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Kirchliche Stimmen zum Krieg im Iran


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Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Cosifantutti:

Das hat doch mit einer „akademischen Brille“ überhaupt nichts zu tun. Das mit dem „Erstnehmen“ seitens US-Politiker ist ja ein krasses sprachliches Missverständnis. ( …wie man ja auch an Hegeseth sieht ). Es ist reine Ideologie, die die Bibel für die eigene Ideologie missbraucht. Das kann man unschwer auch „ohne akademische Brille“ feststellen….

Natürlich.

 

Allerdings werfen die uns dafür vor, die Schrift nicht ernst zu nehmen, weil wir sie nicht zwingen wörtlich nehmen.

Cosifantutti
Geschrieben
Gerade eben schrieb Flo77:

Natürlich.

 

Allerdings werfen die uns dafür vor, die Schrift nicht ernst zu nehmen, weil wir sie nicht zwingen wörtlich nehmen.

Damit kann man problemlos leben, das unterscheidet eben auch ein fundamentalistisches Bibelverständnis von einer anderen Herangehensweise….. 

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Cosifantutti:

Damit kann man problemlos leben, das unterscheidet eben auch ein fundamentalistisches Bibelverständnis von einer anderen Herangehensweise….. 

Ich gebe zu, ich wäre entspannter, wenn das im Moment nicht ganz so drastische, weltpolitische Folgen hätte.

Cosifantutti
Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Flo77:

Ich gebe zu, ich wäre entspannter, wenn das im Moment nicht ganz so drastische, weltpolitische Folgen hätte.

Die drastischen weltpolitischen Folgen stehen auf einem anderen Blatt…. 

Werner Hoffmann
Geschrieben

Bösartige antichristliche USA und TRUMP bedrohen den Papst, weil dieser sich im Sinne Jesus Christi für den Weltfrieden einsetzt:

 

Zitat:

 

Demnach soll Elbridge Colby, Unterstaatssekretär für Verteidigungspolitik, dem Kardinal Christophe Pierre, gesagt haben: "Die Vereinigten Staaten verfügen über die militärische Macht, weltweit zu tun, was immer sie wollen. Die katholische Kirche tut gut daran, sich auf ihre Seite zu stellen."

Ein weiterer US-Beamter soll dann das "Avignoner Papsttum" angesprochen haben. Dies beschreibt eine Phase, als im 14. Jahrhundert die französische Monarchie die katholische Kirche unter ihre Kontrolle brachte und später einen Angriff auf Papst Bonifatius VIII. anordnete, der zu dessen Sturz und späterem Tod führte. 

 

Der Grund für das harte Vorgehen der US-Beamten? Sie waren unzufrieden mit einigen Stellen aus der Rede von Papst Leo. Dieser hatte unter anderem gesagt, dass "Diplomatie, die den Dialog fördert und einen Konsens zwischen allen Parteien anstrebt, durch eine auf Gewalt basierende Diplomatie ersetzt" werde und dass "Krieg wieder in Mode ist und sich Kriegseifer ausbreitet". 

 

https://www.focus.de/politik/ausland/trump-Regierung-drohte-dem-papst-der-sagte-usa-reise-ab_97fce682-bd10-4744-ac3e-8cfa74fa3346.html

Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb Werner Hoffmann:

Bösartige antichristliche USA

Ist es dir nicht selber peinlich, eine ganze Nation als bösartig und antichristlich zu beschimpfen?

 

Hältst du das etwa für christlich?

Geschrieben

Genau genommen handelt es sich um maximal die halbe Nation (also bzgl. der Wähler, die diese moralische Verkommenheit gewählt haben). "maximal" deshalb, weil man vielleicht nicht davon ausgehen kann, dass alle Wähler dieser moralischen Verkommenheit tatsächlich auch alle Aktivitäten und Äußerungen der von ihnen gewählten moralischen Verkommenheit gutheißen.

Geschrieben
On 4/9/2026 at 3:40 PM, Kara said:

Ist es dir nicht selber peinlich, eine ganze Nation als bösartig und antichristlich zu beschimpfen?

 

Hältst du das etwa für christlich?


Die Angriffe sind aber historisch ziemlich beispiellos und führen die USA ideologisch in die Zeit zurück, als der „Antipapismus“ des Klu-Klux-Klan u.a. radikaler Gruppen Katholiken zu gesellschaftlichen Underdogs machte. Ein katholischer republikanischer Präsident dürfte damit zukünftig weiterhin ausgeschlossen sein.

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb Shubashi:


Die Angriffe sind aber historisch ziemlich beispiellos und führen die USA ideologisch in die Zeit zurück, als der „Antipapismus“ des Klu-Klux-Klan u.a. radikaler Gruppen Katholiken zu gesellschaftlichen Underdogs machte. Ein katholischer republikanischer Präsident dürfte damit zukünftig weiterhin ausgeschlossen sein.

 

Trump ist vieles, aber kein Klu-Klux-Klan. Was der mit ihm zu tun haben soll ist mir schleierhaft.

Der Mann ist ein absoluter Narzisst und jedes Gegen-Wort ist eine Beleidigung des Sonnengottes. 
 

Auch der geht vorbei…

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Shubashi:

Ein katholischer republikanischer Präsident dürfte damit zukünftig weiterhin ausgeschlossen sein.

Vance und Rubio sind beide katholisch und könnten Trump beerben. 

 

Der amerikanische Narzisst hat sich einfach nicht im Griff und holt verbal gegen jeden auf völlig unangemessene Weise aus, der ihn in seiner Iran-Sache nicht bestätigt oder sogar "hängen gelassen" hat (der Papst war weiß Gott nicht der einzige).

 

Wo da jetzt die Verbindung zum Ku-Klux-Klan oder irgendeiner gesamtgesellschaftlichen Ideologie gegen Katholiken herkommen soll, ist auch mir ein Rätsel. Trumps Jesus-Bild kam jedenfalls bei den Evangelikalen überhaupt nicht gut an.

bearbeitet von Kara
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Shubashi:

Ein katholischer republikanischer Präsident dürfte damit zukünftig weiterhin ausgeschlossen sein.

Das ist zu hoffen bei dem, was sich da an "Katholiken" in den USA so tummelt:

vor 43 Minuten schrieb Kara:

Vance und Rubio ...

 

Geschrieben
8 hours ago, Kara said:

Vance und Rubio sind beide katholisch und könnten Trump beerben. 

 

Der amerikanische Narzisst hat sich einfach nicht im Griff und holt verbal gegen jeden auf völlig unangemessene Weise aus, der ihn in seiner Iran-Sache nicht bestätigt oder sogar "hängen gelassen" hat (der Papst war weiß Gott nicht der einzige).

 

Wo da jetzt die Verbindung zum Ku-Klux-Klan oder irgendeiner gesamtgesellschaftlichen Ideologie gegen Katholiken herkommen soll, ist auch mir ein Rätsel. Trumps Jesus-Bild kam jedenfalls bei den Evangelikalen überhaupt nicht gut an.


Entschuldigung, ich dachte, ich hätte die Geschichte des Antikatholizismus in den USA hier schon mal ein bisschen dargestellt.

Dieser Artikel fast es ein bisschen zusammen:

https://www.politico.com/magazine/story/2015/09/when-america-hated-catholics-213177/
 

Noch Kennedy musste während seiner Kandidatur ausdrücklich zu seiner Religiosität Stellung entnehmen, um den politischen Widerstand eines Billy Graham und anderer prominenter Protestanten zu überwinden. Trumps Basis wurzelt tlw. explizit in nativistischen Traditionen des 19. Jh., und ich halte es für durchaus möglich, diese Traditionen wiederzubeleben, wie es eben dem Ku-Klux-Klan in den 20er und 30er Jahren des letzten Jh. erfolgreich gelang. Jedenfalls ist  es kein Zufall, dass es erst 2 katholische Präsidenten in der Geschichte der US gab, und das keiner davon Republikaner war. Ich denke kaum, dass J.D. Vance der erste sein wird; so wie er sich ausdrücklich auf Trumps Seite gegen den Papst gestellt hat. Übrigens ist Vances eigene Konversion wohl durch Peter Thiel beeinflusst gewesen, der selbst eine sehr eigene Sicht auf den Vatikan hegt.

Die übrigens wiederum recht gut zu den evangelikalen Wurzeln der beiden passen, weniger aber zur traditionellen katholischen Sichtweise.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Shubashi:

Entschuldigung, ich dachte, ich hätte die Geschichte des Antikatholizismus in den USA hier schon mal ein bisschen dargestellt.

Dieser Artikel fast es ein bisschen zusammen:

https://www.politico.com/magazine/story/2015/09/when-america-hated-catholics-213177/

 

Was in keinster Weise deinen Gedankensprung von Trump zum Ku-Klux-Klan und drohender Katholikenverfolgung im heutigen Amerika erklärt. 

 

vor 2 Stunden schrieb Shubashi:

Trumps Basis wurzelt tlw. explizit in nativistischen Traditionen des 19. Jh., und ich halte es für durchaus möglich, diese Traditionen wiederzubeleben, wie es eben dem Ku-Klux-Klan in den 20er und 30er Jahren des letzten Jh. erfolgreich gelang.

 

...ein Gedankensprung um sehr viele Ecken. Zu viele für mich.

 

Möglich ist vieles. Wesentlich wahrscheinlicher und um wesentlich weniger Ecken gedacht: Trump mag den Papst einfach nicht, so wie er auch viele andere Staatschefs nicht mag. Und er wird ihm gegenüber unverschämt, so wie er schon gegenüber anderen Personen des öffentlichen Lebens unverschämt wurde, die ihm keinen Honig um's Maul schmieren.

 

vor 2 Stunden schrieb Shubashi:

Übrigens ist Vances eigene Konversion wohl durch Peter Thiel beeinflusst gewesen, der selbst eine sehr eigene Sicht auf den Vatikan hegt.

Die übrigens wiederum recht gut zu den evangelikalen Wurzeln der beiden passen, weniger aber zur traditionellen katholischen Sichtweise.

Da hab ich ja drauf gewartet. Natürlich muss unbedingt dazu gesagt werden, dass Vance gar nicht richtig katholisch ist, sondern nur falsch katholisch. Als.... ih.... Konvertierter 🤢. Mit bösen evangelikalen Wurzeln.

Und auch Rubio, zwar als Baby katholisch getauft, ist nur so ein Igitt-Revertit 🤢... der zählt natürlich auch nicht als richtig katholisch.

 

Also ja, vermutlich hast du Recht. So schnell wird kein Echt-Katholischer (also einer, der vor deutschen Katholikenaugen bestehen kann) Präsident werden.

bearbeitet von Kara
Geschrieben
vor 34 Minuten schrieb Kara:

Also ja, vermutlich hast du Recht. So schnell wird kein Echt-Katholischer (also einer, der vor deutschen Katholikenaugen bestehen kann) Präsident werden.

 

Dabei haben die deutschen Echt-Katholiken mit den à la Vance und Rubio eines gemein: katholisch sind sie im Adjektiv und ihre Nationalität haben sie im Substantiv. Letztere geht vor. Beim Papst ist das nicht so - sollte in meinen Augen bei keinem Katholiken so sein - und deswegen stört er auch beide, wenn auch aus anderen Gründen.

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb rorro:

und deswegen stört er auch beide, wenn auch aus anderen Gründen.

Und deswegen benehmen sich auch beide respektlos. Der eine mehr, der andere weniger direkt.

Geschrieben (bearbeitet)
1 hour ago, Kara said:

ein Gedankensprung um sehr viele Ecken. Zu viele für mich.


Das mag so sein. Nur hat eben auch vor kurzem niemand erwartet, dass ein US-Staatschef so offen mit Völkermord droht. Oder den Papst so agressiv angeht, weil der da Einwände äußert.

Ich persönlich glaube auch nicht, dass der Katholizismus wieder auf Schwierigkeiten stößt wie in den ersten 200 Jahre der US-Geschichte - nur scheint es mir wichtig diese historischen Schwierigkeiten zu kennen, wenn man aktuelle Probleme einordnen will.

 

Edit PS:

Eine ähnliche Situation besteht übrigens auch für das Judentum in den USA - die antisemitischen Strömungen im traditionell proisraelischen Lager der Republikaner flammen aktuell ähnlich stark auf wie unter den Linken - die Juden schaden angeblich den nativistischen Eigeninteressen des Landes. 

bearbeitet von Shubashi
Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb taupunkt:

Grundlegende Irrtümer schließen kaum vom Katholischsein aus.

Ein Satz, der tausend und eine Frage aufwirft.

Geschrieben
vor 39 Minuten schrieb Flo77:

Ein Satz, der tausend und eine Frage aufwirft.

Du kannst ja mit der einen Frage anfangen :)

Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb taupunkt:

Du kannst ja mit der einen Frage anfangen :)

Was ist "katholisch sein"?

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Flo77:

Was ist "katholisch sein"?

Für mich die Benennung eines Zustandes, der durch Taufe in einer katholischen Gemeinschaft entsteht. Just simple. Du wirst in einer katholischen Kirchengemeinde getauft und bist katholisch. Absprechen kann dir das niemand.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb taupunkt:

Für mich die Benennung eines Zustandes, der durch Taufe in einer katholischen Gemeinschaft entsteht. Just simple. Du wirst in einer katholischen Kirchengemeinde getauft und bist katholisch. Absprechen kann dir das niemand.

Und wie verhält es sich dann mit den von der katholischen Gemeinschaft anerkannten Taufen in nicht-katholischen Gemeinschaften im Falle des Übertrittes von dort in die katholische Gemeinschaft? Eine erneute Taufe in der katholischen Gemeinschaft wird ja da nicht durchgeführt, was bedeuten könnte, dass diese Personen trotz Übertrittes gar kein "Katholischsein" haben.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 23 Minuten schrieb Flo77:

Was ist "katholisch sein"?

 

Wobei die Originalschreibweise ist "Katholischsein" was einer metaphysischen Bedeutungsintention zugänglicher erscheint als "katholisch sein".

 

bearbeitet von SteRo
Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb SteRo:

Und wie verhält es sich dann mit den von der katholischen Gemeinschaft anerkannten Taufen in nicht-katholischen Gemeinschaften im Falle des Übertrittes von dort in die katholische Gemeinschaft?

 

Dann freilich auch. 

 

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