Aleachim Geschrieben 7. März Melden Geschrieben 7. März Kritische Stimmen zu den Angriffen der USA und Israel auf den Iran, scheinen mir bislang sehr verhalten. Was Bischof Overbeck sagt, spricht mir aus dem Herzen und scheint mir differenziert und unpolemisch. Zitieren
rorro Geschrieben 7. März Melden Geschrieben 7. März Ich fände es ja schöner, wenn ein Bischof aus der Sicht des Evangeliums argumentiert. Eine besondere Expertise bzgl. des Völkerrechts ist mir bei Bischof Oberbeck nicht bekannt (ich mag mich aber irren). Zitieren
Aleachim Geschrieben 7. März Autor Melden Geschrieben 7. März vor 20 Minuten schrieb rorro: Ich fände es ja schöner, wenn ein Bischof aus der Sicht des Evangeliums argumentiert. Eine besondere Expertise bzgl. des Völkerrechts ist mir bei Bischof Oberbeck nicht bekannt (ich mag mich aber irren). Ja, da hast du recht. Wobei er mit dieser Argumentation womöglich mehr Menschen zum Nachdenken bringt, als wenn er mit Jesus kommt... Und andererseits denke ich, dass das Völkerrecht im Grunde auf christlichen Werten basiert. Nur die Feindesliebe traut sich halt kaum einer wirklich zu leben. (Sie zu predigen wäre vermutlich nicht der richtige Weg...) Zitieren
Flo77 Geschrieben 7. März Melden Geschrieben 7. März vor 29 Minuten schrieb Aleachim: Nur die Feindesliebe traut sich halt kaum einer wirklich zu leben. (Sie zu predigen wäre vermutlich nicht der richtige Weg...) Sie zu predigen wäre bei bestimmten Leuten geradezu heuchlerisch. Gerade von Links. Zitieren
Guppy Geschrieben 7. März Melden Geschrieben 7. März vor 3 Stunden schrieb rorro: Ich fände es ja schöner, wenn ein Bischof aus der Sicht des Evangeliums argumentiert. Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen. Zitieren
rorro Geschrieben 8. März Melden Geschrieben 8. März Am 7.3.2026 um 18:15 schrieb Guppy: Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen. Das ist eine Beschreibung, keine Wertung und keine Aufforderung an die Nachfolger Jesu. Bei den Aufforderungen fallen mir andere Schwerpunkte ein... Zitieren
rorro Geschrieben 8. März Melden Geschrieben 8. März Am 7.3.2026 um 15:11 schrieb Aleachim: Nur die Feindesliebe traut sich halt kaum einer wirklich zu leben. “The Christian ideal has not been tried and found wanting. It has been found difficult; and left untried.” G.K. Chesterton Am 7.3.2026 um 15:11 schrieb Aleachim: (Sie zu predigen wäre vermutlich nicht der richtige Weg...) Ist es nicht die erste Aufgabe des Bischofs, als Diener des Wortes das Evangelium zu predigen? Stimmt, da war was im letzten Ökumenischen Konzil (LG, Abs. 25): Zitat Unter den hauptsächlichsten Ämtern der Bischöfe hat die Verkündigung des Evangeliums einen hervorragenden Platz. Zitieren
Guppy Geschrieben 8. März Melden Geschrieben 8. März vor 1 Stunde schrieb rorro: Bei den Aufforderungen fallen mir andere Schwerpunkte ein... Welche denn? Und welchen Bezug würdest du da herstellen zum israelisch-amerikanischen Überfall den Iran? Zitieren
rorro Geschrieben 8. März Melden Geschrieben 8. März Aleachim erwähnte bereits die Aufforderung zur Feindesliebe. Das iranische Regime sieht sich eindeutig als Feind der USA. Zitieren
Guppy Geschrieben 8. März Melden Geschrieben 8. März vor 45 Minuten schrieb rorro: Aleachim erwähnte bereits die Aufforderung zur Feindesliebe. Das iranische Regime sieht sich eindeutig als Feind der USA. Bei der Washington Post habe ich die Woche gelesen, dass der saudische König und der israelische Premierminister Trump dazu gedrängt haben den Iran anzugreifen. Der eine ist sunnitischer Moslem, der andere ist säkularer Jude. Ich glaube die interessieren sich beide nicht wirklich für das Evangelium. Trump vermutlich auch nicht, der dürfte eher weltliche Interessen wie einen Zugriff auf iranisches Öl (wie auch schon in Venezuela) haben. Zitieren
rorro Geschrieben 9. März Melden Geschrieben 9. März (bearbeitet) vor 6 Stunden schrieb Guppy: Bei der Washington Post habe ich die Woche gelesen, dass der saudische König und der israelische Premierminister Trump dazu gedrängt haben den Iran anzugreifen. Der eine ist sunnitischer Moslem, der andere ist säkularer Jude. Ich glaube die interessieren sich beide nicht wirklich für das Evangelium. Trump vermutlich auch nicht, der dürfte eher weltliche Interessen wie einen Zugriff auf iranisches Öl (wie auch schon in Venezuela) haben. Das mag so sein. Entbindet aber die Christen nicht von der Aufgabe, das Evangelium zu verkünden. Bischöfe sind besonders dazu mit dem Wort berufen.(Übrigens: ca. 25% der US-Soldaten sind Katholiken) bearbeitet 9. März von rorro Zitieren
Aleachim Geschrieben 9. März Autor Melden Geschrieben 9. März https://www.domradio.de/video/papst-ruft-zum-gebet-fuer-abruestung-und-frieden-auf https://www.domradio.de/artikel/persische-pastorin-blickt-mit-trauer-und-hoffnung-auf-die-lage-im-iran Daraus: Mousapour: Ich bin grundsätzlich nicht für Krieg. Jeder Krieg bringt Leid, und jeder zivile Verlust ist eine Tragödie. Das gilt auch hier. [...] Viele Iraner sagen, sie seien eher bereit, unter Bombardierungen zu leben als weiterhin unter diesem Regime. Manche empfinden die Angriffe nicht nur als Bedrohung, sondern als Zeichen dafür, dass sich etwas bewegen könnte. Sie sehen es als mögliches Signal von Veränderung und Befreiung. Wie verzweifelt muss ein Volk sein, um so zu empfinden? Welches Land empfindet militärische Angriffe als Hoffnung? Wenn Menschen dennoch so sprechen, zeigt das die Tiefe ihrer Not. https://www.domradio.de/artikel/dormitio-abt-warnt-vor-krieg-als-normalzustand-und-kollateralschaeden DOMRADIO.DE: Was bedeutet der Tod von Irans oberstem Führer Ali Chamenei für den Iran, aber auch für Israel? Abt Nikodemus: Das kann ich schwer beurteilen. Ich glaube nicht an den Mythos der Erlösung durch Gewaltanwendung. Ich wünsche dem Iran eine andere politische Führung. Ich glaube, das wünscht jeder, der eine Seele in der Brust hat. Aber ich hab große Zweifel, ob das der richtige Weg ist. In den letzten Monaten und Jahren haben wir kennengelernt, was Krieg bedeutet und wie zerstörerisch und widerlich Krieg ist. Krieg tötet Menschen. Krieg schafft Traumata. Krieg schafft Verletzung und Verwundung. Aus der Seelsorgerperspektive stellt sich mir die große Frage, und da bin ich ganz bei Papst Leo: Wie ernst nehmen wir das Recht und die Kraft des Rechtes? Wie sehr trauen wir noch der Diplomatie? Ich habe das Gefühl, dass Krieg früher noch die Ultima Ratio, also das allerletzte Mittel, war. Es gibt die Momente, in denen Krieg unausweichlich ist, aber jetzt habe ich immer mehr das Gefühl, dass der Krieg seinen Schrecken verloren hat. Es ist enttabuisiert worden und nicht mehr Ausdruck der Niederlage der Menschheit. Ich wünsche jedem, dass er an einem Tag mit mir die Rolle des Seelsorgers tauscht und zuhört, was Krieg mit Menschen anrichtet. https://www.domradio.de/artikel/pax-christi-fordert-Regierung-zur-verurteilung-des-iran-angriffs-auf Zitieren
SteRo Geschrieben 9. März Melden Geschrieben 9. März Ich stelle mir die Frage: Wenn nach dem ersten Militärschlag alles zu Ende gewesen wäre, wenn also nach der Ermordung der Führungsriege Schluss gewesen wäre ... keine toten Kinder, kein Ölpreisanstieg ... einfach Schluss. Hätte es da einen Aufschrei gegen diese kriegerische Aktion gegeben? Von seiten aller Christen hätte es diesen Aufschrei auf jeden Fall auch geben müssen (von der gottlosen Mehrheit will ich gar nicht reden). Was aber dann mit den kriegerischen Aktivitäten gegen das Hitler-Regime? Wie sollten diese jemals gerecht gewesen sein können aus christlicher Sicht? Die werden aber einfach so hingenommen ... Holocaust und so ... wer wollte es da wagen Krieg (auch diesen Krieg) so wohlfeil zu verurteilen wie es heutzutage üblich ist unter moralischen und christlich moralischen Menschen? "Krieg ist schlecht, aber dieser Krieg war unvermeidbar." Manchmal scheint mir, dass auch (manche? viele?) Christen die Radikalität des christlichen Glaubens nicht erkennen. 1 Zitieren
Werner Hoffmann Geschrieben 9. März Melden Geschrieben 9. März Trump agiert wie ein Hai. Wenn er Blut riecht, beißt er zu Und wenn er Schwäche wittert, erst recht. Eine US-Regierung, die Chaos und Unberechenbarkeit zu ihrem Geschäftsmodell gemacht hat. Trump ist der Oberzündler, er ist eine akute Gefahr für die Menschheit. Es gibt keinen Präsidenten in der Geschichte der USA, der sein Amt in einer solch schamlosen Weise zur persönlichen Bereicherung genutzt hat wie Donald Trump. https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/historiker-trump-nutzt-iran-konflikt-zur-persoenlichen-bereicherung-94209380.html Zitieren
rorro Geschrieben 9. März Melden Geschrieben 9. März vor 24 Minuten schrieb Werner Hoffmann: Trump agiert wie ein Hai. Wenn er Blut riecht, beißt er zu Und wenn er Schwäche wittert, erst recht. Eine US-Regierung, die Chaos und Unberechenbarkeit zu ihrem Geschäftsmodell gemacht hat. Trump ist der Oberzündler, er ist eine akute Gefahr für die Menschheit. Es gibt keinen Präsidenten in der Geschichte der USA, der sein Amt in einer solch schamlosen Weise zur persönlichen Bereicherung genutzt hat wie Donald Trump. https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/historiker-trump-nutzt-iran-konflikt-zur-persoenlichen-bereicherung-94209380.html Was hat das mit kirchlichen Stimmen zum Krieg zu tun? 1 Zitieren
Werner001 Geschrieben 9. März Melden Geschrieben 9. März Die Alliierten hätten Hitler auch einfach so lange lieben können, bis alles gut geworden wäre. Dann wäre Dresden nicht zerstört worden (Achtung: Sarkasmus!) Der alte Drecksack, den die Amis zu seinen 72 Jungfrauen befördert haben, ist für zigtausende Todesurteile verantwortlich. Frauen wurden gewöhnlich vorher vergewaltigt, damit sie nicht ins Paradies kommen. Die Grenze zwischen religiösem Glauben und schlichtem Wahnsinn ist ziemlich fließend, und der Wahnsinn setzt sich öfter durch, als man meint Werner 1 Zitieren
SteRo Geschrieben 10. März Melden Geschrieben 10. März Am 7.3.2026 um 18:15 schrieb Guppy: Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen. Mt 26, 52 Da spricht Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen. Interpretiert man diese Aussage als Ankündigung einer zeitlichen Strafe für eine Sünde, dann müsste man auch Folgendes folgern: Nach der Offenbarung Jesu Christi, dass die Sünde bereits beim Empfinden oder Denken beginnt (Zorn ~ Mord, Begehren ~ Ehebruch) kann gefolgert werden, dass bereits jene, die wünschen, dass andere das Schwert ergreifen mögen, durch das Schwert sterben werden. Nun ist es im wirklichen Leben tatsächlich so, dass es nicht immer der Fall ist, dass jene, die zu Waffen greifen, später durch Waffen sterben. Auch gilt der Kontext des Gesagten zu beachten: Es geht um die Verteidigung des Herrn Jesus Christus, nicht um Schwert-Ergreifen im Allgemeinen. Zur Verteidigung des Herrn Jesus Christus, zur Verteidigung des rechten Glaubens also, ist es tunlichst zu vermeiden, das Schwert zu ergreifen. Was auch Sinn macht, denn der Christ sollte besser als Märtyrer für seinen Herrn und Glauben sterben als der Welt ein vollkommen schlechtes Beispiel vom Christsein zu geben. Zitieren
Aleachim Geschrieben 11. März Autor Melden Geschrieben 11. März In unserer Zeitung wurde gestern über den Nachfolger und Sohn Chameneis berichtet. Es wurde erwähnt, dass die USA und Israel ihm bereits gedroht hätten, auch er sei seines Lebens nicht sicher. Ich bin schockiert über solche Mordrohungen und noch mehr darüber, dass das nur so lapidar erwähnt wird, als wäre es ganz normal und legitim. Nach wie vor fällt die Kritik an diesem Krieg in meinen Augen zu zaghaft aus... Zitieren
Flo77 Geschrieben 11. März Melden Geschrieben 11. März vor 1 Minute schrieb Aleachim: In unserer Zeitung wurde gestern über den Nachfolger und Sohn Chameneis berichtet. Es wurde erwähnt, dass die USA und Israel ihm bereits gedroht hätten, auch er sei seines Lebens nicht sicher. Ich bin schockiert über solche Mordrohungen und noch mehr darüber, dass das nur so lapidar erwähnt wird, als wäre es ganz normal und legitim. Ich muss zugeben es überrascht mich nicht. Nicht nur, weil es noch ein gutes Dutzend weiterer politischer bzw. schwarz-politischer Akteure gibt, bei denen ich der Vorsehung nicht undankbar wäre, wenn sie sich ihrer annähme (ob eine KI diesen Satz korrekt interpretieren könnte?). Wenn man sich den heutigen Usus anschaut mit welcher Selbstverständlichkeit das Prinzip "das ist halt die Konsequenz, wenn man Meinung XY öffentlich vertritt" zur Vernichtung sozialer und wirtschaftlicher Existenzen bereits auf allen Ebenen der Bevölkerung bereitwillig angewandt wird (wie das Prinzip "Kauft nicht beim Juden" so breite Akzeptanz finden konnte, können wir da draußen gerade wieder live und in Farbe verstehen lernen), ist die Ausweitung ins Politische doch eigentlich auch nur logische Konsequenz(!). Für eine globalisierte Welt, scheint das Hirn des Menschen schlicht nicht geschaffen zu sein - jedenfalls erfreut sich der Tribalismus in all seinen Spielarten offensichtlich ausgesprochener Beliebtheit bis in höchste Ränge. Zitieren
phyllis Geschrieben 11. März Melden Geschrieben 11. März 14 hours ago, Aleachim said: In unserer Zeitung wurde gestern über den Nachfolger und Sohn Chameneis berichtet. Es wurde erwähnt, dass die USA und Israel ihm bereits gedroht hätten, auch er sei seines Lebens nicht sicher. Ich bin schockiert über solche Mordrohungen und noch mehr darüber, dass das nur so lapidar erwähnt wird, als wäre es ganz normal und legitim. Nach wie vor fällt die Kritik an diesem Krieg in meinen Augen zu zaghaft aus... Wer bequem vom Sofa aus den krieg kritisieren kann ist natürlich nicht betroffen von den Mördern und Schergen dieses kriminellen Regimes. Viele, sehr viele Iraner wünschen sich dass die Amis und Israelis das solange durchziehen bis dieses Regime weg ist. Ich kann die Seriösität dieser Organisation nicht so recht beurteilen, aber im Kern erscheint es mir glaubhaft, dass tausende Iraner zum Christentum konvertieren. Logo heimlich, die Folgen wären nicht sehr angenehm. Bedenken sollte man folglich auch dass in einem freien Iran etliche zukünftige Kriege und Terror einfach nicht stattfinden werden. Aber ok, simples Trump-Bashing kostet natürlich weniger Denkaufwand. Zitieren
phyllis Geschrieben 11. März Melden Geschrieben 11. März On 3/7/2026 at 8:46 AM, rorro said: Ich fände es ja schöner, wenn ein Bischof aus der Sicht des Evangeliums argumentiert. Dann mach DU doch mal. Zitieren
rorro Geschrieben 12. März Melden Geschrieben 12. März vor 19 Stunden schrieb phyllis: Dann mach DU doch mal. Soweit ich das Evangelium verstehe - allerdings verdanke ich dieses Verständnis vor allem dem Hl. Franz von Assisi - findet sich da keinerlei Rechtfertigung für Gewalt gegen Menschen, egal gegen wen. Dem Bösen kann man gewaltlos widerstehen und dennoch in dem anderen das Ebenbild Gottes erkennen. (Wer sich für gewaltlose Strategien interessiert, möge Gene Sharps Werk studieren, hat mit dem Christentum nur wenig zu tun) Mein Feind ist nicht der Feind Gottes (getötete Kinder erst recht nicht), und diese Sichtweise soll uns leiten. Das macht keine Diktatur besser, kein Unrecht und kein Leid geringer. Doch zum Umsturz Roms hat Jesus - zum Widerwillen mancher - auch nicht aufgerufen. Christen sollen nicht von dieser Welt sein und ihr Denken ändern. Wenn jemand keinen Grund hat, sich der Logik einer gefallenen Welt anzupassen, dann wir. 1 Zitieren
phyllis Geschrieben 12. März Melden Geschrieben 12. März Danke für die Antwort. Für den politischen und sozialen Alltag ist das Christentum mmn daher ungeeignet. Ich meine das überhaupt nicht abwertend, aber es passt einfach nicht. "Nicht von dieser Welt" - ihr hofft auf eine bessere danach. Also ist die gegenwärtige nicht so wichtig. Davon abgesehen passt das Christentum mmn sehr gut auf die familiäre Ebene, vielleicht auch auf die kommunale, aber darüber hinaus wird es schwierig. Was den Iran angeht, ist das Leben von bisher 3 Generationen völlig versaut, insbesondere das der Frauen. Ihre Grossmütter hatten es tatsächlich besser, viel besser. Und dass Gewaltlosigkeit dort nirgendwo hinführt ist mittlerweile hinreichend belegt. Zitieren
rorro Geschrieben 12. März Melden Geschrieben 12. März (bearbeitet) Wir hoffen nicht nur auf eine bessere danach, wir sind überzeugt, daß wir da den Großteil unserer Existenz verbringen. Gerade diese Überzeugung könnte das Leben in dieser Welt leichter und unbeschwerter machen, doch da das eben viele nicht annehmen oder verdrängen, wollen sie das für sich persönliche Maximum im Hier und Jetzt rausholen. Und da gibt es eben widerstreitende Interessen und der Konflikt ist vorprogrammiert. Im Kleinen wie im Großen. Gewaltlosen Widerstand würde ich nicht so mit einem Federstrich beseite schieben. Ich vermute mal Du weißt davon zu wenig. Gene Sharp (hier sein Institut mit jeder Menge Ressourcen) ist beeindruckend und hatte bspw. die Anleitung geliefert, um den phillippinischen Diktator Marcos damals loszuwerden, auch die Demos in Serbien gegen Milosevic waren von seinen Anleitungen inspiriert. Als dtsprachige Grand Dame des Gewaltlosen Widerstandes gilt die noch lebende Hildegard Goss-Mayr. Was sie auf Madagaskar und in El Salvador geleistet hat, ist leider viel zu unbekannt. Gewaltloser Widerstand bedarf genauso der Schulung und der Strategie wie gewalttätiger, punktuelles gewaltloses Aufbäumen gegen Unrecht führt meistens zu nichts. Auch Demos alleine bringen nichts, dazu gehört viel mehr. Wer sich dazu einlesen will, bei Sharp findet man nahezu alles, bei Goss-Mayr noch den christlichen Hintergrund dazu. bearbeitet 12. März von rorro Zitieren
Werner001 Geschrieben 13. März Melden Geschrieben 13. März Am 12.3.2026 um 20:05 schrieb rorro: Christen sollen nicht von dieser Welt sein und ihr Denken ändern. Wenn jemand keinen Grund hat, sich der Logik einer gefallenen Welt anzupassen, dann wir. Dann sollte man konsequenterweise ins Kloster gehen, mit strenger Klausur. Da kann man dann dem weltfremden Ideal frönen. Was mMn nicht geht, ist, einerseits den strengen Pazifismus predigen und alle Schurken der Welt gewähren lassen, und gleichzeitig alle ihre Opfer (und die sich dafür ausgeben) aufnehmen und versorgen zu wollen. Verantwortung übernehmen ist etwas anderes. Werner Zitieren
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