Jump to content

Rosenkranzgebet-was bedeutet das Heute?


Ondrej
 Share

Recommended Posts

Hallo

 

in der letzten Zeit scheint mir, dieses Gebet wird in der Welt allmählich erforderlicher, als je zuvor.

 

Die heilige Jungfrau, betonte immer wieder an allen den Stellen, wo sie erscheinte, die Notwendigkeit des Gebetes, vor allem des Rosenkranzes.Was meint ihr, weswegen hält die heiligste Jungfrau diese Art vom Gebet als die erforderlichste?

Es ist durchaus bekannt, das auch Johannes Paulus II. widmet dem Rosenkranz viel.

 

Meint ihr, dieses Gebet ist nur blosse mantrische Art des Gebets, wie das bsw. Anselm Grün im einen Interwiew meint?

Link to comment
Share on other sites

Ich behaupte jetzt mal, konzentriert einen ganzen Rosenkranz zu beten, schafft der Otto-Normal-Beter nicht (Ausnahmen gibt's immer...)

Von daher würde ich Grün schon zustimmen, wenn er den Rosenkranz als eine Art meditatives Mantra bezeichnet.

Link to comment
Share on other sites

Nö. Der Rosenkranz ist – zumindest für mich – so eine Art innere Kapelle.

 

Ein Mantra trägt seine Wirkung in sich und führt bestenfalls in die eigene Mitte.

 

Der Rosenkranz weist durch die Betrachtung der Lebens- und Heilsgeheimnisse Jesu über sich hinaus. Im Beten des Rosenkranzes weiß ich mich mit Jesus und Maria verbunden – darüber hinaus mit der ganzen betenden Kirche.

 

Romano Guardini sagte etwas Hilfreiches über das Rosenkranzgebet – zumindest half es mir, es etwas besser zu verstehen: »Der Rosenkranz ist kein Weg, sondern ein Raum. In ihm zu weilen tut gut.«

Link to comment
Share on other sites

Hmm – Nachsatz für Exi: Es kommt nicht auf die »Konzentration« an. das »schaffe« ich auch nicht …

Link to comment
Share on other sites

Ich behaupte jetzt mal, konzentriert einen ganzen Rosenkranz zu beten, schafft der Otto-Normal-Beter nicht (Ausnahmen gibt's immer...)

Von daher würde ich Grün schon zustimmen, wenn er den Rosenkranz als eine Art meditatives Mantra bezeichnet.

Explorer du glaubst wahrscheinlich nicht wie viele Otto-Normal-Beter es gibt, die konzentriert einen ganzen Rosenkranz beten.

 

Für mich ist das Rosenkranzgebet ein wichtiger Bestandteil des in sich Kehrens und der inneren Ruhe.

 

Soweit es möglich ist, bete ich den Rosenkranz täglich im gemeinsamen Gebet mit der Gemeinde.

 

Das sind so um die 40 Otto-Normal-Beter täglich!

Link to comment
Share on other sites

Ich habe nicht den geringsten Bezug zum Rosenkranzgebet, lehne es dabei allerdings in keinster Weise ab. Es ist nur nicht mein Weg.

Link to comment
Share on other sites

Meiner Erfahrung nach sind es gerade die katholischen Otto-Normal-Beter, die einen Rosenkranz "schaffen".

Link to comment
Share on other sites

Hallo Leute,

 

ich persönlich bete den Rosenkranz nie selbst, sondern immer nur in Gemeinschaft, was im Schnitt nur einmal im Monat vorkommt. Und dann ist es so, daß ich nur einigermaßen "gerne" mitmache, jenachdem mit was für Leute es sind.

 

Mit meiner Mutter zum Beispiel, da habe ich keine Probleme, denn sie ist keine Person, die den Glauben verkitscht.

 

Wenn mich aber Obervolksfrommen dazu einladen, nein danke! Ein erstes mal und dann muß ich "irgendwas" sagen, einen Impuls geben, oder ich mache nie wieder mit.

 

Als ich noch ein Teenager war, der Krieg in Nicaragua begann, beteten wir in der Familie jeden Tag ein Gesätz. Einmal in der Woche den ganzen Rosenkranz. Damals habe ich dadurch viel Trost erfahren. In solchen Situationen können zuviele Worte zuviel des Guten sein. Das Stundengebet hätte nie den gleichen rezitativen Effekt bei einem Kind gehabt, jedenfalls; denke ich heute manchmal.

 

Und ein Claretiner-Missionar, den ich kennenlernen durfte, sagte einmal, das Rosenkranzgebet könne man sogar in einem Bus mit vielen Leuten, wo ständig was ist, beten. Die Wiederholung hilft, sich zu sammeln. Andere Gebetsformen brauchen der Konzentration.

 

Für mich ist wichtig. Die Gebetsform ist Mittel zum Zweck. Man muß besonders die Form pflegen, die einem hilft. Aber man muß sowohl Zeit finden für das Gebet in Gemeinschaft und für das stille Gebet alleine. Der Rosenkranz enschuldigt nicht von der Sonntagspflicht, die Messe zu besuchen, versteht sich von selbst.

 

Grüße, Carlos

Edited by platon
Link to comment
Share on other sites

Literaturempfehlung:

 

Guardini, Romano: Der Rosenkranz Unserer Lieben Frau. Mainz, 1964

Link to comment
Share on other sites

Das sind so um die 40 Otto-Normal-Beter täglich!!!

Habe ich denn gesagt, dass der "Otto N." keinen Rosenkranz betet??

 

Natürlich. Das ist bei uns nicht anders. Ist ein Rosenkranz, kommen Leute und beten ihn.

Aber sich ganz darauf konzentrieren, was man da eigentlich 10 mal nacheinander betet, sich auf jedes Wort einlassen, die Bedeutung jedes Satzes zu erkennen - das glaube ich nicht, dass das allzu viele schaffen.

Link to comment
Share on other sites

Ich glaube kaum, daß der Rosenkranz extra für die Leute gedacht ist,

die sich die ganze Zeit auf den Wortlaut konzentrieren können.

 

Ganz im Gegenteil! Er ist sehr gut für die Leute geeignet,

die sich nur sehr schwer konzentrieren!

Die Form des Gebetes will nur eine Hilfe sein!

Link to comment
Share on other sites

Natürlich. Das ist bei uns nicht anders. Ist ein Rosenkranz, kommen Leute und beten ihn.

Aber sich ganz darauf konzentrieren, was man da eigentlich 10 mal nacheinander betet, sich auf jedes Wort einlassen, die Bedeutung jedes Satzes zu erkennen - das glaube ich nicht, dass das allzu viele schaffen.

@Explorer

Wenn es darum ginge, würde ihn wohl keiner "schaffen". Der Sinn vom Rosenkranz ist aber mit Maria, die Stationen in Christi Heilswirken zu betrachten und dazu ist er sehr gut geeignet: Kardinal Meisner: Rosenkranz ist Bibel im Taschenformat

Link to comment
Share on other sites

Für mich aber bedeutet das Rosenkranzgebet keine Wiederholung. Denn dann wäre R. wirklich nur eine Mantra.

Im einen Zehntel habe ich immer nur das EINE Ave ins Auge.Das sind keine zehnmal wiederholten Aves, sondern immer nur das eine.

Die Wiederholung gilt hier als Mittel zur äusseren Form, genauso wie Rythmus in Musik.

Ausserdem ist Rosenkranz eigentlich an Christus selbst gerichtet, und nich an Maria. Sie begleitet uns doch zu Jesus.Sie ist kein Ziel unserer Gebeten.

Das bestätigt auch der Salve-hymnus am Ende des Rosenkranzes:"Et Jesum, benedictum, fructum ventris tui,nobis, post hoc exillium ostende"

 

gruss Ondrej

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...