Lindau Geschrieben Freitag um 09:19 Melden Geschrieben Freitag um 09:19 Die Stolpersteine sind Gedenksteine für die Opfer des Nationalsozialismus Zitieren
Flo77 Geschrieben Freitag um 09:21 Melden Geschrieben Freitag um 09:21 War es nicht München, die die Stolpersteine ebenfalls nicht im Trottoir haben wollten, sondern die Steine in den Hausfassaden auf Sichthöhe montieren? Zitieren
Lindau Geschrieben Freitag um 10:38 Autor Melden Geschrieben Freitag um 10:38 Ja, so ists in München. in Heidenau aber soll das Gedenken nur auf dem Friedhof sein. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben Freitag um 10:46 Melden Geschrieben Freitag um 10:46 vor einer Stunde schrieb Flo77: War es nicht München, die die Stolpersteine ebenfalls nicht im Trottoir haben wollten, sondern die Steine in den Hausfassaden auf Sichthöhe montieren? Das geht auf Charlotte Knobloch zurück, die diese Dinger scheußlich findet. (Sie ist Münchnerin und ein unfassbar nette Person). Sie fand, es müsse bessere, würdigere Methoden geben, wenn man sich erinnern möchte. 2 Zitieren
Lindau Geschrieben Freitag um 12:33 Autor Melden Geschrieben Freitag um 12:33 Ich meine, dann versteht Knobloch die Idee der Stolpersteine nicht. Man soll im Alltag darüber stolpern und sich erinnern. Zitieren
Lindau Geschrieben Freitag um 14:48 Autor Melden Geschrieben Freitag um 14:48 vor 4 Stunden schrieb Higgs Boson: Das geht auf Charlotte Knobloch zurück, die diese Dinger scheußlich findet. (Sie ist Münchnerin und ein unfassbar nette Person). Sie fand, es müsse bessere, würdigere Methoden geben, wenn man sich erinnern möchte. Sie hat inzwischen gesagt, dass sie gegen den Beschluss von Hedenau ist Zitieren
Dies ist ein beliebter Beitrag. Alfons Geschrieben Samstag um 07:24 Dies ist ein beliebter Beitrag. Melden Geschrieben Samstag um 07:24 vor 20 Stunden schrieb Higgs Boson: Das geht auf Charlotte Knobloch zurück, die diese Dinger scheußlich findet. (Sie ist Münchnerin und ein unfassbar nette Person). Sie fand, es müsse bessere, würdigere Methoden geben, wenn man sich erinnern möchte. Dieses schon recht alte Verdikt von Charlotte Knobloch, man trete sinnbildlich das Andenken an die Opfer mit Füßen, habe ich bei Diskussionen über Stolpersteine oft gehört. Es ist aber durch die Realität widerlegt. Ich habe Dutzende Stolpersteine verlegt (also verlegt hat sie natürlich Gunter Demnig, ich habe nur die Daten zusammen getragen und ne kleine Ansprache gehalten). Oft waren Angehörige, Nachkommen der Opfer, dazu angereist. Da sind viele Tränen geflossen. Niemand von denen fand es würdelos, dass diese Gedenksteine im Boden verlegt werden. Was ich immer wieder erfahren habe dabei waren Trauer und Dankbarkeit. Diesen Beschluss in dem sächsischen Kaff interpretiere ich als Bestreben, das Andenken an die Opfer der NS-Zeit (es waren ja nicht nur Juden) aus der Öffentlichkeit zu verbannen. 6 Zitieren
gouvernante Geschrieben Samstag um 09:05 Melden Geschrieben Samstag um 09:05 Ich putze die Stolpersteine in meiner Wohnumgebung regelmäßig und rund um den 09. November stehen dort auch immer Lichter und liegen Blumen. Ich kann ziemlich oft beobachten, dass Menschen durchaus stehenbleiben und lesen. Dass mit dem "mit Füßen treten" kann ich nur bedingt nachvollziehen. Ich finde die Stolpersteine eine wichtige alltägliche Erinnerung an die Gräuel der Shoah. 1 2 Zitieren
Flo77 Geschrieben Samstag um 09:30 Melden Geschrieben Samstag um 09:30 (bearbeitet) . bearbeitet Samstag um 09:34 von Flo77 Zitieren
Flo77 Geschrieben Samstag um 09:32 Melden Geschrieben Samstag um 09:32 Ich warte eher darauf, daß die ersten Gemeinden die Kriegerdenkmäler für die Gefallenen der diversen Kriege abbauen... Zitieren
Lindau Geschrieben Samstag um 09:39 Autor Melden Geschrieben Samstag um 09:39 vor 30 Minuten schrieb gouvernante: Ich putze die Stolpersteine in meiner Wohnumgebung regelmäßig und rund um den 09. November stehen dort auch immer Lichter und liegen Blumen. Ich kann ziemlich oft beobachten, dass Menschen durchaus stehenbleiben und lesen. Dass mit dem "mit Füßen treten" kann ich nur bedingt nachvollziehen. Ich finde die Stolpersteine eine wichtige alltägliche Erinnerung an die Gräuel der Shoah. Diese Redensart „mit den Füßen treten“ ist hier falsch am Platz und eine schwache Ausrede dafür, die Steine zu verbieten. Im Petersdom gibt es Grabplatte, bei denen die Besucher auch drübergehen. Zitieren
nannyogg57 Geschrieben Samstag um 18:30 Melden Geschrieben Samstag um 18:30 vor 8 Stunden schrieb Flo77: Ich warte eher darauf, daß die ersten Gemeinden die Kriegerdenkmäler für die Gefallenen der diversen Kriege abbauen... Gibt es da konkrete Pläne oder hast du dir das ausgedacht? Zitieren
Shubashi Geschrieben Gestern um 08:01 Melden Geschrieben Gestern um 08:01 12 hours ago, nannyogg57 said: Gibt es da konkrete Pläne oder hast du dir das ausgedacht? Solche Behauptungen bzw. Fragen wecken ja immer meine Neugier: Gummersbach Furtwangen Auf Schule BW findet sich ein kurzer Text zum Hintergrund vieler v.a. nach dem 1. WK errichteter Kriegerdenkmäler. Wichtig scheint mir, die Kriegsgräberstätten davon zu unterscheiden, die wiederum auch einen anderen rechtlichen Status haben. Ansonsten hielte ich es aber für durchaus sinnvoll, über unsere Art des Gedenkens an Krieg und NS-Zeit zu diskutieren. In einer Zeit, in der Juden sich mit neuen und völlig unverblümten Formen antisemitischer Aggression auseinandersetzen müssen, stellt sich mir schon die Frage, ob es heute noch um diejenigen geht, die Opfer wurden, oder immer öfter auch moralisierende Selbstdarstellung? Die einen würden gerne mal den „Fliegensch…“ übertünchen und sich lieber als die neue großmäulige Zukunft feiern, die anderen sind überzeugt, dass die Juden ja wirklich selbst schuld sind, und ihre Beseitigung eben jetzt nur aus den richtigen „progressiven“ Gründen zuende gebracht werden müsste. Ein Erinnern, das den alten Hass in neuen Kleidern nicht zu erkennen weiß, ist allerdings von ziemlich zweifelhaftem Wert. 1 Zitieren
Lindau Geschrieben Gestern um 10:12 Autor Melden Geschrieben Gestern um 10:12 Es gibt auch Leute, die wohl in echt noch nie einen solchen Stein gesehen haben und meinen, man könne da in echt darüber stolpern und sich ein Bein brechen. Zitieren
nannyogg57 Geschrieben Gestern um 19:08 Melden Geschrieben Gestern um 19:08 vor 8 Stunden schrieb Lindau: Es gibt auch Leute, die wohl in echt noch nie einen solchen Stein gesehen haben und meinen, man könne da in echt darüber stolpern und sich ein Bein brechen. Das halte ich, mit Verlaub, für eine Bildungslücke. Zitieren
Einsteinchen Geschrieben vor 16 Stunden Melden Geschrieben vor 16 Stunden (bearbeitet) Ich lebe in der Nähe von Mauthausen, und da waren die Steine der Stiegen meines Wissens tatsächlich so angelegt, dass man stolpert und sich verletzt. Ich habe in Österreich noch keinen Stolperstein gesehen. Muss mal googeln... bearbeitet vor 16 Stunden von Einsteinchen Zitieren
Lindau Geschrieben vor 14 Stunden Autor Melden Geschrieben vor 14 Stunden vor 13 Stunden schrieb nannyogg57: Das halte ich, mit Verlaub, für eine Bildungslücke. Ich auch. Zitieren
Lindau Geschrieben vor 14 Stunden Autor Melden Geschrieben vor 14 Stunden vor 2 Stunden schrieb Einsteinchen: Ich lebe in der Nähe von Mauthausen, und da waren die Steine der Stiegen meines Wissens tatsächlich so angelegt, dass man stolpert und sich verletzt. Ich habe in Österreich noch keinen Stolperstein gesehen. Muss mal googeln... Versteh ich nicht. Gunter Demnig verlegt die Steine immer Boden.eben. Zitieren
Einsteinchen Geschrieben vor 13 Stunden Melden Geschrieben vor 13 Stunden (bearbeitet) Ich wohne in Linz KI sagt: Nein, klassische Messing-Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig gibt es in Linz nicht. Die Stadt Linz hat sich gegen die Verlegung von Stolpersteinen im Gehweg entschieden. Der Hauptgrund für diese Haltung war die Bedenken (u. a. von Seiten der Israelitischen Kultusgemeinde und der Stadt), dass Gedenktafeln am Boden symbolisch „mit Füßen getreten“ würden. Stattdessen setzt Linz auf ein eigenes Gedenkkonzept: Erinnerungsstelen: Die Stadt Linz hat im öffentlichen Raum vertikale Erinnerungsstelen (Messingstelen/Stehlen auf Augenhöhe) errichtet. Diese stehen vor den ehemaligen Wohnhäusern von Opfern des Nationalsozialismus und tragen Namen sowie Biografien der Ermordeten. Projekt „Linz erinnert“: Das städtische Projekt ergänzt die physischen Stelen durch ein digitales Archiv und Informationen zur NS-Vergangenheit. Eine Initiative („Stolpersteine für Linz“) setzt sich zwar nach wie vor für die zusätzlichen Verlegungen von Demnigs Stolpersteinen ein, das offizielle Gedenken der Stadt erfolgt jedoch über die freistehenden Erinnerungszeichen. bearbeitet vor 13 Stunden von Einsteinchen Zitieren
Lindau Geschrieben vor 7 Stunden Autor Melden Geschrieben vor 7 Stunden Gunter Demnig sagt: Man tritt diese Steine nicht mit Füßen. Man bleibt stehen, um sie zu lesen. und dabei verneigt man sich automatisch vor den Opfern. Zitieren
Lindau Geschrieben vor 7 Stunden Autor Melden Geschrieben vor 7 Stunden vor 8 Stunden schrieb Einsteinchen: Ich lebe in der Nähe von Mauthausen, und da waren die Steine der Stiegen meines Wissens tatsächlich so angelegt, dass man stolpert und sich verletzt. Ich habe in Österreich noch keinen Stolperstein gesehen. Muss mal googeln... Waren das Steine von Gunter Demnig? kann ich nicht glauben. Zitieren
Einsteinchen Geschrieben vor 7 Stunden Melden Geschrieben vor 7 Stunden Nein, natürlich nicht. Wovon ich spreche, sind die echten Stolpersteine, die Todesstiege, wo man stolpert und sich eventuell das Genick bricht. Der Künstler wird wohl sein Projekt danach benannt haben... Zitieren
Ennasus Geschrieben vor 7 Stunden Melden Geschrieben vor 7 Stunden vor 8 Stunden schrieb Einsteinchen: Ich habe in Österreich noch keinen Stolperstein gesehen. Muss mal googeln... In Vorarlberg gibt es Stolpersteine in Bregenz, Hohenems, Lingenau, Göfis und Fraxern. Eine Liste für ganz Österreich findest du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Liste_(Stolpersteine_in_Österreich) Zitieren
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