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zur liturgischen Mission Guardini, Fragen


tospot
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tospot
Hallo, ich habe hier einen Brieftext an einen "Verantwortlichen" zum Artikel unten, den ich gleich gen Weltgemeinde senden kann:
 
Guten Tag,
was imho als Guardinis Wahrheitskern vom Gewese der "vielen Worte" über Liturgie übrig bleibt: Den also soweit in die Ecke gedrängten Katholiken bleibt nichts als formelhafte Mantras aus Markus 14. Ein wiederbelebendes Austauen geschähe selbstredend durch Wiederfindung der Bedeutung des bis dahin geplapperten, ein sich Bild machen oder Bildung. D.h.: Woran es hapert, wird mit "keinem Finger gerührt"? Also ändert man das, indem man mit einem Finger dran rührt. Es wäre doch praktisch ein Leichtes, sich an den Kircheneingang zu stellen und jeden einzelnen über die metaphysischen Inhalte von: ich trinke dein Blut zu interviewen und ggf. bis auf weiteres als veritablen Menschenfresser nach Hause zu schicken. So  fänden sich im katholischen Millardenheer der totalitären Fingerstillhalter "zwei oder drei" unwahrscheinliche Fälle, die den alten Gedanken wiederanfangen auch wollen. Diese machen sich im Allgemeinen im in die Kirche hineinreichenden   Gangsterland, das an der Christenverfolgung in der ein oder anderen Weise mitverdienen will, lächerlich: durchaus als "Schafe mitten unter Wölfen". Das also wäre eine Diagnose des status quo von gesellschaftlichkonformer  spiritueller Misshandlung und ihres möglichen Gegenspiels. 
 
Nun arbeite ich auch meinen Lebtag daran, solchen einfingrigen spirituellen Stöpsel zu ziehen. Wie ein mittelalterlicher Belagerer prüfe ich jedes Fenster, jede Schwachstelle, und wäre nicht der erste, der sich daran die Zähne ausbisse, aber vielleicht der erste, dem dies bewusst passiert und der seine onemanshow hoffentlich auch bezeugt hinterlässt.
 
Frage: Offenbar verhindert das Einschwenken auf gesellschaftlich gelittene Formen das Stöpselziehen, insbesondere Lohnarbeit wirkt wie das reinste Gedankengift. Wie ist es aber mit der von mir vorgeschlagenen  Holzhammermethode, einfache Anfangsgründe ( über sagen wir anderer Leute Blut  trinken) zuvermitteln, sehen Sie dafür mögliche Ansätze in Theorie oder Praxis?
 
Zwar sagt evangliuum gaudium die Laien seien zu ungebildet dafür, was im Allgemeinen wohl zu erwarten ist, allerdings können es die "bezahlten Hirten" auch kein bisschen. Man kann sich mit Geld eben nur fast alles kaufen. Man kann aber "den Weg bereiten", unwahrscheinliche Gelegenheiten,  "wie ein Dieb" zu nutzen, da sie sich bieten, -also derjenige kann, wer nicht vor lauter Bosheit sein gesellschaftliches Funktional in gerade der gelegentlichen Verhinderung erblickt, letztere nach meiner Erfahrung und Dafürhalten ein Total ohne jede Ausnahme. 
 
Das wäre also der Plan, der jedem Heuerling hinter die Ohren geschrieben stehen könnte, damit er seine Situation versteht und auch sich beim Ausbrechen aus dem schlechten Normal den Rücken gestärkt sieht. Zwar könnte ich vllt bei solcher Initiative behilflich sein, denn wie gesagt bin ich bislang aber auch nirgends gelitten und jegliches Selbststudium gilt z.Z. schon gar nichts, um gesellschaftlich aufgepumpten Gildenstolz (nach einem Wort Göthes) zu überwinden, aber man könnte durch Sensibilisierung bzw. Fokussierung die Trefferwahrscheinlichkeit durchaus in frommer Weise nochmals erhöhen.
 
Gruß
 
Ps: Um den Teufel nicht unangemalt an der Wand zu lassen: Im päpstlichen Schreiben https://www.vatican.va/content/francesco/de/apost_letters/documents/20220629-lettera-ap-desiderio-desideravi.html wird z.B. das Bild der Opferung für welche Rettung eigentlich noch nicht geliefert.  Sie besteht darin, dass der liebe Jesus, Juden und Christentum, uns vor der Untergangstendenz des gerechten Tausches bewahrt, wie die Werbung uns nötigt, es zu unterschlagen. Das wollen wir partout vergessen, und dafür sollen wir weiterhin "Gedächtnis"auffrischung bekommen, auch wenn deren  Wortlaut offenbar bislang überhaupt nicht durchdringt. Wer dies Gruseltheater als unerträglich wahrnimmt, ist schon einen Schritt  auferstanden.
Ps: Zitate aus den Evangelien
Ps: Zitat aus dem Artikel 
 
"Genau das ermögliche die Liturgie, und um dieses Ziel zu erreichen, helfen weniger "Reformen in Ritus und Text", stattdessen brauche es eine "ernsthafte und belebende" liturgische Bildung_"
 
Ps:: erstaunlicher "Pionier der liturgischen Bewegung: Romano Guardini"
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Higgs Boson
Am 4.7.2022 um 21:14 schrieb tospot:

Ps: Um den Teufel nicht unangemalt an der Wand zu lassen: Im päpstlichen Schreiben https://www.vatican.va/content/francesco/de/apost_letters/documents/20220629-lettera-ap-desiderio-desideravi.html wird z.B. das Bild der Opferung für welche Rettung eigentlich noch nicht geliefert. 

 

Da Du in Deinem Text leider keine Frage stellst, ich hätte da eine: Das Ding mit dem Lamm und Jesus findet sich im Johannesevangelium. Doch welche Bedeutung hat diese Verbindung? Johannes erklärt Jesus zum Pessachlamm, er nennt ihn durch Johannes den anderen 'Lamm Gottes'. Nur, was soll das bitte bedeuten? Was versteht er darunter. Und ich meine jetzt, was versteht Johannes der Evangelist darunter?

 

Und nein, das Pessachlamm hat in seinem eigenen Kontext nichts mit Sündenvergebung zu tun und zu Jom Kippur wurden keine Lämmer (Schafe) sondern Ziegen geopfert. Es gibt hier keine Verbindung. Die Sache mit Jesus dem Pessachlamm war Johannes so wichtig, dass er das letzte Abendmahl nicht als Pessachfeier gestalten kann, das ist eine Geschichte aus den Synoptikern. Und wie die Taufe ein Geburtsymbol ist, so sind dies auch die mit Blut bestrichenen Türpfosten beim Exodus. Doch wird hier kein 'Individuum', sondern eine Nation geboren und die Pessachfeier ist sowas wie der 4th of July.

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