rorro Geschrieben vor 6 Stunden Melden Geschrieben vor 6 Stunden (bearbeitet) vor 58 Minuten schrieb Guppy: Lehrt die Kirche eigentlich auch irgendwas über die Art der "gerechten" Kriegsführung? Natürlich ist Krieg grundsätzlich schlecht, aber es ist ja noch ein Unterschied, ob sich 3000 Männer auf einer grossen Wiese treffen und Mann gegen Mann einen Kampf miteinander austragen, oder ob man massenhaft Bomben und Raketen aus tausenden Kilometern Entfernung auf Millionenstädte wirft, mit tausenden von toten Kinder, Frauen, Alten usw. Es ist immer eine schwere Sünde (auch für Vertreter des "Gerechten Krieges", der übrigens immer nur in Selbstverteidigung sein darf), Zivilisten im Krieg zu töten. Immer. Aus Gaudium et Spes, 80: Zitat Jede Kriegshandlung, die auf die Vernichtung ganzer Städte oder weiter Gebiete und ihrer Bevölkerung unterschiedslos abstellt, ist ein Verbrechen gegen Gott und gegen den Menschen, das fest und entschieden zu verwerfen ist. Aus dem Katechismus der Katholischen Kirche: Zitat 2313. Die Zivilbevölkerung, die verwundeten Soldaten und die Kriegsgefangenen sind zu achten und mit Menschlichkeit zu behandeln. Handlungen, die mit Wissen und Willen gegen das Völkerrecht und seine allgemeingültigen Grundsätze verübt werden, sowie Befehle, solche Handlungen auszuführen, sind Verbrechen. Blinder Gehorsam ist kein ausreichender Entschuldigungsgrund für jene, die sich solchen Befehlen fügen. So ist die Ausrottung eines Volkes, einer Nation oder einer ethnischen Minderheit als eine Todsünde zu verurteilen. Man ist sittlich verpflichet, sich Befehlen, die einen Völkermord anordnen, zu widersetzen. Und eine kleine Memo für unseren Militärbischof (aber der KKK gilt ja hierzulande nichts, ich weiß): Zitat 2315. Die Anhäufung von Waffen erscheint vielen als ein paradoxerweise geeignetes Vorgehen, mögliche Gegner vom Krieg abzuhalten. Sie sehen darin das wirksamste Mittel, um den Frieden zwischen den Nationen zu sichern. Gegenüber einer solchen Abschreckung sind schwere moralische Vorbehalte anzubringen. Der Rüstungswettlauf sichert den Frieden nicht. Statt die Kriegsursachen zu beseitigen, droht er diese zu verschlimmern. Die Ausgabe ungeheurer Summen, die für die Herstellung immer neuer Waffen verwendet werden, verhindert, daß notleidenden Völkern geholfen wird. Somit hält die übermäßige Rüstung die Entwicklung der Völker auf. Sie vervielfacht die Konfliktgründe und verstärkt die Gefahr der Ausbreitung von Kriegen. bearbeitet vor 6 Stunden von rorro 1 Zitieren
Guppy Geschrieben vor 6 Stunden Melden Geschrieben vor 6 Stunden vor 54 Minuten schrieb rorro: Es ist immer eine schwere Sünde (auch für Vertreter des "Gerechten Krieges", der übrigens immer nur in Selbstverteidigung sein darf), Zivilisten im Krieg zu töten. Immer. Das trifft ja auf diese ganze Kriegsführung mit Raketen, Bomben auf Drohen auf Städte immer zu. Im Libanon wurden die Tage wieder über 100 Kinder von der israelischen Luftwaffen getötet. Im Iran wurde eine Mädchenschule bombardiert mit ca. 200 Toten. Und so weiter. Teheran hat so viele Einwohner wie New York City, aber die Bevölkerungsdichte ist noch höher. Wenn man da Bomben und Raketen draufwirft ist es doch klar, dass man immer Zivilisten trifft. Zitieren
rorro Geschrieben vor 5 Stunden Melden Geschrieben vor 5 Stunden vor 55 Minuten schrieb Guppy: Das trifft ja auf diese ganze Kriegsführung mit Raketen, Bomben auf Drohen auf Städte immer zu. Im Libanon wurden die Tage wieder über 100 Kinder von der israelischen Luftwaffen getötet. Im Iran wurde eine Mädchenschule bombardiert mit ca. 200 Toten. Und so weiter. Teheran hat so viele Einwohner wie New York City, aber die Bevölkerungsdichte ist noch höher. Wenn man da Bomben und Raketen draufwirft ist es doch klar, dass man immer Zivilisten trifft. Da wirst Du von mir keine Widerrede hören. Zitieren
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