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Neokatechumenat - Neokatechumenaler Weg

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Higgs Boson
vor 2 Stunden schrieb Freelance:

Gibt es hier jemanden, der mal bei den Neos "drinen" war und nun wieder ausgestiegen ist? Ich komme aus Berlin und wir haben hier sehr viele Neos, mir kommt es suspekt vor, wenn ich ältere Gemeindemitglieder höre, die Horrorgeschichten von Spaltungen der Gemeinden, elitärem Denken und so weiter brichten. Auf der anderen Seite erzählen die Pfarradministratoren (die von den Neos sind) natürlich nur das blaue vom Himmel. Ihr Art eine Geimeinde zu führen geschieht meiner Ansicht nach oft mit Druck (Du musst! / Ihr sollt! / Ihr dürft nicht!) und mit einer Art von Arroganz im Sinne von "Wir machen es richtig, ihr seid minderwetige Sonntagschristen!".

 

Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen. :)

 

Ich war nicht drinnen. Aber ich erinnere mich mit Grauen an meine Pfarrei in Oberschleissheim. Ich ging dort ganz normal in die Messe. Und habe ganz normal zu den Liedern mitgesungen. Alleine. Die anderen paar Gottesdienstbesucher wohnten nur bei. Das war so grässlich, ich wurde dort nie heimisch. Aber zum Brautgespräch (wir haben in unserer Studentengemeinde geheiratet, das Gespräch musste aber in unserer Heimatpfarrei stattfinden) waren wir ganz normal beim Pfarrer. Den habe ich dann gefragt, wo diese absolut komische und durch und durch ungesunde Stimmung in den Gottesdiensten herkommt. Da sagte er, erst vor ein paar Jahren sei die Gemeinde durch das Neokatechumenat gesprengt worden. Der klägliche Rest sei übelst verschreckt und müsse erst ganz langsam wieder aufgebaut werden. Mitsingen im Gottesdienst sei einfach zu viel Aktivität und sehr verdächtig...

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Studiosus

Deren Liturgie  (auch in der von Rom approbierten Form) ist auch etwas für Kenner. Für Genießer will ich nicht schreiben. 

 

Außerdem bin ich immer etwas misstrauisch, wenn mehr oder weniger erfolgreiche Kunstmaler irgendwelche Bewegungen gründen.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

Edited by Studiosus
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Higgs Boson
vor einer Stunde schrieb Studiosus:

Deren Liturgie  (auch in der von Rom approbierten Form) ist auch etwas für Kenner. Für Genießer will ich nicht schreiben. 

 

Außerdem bin ich immer etwas misstrauisch, wenn mehr oder weniger erfolgreiche Kunstmaler irgendwelche Bewegungen gründen.

 

Naja, es gibt da eine komplette Religion, die von einem Schreiner und einer durchgeknallten Anglertruppe ins Leben gerufen wurde. Die wurde von den Theologen ihrer Zeit auch nicht so fürchterlich ernst genommen.

 

Das ist also irgendwie kein Grund.

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Studiosus
vor 19 Minuten schrieb Higgs Boson:

 

Naja, es gibt da eine komplette Religion, die von einem Schreiner und einer durchgeknallten Anglertruppe [...]

 

Nette und vor Ehrfurcht triefende Umschreibung des Sohnes Gottes und seiner heiligen Apostel.

 

Besagter Schreiner war/ist übrigens - siehe oben - Sohn Gottes, die zweite Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und Erlöser der Menschheit. Also kein unbedarftes Dummerle mit einem Faible für lehrreiche Kurzgeschichten, wie Du Dir das vielleicht in deiner historisch-immanenten Interpretation der Schrift ausmalst. Die Apostel sind auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

Edited by Studiosus

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ThomasB.
vor 1 Minute schrieb Studiosus:

Die Apostel sind auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen.

Stimmt. Die sind auf den See Genesaret dahergeschwommen - der dazu auch besser geeignet ist als Nudelsuppe.

 

*indentischbeiß*

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Higgs Boson
vor 7 Minuten schrieb Studiosus:

 

Nette und vor Ehrfurcht triefende Umschreibung des Sohnes Gottes und seiner heiligen Apostel.

 

Besagter Schreiner war/ist übrigens - siehe oben - Sohn Gottes, die zweite Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und Erlöser der Menschheit. Also kein unbedarftes Dummerle mit einem Faible für lehrreiche Kurzgeschichten, wie Du Dir das vielleicht in deiner historisch-immanenten Interpretation der Schrift ausmalst. Die Apostel sind auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen.

 

Das Thema würde jetzt einfach zu weit führen - könnte aber an andere Stelle eine interessante Diskussion ergeben.

 

Was Bewegungsgründer angeht, so gibt es einen sehr klugen Rat von Theologen der damaligen Zeit, der weitaus tragfähiger ist, als die reine Einschätzung einer Person:

 

Ist es vom Menschen, wird es untergehen. Ist es von Gott, wer könnte dem widerstehen.

 

Ich für meine Person kann mir sehr gut vorstellen, dass ich in einer Gemeinde mit Neokatechumenat bei dieser Truppe durchaus wohlgefühlt hätte. Und ganz sicher bin ich mir, wäre der geistliche Mentor meiner Jugend von Opus Dei gewesen, ich wäre dort so sicher gelandet wie das Amen in der Kirche. Und ich hätte es geliebt.

 

Es ist ganz genau das, was vielen Menschen in Großkirchen fehlt: Feuer, Begeisterung und Leidenschaft.

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Edith1

Man könnte den Thread auch lesen, statt nur zu ergänzen. :rolleyes:

 

Platona und Icoon waren im Neokath und haben eifrig berichtet, was Freelance nun wissen will. :)

 

Der Thread ist auch sonst sehr erhellend. Auch das Verhalten aktiver Neokath-Mitglieder hat es in sich.

 

Mich hat immer das zweite Post von Platona auf Seite 22 am meisten beeindruckt. Es sagt eigentlich alles, was man wissen muss.

 

Unterscheidung der Geister, allerdings nach der Methode Filippo Neri.

Edited by Edith1

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Alfons
vor einer Stunde schrieb Edith1:

Mich hat immer das zweite Post von Platona auf Seite 22 am meisten beeindruckt. Es sagt eigentlich alles, was man wissen muss.

 

 

Dieser Beitrag hier, nicht?
Danke, dass Du daran erinnert hast.

 

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Edith1
Gerade eben schrieb Alfons:

 

 

Dieser Beitrag hier, nicht?
Danke, dass Du daran erinnert hast.

 

Ja, leider bin ich zu doof, ihn zu verlinken. Aber ich habe ihn nie vergessen und daher mit der Suchfunktion wieder gefunden. :)

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Petrus
Am 15.4.2018 um 19:49 schrieb Studiosus:

Die Apostel sind auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen.

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

und iech bin a ned grod auf der Brennsubbn dahergeschwomm

 

einen schönen Sonntag Dir,

und Allen,

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beraic

Das Neokatechumenat scheint für manche ein Stachel im Fleisch (der Kirche) zu sein

Erinnert mich an ein Buch mit dem Titel "Stachel im Fleisch" über die Theologie des Apostel Paulus.

 

Wie böse dieses Neokatechumenat ist daran orientieren sich manche auf dieser Liste an einem gewiss negativen Beispiel wie diesem.

Für mich persönlich, auch für meine Familie, ist es, das Neokatechumenat, das beste was ich bisher in der Katholischen Kirche in Griechenland kennenlernen durfte.

Wäre jene Katechese im Jahr 1994 nicht gewesen, vielleicht wäre ich noch immer der getaufter Atheist der ich damals war.

Bei einem Katechetentreffen in San Giorgio im vergangenen Jänner ist mir erstmals aufgefallen wie wenig Deutschsprachige anwesend waren. Daraus leite ich ab daß entweder das Neokatechumenat wenig geschätzt wird als Glaubensweg in deutschspachigen Ländern oder aber die Kirche insgesamt dort schwach wurde. Vielleicht ist auch beides der Fall.

Wenn ich das vergangene Vierteljahrhundert der Katholischen Kirche in Griechenland und das Verhältnis zum Neokatechumenat überdenke kann ich folgendes sagen: Alle Gemeinschaften in Griechenland bestehen aus ehemaligen Kirchenfernen, es gibt auch mehrere Konvertiten und ehemalige Muslime. Diese Menschen, mich eingeschlossen, konnten die Pfarren nicht erreichen. Heute sind die meisten in einer Pfarre integriert und versuchen ehrlich christlich zu leben. Im erwähnten Zeitraum wurde einer der Pfarrer welcher Gemeinschaften begleitete Bischof und Athen bekam ein katholisches Priesterseminar Redemptoris Mater.

Das Ereignis auf welches ich oben verlinkte macht mich traurig, dennoch verstehe ich nicht weshalb man hier das Bad mit dem Kleinkind ausschüttet....

 

Da bleibt eigentlich nur der simple Rat: kommt und seht (die Teilnahme an der Eucharistiefeier dürfte nicht verweigert werden)

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sternli

Wo es Licht gibt , gibt es auch Schatten , so würde ich das Neo Ka heute sehen . Ich selber war  einige Jahre Mitglied  in dieser Gemeinschaft bis zu Einführung der Psalmen. Es gibt viele Dinge die mich tief beeindruckt haben und die mir persönlich geholfen haben. Es gibt ebenfalls viele Dinge die es mir heute Unmöglich machen würden  noch mal in eine  Neo Ka Gemeinschaft ein zu steigen. Ich bedaure es zu tiefst das die Gemeinschaften so in sich Abgeschlossen sind , das es selbst unmöglich ist bei der Eucharistie feier am Samstagabend öfters als Gast dran teil zu nehmen . Zu aller erst diese Feiern findet  man nirgendwo in  Pfarrprogramm als Angebot. Diese sollte ja angeblich offen für die ganze Pfarre sein . Aber praktisch ist es nicht so , weil wenn man es geschafft hat heraus zu finden wann und  wo diese Messe statt findet, wird man schon nach den ersten mal gefragt ob man keine Katechese hören will . Es wird so signalisiert das  dauer Gäste zu Messe unerwünscht sind. Das ist meine persönliche Erfahrung.  Was ich  toll fand, das Geld nie ein Problem war wenn die Gemeinschaft auf Gemeinschaftstage gefahren ist wurde das Geld gesammelt für die Hotelspesen, so das Sozial Schwache nicht erst um Geld betteln musste, Diese Geschwisterliche Reglung fand ich gut.  Doch was mir heute Bauchschmerzen macht sind die Etappen in Neo Ka , diese  intime Bereiche die da besprochen werden vor der ganzen Gemeinschaft  ist in diese Form nicht akzeptabel für mich. Die Katechisten mal überspitzt gesagt haben auch NICHT den heiligen Geist alleinig gepachtet.  Dort kann sehr viel  kaputt gemacht werden. Ich sage heute sogar das dies sehr gefährlich ist . Wie da  gemacht wird.   Ich würde sogar so weit gehen und sagen das ist seelischer Missbrauch.  Denn labile Menschen könnten daran zerbrechen.  Für heute mache mal Schluss . Herzliche Grüße Sternli

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beraic

@Sternli, es fällt mir schwer Dir in Deinen Aussagen ganz zu folgen. Daß ein jeder und eine jede Im Weg des Neokatechumenats Schwierigkeiten haben wird, hat und hatte ist unumstritten. Wie Du schreibst bist Du aus dem Weg ausgestiegen in der 2.Stufe, dem Katechumenat (CATECUMENATO/Semplicità/1a Iniziazione alla Preghiera) wenn der Gebetsweg beginnt, mit den Psalmen, welche Christen seit Christus täglich beten.

Schwierigkeiten auf dem Weg des Neokatechumenats: die kenne ich bestens aus eigener Erfahrung, doch konnte ich verstehen daß insbesondere diese Schwierigkeiten mir in meinem Glaubensleben geholfen haben.

Dieser Weg ist ein Weg der Umkehr, die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, dem eigenen Egoismus, den eigenen Sünden, der Unfähigkeit andere so zu lieben wie sie sind; diese stellen scheinbar oft unüberwindliche Barrieren dar.

Aus voriger Aussage wird vielleicht verständlich weshalb es diese "Abgeschlossenheit" der neokatechumenalen Gemeinschaften gibt. Man kann nicht irgendwann oder irgendwo in eine Gemeinschaft "einsteigen". Die einsteigende Person würde keinesfalls verstehen was da abläuft und einige in der Gemeinschaft wären wahrscheinlich überfordert.

 

Aus eigener Erfahrung kann ich NICHT bestätigen daß Gäste bei den Eucharistien unerwünscht sind. Es ist zutreffend und ich mache das auch, wenn eine Person regelmäßig zur Eucharistie kommt, dass ich zur Eingangskatechese einlade.  Zur Freiheit gehört dass man Einladungen annehmen kann oder eben nicht.

Wir stellen Gäste auch namentlich vor Beginn einer Eucharistie vor, denn das Prinzip des Dreifußes (Wort,  Eucharistie, Gemeinschaft) erfordert ein gegenseitiges Akzeptieren und das beginnt schon mit dem gegenseitigen Kennenlernen. Auch ich bin bei meinen Reisen in Griechenland und im Ausland immer wieder als Gast bei Eucharistiefeiern in Gemeinschaften, überall wurde ich aufgefordert mich eingangs mal vorzustellen. Allein dieses nicht-anonym-sein macht einen Unterschied zu einer Eucharistie in einer Pfarre der man nicht angehört.

 

Katechisten sind keine Alleskönner und in der Regel auch keine Psychologen. Das, was sie unterscheidet, ist, daß sie Menschenfischer sind; dass sie ermuntern, beraten, ermahnen und unterstützen auf dem Glaubensweg der darin besteht Christus nachzufolgen. Aber vor allem sind es Personen, die für Christus alles abgelegt haben, alles, was eigenes Besitztum betrifft.  Schon allein das ist für manche ein Stein des Anstosses, weil damit an mehrere Schriftworte erinnert wird. Die Nachfolge Christi ist, unabhängig davon ob jemand diesem speziellen Glaubensweg folgt oder nicht, nicht einfach, sondern ein stetiger Kampf;  eben konträr zu einem Wohlfühlchristentum oder gar einem gottlosen Leben.

 

Das Neokatechumenat ist nicht DER Weg sondern schlicht ein Weg. Einer unter vielen, nicht mehr.  Ein Weg für der Kirche Fernstehende. Wenn Du ihn nicht gehen konntest, bleibst Du dennoch eines: geliebtes Kind Gottes.

 

Bernhard

 

 

 

 

 

 

 

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sternli

Lieber Bernhard

Deine Wahrnehmung tut sich aber nicht für ehemalige Mitglieder zu decken. Ich wäre gerne mal hin und wieder zu einer Neo Ka Messe gegangen vor Jahren . Also nichts regelmäßiges . Als  ich nach Jahren das erste mal wieder 2013 bei einer Osternacht war ,  hörte ich solchen blöden Kommentar . Du tust wohl dir die Rosinen aus den Kuchen picken. Noch solche liebevolle Bemerkungen haben mir gereicht.

Edited by gouvernante
Zitatfehler korriert

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nannyogg57

Was ich als Außenstehende nicht ganz verstehe: Mit welchem Recht sind getaufte katholische Christen bei einer Eucharistiefeier ausschließbar?

 

Eine Eucharistiefeier findet statt als Veranstaltung vor Ort in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche. Konkret Kirchenmitglieder den Zugang und die Teilnahme zu versagen ist vergleichbar mit dem Ausschluss von der eucharistischen Gemeinschaft wie sie einer Exkommunikation entspricht.

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Higgs Boson
vor 2 Stunden schrieb nannyogg57:

Was ich als Außenstehende nicht ganz verstehe: Mit welchem Recht sind getaufte katholische Christen bei einer Eucharistiefeier ausschließbar?

 

Eine Eucharistiefeier findet statt als Veranstaltung vor Ort in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche. Konkret Kirchenmitglieder den Zugang und die Teilnahme zu versagen ist vergleichbar mit dem Ausschluss von der eucharistischen Gemeinschaft wie sie einer Exkommunikation entspricht.

 

Ich habe Bernhards Text mehrfach durchgelesen, da steht nirgendwo, dass irgendwer ausgeschlossen würde - im Gegenteil. Sternli berichtet, dass sie die Erfahrung gemacht hat, dass man Fremde nicht im Gottesdienst dabei haben wollte, nicht dass man so welche dazugeraten wären diese von der Eucharistiefeier ausgeschlossen hätte.

 

Das was Sternli beschreibt geht eindeutig in Richtung Versektung, die Darstellung Bernhards widerspricht dem.

Edited by Higgs Boson

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sternli

  Dann frage ich  mal warum findet man in Pfarrprogramm Nicht diese Messe von Neo Ka ?   Das nächste sicher sind Gäste zu gelassen, aber es ist nicht gewünscht  das man da hin und wieder hinkommt ohne fix zu Gemeinschaft zu hören. Zu mindestens  was ehemalige Gemeinschaftsmitglieder betreffen tut, jedenfalls war das eine Erfahrung von mir. gewesen.  

Edited by sternli
fehler ausgebessert

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sternli

In den Statuten von Neo Ka steht zwar dieses >>>>2. Die Neokatechumenen feiern die Sonntagseucharistie in der kleinen Gemeinschaft nach der ersten Vesper des Sonntags. Diese Feier findet gemäß den Anweisungen des Diözesanbischofs statt. Die Eucharistiefeiern der neokatechumenalen Gemeinschaften am Samstagabend sind Bestandteil der sonntäglichen liturgischen Pastoral der Pfarrei und stehen auch anderen Gläubigen offen.<<< 

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beraic

@sternli beklagt weshalb in einem Pfarrprogramm nichts von einer Eucharistiefeier des NK in der XY-Pfarre stand oder steht. Daraus leitet sie ab dass Gäste bei der Eucharistiefeier des NK in der XY-Pfarre unerwünscht sind.
Dann sendest Du, sternli , einen Auszug aus den Statuten des NK in dem es eben heißt dass die Eucharistiefeiern Teil "der sonntäglichen liturgischen Pastoral der Pfarrei" sind und auch anderen Gläubigen offenstehen.

Dazu stelle ich fest, dass diese Statuten weltweit anzuwenden sind und Gültigkeit haben. In der XY-Pfarre mag man aus irgendeinem Grund diese Eucharistiefeier im Pfarrblatt nicht erwähnen, das ist denkbar und dazu kann der jeweilige Pfarrer Auskunft geben. Eine Verpflichtung von seiten der Pfarre das NK in Veröffentlichungen zu erwähnen läßt sich aus den NK-Statuten jedoch nicht ableiten.

 

In der Pfarre meiner Gemeinschaft, Aghios Nikolaos im Hafen von Tinos, einer Kykladeninsel, steht nie was von einer NK-Eucharistiefeier im wöchentlichen Pfarrblatt und dennoch finden (meist dieselben) den Weg zur richtigen Zeit in den kleinen Gemeinschaftssaal zur Eucharistiefeier. Die Menschen in dieser Pfarre kennen einander und wenn jemand was erfahren will dann fragen die Leute entweder den Pfarrer oder jemanden von der Gemeinschaft - das sollte eigentlich in jeder Pfarre so sein dass die Kirchgänger einander wenigstens vom Sehen kennen und Kontakt mit dem Pfarrer oder Gemeindemitgliedern haben.  


In Österreich gibt es neokatechumenale Gemeinschaften in jenen Diözesen in denen das NK vom Bischof erwünscht oder geduldet ist. Das sind Wien, Graz, Linz, St. Pölten und Salzburg. Salzburg ist meine Geburtsstadt und ich kenne den Pfarrer der Pfarre St.Vitalis. Als Beispiel dass es Informationen zum Neokatechumenat in einer Pfarre geben kann dazu ein Beispiel : St.Vitalis - Neokatechumenat.

sternli , es hat für mich den Anschein dass Du seelisch verwundet bist. Eine dieser Wunden mögen ihre Ursache in oder mit Deinen Erfahrungen im Neokatechumenat haben.  Mit Diskussionen wie dieser werden entweder shitstorms entfacht, aufrechterhalten oder Leute verunsichert, Deine Wunden heilen damit aber nicht.

Friede Christi euch allen

Bernhard

 

 

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Moriz
vor 9 Stunden schrieb sternli:

In den Statuten von Neo Ka steht zwar dieses >>>>2. Die Neokatechumenen feiern die Sonntagseucharistie in der kleinen Gemeinschaft nach der ersten Vesper des Sonntags. Diese Feier findet gemäß den Anweisungen des Diözesanbischofs statt. Die Eucharistiefeiern der neokatechumenalen Gemeinschaften am Samstagabend sind Bestandteil der sonntäglichen liturgischen Pastoral der Pfarrei und stehen auch anderen Gläubigen offen.<<< 

wegen Fehlens dieses Passus ist vor ein paar Jahren die päpstliche Anerkennung des NK zunächst gescheitert. Die kam erst als das NK bereit war, seine Privatmessen auch für Nichtmitglieder zu öffnen. Zuvor waren 'Fremde' absolut unerwünscht. Ich fürchte, das Papier geduldig ist und diese Öffnung noch nicht in allen Herzen angekommen ist.

Das man 'Gäste' auch mal zu einer Katechese einlädt finde ich selbstverständlich - wenn aber jemand ablehnt muß diese Einladung nicht ständig wiederholt werden.

 

Meiner Meinung nach müssen NK-Messen genau so wie alle anderen Messen in den pfarreiüblichen Publikationen angekündigt werden; sie sollten dabei klar als NK-Messen gekennzeichnet sein.

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Flo77
vor 11 Minuten schrieb Moriz:

Meiner Meinung nach müssen NK-Messen genau so wie alle anderen Messen in den pfarreiüblichen Publikationen angekündigt werden; sie sollten dabei klar als NK-Messen gekennzeichnet sein.

Wieso sollte eine Gemeinde auch noch Werbung für diesen Spaltpilz machen?

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Moriz
vor 24 Minuten schrieb Flo77:

Wieso sollte eine Gemeinde auch noch Werbung für diesen Spaltpilz machen?

Messen, ganz besonders Sonntagsmessen, sind öffentliche Veranstaltungen, die allen Gläubigen offen stehen. Daher halte ich eine Mitteilung darüber in den üblichen Kanälen für selbstverständlich. Das ist noch keine Werbung, und es wirkt auch eher gegen diesen Spaltpilz. Geheimmessen halte ich da für viel gefährlicher.

Ob solche Gruppenmessen überhaupt am Sonntag (Vorabend) stattfinden sollten ist noch mal eine ganz andere Frage.

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beraic
1 hour ago, Moriz said:

Spaltpilz

 

Die Bezeichnung "Spaltpilz" ist nicht von Dir oder flo77, doch er dient der Aufrechterhaltung dieses lauen shitstorms gegen das Neokatechumenat.

 

Aber gerost, Du und andere befinden sich in guter Gesellschaft mit anderen Kritikern, selbst oder vor allem im Klerus. Kleriker sehen das Neokatechumenat freilich aus anderen Blickwinkeln wie theologische Laien. Man stört sich an der Eucharistie: weil der Priester dient und die Leute nicht knien, weil Leib und Blut Christi getrennt empfangen wird und der Leib nicht in den Mund gesteckt sondern auf die Hand gelegt wird, weil alle aus einem Kelch trinken, weil ein Tisch als Altar fungiert, weil die Anwesenden Gelegenheit haben ihre persönlichen Eindrücke im Bezug auf die Lesungen zu formulieren und auch Gebete sprechen düfen die nicht vorbereitet wurden. Und weil ein "großmäuliger Kunstmaler" und eine "gescheiterte Nonne" diese Bewegung begründeten nach einer Vision in der die Muttergottes sagte :

"Hay que hacer comunidades cristianas como la Sagrada Familia de Nazaret, que vivan en humildad, sencillez y alabanza. El otro es Cristo". Deutsch : "Sie müssen christliche Gemeinschaften wie die Heiligen Familie von Nazareth gründen, die in Demut, Einfachheit und Lob leben: wo der andere Christus ist".

und so fort.

Viele Priester lehnen das Neokatechumenat ab weil damit eine sehr arbeitsintensive Verantwortung für Jahre, ja auch lebenslang, verbunden ist. Da werden aber gerne theologische Bedenken als Grund der Ablehnung angegeben.

Laien haben auch ihre Bedenken: sie sagen sie wollen ja keine Heiligen werden!? Andere wollen die zweimalige wöchentliche Verpflichting zu Lesung und Eucharistie mit den damit verbundenen Vorbereitungen nicht. Wieder andere scheitern am Anspruch des Stundengebetes und des Rosenkranzes, oder am Zehnten für die Gemeindekasse (da laufen die meisten davon, weil Gott die freudigen Geber liebt!).

 

Mein ehemaliger Bischof Johannes hatte uns die Eucharistie VERBOTEN. Als Pensionär hat er sich dann dafür entschuldigt mit der Begründung dass er in der Priestergemeinschaft der Diözese zu viel Gegenwind hatte, uns aber bestärkt auf diesem Weg weiterzumachen. Sein Nachfolger duldet uns ohne einzuschränken.  Ein anderer ehemaliger Erzbischof, der von Athen, erlaubte die Katechesen des NK nur den Italienischsprechenden Katholiken Athens (weil viele in Athen leben?🙄). Sein Nachfolger unterstützt nicht nur das Neokatechumenat sondern auch alle anderen geistlichen Gemeinschaften (wie z.B. Fokolare und IWF) und hat ein Priesterseminar Redemptoris Mater nach Athen gebracht. Athen hat mittlerweile vier NK-Gemeinschaften und das, weil sie der Neuevangelisierung dienen. Dazu kamen als Hilfe, drei Familien mit Kindern um in Pfarreien der Diözese zu helfen.

 

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn ist einer der wenigen Kardinäle die das Neokatechumenat unterstützen, er hat ein Priesterseminar Redemptoris Mater nach Wien gebracht.

Eines ist sicher : das Neokatechumenat ist beliebt und umstritten, die Feinde sind zahlreich, dennoch wachsen Gemeinschaften in aller Welt wie Pilze. Erzbischof, ehemaliger Fürsterzbischof Eder von Salzburg, der auch die Titel primas germaniae und legatus natus führte, hat das NK lediglich geduldet; sein Nachfolger, handelt als Freund des NK und, das sagte man mir im Vorjahr, möchte nun auch ein Priesterseminar Redemptoris Mater in das Rom der Alpen bringen.

Die Zahlen der Priesteramtskandidaten in Österreich von 2019 haben es in sich : ein Drittel der Kandidaten sind aus dem NK-nahen Redemptoris Mater : http://www.kath.net/news/70320.

 

Ich wiederhole mich: das Neokatechumenat hat eine Zielgruppe : Kirchenferne Menschen - die zu erreichen um ihnen die christliche Botschaft zu vermitteln und sie in die Kirche zu führen. Christus selbst sagt der Arzt käme nicht für die Gesunden sondern um Kranke zu heilen.

Wird das in dieser Diskussion eigentlich verstanden und gesehen?

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sternli
vor 3 Stunden schrieb beraic:

 

 

sternli , es hat für mich den Anschein dass Du seelisch verwundet bist. Eine dieser Wunden mögen ihre Ursache in oder mit Deinen Erfahrungen im Neokatechumenat haben.  Mit Diskussionen wie dieser werden entweder shitstorms entfacht, aufrechterhalten oder Leute verunsichert, Deine Wunden heilen damit aber nicht.

Friede Christi euch allen

Bernhard

 

 

Bernhard    ich habe keinen persönlichen geschädigt oder  sondern nur Fragen gestellt und einiges kritisch  fest gestellt. Ich denke jeder Mensch hat auch  Wunden , selbst auch du. Ich hatte eine gute Zeit im Neo Ka  gehabt . Aber das macht mich auch nicht kritiklos  von den Dingen die nicht so super sind. In diesen Sinn Schalom.

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