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AfD und CDU in Heidenau verbieten gemeinsam die sog. Stolpersteine


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Geschrieben

Die Stolpersteine sind Gedenksteine für die Opfer des  Nationalsozialismus

Geschrieben

War es nicht München, die die Stolpersteine ebenfalls nicht im Trottoir haben wollten, sondern die Steine in den Hausfassaden auf Sichthöhe montieren?

Geschrieben

Ja, so ists in München.

 

in Heidenau aber soll das Gedenken nur auf dem Friedhof sein.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Flo77:

War es nicht München, die die Stolpersteine ebenfalls nicht im Trottoir haben wollten, sondern die Steine in den Hausfassaden auf Sichthöhe montieren?

 

Das geht auf Charlotte Knobloch zurück, die diese Dinger scheußlich findet. (Sie ist Münchnerin und ein unfassbar nette Person). Sie fand, es müsse bessere, würdigere Methoden geben, wenn man sich erinnern möchte. 

Geschrieben

Ich meine, dann versteht Knobloch die Idee der Stolpersteine nicht.

Man soll im Alltag darüber stolpern und sich erinnern.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Higgs Boson:

 

Das geht auf Charlotte Knobloch zurück, die diese Dinger scheußlich findet. (Sie ist Münchnerin und ein unfassbar nette Person). Sie fand, es müsse bessere, würdigere Methoden geben, wenn man sich erinnern möchte. 

Sie hat inzwischen gesagt, dass sie gegen den Beschluss von Hedenau ist

Geschrieben

Ich putze die Stolpersteine in meiner Wohnumgebung regelmäßig und rund um den 09. November stehen dort auch immer Lichter und liegen Blumen. Ich kann ziemlich oft beobachten, dass Menschen durchaus stehenbleiben und lesen.
Dass mit dem "mit Füßen treten" kann ich nur bedingt nachvollziehen. Ich finde die Stolpersteine eine wichtige alltägliche Erinnerung an die Gräuel der Shoah.

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Geschrieben

Ich warte eher darauf, daß die ersten Gemeinden die Kriegerdenkmäler für die Gefallenen der diversen Kriege abbauen...

Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb gouvernante:

Ich putze die Stolpersteine in meiner Wohnumgebung regelmäßig und rund um den 09. November stehen dort auch immer Lichter und liegen Blumen. Ich kann ziemlich oft beobachten, dass Menschen durchaus stehenbleiben und lesen.
Dass mit dem "mit Füßen treten" kann ich nur bedingt nachvollziehen. Ich finde die Stolpersteine eine wichtige alltägliche Erinnerung an die Gräuel der Shoah.

Diese Redensart „mit den Füßen treten“ ist hier falsch am Platz und eine schwache Ausrede dafür, die Steine zu verbieten.

Im Petersdom gibt es Grabplatte, bei denen die Besucher auch drübergehen.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Flo77:

Ich warte eher darauf, daß die ersten Gemeinden die Kriegerdenkmäler für die Gefallenen der diversen Kriege abbauen...

Gibt es da konkrete Pläne oder hast du dir das ausgedacht?

Geschrieben
12 hours ago, nannyogg57 said:

Gibt es da konkrete Pläne oder hast du dir das ausgedacht?


Solche Behauptungen bzw. Fragen wecken ja immer meine Neugier:

Gummersbach

Furtwangen

Auf Schule BW findet sich ein kurzer Text zum Hintergrund vieler v.a. nach dem 1. WK errichteter Kriegerdenkmäler.

Wichtig scheint mir, die Kriegsgräberstätten davon zu unterscheiden, die wiederum auch einen anderen rechtlichen Status haben.

 

Ansonsten hielte ich es aber für durchaus sinnvoll, über unsere Art des Gedenkens an Krieg und NS-Zeit zu diskutieren. In einer Zeit, in der Juden sich mit neuen und völlig unverblümten Formen antisemitischer Aggression auseinandersetzen müssen, stellt sich mir schon die Frage, ob es heute noch um diejenigen geht, die Opfer wurden, oder immer öfter auch moralisierende Selbstdarstellung?
Die einen würden gerne mal den „Fliegensch…“ übertünchen und sich lieber als die neue großmäulige Zukunft feiern, die anderen sind überzeugt, dass die Juden ja wirklich selbst schuld sind, und ihre Beseitigung eben jetzt nur aus den richtigen „progressiven“ Gründen zuende gebracht werden müsste.
Ein Erinnern, das den alten Hass in neuen Kleidern nicht zu erkennen weiß, ist allerdings von ziemlich zweifelhaftem Wert. 

 

 

Geschrieben

Es gibt auch Leute, die wohl in echt noch nie einen solchen Stein gesehen haben und meinen, man könne da in echt darüber stolpern und sich ein Bein brechen.

Geschrieben

 

vor 8 Stunden schrieb Lindau:

Es gibt auch Leute, die wohl in echt noch nie einen solchen Stein gesehen haben und meinen, man könne da in echt darüber stolpern und sich ein Bein brechen.

Das halte ich, mit Verlaub, für eine Bildungslücke.

Geschrieben (bearbeitet)

Ich lebe in der Nähe von Mauthausen, und da waren die Steine der Stiegen meines Wissens tatsächlich so angelegt, dass man stolpert und sich verletzt.

Ich habe in Österreich noch keinen Stolperstein gesehen. Muss mal googeln...

bearbeitet von Einsteinchen
Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb nannyogg57:

 

Das halte ich, mit Verlaub, für eine Bildungslücke.

Ich auch.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Einsteinchen:

Ich lebe in der Nähe von Mauthausen, und da waren die Steine der Stiegen meines Wissens tatsächlich so angelegt, dass man stolpert und sich verletzt.

Ich habe in Österreich noch keinen Stolperstein gesehen. Muss mal googeln...

Versteh ich nicht.

Gunter Demnig verlegt die Steine immer Boden.eben.

Geschrieben (bearbeitet)

Ich wohne in Linz 

KI sagt:

 

Nein, klassische Messing-Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig gibt es in Linz nicht.

Die Stadt Linz hat sich gegen die Verlegung von Stolpersteinen im Gehweg entschieden. Der Hauptgrund für diese Haltung war die Bedenken (u. a. von Seiten der Israelitischen Kultusgemeinde und der Stadt), dass Gedenktafeln am Boden symbolisch „mit Füßen getreten“ würden.

Stattdessen setzt Linz auf ein eigenes Gedenkkonzept:

Erinnerungsstelen: Die Stadt Linz hat im öffentlichen Raum vertikale Erinnerungsstelen (Messingstelen/Stehlen auf Augenhöhe) errichtet. Diese stehen vor den ehemaligen Wohnhäusern von Opfern des Nationalsozialismus und tragen Namen sowie Biografien der Ermordeten.

 Projekt „Linz erinnert“: Das städtische Projekt ergänzt die physischen Stelen durch ein digitales Archiv und Informationen zur NS-Vergangenheit.

 Eine Initiative („Stolpersteine für Linz“) setzt sich zwar nach wie vor für die zusätzlichen Verlegungen von Demnigs Stolpersteinen ein, das offizielle Gedenken der Stadt erfolgt jedoch über die freistehenden Erinnerungszeichen.

bearbeitet von Einsteinchen
Geschrieben

Gunter Demnig sagt: Man tritt diese Steine nicht mit Füßen.
Man bleibt stehen, um sie zu lesen.

und dabei verneigt man sich automatisch vor den Opfern.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Einsteinchen:

Ich lebe in der Nähe von Mauthausen, und da waren die Steine der Stiegen meines Wissens tatsächlich so angelegt, dass man stolpert und sich verletzt.

Ich habe in Österreich noch keinen Stolperstein gesehen. Muss mal googeln...

Waren das Steine von Gunter Demnig?

kann ich nicht glauben.

Geschrieben

Nein, natürlich nicht. Wovon ich spreche, sind die echten Stolpersteine, die Todesstiege, wo man stolpert und sich eventuell das Genick bricht.

Der Künstler wird wohl sein Projekt danach benannt haben...

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