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Wie stellt Ihr euch die Hölle vor?


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Geschrieben (bearbeitet)

Darf man Schwester Faustina glauben, verhält es sich mit der Hölle folgendermaßen:

"Der Verlust Gottes: Die schmerzhafte Trennung von der Quelle allen Lebens und aller Liebe.

Die Gewissenspein: Die unaufhörliche Reue über die im Erdenleben gewählten Sünden.

Die Unabänderlichkeit: Das Bewusstsein, dass sich dieser Zustand niemals mehr ändern wird.

Das rein geistige Feuer: Ein durch Gottes Zorn entfachtes Leiden, das die Seele durchdringt, ohne sie zu vernichten.

Dunkelheit und Gestank: Eine erstickende Finsternis, in der die Verdammten dennoch das Böse ineinander erkennen.

Die Gesellschaft Satans: Die ständige, quälende Gegenwart des Bösen.

Die Verzweiflung: Ein Abgrund aus Hass gegen Gott, Lästerungen und Flüchen.

Schwester Faustina hielt ausdrücklich fest, dass die Mehrheit der Seelen in der Hölle aus jenen besteht, die zu Lebzeiten deren Existenz geleugnet hatten."

https://www.kath.net/print/91110

 

 

bearbeitet von catholicissimus
Geschrieben

Das Höllenfeuer findet sich schon bei den Alten Ägyptern und mag von dort dann über die Handelswege bis in das hinduistische und buddhistische Indien gekommen sein (wo es aber nur Fegefeuer gibt und keine ewige Hölle, da ja alles Samsara, Kreislauf ist und nichts ewig außer das Nirvana). Es ist eine schreckliche Vorstellung, dass da Millionen Engel und Menschen auf ewig leiden und brennen und verzweifeln. Kann denn Gott so grausam sein? Positiv ist nur die abschreckende Wirkung, dass sie viele dann ja doch noch von den allergrößten Verbrechen abhält. Man kann nur hoffen, dass Gott die Höllenbewohner dann irgendwann dochnoch davon überzeugen kann, zu Ihm in den Himmel überzuwechseln!

Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb catholicissimus:

Laut Jesus kann Gott Leib und Seele in der Hölle verderben (Matthäus 10, 28);

das Feuer dort erlischt nicht und der Wurm darin stirbt nicht (Wurm der Reue, des Gewissens, Markus 9, 43);

dort befinden sich der Teufel und seine Engel (Matthäus 25, 41);

in der äußersten Finsternis wird sein Heulen und Zähneklappern (Matthäus 8, 12)

"Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune." (Matthäus 13, 30)

Aber der Mensch endet final in der Gehenna. Die ewigen Qualen sind nicht biblisch.

Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb catholicissimus:

Die Gewissenspein: Die unaufhörliche Reue über die im Erdenleben gewählten Sünden.

Das ist widersinnig.

Bei echter Reue wird vergeben, lehrt die Kirche.

 

Werner

catholicissimus
Geschrieben

Stimmt. Schwester Faustina meint aber bestimmt den bohrenden Wurm des Gewissens, der niemals stirbt.

Geschrieben
Am 4.10.2026 um 07:02 schrieb catholicissimus:

Das Höllenfeuer findet sich schon bei den Alten Ägyptern und mag von dort dann über die Handelswege bis in das hinduistische und buddhistische Indien gekommen sein (wo es aber nur Fegefeuer gibt und keine ewige Hölle, da ja alles Samsara, Kreislauf ist und nichts ewig außer das Nirvana). Es ist eine schreckliche Vorstellung, dass da Millionen Engel und Menschen auf ewig leiden und brennen und verzweifeln. Kann denn Gott so grausam sein? Positiv ist nur die abschreckende Wirkung, dass sie viele dann ja doch noch von den allergrößten Verbrechen abhält. Man kann nur hoffen, dass Gott die Höllenbewohner dann irgendwann dochnoch davon überzeugen kann, zu Ihm in den Himmel überzuwechseln!

Im Hinduismus und Buddhismus gibt es (überwiegend) auch kein Fegfeuer, sondern Wiedergeburt in höherene oder niedrigeren Gestalten.

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb Flo77:

Aber der Mensch endet final in der Gehenna. Die ewigen Qualen sind nicht biblisch.

Wir sind immer innerhalb Gott und werden auch nie außerhalb Gottes sein. Denn Gott ist unendlich. Von daher fallen wir niemals aus dem unendlichen Bewußtsein Gottes. Gott kann aber aus unseren individuellem Bewußtsein fallen und dann erscheint es so, daß Gott uns verlassen hat oder umgekehrt,daß wir Gottverlören haben.

 

Es gibt keinen örtlichen Himmel oder ein örtliches Fegefeuer, geschweige denn eine örtliche Hölle. Dies alles sind nur "erscheinliche" Bewußtseinszustände im Menschen. Nur im Menschen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 15 Stunden schrieb Flo77:

Aber der Mensch endet final in der Gehenna. Die ewigen Qualen sind nicht biblisch.

 

Warum möchte der reiche Prasser von Lazarus dann getröstet werden? Und warum ist der Abgrund unüberbrückbar? Also laut Jesus und damit ziemlich biblisch, nicht meine Idee…

bearbeitet von rorro
Geschrieben

In der Hölle leben wir bereits, denn der Mensch versteht das Handwerk des Bösen wesentlich besser als der Teufel.

 

Ein Bekannter von mir äußerte, dass er sich schon auf seinen Tod freuen würde, weil er dann endlich auf den Friedhof kommt wo er für immer seine Ruhe hat, denn Leben heißt Leiden und gequält zu werden, zu existieren ist schon eine Zumutung.

 

In früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden und Jahrzehntausenden war das Leben der Menschen auf der Erdoberfläche ohnehin kurz und qualvoll, voller Schmerzen, Krankheiten und Elend. Und zusätzlich haben die Menschen alles in ihrer Macht stehende getan, um sich gegenseitig das Leben so schwer und leidvoll wie irgend möglich zu machen. Das ist heutzutage auch nicht anders.

 

Gott hat tatsächlich durch Jesus Christus versucht, in die Menschenwelt vorzudringen und ihnen die Hand zu reichen, aber sie wollten ihn nicht, lehnten ihn ab, folterten ihn, quälten ihn und schikanieren und ermordeten ihn bestialisch. Ein Wunder, dass Gott trotzdem noch zu den Menschen hält. Erstaunlich. Aber er zwingt niemanden. Wer nicht will, kann gehen und muss die Konsequenzen tragen - die Trennung von Gott, sogar für immer und das ist dann die Hölle, die ewige Hoffnungslosigkeit.

Geschrieben

Vielleicht mal dies als Höllenstrafe, jeder wird mit dem Entzug von dem bestraft, was er im Leben am meisten mochte.

Ein Weinsäufer z.B  bekommt eine Zeile im Höllenknast mit lauter Wasserflaschen 

Geschrieben
vor 47 Minuten schrieb atheist666:

Vielleicht mal dies als Höllenstrafe, jeder wird mit dem Entzug von dem bestraft, was er im Leben am meisten mochte.

Ein Weinsäufer z.B  bekommt eine Zeile im Höllenknast mit lauter Wasserflaschen 


Man kann aber doch Wasser in Wein verwandeln, oder? Ich allerdings kann das nur in umgekehrter Reihenfolge. 

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Bruder Huldrych:


Man kann aber doch Wasser in Wein verwandeln, oder? Ich allerdings kann das nur in umgekehrter Reihenfolge. 

Mir fallen noch viele Höllenstrafen ein z.B. einen Protestanten oder einen Modernisten mit den Vorträgen und Predigten von Monseigneur Lefebvre zu beschallen.

Geschrieben
Am 4.10.2026 um 07:02 schrieb catholicissimus:

Es ist eine schreckliche Vorstellung, dass da Millionen Engel und Menschen auf ewig leiden und brennen und verzweifeln. Kann denn Gott so grausam sein? Positiv ist nur die abschreckende Wirkung, dass sie viele dann ja doch noch von den allergrößten Verbrechen abhält. 

 

Ob die Leute beispielsweise in früheren Zeiten, als man viel mehr an die Hölle geglaubt hat, "besser" waren? Etwa im Mittelalter? Die schweren Verbrechen sind von der Tendenz her jedenfalls seit Langem rückläufig - ich meine seit Jahrhunderten. Meine Arbeitshypothese wäre, dass der Glaube an die Hölle keinen sehr großen Einfluss auf das Verhalten der Menschen hat. 

catholicissimus
Geschrieben (bearbeitet)

Wikipedia: "Im chinesischen Volksglauben (Shenismus) existiert eine faszinierende Jenseitsvorstellung, die Elemente des Buddhismus, Daoismus und Konfuzianismus vereint. Das Äquivalent zum westlichen Fegefeuer ist das Diyu (地獄 / die „Unterwelt“ oder „Hölle“). Anders als in der christlichen Vorstellung ist diese Hölle jedoch kein Ort ewiger Verdammnis, sondern ein bürokratisch organisiertes Jenseitsgericht und Reinigungsfeuer, das jede Seele durchlaufen muss, um für die nächste Reinkarnation gereinigt zu werden." Den Sündern werden Haken durch die Seelenleiber gestochen und anschließend kopfüber aufgehängt: https://de.wikipedia.org/wiki/Diyu

Bei den Alten Ägyptern kam die Seele ja in die Gerichtshalle des Osiris und auch die Scheol lässt sich ja sprachwissenschaftlich als 'Befragung' (auch peinliche Befragung, also Folter?) deuten.

Auch das heutige Judentum kennt ja ein Fegefeuer, die Orthodoxen kennen im Volksglauben ein Bezahlen für begangene Sünden vor dem persönlichen Gericht. Sodass bis auf die Protestanten eigentlich alle an eine Art Fegefeuer glauben. Ich finde das sehr tröstlich, dass wir im Grunde in unseren großen Religionen doch sehr viele Gemeinsamkeiten haben und dass es von daher meiner Meinung nach nicht so sehr auf unbedingte Missionierung auf Biegen und Brechen ankommt.

bearbeitet von catholicissimus
Geschrieben

Jetzt mache doch nicht so ein Gesicht, @Bruder Huldrych, ich  komme auch in die Hölle und ich weiß jetzt schon, oder kann es mir denken, mit wem ich in einer Zeile im Höllenknast sitzen werde, was meine Strafe sein wird 

Bruder Huldrych
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb atheist666:

Jetzt mache doch nicht so ein Gesicht, @Bruder Huldrych, ich  komme auch in die Hölle und ich weiß jetzt schon, oder kann es mir denken, mit wem ich in einer Zeile im Höllenknast sitzen werde, was meine Strafe sein wird 


Sehr schön! 

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