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Gute Nachricht, Sonntag 7.11.21, Mk 12, 41–44


tospot
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Hallo, ich hab immer schlechte Laune .. was man eine Arbeit hat sonntags, man mag schon gar nicht mehr in die Kirche gehen. Auf Koine gelesen gab ich es auch nicht erst. Achja.

 
Die Witwe hat "mehr" gegeben als die und die. (Text unten)
 
Was soll  uns das jetzt heiliges mitteilen, lehren, erinnern? (So ist das. Eine augenscheinliche Absurdität verdreht sich wunderbar zum Knoten im Taschentuch und Lehrsatz. In Kapitel 10 sollten Johannes und Jakob "vorne" sitzen, jetzt hat die Witwe "mehr" gegeben. Wie das?:)
 
Im vorliegenden Pericope wird gleich zur Sache gekommen. Schott hat es ausgegraben, dankenswerterweise, es sei eine Meditation über Elias Könige: die Rede vom nicht versiegenden Mehltopf und also von Beiträgen zu einer geistigen Unternehmung, die mehr als die Summe der einzelnen Teile sei. Wie das doch gelingt, dadurch dass einige mit bald ihrem Schonvermögen richtig  einsteigen, während heuchelnde Ignoranten nichts oder nichts gutes anwenden würden! Tja so ein Sterntaler Goldesel, "wieviel mehr" bringt der wohl, Prüf-Fragezeichen? Antwort: Früher, vieleicht zu Jesus Zeiten ergänzte der vielleicht ein Gut zu zwei, heute, da keiner mehr in der Landwirtschaft arbeitet,  hingegen setzt der auf ein Gut 99 weitere drauf. Nach einem Tag; nach dem nächsten 99*99 usw. Aller (theoretisch) getauschten Güter, nicht nur etwa des Spendenaufkommen ist hier die Rede. Stell dir vor, der fällt aus, was das für ein Gerenne wird.
Jetzt wird klar, dass die sich richtig einsetzenden  "mehr" tun als die anderen. Wie bohrt sich doch die Spekulation zu den Sozialcharaktären, die es fertig bringen, Woche für Woche, Perikope für Perikope, der 99-pro-Zent Sache die Aufklärung so zu verweigern, dass schon dem heiligen Markus der Gedulsfaden riss. Ein allgeiner Stimmungsmache vorwurf wird von Kritikhochnot in diesem wohl verhohlenen besonderen Sinn verantwortet, so im Ergebnis die christliche Spekulation der Wiederkehrer Elias.
 
 
Für alle, für die der volkswirtschaftliche 99 Fakt keine Neuheit ist: unten bleiben, es ist besser jemand wie ich, hält euch nicht für unmöglich. Für die anderen: So, jetzt ist das Erstaunen und dann das Erschrecken groß: zwar ward ihr nie Christen, aber ihr könnt es werden. Das ist die gute Nachricht. Oder aber auch: ihr könnt es lassen, angesichts der Sachlage auf den Gaul zu wetten. Bedauerlich, aber häufig, um nicht zu sagen Normalfall. Dem sei noch durchgerufen: Es ist nie zu spät.
 
Ps: heute würde man wohl wahrheitssucheentbunden in den ökologischen Kanal wechseln, von wo aus sich die verkannte Not der 99er Vervielfältigung als bekämpfenswerter Luxus ansähe. Einen Kampf, für den man sich auch noch belobigt, unzweifelhaft in der Kirche belobigt sieht, unabhängig davon, ob die Protagonisten -in der 99er Sache- mündige sind: Definitiv ein gerissener Geduldsfaden. Es wäre bei weitem frommer, daran zu erinnern,  dass der tolle Elijas an einem Tag, 450 Wetterhexen erschlagen hat, meine ich mal abschließend. Tut die Ringlese ja, aber das vorlesen tun sie dann nicht.
 
Der Text 
Evangelium
Mk 12, 41–44
Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern
 
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
 
41In jener Zeit,
als Jesus im Tempel dem Opferkasten gegenübersaß,
sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen.
Viele Reiche kamen und gaben viel.
42Da kam auch eine arme Witwe
und warf zwei kleine Münzen hinein.
43Er rief seine Jünger zu sich
und sagte: Amen, ich sage euch:
Diese arme Witwe
hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern.
44Denn sie alle
haben nur etwas von ihrem Überfluss hineingeworfen;
diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat,
sie hat alles hergegeben, was sie besaß,
ihren ganzen Lebensunterhalt.
 
Erste Lesung
1 Kön 17, 10–16
Die Witwe machte aus der Handvoll Mehl ein kleines Gebäck und brachte es zu Elija heraus
 
Lesung
aus dem ersten Buch der Könige.
 
In jenen Tagen
10 machte sich der Prophet Elíja auf
und ging nach Sarépta.
Als er an das Stadttor kam,
traf er dort eine Witwe, die Holz auflas.
Er bat sie:
Bring mir in einem Gefäß ein wenig Wasser zum Trinken!
11Als sie wegging, um es zu holen,
rief er ihr nach: Bring mir auch einen Bissen Brot mit!
12Doch sie sagte: So wahr der Herr, dein Gott, lebt:
Ich habe nichts mehr vorrätig als eine Handvoll Mehl im Topf
und ein wenig Öl im Krug.
Ich lese hier ein paar Stücke Holz auf und gehe dann heim,
um für mich und meinen Sohn etwas zuzubereiten.
Das wollen wir noch essen und dann sterben.
13Elíja entgegnete ihr: Fürchte dich nicht!
Geh heim und tu, was du gesagt hast!
Nur mache zuerst für mich ein kleines Gebäck
und bring es zu mir heraus!
Danach kannst du für dich und deinen Sohn etwas zubereiten;
14denn so spricht der Herr, der Gott Israels:
 
Der Mehltopf wird nicht leer werden
und der Ölkrug nicht versiegen
bis zu dem Tag,
an dem der Herr wieder Regen auf den Erdboden sendet.
15Sie ging
und tat, was Elíja gesagt hatte.
So hatte sie mit ihm und ihrem Haus viele Tage zu essen.
16Der Mehltopf wurde nicht leer
und der Ölkrug versiegte nicht,
wie der Herr durch Elíja versprochen hatte.
 
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