rorro Geschrieben vor 20 Stunden Melden Geschrieben vor 20 Stunden (bearbeitet) vor 1 Stunde schrieb Cosifantutti: Ja natürlich hat dieser Kurienkardinal eine ganz fatale Rolle gespielt in der Entwicklung der Kirche Lateinamerikas nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Aber schon unter JPII hatte Ratzinger in den 80er Jahren der Befreiungstheologie pauschal sozusagen „marxistische“ Umtriebe unterstellt. Das wird zwar immer wieder so erzählt (von rechts wie links), ist aber ein Märchen. Wenn Du die beiden Dokumente aus der Feder Ratzingers zur Befreiungstheologie liest, dann stellt er keineswegs ein pauschales Urteil aus. Er kritisiert den Ansatz der marxistischen Interpretation ökonomischer Zustände (die in der Tat katastrophal waren und zum Teil immer noch sind), aber sagt nicht, daß die Befreiungstheologie per se dessen schuldig wäre. Er unterscheidet gut. Zu behaupten, es häbe diese marxistischen Fraktionen innerhalb der Befreiungstheologie nicht gegeben (und sie gibt es noch heute, siehe Frei Betto, einer der größten Fans von Fidel Castro), wäre höchstgradig naiv (ich habe nicht gessagt, daß Du diese geleugnet hättest). vor 1 Stunde schrieb Cosifantutti: Auch hatte sich Romero wiederholt darüber beklagt, dass sein Ansatz und sein Anliegen im Kern in Rom im Grunde überhaupt nicht verstanden wurde. Auch in der eigenen Bischofskonferenz war Romero mehr oder weniger isoliert….. Umso beeindruckender, dass er trotz mangelnder Unterstützung seiner eigenen Amtsbrüder“ ( Bischöfe, Kardinäle und auch JPII ) seinen Weg konsequent weiter gegangen ist und sein Lebenszeugnis wenigstens „posthum“ von Franziskus durch die Heiligsprechung gewürdigt wurde. Ja, JPII hat ihn nicht verstanden. Aber es hätte beiden klar sein können, warum sie sich gegenseitig nicht verstehen konnten, ihre Biographien ließen (leider) kein anderes Ergebnis zu. bearbeitet vor 19 Stunden von rorro Zitieren
Cosifantutti Geschrieben vor 7 Stunden Autor Melden Geschrieben vor 7 Stunden vor 12 Stunden schrieb rorro: Das wird zwar immer wieder so erzählt (von rechts wie links), ist aber ein Märchen. Wenn Du die beiden Dokumente aus der Feder Ratzingers zur Befreiungstheologie liest, dann stellt er keineswegs ein pauschales Urteil aus. Er kritisiert den Ansatz der marxistischen Interpretation ökonomischer Zustände (die in der Tat katastrophal waren und zum Teil immer noch sind), aber sagt nicht, daß die Befreiungstheologie per se dessen schuldig wäre. Er unterscheidet gut. Zu behaupten, es häbe diese marxistischen Fraktionen innerhalb der Befreiungstheologie nicht gegeben (und sie gibt es noch heute, siehe Frei Betto, einer der größten Fans von Fidel Castro), wäre höchstgradig naiv (ich habe nicht gessagt, daß Du diese geleugnet hättest). Ja, JPII hat ihn nicht verstanden. Aber es hätte beiden klar sein können, warum sie sich gegenseitig nicht verstehen konnten, ihre Biographien ließen (leider) kein anderes Ergebnis zu. Man kann das Schicksal der lateinamerikanischen Theologie der Befreiung durchaus vergleichen mit der „Nouvelle Theologie“ in Frankreich vor dem 2. Vatikanischen Konzil unter den Pius-Päpsten. Wurden führende französischen Theolgen dieser Zeit von der Kirchenleitung unter den Pius-Päpsten erheblich drangsaliert und ihre Forschungsarbeit in erheblichem Maße erschwert und behindert…..so wurden sie unter Johannes XXIII vollständig sozusagen „rehabilitiert“. Wichtige Impulse und Anliegen der „Nouvelle Theologie“ der französischen Theologen sind in die Dokumente des 2. Vatikanischen Konzils eingeflossen und wurden damit auch „Kirchenlehre“. Dieselbe Beobachtung kann man nun auch im Bezug auf die Theologie der Befreiung machen: Jon Sobrino; Leonardo Boff, Oscar Romero, Ernesto Cardenal wurden unter Franziskus auf verschiedene Weise „rehabilitiert“ und die Grundanliegen /zentralen Aspekte der Theologie der Befreiung wurden Bestandteil der Verkündigung von Franziskus und damit sozusagen auch ganz „offiziell“ Lehre der Kirche Zitieren
Cosifantutti Geschrieben vor 6 Stunden Autor Melden Geschrieben vor 6 Stunden Der 6. Evangelist...... Heute zum Hochfest Mariä Verkündigung hat Bach die wunderschöne Kantate "Wie schön leuchtet der Morgenstern" ( BWV 1 ) komponiert. Eine Kantate aus dem "Choralkantatenjahrgang". Grundlage dieser Kantate ist natürlich der wunderschöne Choral "Wie schon leuchtet der Morgenstern"..... mit seinen schönen poetischen Bildern.... die Choralstrophen atmen den Duft des Hoheliedes Salomos und der mystischen Tradition der Spiritualität..... die Braut-Bräutigam-Mystik....das Verlangen....das Einssein..... Kein Wunder, dass es zu dieser Kantate zahlreiche verschiedene Einspielungen gibt.... bwv 1 wie schön leuchtet der morgenstern - YouTube Die Einspielung von Gardiner wurde mit einem sehr interessanten Cover bedacht...: Wie schön leuchtet der Morgenstern, BWV 1: Wie schon leuchtet der Morgenstern (Chorus) Zitieren
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