharistie der Katholik sich selbst in das Opfer Christi und das Versöhnungsgeschehen zwischen Gott und den Menschen einbringt. Es ist der sakramentale Akt der Übergabe des Irdischen an das Göttliche.

 

Alle anderen Frömmigkeitsformen sind gute Übung, ihnen fehlt aber die ursprüngliche Sakramentalität.

 

 

  • Thanks 1

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Gratia
vor 9 Stunden schrieb Frank:


Fronleichnam ist wohl das Fest, im Kirchenjahr, das am engsten mit katholischem Christsein verknüpft ist.
Ob Hochzeit, Diakonen-/ Priester-/ Bischofsweihe; ob Aussendung von Pastoral- oder Gemeindereferent*innen, ob Einsetzung von neuen Pfarrern oder pastoralen Mitarbeiter*innen, oder oder oder oder - wenn wir etwas mehr oder weniger feierlich, wenn wir etwas mehr oder weniger offiziell vollziehen - wir tun dies immer im Rahmen einer Eucharistiefeier.
Als in Lockdown l die Kirchen geschlossen waren bedeutete dies nur "Wir können keine Messe feiern." Der Bischof von Paderborn hat den Gemeinden freigestellt Wortgottesdienste mit Kommunionfeier anzubieten, wenn eine Messfeier nicht möglich ist.
Ist die Messe wirklich so zentral und konstituierend für katholisches Christsein, das wir katholische Spiritualität auf Eucharistisches Christsein reduzieren müssen?


"Katholisch" heisst "allumfassend" Wir haben, neben der Eucharistie, einen viel größeren Schatz an Gottesdienstformen. Stundengebet, Rosenkranzgebet, Andachten, Bitt- und Bussgänge, Wort-Gottes-Feiern.
Ist Katholisches Christsein am Ende des Tages nicht mehr als Eucharistisches Christsein?

 

Ich bedaure es auch, dass offenbar für viele Katholiken alles, was nicht Messe ist, nicht relevant ist.

Wenn ich aber insgesamt für viele Wochen nur sehr wenig haben kann, wähle ich auch eher eine Messe als eine Nicht-Messe. Erst recht, wenn die Alternative der quasi normale Gottesdienst nur ohne Eucharistiefeier ist, und das obendrein noch ohne Gesang.

Ja, die Kommunion hat mir im Frühjahr sehr gefehlt.

Hätte ich nur einmal wöchentlich zwischen Kommunion und Singen wählen können, wäre es allerdings schwierig geworden. Vielleicht abwechselnd...?

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gouvernante
vor 10 Stunden schrieb Frank:

Ist die Messe wirklich so zentral und konstituierend für katholisches Christsein, das wir katholische Spiritualität auf Eucharistisches Christsein reduzieren müssen?

Zum ersten Halbsatz: ja. Zum zweiten Halbsatz: das ist ein non sequitur.

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