iskander Geschrieben vor 20 Stunden Melden Geschrieben vor 20 Stunden vor 1 Stunde schrieb Flo77: Ich finde dieses Konzept "im Fegefeuer bzw. im Himmel wartet die Seele auf die Wiederverbindung mit einem Körper" nicht nur aufgrund der unterbrochenen Kontinuität problematisch, sondern auch aufgrund der Rezeption im Volksglauben. Die Kirche mag lehren, das die Seele nach dem Tod ein "wartendes Prinzips", in vager Gestalt und ohne Sinneswahrnehmung "geparkt" wird, das ist allerdings definitiv nicht das, was die Leute glauben, wenn sie an persönliches Gericht, Himmel, Hölle und Fegefeuer denken. Vorallem sind Himmel und Hölle im Volksglauben keine Zustände der Zukunft, sondern bereits parallel zu unserer Realität stattfindende Stati. Ich glaube auch nicht, dass die Kirche an dieser Stelle Thomas folgt, sondern dass ihre Lehre eher dem "Volksglauben" entspricht. Bei Thomas sieht es so aus, als wolle er unvereinbare Konzepte miteinander vereinbaren, wobei diese Unvereinbarkeit nicht nur zwischen seiner Philosophie und seiner Theologie (beeinflusst durch kirchliche Vorgaben) besteht, sondern die Spannung eigentlich schon in seiner Philosophie selbst auftaucht. Ich denke, wir berühren hier auch eine der schwächsten Stellen der gesamten theoretischen Philosophie bei Aristoteles und seinen Nachfolgern (zu denen Thomas ja gehört). Zitieren
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