Shubashi Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden Nachdem ich gehört habe, dass sich eine weitere Mikrogruppe von von besonders traditionellen Ex-Römern eigene Bischöfe basteln will, ist mir etwas klar geworden. Anscheinend gibt es einen ganz Kosmos allermöglichen Gruppen und bombastischer Schwarmgeister um die Kirche herum, mit diversen Bischofslinien. Gibt es dazu eine Übersicht, wo man diesen ganzen kryptokatholischen Kosmos ewiger und jeweils einzigartiger Wahrheit nachvollziehen kann? Zitieren
rorro Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden Du hast definitiv zu viel Zeit. 😄 Zitieren
Weihrauch Geschrieben vor 8 Stunden Melden Geschrieben vor 8 Stunden Ich frage mich viel eher, wer eigentlich wann dieses Handauflegen bei den Weihen zum Kleriker ins Spiel brachte. Dieses Handauflegen hat doch der Heilige Geist eigentlich nicht nötig, weil er kein Fleisch ist. Das scheint mir das Pendant zum Ringelpiez mit Anfassen bei der Erbsünde zu sein, so eine Art noch besseres Gegengift als die Taufe. Funktioniert zwar nicht zuverlässig, was das ständige mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa wohl zum Ausdruck bringen soll, weil der Heiligkeits-Virus durch Handauflegen nicht so zuverlässig gültig wie gewünscht von jedem auf jeden übertragen wird. Und zu sündlos darf man auch wieder nicht sein, aber als rein symbolische Zeichenhandlung geht das eben auch nicht - soll schon doch irgendwie magisch sein, aber nicht zu magisch wirken, damit man diese Magie jemandem auch wieder entziehen kann, wenn er aus der Reihe tanzt. Das Handauflegen scheint zu so einer Art zeitgeistigem Multitool verkommen zu sein. Henker waren irgendwie plausibler als Bürokratie, als man noch die Vollmacht dazu hatte, jemandem durch Handanlegen die Rote Karte zu zeigen. 1 Zitieren
Flo77 Geschrieben vor 8 Stunden Melden Geschrieben vor 8 Stunden (bearbeitet) vor 22 Minuten schrieb Weihrauch: Ich frage mich viel eher, wer eigentlich wann dieses Handauflegen bei den Weihen zum Kleriker ins Spiel brachte. Wieviele Jahrtausende willst Du zurückreisen? Die Handauflegung ist schon biblisch bezeugt und wahrscheinlich noch sehr viel älter. Als Teil des Weiheritus ist sie - wenn ich mich richtig erinnere - schon in den Akten der frühen Konzilien (Nicäa & co.) beschrieben. bearbeitet vor 8 Stunden von Flo77 Zitieren
Florianklaus Geschrieben vor 8 Stunden Melden Geschrieben vor 8 Stunden vor einer Stunde schrieb Shubashi: Nachdem ich gehört habe, dass sich eine weitere Mikrogruppe von von besonders traditionellen Ex-Römern eigene Bischöfe basteln will, ist mir etwas klar geworden. Anscheinend gibt es einen ganz Kosmos allermöglichen Gruppen und bombastischer Schwarmgeister um die Kirche herum, mit diversen Bischofslinien. Gibt es dazu eine Übersicht, wo man diesen ganzen kryptokatholischen Kosmos ewiger und jeweils einzigartiger Wahrheit nachvollziehen kann? Nicht mehr ganz aktuell, aber doch sehr informativ: Edmund Plazinski: Mit Krummstab und Mitra. Die ‚umherschweifenden Bischöfe‘ und ihre Gemeinschaften. P. Meier, Sankt Augustin-Buisdorf 1970. 1 Zitieren
Werner001 Geschrieben vor 4 Stunden Melden Geschrieben vor 4 Stunden Die römische Sicht auf diese Thema ist in meinen Augen ziemlich seltsam (mich erinnert es an Harry Potter), nämlich: jemand mit einer Bischofsweihe, egal auf welch obskure Weise er dazu gekommen sein mag (da gibt es recht abenteuerliche Geschichten), muss nur bei irgendwem vorgeschriebene Handbewegungen machen und bestimmte Sprüche aufsagen, und et muss dabei wollen, „was die Kirche will“, also einen Bischof herstellen, schwupps, ist ein neuer Bischof entstanden, mag er noch so obskur sein, für Rom ist er ein „richtiger“ Bischof. Außer es handelt sich um Anglikaner, da funktioniert das grundsätzlich nicht 🤣 Schlüssiger ist da die orthodoxe Sichtweise, die auch die Alt-Katholiken übernommen haben (ich glaube auch die Anglikaner): ein Bischof gehört immer zu einer Kirche, in die hinein und aus der heraus er geweiht wird. Einen „freischaffenden Bischof“ gibt es in dieser Sichtweise nicht als kirchenrechtlich „gültigen“ Bischof Werner Zitieren
Flo77 Geschrieben vor 4 Stunden Melden Geschrieben vor 4 Stunden vor 32 Minuten schrieb Werner001: Die römische Sicht auf diese Thema ist in meinen Augen ziemlich seltsam (mich erinnert es an Harry Potter), nämlich: jemand mit einer Bischofsweihe, egal auf welch obskure Weise er dazu gekommen sein mag (da gibt es recht abenteuerliche Geschichten), muss nur bei irgendwem vorgeschriebene Handbewegungen machen und bestimmte Sprüche aufsagen, und et muss dabei wollen, „was die Kirche will“, also einen Bischof herstellen, schwupps, ist ein neuer Bischof entstanden, mag er noch so obskur sein, für Rom ist er ein „richtiger“ Bischof. Außer es handelt sich um Anglikaner, da funktioniert das grundsätzlich nicht 🤣 Schlüssiger ist da die orthodoxe Sichtweise, die auch die Alt-Katholiken übernommen haben (ich glaube auch die Anglikaner): ein Bischof gehört immer zu einer Kirche, in die hinein und aus der heraus er geweiht wird. Einen „freischaffenden Bischof“ gibt es in dieser Sichtweise nicht als kirchenrechtlich „gültigen“ Bischof Sind die Vaganten aus römischer Sicht wirklich gültig geweiht? Ich dachte auch für die Römer gehört wenigstens ein Titularbistum zur Weihe. Buch 8, Apostolische Konstitutiones: Zitat 27. Von der Ordination des Bischofs; Simon, der Kananite. Ich aber, Simon, der Kananite, verordne, von wie Vielen der Bischof geweiht werden soll. Ein Bischof werde von zwei oder drei Bischöfen geweiht; wenn aber Jemand von e i n e m Bischof geweiht worden ist, so soll er selbst und der ihn geweiht hat, abgesetzt werden. Wenn es aber dringende Noth ist, von e i n e m ordinirt zu werden, nämlich wenn wegen Verfolgung oder einer andern Ursache mehrere nicht zugegen sein können, so soll er ein Zeugniß der Bevollmächtigung mehrerer Bischöfe beibringen. https://bkv.unifr.ch/de/works/cpg-1730/versions/apostolische-konstitutionen/divisions/242 Es gab mal so viele gute Regeln für die Wahl und die Weihe, die viel Unfug heute verhindern würden. (Und die Konstitutionen finde ich schon exzessiver als die Canones Apostolorum...) Zitieren
nannyogg57 Geschrieben vor 2 Stunden Melden Geschrieben vor 2 Stunden Das Schwuppdiwupp war eigentlich als Schutz der Gläubigen gedacht: Gnadengarantie hängt nicht daran, ob der Bischof in allen Formen korrekt geweiht oder sonst irgendwie unterwegs ist. Zitieren
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