rorro Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 vor 18 Minuten schrieb Chrysologus: Sollte die AfD mit deinen Werten vereinbar sei - das läßt tief blicken. Ich finde ja, das exakt selbe lässt sich zu den Grünen und Linken sagen. Beide Lage sehen Menschenleben opportunistisch, nur eben jeweils andere. Zitieren
Werner001 Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 vor einer Stunde schrieb rorro: Ich finde ja, das exakt selbe lässt sich zu den Grünen und Linken sagen. Beide Lage sehen Menschenleben opportunistisch, nur eben jeweils andere. Kommt halt immer drauf an, welchen Teilaspekt man für gewichtig genug ansieht, um die ganzen daran hängenden Kröten mitzuschlucken. Dabei darf ma natürlich nicht außer Acht lassen, welchem Lager ein gänzliches Nicht-Wählen zugute kommt, was seit geraumer Zeit ja ziemlich eindeutig ist. Und so ist es dann in der Regel die Wahl der Pest, um die Cholera zu vermeiden, oder andersrum, je nach Gusto. Werner Zitieren
rorro Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 vor 5 Minuten schrieb Werner001: Kommt halt immer drauf an, welchen Teilaspekt man für gewichtig genug ansieht, um die ganzen daran hängenden Kröten mitzuschlucken. So ist es. Das ist die freie Entscheidung des Souverän - solange man eine Demokratie favorisiert. vor 5 Minuten schrieb Werner001: Dabei darf ma natürlich nicht außer Acht lassen, welchem Lager ein gänzliches Nicht-Wählen zugute kommt, was seit geraumer Zeit ja ziemlich eindeutig ist. Und so ist es dann in der Regel die Wahl der Pest, um die Cholera zu vermeiden, oder andersrum, je nach Gusto. Kurz gefasst: Parteipolitik. Zitieren
Guppy Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 vor 5 Stunden schrieb rorro: Es wäre in der Tat mal interessant zu erforschen, ob parlamentarische Wortmeldungen früherer Zeiten heute schon als Hassrede etc. beurteilt werden würden… Ich habe mal eine Dokumentation über Franz Josef Strauss gesehen. Da ging es auch um den Wahlkampf 1980, als Strauss Kanzlerkandidat war. Brandt sagte damals, Strauss sei nicht konservativ, sondern stecke mit beiden Beinen tief im "braunen Sumpf". Schmidt stellte Stauss als Gefahr für die Demokratie dar. Bei einer Wahlveranstaltung von Strauss standen dann tausende Linke vor der Bühne, so klassische 68er-Typen, und brüllten aus voller Kehle "Nazis raus". Stahlhaken und andere Gegenstände wurden aus der tobenden Menge auf Strauss geschossen. Dieser musste von Sicherheitskräften mit Schirmen geschützt werden, sonst wäre er wahrscheinlich schwer verletzt oder sogar getötet worden. Zitieren
Flo77 Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 Am 15.12.2025 um 17:27 schrieb Guppy: Apropos Feuerwehr: Auch die DLRG hat ihre Satzung geändert. "Lebensretter wollen keine AfD-Mitglieder" https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.satzung-geaendert-lebensretter-wollen-keine-afd-mitglieder.197ec816-6254-4a65-8e97-0269d0de49b0.html Lieber ertrinken, als von einem AfDler gerettet werden. Finde ich sehr konsequent. Was sagen Marx und Eng...ääähm ich meine Marx und Bätzing dazu? 😇 Übrigens zum Hintergrund: Der DLRG-Landesverband Württemberg ist der Heimatverband einer vormaligen SPD-Politikerin, die als Vorsitzende der Landes-SPD BaWü zwei Landtagswahlen versemmelt hat, mal Staatssekretärin bei Schily und hat politisch anscheind wohl wenig gerissen. Die Dame - übrigens Katholikin - scheint die DLRG mit einer ihrer Antifa-GO's zu verwechseln und versucht wohl den DLRG von politischer Konkurrenz befreien zu wollen. Zitieren
Guppy Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 2 Stunden schrieb Chrysologus: Sollte die AfD mit deinen Werten vereinbar sei - das läßt tief blicken. Als Katholikin sind mir Themen wie Lebensschutz, Frieden und Sicherheit wichtig. Und das christliche Menschenbild beim Themenkomplex Ehe und Familie. Und ich möchte, dass Deutschland ein christlich-abendländisches Land bleibt und weder multikulturell noch islamisch wird. Welche Punkte genau findest du aus katholischer Perpektive seltsam? bearbeitet 17. Dezember 2025 von Guppy Zitieren
Werner001 Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 vor 20 Minuten schrieb Guppy: Welche Punkte genau findest du aus katholischer Perpektive seltsam? Viele katholische Punkte sind aus normaler Perspektive seltsam. Werner Zitieren
Guppy Geschrieben 18. Dezember 2025 Melden Geschrieben 18. Dezember 2025 vor 15 Stunden schrieb Werner001: Viele katholische Punkte sind aus normaler Perspektive seltsam. Welche denn von denen, die ich genannt habe? Zitieren
Chrysologus Geschrieben 18. Dezember 2025 Melden Geschrieben 18. Dezember 2025 vor 17 Stunden schrieb Guppy: Als Katholikin sind mir Themen wie Lebensschutz, Frieden und Sicherheit wichtig. Und das christliche Menschenbild beim Themenkomplex Ehe und Familie. Und deshalb unterstützt Du eine in einer Multikultihomoehe lebende Lesbe, die mutmaßlich von einem Kriegstreiber finanziert wird? Zitieren
Werner001 Geschrieben 18. Dezember 2025 Melden Geschrieben 18. Dezember 2025 Die Unterscheidung zwischen gut und böse ist nicht immer so einfach, wie schlichte Gemüter jeglicher Couleur sich das vorstellen Werner 3 Zitieren
Guppy Geschrieben 18. Dezember 2025 Melden Geschrieben 18. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 5 Stunden schrieb Chrysologus: Und deshalb unterstützt Du eine in einer Multikultihomoehe lebende Lesbe, die mutmaßlich von einem Kriegstreiber finanziert wird? Ich formuliere erstmal meine Werte auf der Grundlage meines katholischen Glaubens. Und dann überlege ich mir, welche Politik diesen Werten entsprechen würde. Und dann schaue ich mir an, was die Parteien mir da so anbieten. Welche Partei möchte beim Lebensschutz gesetzliche Verbesserungen für Ungeborene? Welche Partei möchte Frieden durch Diplomatie und Dialog anstatt immer mehr Waffen und Eskalation? Welche Partei möchte das Land wieder sicher machen, so dass man sich hier wieder ohne Angst jederzeit im öffentlichen Raum bewegen kann? Welche Partei möchte Deutschland als christlich-abendländisches Land bewahren und nicht zu einem multikulturellen, zunehmend islamischen Land werden lassen? Welche Partei erkennt das christliche Menschenbild an, wonach es zwei Geschlechter gibt, eine Ehe aus einem Mann und einer Frau besteht und eine Familie aus Mutter, Vater und Kind(ern)? So gehe ich das relativ systematisch durch und komme dann zu einem Ergebnis, welche Partei meinen katholischen Werten am ehesten entspricht und welche auf gar keinen Fall. Entsprechend wähle ich dann. Wie machst du das denn? Wählst du als Katholik einfach das, was Bätzing dir sagt? Oder wie? P.S. Ich finde es sehr positiv, dass Frau Weidel ihren privaten Lebensstil noch nie zu einem Thema gemacht hat. Es sind in der Regel grün-linke Journalisten und Politiker, die Geschlecht und Hautfarbe der Partnerin von Frau Weidel zu einem öffentlichen Thema machen. bearbeitet 18. Dezember 2025 von Guppy Zitieren
Werner001 Geschrieben 18. Dezember 2025 Melden Geschrieben 18. Dezember 2025 vor 47 Minuten schrieb Guppy: das christliche Menschenbild (..), wonach es zwei Geschlechter gibt, eine Ehe aus einem Mann und einer Frau besteht und eine Familie aus Mutter, Vater und Kind(ern)? Also ich präzisiere das mal ein bisschen: eine Ehe ist nach dem katholischen Menschenbild nur dann eine, wenn eine ganze Latte formaljuristischer Bedingungen erfüllt sind, ansonsten ist sie schlicht nicht existent. Und eine Familie besteht nach dem katholischen Menschenbild nur aus einem Paar, das obige Ehekriterien erfüllt, oder aus einem Mann und einer Jungfrau, und ggf, aber nicht zwangsläufig, Kindern, die allerdings nicht von den vorgenannten Eheleuten abstammen müssen, sondern mit Einverständnis des Ehemanns auch außerehelich gezeugt werden können. Werner Zitieren
Guppy Geschrieben 18. Dezember 2025 Melden Geschrieben 18. Dezember 2025 Zitat Das Europäische Parlament nahm am Mittwochmittag die Bürger*inneninitiative My Voice, My Choice mit 358 Stimmen an. Damit stimmten 56 Prozent des Parlaments für sichere und zugängliche Abtreibungen in Europa durch einen freiwilligen finanziellen Solidaritätsmechanismus. Ähnliche Szenen wie im Parlament spielten sich zeitgleich im Paul-Löbe-Haus des Bundestages ab. Das Büro von Ulle Schauws, der Grünen-Sprecherin für Frauenpolitik, veranstaltete zusammen mit Aktivist*innen und anderen Politiker*innen eine Watch-Party. https://taz.de/EU-Parlament-stimmt-fuer-sichere-und-zugaengliche-Abtreibungen-in-Mitgliedstaaten/!6139402/ Das EU-Parlament beschliesst eine Inivitative für besseren Zugang zu Abtreibungen und die Grünen verstalten im Bundestag eine riesen Party um das zu feiern. Die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im EU-Parlament verkündete einen Tag vor der Abstimmung:"All I want for Christmas is for this vote to pass." Ich würde gerne von Marx und Bätzing wissen, ob es mit christlichen Werten und dem christlichen Glauben vereinbar ist eine Partei zu wählen, die Partys für besseren Zugang zu Abtreibung feiern und deren grösster Weihnachtswunsch darin besteht, dass in ganz Europa leichter und besser abgetrieben werden kann. Leider bis heute dazu keine Stellungnahme unserer tollen Bischöfe. Zitieren
iskander Geschrieben 19. Dezember 2025 Melden Geschrieben 19. Dezember 2025 Am 16.12.2025 um 09:15 schrieb rorro: Die genannten Gründe (nicht chronologisch): - er sei Sohn eines Wehrmachtoffiziers - er habe neun Kinder - er sei gegen die Homoehe - er sei gegen Abtreibung - er habe früher „Bewunderung“ für Pinochet geäußert (wann genau und was genau bleibt unbekannt) Das ist also rechtsextrem. Daß er nicht „moderat“ ist, kann man ja zugestehen - aber „extrem“? Der NSU war rechtsextrem. Vielleicht hilft ja dies weiter: "Beim Referendum von 1988, in dem der Diktator Augusto Pinochet das Volk darüber abstimmen ließ, ob Chile zur Demokratie zurückkehren solle, stimmte der damals 22-jährige Kast mit „Ja“ für die Weiterführung der Regierung Pinochets und gegen die Zulassung weiterer Kandidaten.[15] [...] Im selben Jahr [gemeint ist das Jahr 2000; Anmerkung von iskander] verteidigte er rückblickend den Putsch durch Pinochet von 1973 als das, was notwendigerweise getan werden musste.[31]" https://de.wikipedia.org/wiki/José_Antonio_Kast Zitieren
rorro Geschrieben 20. Dezember 2025 Melden Geschrieben 20. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 11 Stunden schrieb iskander: Vielleicht hilft ja dies weiter: "Beim Referendum von 1988, in dem der Diktator Augusto Pinochet das Volk darüber abstimmen ließ, ob Chile zur Demokratie zurückkehren solle, stimmte der damals 22-jährige Kast mit „Ja“ für die Weiterführung der Regierung Pinochets und gegen die Zulassung weiterer Kandidaten.[15] [...] Im selben Jahr [gemeint ist das Jahr 2000; Anmerkung von iskander] verteidigte er rückblickend den Putsch durch Pinochet von 1973 als das, was notwendigerweise getan werden musste.[31]" https://de.wikipedia.org/wiki/José_Antonio_Kast Das ist bald 40 bzw. 26 Jahre her. Meine ersten Wahlentscheidungen vor über 30 Jahren lassen mich heute auch erschauern. Ich gestehe jedem eine Möglichkeit der Entwicklung zu. Wer Extremismus links oder rechts heute(!) behauptet, muss das belegen, sonst ist das Rufmord. bearbeitet 20. Dezember 2025 von rorro Zitieren
Guppy Geschrieben 20. Dezember 2025 Melden Geschrieben 20. Dezember 2025 Genosse Bätzing verkündet: Die Regierung ist gut, die Opposition soll weiter bekämpft werden. https://www.welt.de/politik/deutschland/article69454d096376e847b7db522b/bischof-baetzing-ueber-afd-wir-muessen-diese-brandmauer-so-lange-wie-es-geht-halten.html Zitieren
bw83 Geschrieben 20. Dezember 2025 Melden Geschrieben 20. Dezember 2025 vor 8 Stunden schrieb Guppy: Genosse Bätzing verkündet: Die Regierung ist gut, die Opposition soll weiter bekämpft werden. https://www.welt.de/politik/deutschland/article69454d096376e847b7db522b/bischof-baetzing-ueber-afd-wir-muessen-diese-brandmauer-so-lange-wie-es-geht-halten.html Genosse Bätzing hat Recht. Die AfD ist der Schmodder in der Kloake, der Gestankpartikel im Mist, das Schimmelvohikel im Moder. Zitieren
iskander Geschrieben 20. Dezember 2025 Melden Geschrieben 20. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 12 Stunden schrieb rorro: Das ist bald 40 bzw. 26 Jahre her. Meine ersten Wahlentscheidungen vor über 30 Jahren lassen mich heute auch erschauern. Ich gestehe jedem eine Möglichkeit der Entwicklung zu. Wer Extremismus links oder rechts heute(!) behauptet, muss das belegen, sonst ist das Rufmord. Wenn er sich glaubwürdig von der Pinochet-Diktatur distanziert hätte, könnte man das vielleicht so sehen - wobei das aus meiner Sicht dann aber schon sehr glaubwürdig sein müsste und sehr viel auf der Haben-Seite stehen müsste. Ich habe aber nirgendwo den kleinsten Hinweise darauf gefunden, dass er sich je von seinen früheren Auffassungen distanziert hätte. Und ich habe einen Flüchtigkeitsfehler gemacht (den ich natürlich bedauere): Bei der zweiten obigen Aussage ging es nicht um das um das Jahr 2000 (wie ich fälschlich geschrieben hatte), sondern um das Jahr 2020. Der Wikipeaida-Abschnitt ist verwirrend und wohl fehlerhaft formuliert (unabhängig von meinem eigenen Fehler), aber die Quelle, auf die die Wikipedia hinweist, bestätigt klar, dass Kast erhebliche Sympathien für die Pinochet-Diktatur hegte und noch immer hegt (oder zumindest noch in den Jahren 2017 und 2020 Jahren hegte; und in der Zwischenzeit hat er ganz offensichtlich nichts grundsätzlich anderes hat verlauten lassen). Hier das spanische Original; wer kein Spanisch spricht (wie leider ich), kann die Seite beispielsweise von Google oder Deepl übersetzen lassen. bearbeitet 20. Dezember 2025 von iskander Zitieren
Guppy Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 Mal eine grundsätzliche Frage: Warum sollte Demokratie ein christlicher Wert sein? Demokratie ist eine soziale Organisationsform oder Prinzip zur Entscheidungsfindung per Mehrheit. Es mag säkulare Argumente geben, welche Vor- oder auch Nachteile dieses Prinzip gegenüber anderen Formen hat. Aber es steht davon meines Wissens nichts in der Bibel, dass man Demokrat sein soll oder Demokratie die von Gott gewollte Organisationsform eines Gemeinweisens wäre. Es gibt keine Gebote Gottes, die Demokratie einfordern. Ich bezweifle, dass Jesus oder die Apostel Demokraten waren. Vermutlich waren auch 99,9% der Heiligen keine Demokraten. Zitieren
Merkur Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 Zum Christentum gehört das christliche Menschenbild. Dazu gehört die Menschenwürde. Die verträgt sich nicht mit Unfreiheit. Zur Freiheit gehört auch, in dem Gemeinwesen, in dem man lebt, mitbestimmen zu können. Deswegen können undemokratische Gesellschaftsformen nicht christlich sein. Zitieren
Guppy Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 2 Stunden schrieb Merkur: Zum Christentum gehört das christliche Menschenbild. Dazu gehört die Menschenwürde. Die verträgt sich nicht mit Unfreiheit. Zur Freiheit gehört auch, in dem Gemeinwesen, in dem man lebt, mitbestimmen zu können. Deswegen können undemokratische Gesellschaftsformen nicht christlich sein. Dann war Deutschland vor 1919 nie ein christliches Land? Zitieren
Merkur Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 Soll das bedeuten, dass du Deutschland vor 1919 für undemokratisch hältst? Gilt das auch für die EInzelstaaten? Zitieren
Flo77 Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 Gerade eben schrieb Merkur: Soll das bedeuten, dass du Deutschland vor 1919 für undemokratisch hältst? Gilt das auch für die EInzelstaaten? Ich weiß nicht ganz worauf hier hier hinauswollt. Das Christentum ist im Grunde mit jeder Regierungsform kompatibel. Deshalb war es ja so erfolgreich. Die Idee, daß der Mensch persönlich frei sein muss(!) Und ein politisches Wesen ist bzw. die politische Mitverantwortung zum Menschsein gehört, ist im Westen im Grunde noch nicht einmal 200 Jahre alt. Und das ist noch nichtmal eine christliche Erfindung, sondern eine der Aufklärung. Im Gegenteil hat das Christentum bis weit ins 20. Jhdt. bevorzugt eher an monarchischen/diktatorischen Systemen partizipiert, denn an demokratischen Experimenten. Die Selbstverwaltung der Kirche ist paradoxerweise in dem Zeitraum, in dem die politische Teilhabe des einzelnen ausgeweitet wurde, immer weiter eingeschränkt worden. Die Idee in Europa, wo es eine lange Tradition der Pfarrei als primäre Form der Ortskirchenorganisation gab, wird ja auch gerade von konservativer Seite immer wieder massiv attackiert. Zitieren
Guppy Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 5 Stunden schrieb Merkur: Soll das bedeuten, dass du Deutschland vor 1919 für undemokratisch hältst? 1919 wurde die erste demokratische Republik auf deutschem Boden gegründet. Ich wüsste nicht, wann zuvor in der deutschen Geschichte eine Demokratie existierte, schon gar keine "liberale Demokratie", wie es heute oft genannt wird. Dass ein Land nur christlich sein kann, wenn es eine demokratische Staatsform hat, habe ich noch nie gehört. Seit wann ist das Kirchenlehre? Zitieren
iskander Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 5 Stunden schrieb Guppy: Dann war Deutschland vor 1919 nie ein christliches Land? Vermutlich würde ein moderner, westlich sozialisierter Christ darauf antworten, dass Deutschland in mancherlei ein christliches Land war und in anderen nicht. Was ist ein christliches Land? Ein Land, in dem offiziell das Christentum die allgemein akzeptierte Religion ist? Auch wenn man beispielsweise Leibeigenschaft praktiziert und die aller-christlichste Ritterschaft ständig Fehden führt und Kriegsverbrechen an der Tagesordnung sind? War also das mittelalterliche Europa christlich? Die Frage ist zu absolut; man müsste sie wohl etwas anders stellen: In welchem Sinne? Waren Isabella von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón, die den Ehrentitel "katholische Könige" tragen durften, christlich? Nach Meinung des Papstes ja; aber moderne Christen würden das vermutlich differenzierter sehen. Zitieren
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