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Marienerscheinungen und andere Wunder


Shubashi

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vor 4 Minuten schrieb Studiosus:

 

Person.

 

(Ich weiß, unbefriedigende Pointe, aber so ist es)

Pareách métrapam bóscholé.

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Werner001
vor 9 Minuten schrieb Studiosus:

 

Person.

 

(Ich weiß, unbefriedigende Pointe, aber so ist es)

Sag ich doch. 
 

Werner

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Studiosus
vor 33 Minuten schrieb Werner001:

Sag ich doch. 
 

Werner

 

Das klingt für uns (sag ich jetzt mal grob kollektivierend) natürlich etwas banal. Das hat aber weniger mit der Trinitätslehre als solcher zu tun, sondern eher mit unserem etwas eng gedachten, modernen Begriff der Person. Heute versteht man wohl unter Person die etwas alltäglichen Zuschreibungen männlich, 40 Jahre alt, wohnhaft in X, Beruf Mechatroniker. 

 

In historischer Perspektive, vor allem dogmengeschichtlicher und philosphiehistorischer Perspektive ist der Begriff der Person deutlich vielschichtiger und zentral. 

 

Um nur einmal die wohl berühmteste Definition der Person nach Boethius zu nennen: persona est rationalis naturae individua substantia. Die Person ist die unteilbare Substanz der vernünftigen Natur. Allein darüber könnte man ewig diskutieren. Und in Anwendung auf die Trinitätstheologie, insbesondere auf die innere Ökonomie der göttlichen Personen, wird das noch komplizierter. Daher hier nur einmal die basale Formel der frühen Väter, die vom christlichen Gott als tres personae, una substantia sprechen. Das ist unser bis heute durchgetragenes "ein Gott in drei Personen" (man merkt die Unschärfe in der Übersetzung; eigentlich ein Wesen, drei Personen). 

 

Es ist kein Zufall, dass eines der wählbaren Oberseminare in der Dogmatik zumindest an meinem Studienort ein Seminar über die Geschichte des Personenbegriffs (grob von Tertullian bis Karl Barth) gewesen ist. Diese Grundlagen sind notwendig, ehe man sinnvollerweise in die Diskussion von Konzilien und Lehrdokumenten einsteigen kann. Und man merkt schnell, dass man über 16 Wochen jeweils 90 Minuten über dieses Thema reden kann und trotzdem noch nicht einmal die Gischt ausreichend behandelt hat. 

Edited by Studiosus
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Weswegen die Kirche ja gerne ihr Vokabular für sich behält, damit nur ja niemand ohne Studium den gemeinten Bedeutungsinhalt vollständig erfasst.

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