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Erbsünde und Privilegien


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Bauchschmerzen beim Titel,es passt für mich so gar nicht zusammen. 

Verwirrung darüber,wohin damit. Umleitung bei Bedarf ist völlig okay.

 

Das Ganze entstand durch Postings im Nachbarthread,wo ich bestimmte Dinge als Privilegien bezeichnete und jemand anderes schrieb,das sei fpr ihn sehr Erbsünde. 

 

An die hatte ich da allerdings überhaupt nicht gedacht.

An sich finde ich aber interessant, zu sehen,wo da Verbindungen gesehen werden.

 

Was verstehe ich unter einem Privileg?

Bestimmte Umstände,die zum Vorteil gereichen. Meistens eher un"verdient",also ich habe nichts bis wenig dadür getan.

 

Wikipedia definiert: " Ein Vorrecht,das einer einzelnen Person oder Personengruppe zugeteilt wird".

In dem Sinn sind Geburtsland,Hautfarbe oder Geschlecht,die ich im damaligen Faden genannt habe,keine Privilegien. Sie können aber zu solchen führen.

Wenn jemand privilegiert ist,dann ist mMn kein schlechtes Gewissen nötig. 

Aber ein Bewusstsein,dass es eben ein Privileg ist,finde ich schon gut und Dankbarkeit schadet mMn auch nicht.

 

Was verstehe ich unter Erbsünde?

Erstmal ist es für mich eher ein theologischer Begriff;den ich in weltlichen Themen eher selten verwende.

Im besagten Fall bin ich gar nicht auf die Idee gekomnen,eine Verbindung herzustellen.

In der biblischen Paradieserzählung ist der Sündenfall,dass der Mensch entgegen Gottes Weisung handelt. 

 

Sünde ist für mich eine bewusste Entscheidung,von der ich weiss oder zumindest ahne,dass sie mir und/oder anderen schadet.Teilweise werden solche Entscheidungen ja bewusst getroffen,um zu schaden.

Und Sünde ist tatsächlich etwas,das Menschen vorbehalten ist. Nicht,dass Tiere einander nicht schaden können,aber sie tun es nicht in dem Sinn bewusst .

Insofern kann man sagen;dass es in de menschlichen Natur,im menschlichen Erbgut liegt,zu sündigen. 

Und dann gibt es natürlich die Entscheidungen und Taten,die so gravierend sind,dass sie auch noch Folgegenerationen belasten.  Die Folgegeneration "erbt"also die Sünde.

Diese zwei "Fäden" widersprechen sich mMn nicht.

 

Den Zusammenhang zu Privilegien aber sehe ich nicht.

Es sei denn,ich definiere mein Menschsein als Privileg.

 

 

Man könnte sagen;dass ich;wenn ich nicht verantwortungsvoll mit Privilegien umgehe, sündige. Ich weiss nicht,ob dieser Gedankengang hinter dem Einwand steckte.

Ein Privile zu erhalten oder innezuhaben ist aber an sich sicherlich keine Sünde.

 

 

 

 

Edited by mn1217
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GermanHeretic

Da hast Du völlig recht, ein Privileg ist keine Erbsünde.

 

Aber wie die woken Übermenschen mit den von ihnen diagnostizierten Privilegien umgehen, das erinnert an den Umgang mit der Erbsünde und den daraus zu ziehenden persönlichen Konsequenzen.

 

Ersünde: Weil du ein Mensch bist, bist du sündig. Du kannst niemals ohne Sünde sein, die ist struktuell seit Adam so angelegt, also bekenne, bereue und beichte deine, um geläutert und errettet zu werden. Ansonsten holt dich der Teufel mit dem Höllenfeuer und du wirst verdammt.

 

Attestierte Privilegien, Beispiel: Weil du ein privilegierter Weißer bist, bist du ein Rassist. Du kannst niemals ohne Rassismus sein, denn der ist struktuell seit mindestens dem Kolonalismus, den Kreuzzügen oder den Neanderthalern so angelegt, also bekenne, bereue und beichte ihn (letzteres am besten auf Fratzenbuch oder Zwitscher), um zu woken. Ansonsten holt dich der virtuelle Mob mit einem Scheißesturm und du wirst gecancelt.
 

Edited by GermanHeretic
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Das ist jetzt nicht so mein Welt- und Menschenbild...

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Soulman

Die Gemeinsamkeit ist für mich die zugeschriebene Unauflöslichkeit. Egal wie ich mich verhalte, die Sünde und das Privileg bleiben angeblich bestehen. Sehr praktisch und es triggert den kleinen Rebellen in mir.

 

Gruß, Martin

 

P.S. das Narrativ "Privileg" kam erst auf, als den interessierten Bewegungen vorgehalten wurde, sie würden dieselben Methoden anwenden, die sie kritisieren. Die "Lösung" war eben diese Flucht ins Mystische: "Wir tun zwar dasselbe, aber es ist nicht dasselbe, weil die andere Seite sich auf ewig versündigt hat privilegiert ist."

Edited by Soulman
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GermanHeretic
vor 7 Minuten schrieb mn1217:

Das ist jetzt nicht so mein Welt- und Menschenbild...

 

Was genau ist nicht Dein Bild? Daß Erbsünde struktuell bedingt ist? Oder Rassismus? Oder das Gegenteil?

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Nein,dass es Automatismen gibt. Also,zB. dass ich als Weisse automatisch Rassistin wäre.

Und ganz sicher "bekenne,bereue und beichte ich nicht auf twitter oder facebook.

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GermanHeretic
vor 4 Minuten schrieb mn1217:

Nein,dass es Automatismen gibt. Also,zB. dass ich als Weisse automatisch Rassistin wäre.

Und ganz sicher "bekenne,bereue und beichte ich nicht auf twitter oder facebook.

 

Da sind wir uns ja einig. 😃

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Werner001
36 minutes ago, GermanHeretic said:

Weil du ein privilegierter Weißer bist, bist du ein Rassist.

Wobei das klassischer Rassismus ist: Die Behauptung irgendwelcher Eigenschaften aufgrund der Hautfarbe.

“Der Schwarze schnackselt gerne“ und „der Weiße ist ein Rassist“ ist haargenau dasselbe Argumentations- und Denkmuster.

 

Werner

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vor 3 Minuten schrieb Werner001:

Wobei das klassischer Rassismus ist: Die Behauptung irgendwelcher Eigenschaften aufgrund der Hautfarbe.

“Der Schwarze schnackselt gerne“ und „der Weiße ist ein Rassist“ ist haargenau dasselbe Argumentations- und Denkmuster.

 

Werner

Willkommen in der schönen neuen Welt von BLM & Co...

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Marcellinus
vor 4 Minuten schrieb Werner001:
vor 44 Minuten schrieb GermanHeretic:

Weil du ein privilegierter Weißer bist, bist du ein Rassist.

Wobei das klassischer Rassismus ist: Die Behauptung irgendwelcher Eigenschaften aufgrund der Hautfarbe.

“Der Schwarze schnackselt gerne“ und „der Weiße ist ein Rassist“ ist haargenau dasselbe Argumentations- und Denkmuster.

 

Spätestens dann sollte klar sein, daß man mit solchen Leuten nicht diskutieren kann. 

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GermanHeretic
vor 3 Minuten schrieb Werner001:

Wobei das klassischer Rassismus ist: Die Behauptung irgendwelcher Eigenschaften aufgrund der Hautfarbe.

“Der Schwarze schnackselt gerne“ und „der Weiße ist ein Rassist“ ist haargenau dasselbe Argumentations- und Denkmuster.

 

Nun, das hat der woke Übermensch wegapologetisiert, indem nur der Rassist sein kann, der auch diskriminieren kann. Und diskriminieren können nur die Mächtigen und das sind die Weißen. Statistisch gesehen. Oder historisch. Aklso nicht im Ghetto auf der Straße, aber das zählt nicht.

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Domingo
19 minutes ago, Werner001 said:

“Der Schwarze schnackselt gerne“ und „der Weiße ist ein Rassist“ ist haargenau dasselbe Argumentations- und Denkmuster.

 Es sei denn, man definiert "Rassismus" so nebulös, dass es kaum mehr etwas bedeutet. Also etwas wie "die Teilnahme am rassistischen System", wobei man, sofern man kein Einsiedler ist, sondern in der Gesellschaft unterwegs ist, bereits "am System teilnimmt", indem man überhaupt lebt. Im Gegensazt dazu ist "Schnackseln" ein konkreter Begriff, weswegen die Aussage auch tatsächlich richtig oder falsch sein kann und - wie Popper sagen würde - falsifizierbar ist, während "Privileg" und "Rasismus" völlig unfalsifizierbar sind.

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Soulman
vor 15 Minuten schrieb Domingo:

 Es sei denn, man definiert "Rassismus" so nebulös, dass es kaum mehr etwas bedeutet. Also etwas wie "die Teilnahme am rassistischen System", wobei man, sofern man kein Einsiedler ist, sondern in der Gesellschaft unterwegs ist, bereits "am System teilnimmt", indem man überhaupt lebt. Im Gegensazt dazu ist "Schnackseln" ein konkreter Begriff, weswegen die Aussage auch tatsächlich richtig oder falsch sein kann und - wie Popper sagen würde - falsifizierbar ist, während "Privileg" und "Rasismus" völlig unfalsifizierbar sind.

Und deswegen konnten Kinder in KZs umgebracht werden: Anne Frank war qua Geburt eine Gottesmörderin und Volksschädling.

(Für die Meldefraktion: Das ist die Konsequenz aus einem Gedankengang, den ich explizit nicht teile, sondern verachte!)

Edited by Soulman
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vor 1 Stunde schrieb Soulman:

Die Gemeinsamkeit ist für mich die zugeschriebene Unauflöslichkeit. Egal wie ich mich verhalte, die Sünde und das Privileg bleiben angeblich bestehen. 

 

Wobei von der Definition des Privileges her es eben nicht unaufloeslich ist. Was man zugesprochen bekommt,kann man auch wieder abgesprochen gekommen.

 

Eine Sünde hat man dagegen natürlich begangen,das lässt sich im Nachhinein nicht aendern und die Fähigkeit zur Sünde bleibt auch erhalten .

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vor einer Stunde schrieb GermanHeretic:

 

Nun, das hat der woke Übermensch wegapologetisiert, ...

 

Nach Googeln  von " woke" eine Frage: Was spricht aus deiner Warte dagegen, wach und sensibel gegen Ungerechtigkeiten zu sein?

 

Klar gibt es immer Leute,die über das Ziel hinausschiessen,  aber so generell?

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Marcellinus
vor 18 Minuten schrieb mn1217:
vor 1 Stunde schrieb GermanHeretic:

Nun, das hat der woke Übermensch wegapologetisiert, ...

 

Nach Googeln  von " woke" eine Frage: Was spricht aus deiner Warte dagegen, wach und sensibel gegen Ungerechtigkeiten zu sein?

 

Klar gibt es immer Leute,die über das Ziel hinausschiessen,  aber so generell?

 

So generell? Es geht darum, daß eine Gruppe von Ideologen für sich mal wieder das „Tugend-Monopol“ in Anspruch nimmt, das alte Programm der Jakobiner. Wie diese halten sie sich für tugendhaft um im Besitz der alleinigen Wahrheit, und beanspruchen das Recht zu definieren, was Ungerechtigkeit ist. Das kann nur in Gewalt enden, und tut es ja auch. 

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Soulman
vor 33 Minuten schrieb mn1217:

Wobei von der Definition des Privileges her es eben nicht unaufloeslich ist. Was man zugesprochen bekommt,kann man auch wieder abgesprochen gekommen.

Und damit fängt das Elend an. Mir spricht niemand gegen meinen Willen eine Privilegierung/Sünde/Definition zu oder ab. Kann etwas sperrig werden, aber damit kann ich leben.

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phyllis
2 hours ago, Werner001 said:

Wobei das klassischer Rassismus ist: Die Behauptung irgendwelcher Eigenschaften aufgrund der Hautfarbe.

Ich bin ja fernab aller Wokeness aber einen Haken hat die Sache schon. In der Wirtschaft und lange auch in der Politik herrscht eine Oberschicht. Deren Hautfarbe ist idr weiss, ihr Bankkonto voll bis zum Rand, sie kennen und fördern sich untereinander und sorgen dafür dass ihre Kinder nachrücken. Plutokratie statt Meritokratie. Das verwechseln die Woken dann mit "white privileges" was natürlich purer Rassismus ist, keine Frage.

 

mn hat schon recht, beides, Erbsünde und diese sog. Privilegien, sind erfunden worden um den Leuten Schuldgefühle einzureden.

 

 

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vor einer Stunde schrieb Marcellinus:

 

So generell? Es geht darum, daß eine Gruppe von Ideologen für sich mal wieder das „Tugend-Monopol“ in Anspruch nimmt, das alte Programm der Jakobiner. Wie diese halten sie sich für tugendhaft um im Besitz der alleinigen Wahrheit, und beanspruchen das Recht zu definieren, was Ungerechtigkeit ist. Das kann nur in Gewalt enden, und tut es ja auch. 

 

Es endet nicht notwendigerweise in Gewalt,achtsam und wachsam zu sein.

Ideologien leider meistens schon.

Aber Wachsamkeit an sich,Einsatz gegen Ungerechtigkeit an sich,das nicht.

 Das geht sehr friedlich.

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Posted (edited)
vor einer Stunde schrieb Soulman:

Und damit fängt das Elend an. Mir spricht niemand gegen meinen Willen eine Privilegierung/Sünde/Definition zu oder ab. Kann etwas sperrig werden, aber damit kann ich leben.

Naja,das ist die Definition von Privileg: Es hat weniger mit deinem Willen als mit dem Anderer zu tun.

Du zB hast Vorteile als weisser Mann ( Soulman interpretiere ich jetzt Mal männlich).

Ob du willst oder nicht.

Edited by mn1217
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vor 42 Minuten schrieb phyllis:

Ich bin ja fernab aller Wokeness aber einen Haken hat die Sache schon. In der Wirtschaft und lange auch in der Politik herrscht eine Oberschicht. Deren Hautfarbe ist idr weiss, ihr Bankkonto voll bis zum Rand, sie kennen und fördern sich untereinander und sorgen dafür dass ihre Kinder nachrücken. Plutokratie statt Meritokratie. Das verwechseln die Woken dann mit "white privileges" was natürlich purer Rassismus ist, keine Frage.

 

mn hat schon recht, beides, Erbsünde und diese sog. Privilegien, sind erfunden worden um den Leuten Schuldgefühle einzureden.

 

 

Nur dass ich das gar nicht geschrieben habe.😉

Ich denke nicht Mal,dass Privilegien primär dazu da sind, Schuldgefühle zu erzeugen. Bei Wiki stand auch,dass es ursprünglich ein pn neutraler Begriff war und auch negative Sonderregeln umfasste.

Privilegien können dazu genutzt werden,ja,aber dass sie dazu da sind...?

 

Und bei Erbsünde denke ich,dass es das gibt. Es ist ziemlich offensichtlich,dass Menschen sich bewusst dafür entscheiden können, etwas zu tun, was ihnen selbst und\ oder anderen schadet.

Und ich denke auch,dass es etwas ist,das Menschen zu Menschen macht,also auch in unserem Erbgut angelegt ist.

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Soulman
vor 50 Minuten schrieb mn1217:

Naja,das ist die Definition von Privileg: Es hat weniger mit deinem Willen als mit dem Anderer zu tun.

Du zB hast Vorteile als weisser Mann ( Soulman interpretiere ich jetzt Mal männlich).

Ob du willst oder nicht.

Du irrst dich in einer übergriffigen und rassistischen Weise. Nicht alle Schwarze sind gesegnet mit langen Schwänzen und nicht alle Juden können gut mit Geld umgehen. Das gilt unabhängig davon, ob sie wollen, oder nicht.

Edited by Soulman
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Marcellinus
vor 52 Minuten schrieb mn1217:

Es endet nicht notwendigerweise in Gewalt,achtsam und wachsam zu sein.

Ideologien leider meistens schon.

Aber Wachsamkeit an sich,Einsatz gegen Ungerechtigkeit an sich,das nicht.

 Das geht sehr friedlich.

 

Nun, wie dem auch sei, diese gehören jedenfalls nicht zur friedlichen Sorte. Und sie sind auch nicht gegen Ungerechtigkeiten, erzeugen sogar selbst fleißig neue, sondern nur gegen ihre Privat-Definition von Ungerechtigkeit. 

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