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Mitarbeit, gesellschaftlicher Wandel, Stärkung der katholischen Kirche


MaxPower
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Zunächst wünsche ich allen mykath-Mitgliedern einen schönen Abend.

 

Nach langer Suche im Internet bin ich endlich auf diese Seite bzw. Forum gestoßen und ich hoffe das ich hier richtig bin um eine Frage zu stellen, die mich seit mehreren Tagen sehr beschäftigt und auf die ich bis jetzt keine Antwort gefunden habe. Falls meine Frage in diesem Forum nicht richtig gestellt ist, so Bitte ich vorab schon einmal um Entschuldigung. 

 

Zunächst kurz zu meiner Person: Ich bin 36 Jahre alt, liiert, überzeugter Katholik und in den letzten Jahren hat sich meine Mitarbeit in der Pfarrgemeinde bis auf das unregelmäßige Besuchen des Gottesdienstes in sehr engen Grenzen gehalten.

 

Zu einem einscheidenden Erlebnis kam es dann während der Vorabendmesse am Samstag vor über 2 Wochen. Ein Pfarrer (in einem schon höheren Alter) übernahm die Urlaubsvertretung und wollte den Gottesdienst feiern. Was er aber an diesem Tag vorfand machte ihm sichtlich schwer zu schaffen: keine Messdiener vorhanden und niemand der die Orgel spielen konnte.Zudem war die Kirche vielleicht gerade mal zu einem 1/8 gefüllt.  Ein Zitat des Pfarrers war u.a. ".... meine Kirche liegt am Boden".....

Obwohl er den Gottesdienst trotz der schwierigen Umstände gut gestaltete (u.a. die Predigt) merkte man ihmden Schmerz über den Zustand der Kirche / Gemeinde etc. sichtlich an.

 

Dieser Anblick schmerzte auch mich, sodass ich nach dem Gottesdienst anfing darüber nachzudenken, was ich tun könnte um hier zu helfen. Sicherlich wäre die Mitarbeit im Pfarrgemeinde etc. ein erster guter Schritt.

Allerdings ist die aktuelle Situation sicherlich nicht nur bei uns ein Einzelfall.... aufgrund dessen bin ich am überlegen was man auch "überregional" tun kann um die Kirche den Leuten wieder etwas näher zu bringen bzw.  um die Religion wieder in die Mitte der Gesellschaft zu bringen...

Meine Überlegung war daraufhin einer kirchlichen "Laienbewegung" beizutreten um dieses Anliegen in der Gesellschaft besser zu schaffen. Aber wo fängt man da an?

Sicherlich kennt man Vereinigungen wie "Opus Dei" oder das "Forum deutscher Katholiken".... aber wenn man hier recherchiert findet man sowohl positiv als auch negatives und ich bin dann nicht sicher ob das dies die richtigen Vereinigungen für mein Anliegen sind. 

Und hier geht auch die Frage an das Forum hier: Hat jemand sich schonmal eine ähnliche Frage gestellt bzw. Erfahrungen diesbezüglich gemacht und könnte mir vielleicht eine Hilfe oder Tipp geben in welche Richtung man gehen kann oder was man auf keinen Fall tun sollte.

 

Über eine Rückmeldung hier im Forum würde ich mich freuen und bedanke mich hierzu bei allen vorab recht herzlich.

 

Viele Grüße

 

 

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Willkommen im Forum, @MaxPower!

 

Ich hoffe, dass der Gottesdienst u.a. der Ferienzeit geschuldet war. Da kommt es eher vor, dass keine Ministrant*innen da sind. Ich vermute, da ist es dann auch schwieriger, für jeden Gottesdienst einen Organist oder eine Organistin zu bekommen.

 

Ich kenne deine Gemeinde nicht (logo) und du schreibst auch nicht, ob es eine Gemeinde im ländlichen Raum oder in der Stadt ist. Aber du könntest ja mal ihre Homepage besuchen. Da erfährst du mehr, was dich in der Gemeinde anspricht und wer die Anzusprechenden sind. Das muss nicht unbedingt der Pfarrer sein.

 

Spontan fällt mir ein, dass du dich ja als Lektor und/oder Kommunionhelfer melden könntest. Das ist ein wichtiger Dienst und er sorgt auf alle Fälle dafür, dass der Pfarrer nicht so alleine ist.

 

Natürlich ist das, was du da erlebt hast, kein Einzelfall, aber ich wüsste jetzt nicht, dass überregionale Laienorganisationen vor Ort mehr bewirken als wenn du einfach in deiner Ortsgemeinde den Platz suchst, an dem du dich engagieren willst.

 

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Mein erster Gedanke beim Lesen war, dass Du dort anknüpfst, wo du einen Mangel feststellst. Setz dich doch mal mit Deinem Pfarrer zusammen, biete ihm organisatorische Unterstützung für die Urlaubsplanung an etc, bei der Gelegenheit gibt es vielleicht Dienste, für Du Dich ausbilden lassen könntest - Kommunionhelfer (Gottesdienstbeauftragter) und Lektor wurden schon genannt.

 

Pass aber auf, dass du nicht in Personalunion alle Dienste übernehmen sollst - ich kenne das aus eigener Erfahrung, auf einmal ist man Lektor, Kommunionhelfer, Ministrant und die Fürbitten übernimmt man auch gleich mit, weil in der Gemeinde niemand Lust drauf hat.

 

Die Laienorganisationen helfen Dir nur bedingt weiter. Ich kenne nur das OD etwas. Dort geht es um die Unterstützung der Laien für ihr geistliches Leben. Die Probleme in den Pfarrgemeinden können so auch nicht gelöst werden. 

 

Spontan würde mir noch einfallen, vielleicht einen regelmäßigen Bibelkreis zu installieren. Wo eine Vertiefung in das geistliche Leben passiert, fühlen sich vielleicht auch mehr Menschen motiviert, sich in die Gemeinde einzubringen.

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Marcellinus
vor 17 Minuten schrieb Schmiede:

Spontan würde mir noch einfallen, ...

 

...daß der User sich nach diesem Post nie wieder gemeldet hat. Ich vermute, er ist weitergezogen. Das Netz ist weit. :)

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Marcellinus
vor einer Stunde schrieb Schmiede:

Sagen wir mal so: das Problem dürfte nach 5 Monaten noch nicht gelöst sein. 🙂

 

Du meinst das hier? 

 

Am 31.8.2021 um 20:47 schrieb MaxPower:

Zu einem einscheidenden Erlebnis kam es dann während der Vorabendmesse am Samstag vor über 2 Wochen. Ein Pfarrer (in einem schon höheren Alter) übernahm die Urlaubsvertretung und wollte den Gottesdienst feiern. Was er aber an diesem Tag vorfand machte ihm sichtlich schwer zu schaffen: keine Messdiener vorhanden und niemand der die Orgel spielen konnte.Zudem war die Kirche vielleicht gerade mal zu einem 1/8 gefüllt.  Ein Zitat des Pfarrers war u.a. ".... meine Kirche liegt am Boden".....

 

Nein, vermutlich nicht. 

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vor 9 Stunden schrieb Marcellinus:

Nein, vermutlich nicht. 

 

Meistens wird das Problem kreativ angegangen.

Vor einigen Wochen waren wir bei der Messe am Samstag Morgen 3 Besucher. Der Priester hat die Gläubigen in den Altarraum geholt, so dass es nicht so verloren wirkte und die großen Wege, die sonst die Ministranten nehmen müssen, für ihn kein Thema mehr waren. Er startete prompt mit "wo 2 oder 3 in meinem Namen versammelt sind"... man muss sich seinen Humor bewahren. Oft erlebt habe ich in Kirchen, in denen es Nebenkapellen gibt, die Heilige Messe bei wenigen Besuchern in diese Kapellen verlegt wird. An diesen Situationen erleben wir aber auch, dass die Öffnung der verschiedenen liturgischen Dienste für die Laien nicht den Aufschwung brachte, den sich die Kirche davon möglicherweise erhoffte.

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