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Katholische Papierflut


dontworry
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dontworry

Hallo,

Mir als Konvertiten hat man nahegelegt, dass der KKK sowie die Dokumente des VII die "absolute Grundlage" an schriftlichen Dokumenten neben der Hl. Schrift seien. Prima, da haben wir ja dann schon rd. 1600 Seiten Lesestoff beisammen! Hinzu kommt eine Vielzahl von Enzykliken, Apostolischen Schreiben, "Erklärungen" und was weiß ich.

Daher folgende Fragen:

1. Wie definieren sich die versch. Typen von Dokumenten und wo liegen die Unterschiede?

2. Wer soll das alles lesen? Erwartet man das im Ernst von allen Gläubigen? Liegt darin nicht auch ein Grund für die oft diagnostizierte Entfremdung von Kirchenvolk und Klerus? Und welcher Katholik in Deutschland kennt wirklich den Katechismus der eigenen Konfession? Nach meinen Schwierigkeiten bei einer renommierten Buchhandlung, einen KKK in Neuauflage zu bestellen, glaube ich fast, die r.k. Kirche in Deutschland will diesen gar nicht so recht unters Volk zu bringen.

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Dein Nick ist die richtige Antwort auf deine Frage, dontworry. Nein, all diese Schreiben sind nicht notwendig, um Katholik zu sein.

 

Wenn mich Fragen umtreiben, wenn ich suche und verstehen will, dann ist es ganz interessant, diese Gedanken mitzudenken, denn sie führen mich immer weiter.

 

Ob sie mich aber dahin führen MÜSSEN, wohin ich eigentlich will, wage ich zu bezweifeln. Ich möchte es auf einige wenige Punkte bringen. Ich habe gelesen, denn ich lese gern und viel, aber mehr gebracht hat es mir, dass ich lernte zu beten. Mehr bringt es mir auch, wenn ich Abstand vom Alltag schaffe, mich ausklinke aus dem Dornengestrüpp, still werde und das Tagesevangelium lese, oder die Laudes.

 

Wir begegnen Gott nicht im KKK, sondern in seinem Wort, in der Gemeinschaft der Glaubenden und in der Feier der Eucharistie.

 

Herzliche Grüße

Martin

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nichts desto dennoch... würde ich schon sagen, daß jemand, der ernsthaft zu verstehen sucht, was denn die Kirche eigentlich wirklich lehrt... sich diese beiden Quellen (KKK und Vat II) reinziehen sollte.

Nicht von vorn bis hinten auf einmal, aber nach und nach, je nachdem, was einem gerade als Thema bewegt.

 

Hat mir immer sehr geholfen. Man wird dann recht konkret mit der Lehre konfrontiert wie ist ist, und stellt oft überrascht fest, daß die sich doch oft von dem unterscheidet, was man in Medien und von fundierten Halbgebildeten so hört....

 

Nimm und lies.... kann ich nur sagen :blink:

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Der KKK ist aber nicht der einzige Katechismus, den die Kirche anbietet. Es gibt z.B. noch den Kath. Erwachsenen-Katechismus, der nicht in diesem "Hausordnungs"-Stil geschrieben ist.

Edited by Squire
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Der KKK ist aber nicht der einzige Katechismus, den die Kirche anbietet. Es gibt z.B. noch den Kath. Erwachsenen-Katechismus, der nicht in diesem "Hausordnungs"-Stil geschrieben ist.

mag sein. Ich finde den KKK aber fundierter.

Wenn ich wissen will, was gelehrt wird, ist er genial. Der Stil ist mir dabei relativ wurscht.

Im übrigen,... finde ich den Stil gut. :blink:

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Echo Romeo

Ich hatte das Glück, sehr viel durch die Vermittlung unseres Pfarrers (den habe ich ja schon tausendfach erwähnt) zu lernen. Er hielt und hält eine ausgezeichnete Bibelarbeit.

 

Wenn du die Zeit hast, Dontworry, dann kann ich auch nur mal einen Bibelkurs empfehlen. Unterschiedliche Angebote gibt es bei der Geistlichen Bibelschule Niederrhein, aber auch bei vielen anderen Initiativen im ganzen Bundesgebiet. (Ich nannte die Bibelschule nur, weil eigentlich jeder in seinem Leben einmal an den Niedrerrhein reisen sollte.)

 

Ich habe längst noch nicht den ganzen Katechismus gelesen, geschweige denn alle Konzilsdokumente! (Dieses Konzil war ja auch nicht das erste; ich könnte noch die Anschaffung von Neuner-Roos »Der Glaube der Kirche« und eine gute Dogmatik empfehlen.) Aber ich nutze die beiden von dir genannten Werke auch als Lesebuch. Immer wieder mal ein Stückchen.

 

Das wichtigste bleibt für mich jedoch die Heilige Schrift.

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Er ist zumindest umfangreicher.  :P

okok, letzlich ist es ja völlig egal, welchen der beiden Du nimmst :blink:

Aber ich habe eben festgestellt, daß der KKK meine Fragen besser beantwortet, bzw überhaupt Aussagen anbietet, wo der ErwK. nichts oder Schwammiges sagt.

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dontworry

Erst mal vielen Dank für die Beiträge.

Kann mir denn jemand sagen, wo nachzulesen ist, wie sich die verschiedenen Dokumenttypen (Enzykliken, Ap. Schreiben, Erklärungen etc) von ihrer Natur und Zielrichtung unterscheiden?

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Erst mal vielen Dank für die Beiträge.

Kann mir denn jemand sagen, wo nachzulesen ist, wie sich die verschiedenen Dokumenttypen (Enzykliken, Ap. Schreiben, Erklärungen etc) von ihrer Natur und Zielrichtung unterscheiden?

hier:

http://www.intratext.com/IXT/DEU0035/_P8E.HTM

NR. 2035 ff

Edited by Edith
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dontworry

Hallo Edith,

Danke für den Link, aber wo steht hier was über die versch. Tokumenttypen?

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Hallo Worry,

 

Schön, Dich als Konvertiten begrüßen zu können - willkommen in JESU CHRISTI Gesellschaft.

 

+++Mir als Konvertiten hat man nahegelegt, dass der KKK sowie die Dokumente des VII die "absolute Grundlage" an schriftlichen Dokumenten neben der Hl. Schrift seien. Prima, da haben wir ja dann schon rd. 1600 Seiten Lesestoff beisammen!...Wer soll das alles lesen? Erwartet man das im Ernst von allen Gläubigen? +++

Maßgebend ist nur und nur das, was der HEILIGE GEIST GOTTES von Dir erwartet.

 

Ich muß mich für Deine Informanten entschuldigen - sind vermutlich Theologen.

Die Christenheit befindet sich zur Zeit, nach dem Willen des HEILIGEN GEISTES in einer gewaltigen Umorientierungsphase - da geht es schon mal drunter und drüber.

 

Christ wird man nicht wie ein Jurist oder Germanist, durch Literaturstudium.

 

Sondern indem der Mensch der Christ werden will, zu GOTT betet und um Beistand, Belehrung und Aufklärung bittet.

Denn:

GOTT ist hier und heute anwesend in der Person des HEILIGEN GEISTES um allen Menschen guten Willens Beistand und Lehrer zu sein .

...Und der Christenheit eine Leiter und Führer.

 

Hat uns JESUS CHRISTUS versprochen, ua. in Johannes 14,25-26:

 

·25 "Das habe ICH zu euch geredet, solange ICH bei euch gewesen bin.

·26 Aber der Beistand , der HEILIGE GEIST , den MEIN VATER senden wird in MEINEM Namen, DER wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ICH euch gesagt habe."

 

Wie geht das vor sich?

- Der Christ betet und bittet den HEILIGEN GEIST um Beistand Belehrung und Aufklärung.

- Der HEILIGE GEIST antwortet indem ER dem Beter Eingebungen und Erleuchtungen eingibt,

...so, ähnlich, wie ein Ratgeber dem Menschen dem er beisteht, Ratschläge gibt.

 

Der HEILIGE GEIST sagt nicht:

"Nimm' Dir die Bibel vor und studiere sie von Seite 1 bis Ende durch"

sondern wird Dich nach und nach - beginnend mit den Evangelien - einzelne Verse und Gleichnisse aus der Bibel zeigen um sie Dir zu erklären.

 

Die Bibel ist ein Nachschlagewerk in der Hand des HEILIGEN GEISTES.

Man blättert darin, liest Dieses und Jenes und wartet auf die Auslegungen und Erleuchtungen die der HEILIGE GEIST gibt.

Bibelstellen, die den Leser nicht erleuchten, vergißt man sofort wieder.

 

Genauso wird der HEILIGE GEIST auf Dieses oder Jenes im Katechismus und in den Enzykliken des Papstes, SEINES gehorsamen Dieners aufmerksam machen.

 

Der Christ hat Bibel und Katechismus zur Hand, wird aber niemals alles lesen müssen.

Von den Enzykliken die ja in erste Linie an die Bischöfe gerichtet sind, ist dem einfachen Gläubigen nur der Tenor von Interesse - der spricht sich rasch herum.

 

 

Beachte bitte:

Was Du mit den Eingebungen und Erleuchtungen, den Belehrungen und Ratschlägen machst, die Dir der HEILIGE GEIST eingegeben hat,

ist ganz und gar Deine Sache.

 

GOTT zwingt niemand.

 

Die Folge ist leider,

daß die Christen, die Belehrungen und Erläuterungen des HEILIGEN GEISTES ganz gerne mit ihren eigenen Vorstellungen vermischen, und so verbiegen und verfälschen.

...Obwohl sie alle beten: "DEIN Wille geschehe im Himmel wie auf Erden".

 

Daher die Zerstrittenheit und die Spaltungen unter den Christen.

 

JESUS CHRISTUS und der HEILIGE GEIST kennen IHRE Christen und haben vorgesorgt:

 

Indem JESUS der Hirte des Christenvolkes, den Petrus den Fels, zu SEINEM Stellvertreter auf Erden gemacht hat:

"...Weide MEINE Lämmer...Weide MEINE Schafe" (Johannes 21,15-17).

 

Und der HEILIGE GEIST die Nachfolger Petri aus den Reihen der Gehorsamsten unter den Jüngern JESU auswählt und zu Päpsten macht.

 

Darüber hinaus, kann seit 1870, dem 1.Vatikanischen Konzil, jeder Christ wissen, daß der HEILIGE GEIST alle Veröffentlichungen unfehlbar hält, die ER die Päpste als Hirten und Lehrer der Christenheit machen läßt.

 

...Was dem wahren Christen die Überprüfung, ob er den HEILIGEN GEIST richtig verstanden hat, ungemein erleichtert.

 

 

Fazit:

Laß' Dich von der katholischen Papierflut nicht schrecken.

 

Ignoriere Alles, was Dich der HEILIGE GEIST zu ignorieren heißt.

Und

lies Alles, was Dir der HEILIGE GEIST zum Lesen empfiehlt.

 

 

 

Gruß

josef

Edited by josef
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Volker_Biallass

Hallo dontworry :P

Hallo,

Mir als Konvertiten hat man nahegelegt,

 

Wenn es dir selbst nicht nur um Lehre, sondern um Glauben geht, dann lass dich nicht auf die lange Bank der katholischen Lehrinformation abschieben, sondern nimmm die behaglichere Bank der katholischen Glaubensinformation.

 

Da findest du einen 24teiligen Briefkurs, den du kostenlos per eMail bekommen kannst.

 

Dieser Kurs wird dich weder schlau machen, noch zufrieden stellen, sondern ganz im Ggt neugierig machen und eine Menge Fragen aufwerfen ... die ausgesprochen beste Vorbedingung also, um mit Lust ins Gemeindeleben einzusteigen, interessiert in den Lehrtexten der Kirche zu stöbern und die Augen überall offen zu halten, weil dir da auf vielfache Weise geantwortet und zu stets neuen Fragen verholfen wird.

 

Und mit der Zeit dürfte sich dir der Eindruck verfestigen, dass alle Antworten und erst recht die ganzen Fragen auf diesen Jesus hinlaufen und von ihm ausgehen, dass auch 1400 Seiten-Wälzer nicht dröger Stoff sind, wenn man sie mit ihm in Verbindung bringt, die Verbindung mit ihm intensivieren will ... wozu ich aber eher die regelmäßige Messe als ein stures Literaturstudium andienen würde.

 

Also lass dich weder scheu machen noch dir vermeintliche Mühlsteine aufhalsen, du bist in eine interessante, spannende und auch amüsante wie bedenkenswerte Unternehmung hineingeraten, die dir unvermutet viel entgegenzubringen hat.

 

bcnu Volker

 

 

PS. Ich bin übrigens ev, hätte dir exakt das Selbe (nur mit anderen URLs natürlich :P) bei einer Konversion in anderer Konfessionsrichtung anempfohlen, denn nicht die Lehre ist entscheidend, sondern allein deine Neugier, die Bereitschaft zu suchen und zu finden, die überall fündig und so erst recht neugierig werden kann, wo man sich diesem Jesus widmet :P

 

Drum will ich dich weder als Konvertit verabschieden, noch als Konvertit begrüßen, sondern dich zur Suche beglückwünschen, dir wünschen, dass du aus dem Flöz, in das du jetzt umgestiegen bist, mit Spaß an der Freud Scheffel um Scheffel herausholen wirst, denn du kannst da [rk] (wie auch hier [ev]) an der frischen Luft unter Gottes weitem Himmel arbeiten :blink:

Edited by Volker_Biallass
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Echo Romeo
Also lass dich weder scheu machen noch dir vermeintliche Mühlsteine aufhalsen, du bist in eine interessante, spannende und auch amüsante wie bedenkenswerte Unternehmung hineingeraten, die dir unvermutet viel entgegenzubringen hat.

 

Hehe, sehr schön gesagt. Merke: Das Reich Gottes hat mehr zu bieten als Fünf Bananen.

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Volker_Biallass

Hallo Echo Romeo :P

Merke: Das Reich Gottes hat mehr zu bieten als Fünf Bananen.

 

Dennoch, oder gerade deshalb ... herzlichen Glückwunsch zur fünften pip.gif !

 

Die Gleichnisse werden wieder richtig spannend, wenn man sich vorstellt, dass die Arbeiter der letzten Stunde nicht nur ebensoviel Money, sondern auch ebensoviel pip.gifpip.gifpip.gifpip.gifpip.gifpip.gifpip.gifpip.gifpip.gif bekommen werden, wie die der ersten Stunde :blink:

 

bcnu Volker

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Die Gleichnisse werden wieder richtig spannend, wenn man sich vorstellt, dass die Arbeiter der letzten Stunde nicht nur ebensoviel Money, sondern auch ebensoviel pip.gifpip.gifpip.gifpip.gifpip.gifpip.gifpip.gifpip.gifpip.gif bekommen werden, wie die der ersten Stunde :blink:

 

bcnu Volker

Das ist doch mal eine Anregung für den Webmaster

 

Als Newbie bekommt man sofort die volle Anzahl der Bananen.

 

Das kann aber noch nicht alles sein:

Da man in der Kirche immer Karriere nach unten macht, werden einem dann nach und nach die Bananen abgezogen.

 

:P

 

------

Zum Thema:

 

Ich glaube, daß "kirchenamtliche" Texte - je tiefer ich in den Glauben eindringe - immer mehr an Wichtigkeit verlieren.

Ich habe im Anfang auch rund um mich zu gelesen.

Daß heißt nicht, daß man sich mit den Dingen dann nicht mehr auseinandersetzt, sondern daß ich sie wie Markierungspunkte in der Landschaft betrachte, mich daran orientiere, aber es nicht mehr zum Mittelpunkt meines Strebens mache besonders viele Bibelworte und Zitate aus päpstlichen Lehrschreiben und Konzilstexten parat zu haben.

 

Die Bibel gibt oft verblüffend einfache Antworten, wo Wissenschaftler oder das Kirchliche Lehramt Kilotonnen Papier absondern, genügt den Schriftstellern der Bibel oft genug ein Zweizeiler. Und siehe da, sie sagen dasselbe.

 

Gruß

Cicero

Edited by Cicero
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Zum Thema:

 

Ich glaube, daß "kirchenamtliche" Texte - je tiefer ich in den Glauben eindringe - immer mehr an Wichtigkeit verlieren.

sehe ich nicht so, Cicero.

Die kirchenamtlichen Texte sind mir eine große Hilfe bei der Vertiefung des Glaubens.

 

Sie sind, wie Johannes vom Kreuz sagen würde "Brot mit der Rinde"... nicht Babybrei óder weiches Weißbrot.... kräftige inhaltsreiche Nahrung.

 

Ich lese sie gerne.

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Magdalene

Gerade bei einigen Texten des 2. Vaticanums ging es mir so, dass ich vieles "irgendwie gewusst" habe, in den Dokumenten alles jedoch viel klarer und prägnanter formuliert war. Das Lesen ist über weite Strecken ein freudiges Wiedererkennen (und ich bin noch lange nicht "durch" damit).

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Ich lese sie gerne.

Ich auch.

 

Was ich mit meinem Posting sagen wollte - ist glaube ich nicht so richtig angekommen - Lehramtliche Texte, Katechismus etc. sind gut und wichtig. Gerade um nicht zum Schwarmgeist zu werden, um seine eigene Entwicklung immer wieder auszurichten.

 

Meine Antwort bezog sich mehr auf die Ausgangsfrage, in der dontworry danach gefragt hatte, ob er jetzt diese Fülle von Schreiben und Büchern alle lesen muß.

Das würde ich ihm nicht raten. Alles zu seiner Zeit.

Ich kann sagen, daß mir der Zeit immer die richtigen Bücher und Texte "zufällig"(1) in die Hände gekommen sind.

 

Als ich anfing mich mit meinem Glauben zu beschäftigen habe ich natürlich rund um mich zu gelesen, da war keine Enzyklika, kein Hirtenbrief und erst recht nicht DS vor mir sicher :blink:

Sehr schnell habe ich dann gemerkt, daß ich mit dem was ich da lese auch innerlich Schritt halten können muß.

 

Es gab dann eben auch eine Phase, in der ich nichtsdergleichen lesen konnte und es mir fürchterlich auf die Nerven ging, wenn ich es mußte.(z.B. im Studium)

 

Da hat mir ein Histörchen geholfen, das mir meine Kirchengeschichtedozentin erzählt hat:

 

Als der Hl. Thomas v. Aquin eines Tages nach dem Gebet aus der Kapelle kam sagte er über seine Schriften: Alles leeres Stroh.

 

Es gab Zeiten, in denen ich das auch so empfunden habe.

Auch diese Zeiten haben ihre Berechtigung. Und das meinte ich eigentlich mit:

 

...aber es nicht mehr zum Mittelpunkt meines Strebens mache besonders viele Bibelworte und Zitate aus päpstlichen Lehrschreiben und Konzilstexten parat zu haben.

 

Die Bibel gibt oft verblüffend einfache Antworten, wo Wissenschaftler oder das Kirchliche Lehramt Kilotonnen Papier absondern, genügt den Schriftstellern der Bibel oft genug ein Zweizeiler. Und siehe da, sie sagen dasselbe.

 

Das ordentliche Lehramt der Kirche kann manchmal etwas nervig sein. Das ist gut so, das muß so sein, denn nur an anspruchsvollem kann ich wachsen. Ich darf aber auch darauf vertrauen, daß ich wenn es notwendig ist das richtige zur Hand habe.

Dann kann ein Zweizeiler aus der Heiligen Schrift mir mehr sagen und mich stärker fordern, als eine 50-seitige Enzklika.

 

Ich hoffe, daß jetzt deutlich geworden ist, was ich damit sagen wollte.

 

Gruß

Cicero

 

 

 

 

 

(1) Zufall ist eines der Pseudonyme Gottes, die er verwendet, wenn er nicht sofort erkannt werden möchte.

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(und ich bin noch lange nicht "durch" damit).

Damit ist man irgendwie nie "durch" :blink:

 

Siehe mein Posting oben

 

Es gibt immer wieder Zeiten, wo es gerade dran ist, den einen oder anderen Text einmal wieder zu lesen.

Erstaunlicherweise (oder auch nicht?) steht immer wieder etwas "neues" drin, wenn die Zeit reif ist.

 

Gruß

Cicero

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