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Amts- und Eucharistieverständnis


Martin
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Wieviel Prozent der aktiven Katholiken (Kirchgänger) in Deutschland ist das Amst- und Eucharistieverständnis der eigenen Kirche gleichgültig (einschließlich Ablehnung).

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Klingt so, als hättest Du gerade mit LB 18 angefangen - da steht die Antwort drin. Willst Du meine Einschätzung wissen, oder das Ergebnis der Umfrage aus den 70-ern laut Lehrbrief?

 

Was willst Du überhaupt wissen?

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Das ist ja gleich eine doppelte Prozent-Aufgabe... *schauderschauder*...

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Wenn ich mich im Moment so umschaue, bin ich froh, dass es nicht schlimmer ist. Im Augenblick wird es bei uns auf Bezirksebene heiß diskutiert. Man spricht von der "Macht des Faktischen". Der Papst hätte DIE Chance vor dem ökumenischen Kirchentag vertan.

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Ich werde hier nicht abstimmen - zum einen, weil das niemand wissen kann, zum anderen, weil es unerheblich ist, wer was denkt. Statt über die Macht des Faktischen sollte man lieber über die Frage Wahrheit diskutieren.

 

Eines kann man wohl sagen: je mehr aktiven Katholiken diese zentralen Elemente der Kirche egal sind, um so mehr haben die Hirten versagt.

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Hans Peter

ThomasBloemer / Erstellt am 14 May 2003, 13:43

 

>>Ich werde hier nicht abstimmen - zum einen, weil das niemand wissen kann, zum anderen, weil es unerheblich ist, wer was denkt. Statt über die Macht des Faktischen sollte man lieber über die Frage Wahrheit diskutieren.

Eines kann man wohl sagen: je mehr aktiven Katholiken diese zentralen Elemente der Kirche egal sind, um so mehr haben die Hirten versagt. <<

 

Lieber ThomasBloemer, vielen Dank für diese tolle Stellungnahme. Ich bin auch der Meinung, dass es nicht möglich ist die Wahrheit über Mehrheiten zu finden. Denn oft wird die Wahrheit nur von einer Minderheit erkannt, wie wir aus der Bibel lernen können. So sind die Propheten, die den Willen Gottes verkünden, zu allen Zeiten in der Minderzahl. Das größte Problem ist heute allerdings, dass gerade in Glaubensfragen die Demut fehlt. Jeder möchte selbst bestimmen. In der Kirche soll aber nicht der Mensch bestimmen, sondern Gott. So ist es auch mit der Eucharistie. Jesus hat den Aposteln im Abendmahlssaal die Heilige Eucharistie anvertraut. Deshalb ist auch der Heilige Vater derjenige, dem die Wahrung dieses Sakramentes anvertraut ist. Der Heilige Vater schreibt in seinem Apostolischen Schreiben zur Heiligen Eucharistie, „Die Kirche lebt von der Eucharistie. Diese Wahrheit drückt nicht nur eine alltägliche Glaubenserfahrung aus, sondern enthält zusammenfassend den Kern des Mysteriums der Kirche." Wenn aber die Kirche von der Eucharistie lebt, dann kann es unmöglich in das Belieben jedes einzelnen Gläubigen gestellt sein zu entscheiden wie mit diesem Sakrament zu verfahren ist. Sicherlich ist nicht jeder gezwungen sich der Lehrmeinung der Kirche anzuschließen, derjenige aber der dies nicht tut, der darf für sich in diesem Punkt nicht in Anspruch nehmen katholisch zu sein.

 

Sehr eindringlich schreibt der Heilige Vater zu den Gefahren, die eine falsch verstandene Ökumene mit sich bringen. Er schreibt: „Einmal seines Opfercharakters beraubt, wird das eucharistische Geheimnis so vollzogen, als ob es nicht den Sinn und den Wert eines Treffens zum brüderlichen Mahl übersteigen würde. Darüber hinaus ist gelegentlich die Notwendigkeit des Amtspriestertums, das in der apostolischen Sukzession gründet, verdunkelt, und die Sakramentalität der Eucharistie wird allein auf die Wirksamkeit in der Verkündigung reduziert. Von da her frönen hier und da ökumenische Initiativen, obgleich edel in ihren Intentionen, eucharistischen Praktiken, welche der Disziplin, mit der die Kirche ihren Glauben ausdrückt, widersprechen."

Es ist unehrlich, zu meinen man könne Glaubenssätze missachten und sich trotzdem noch katholisch nennen. Was ist aber an einem gemeinsamen Gottesdienst von evangelischen und katholischen Christen praktizierte Ökumene, wenn die Lüge regiert. Ökumene kann nur ein gemeinsames Suchen nach Wahrheit sein. Niemals ist sie ein fauler Kompromiss, der Standpunkte missachtet.

 

Weiter schreibt der Heilige Vater: „Die Eucharistie ist ein zu großes Gut, um Zweideutigkeiten und Minimalisierungen zu dulden." Dem Heiligen Vater ist die Heilige Eucharistie von größter Wichtigkeit. Allein das sollte jeden, der auf eine ehrliche Ökumene aus ist, davon überzeugen, den von ihm als offizielle Lehrmeinung vertretenen Standpunkt als katholischen Standpunkt zu akzeptieren.

 

"Die Messe ist zugleich und untrennbar das Opfergedächtnis, in welchem das Kreuzesopfer für immer fortlebt, und das heilige Mahl der Kommunion mit dem Leib und dem Blut des Herrn". Es ist von fundamentaler Bedeutung, ob sich das Opfer Christi in der Heilige Messe wiederholt oder nicht. Wer daran nicht glauben kann, kann sich auch nicht von katholischer Seite an einer Weiterentwicklung der Ökumene beteiligen.

 

„Die Kirche lebt unaufhörlich vom Erlösungsopfer, und ihm nähert sie sich nicht nur durch ein glaubensvolles Gedenken, sondern auch in einem aktuellen Kontakt, denn dieses Opfer kehrt als gegenwärtiges wieder." Das Opfer ist geistliche Nahrung der Kirche so wie es in jeder Eucharistiefeier gegenwärtig wird. Das ist von grundlegender Bedeutung.

 

„Als die Apostel die Einladung Jesu im Abendmahlssaal angenommen haben: "Nehmet und esset... Trinket alle daraus..." (Mt 26,26-27), sind sie zum erstenmal in sakramentale Gemeinschaft mit Ihm getreten."

 

„Mit der eucharistischen Kommunion wird die Kirche zugleich in ihrer Einheit als Leib Christi gefestigt. Der heilige Paulus bezieht sich auf diese einheitsstiftende Wirkung der Teilnahme am eucharistischen Mahl, wenn er an die Korinther schreibt: "Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi?"

Wenn die Teilnahme am eucharistischen Mahl einheitsstiftende Wirkung hat, dann darf sie aber auch nicht isoliert von der Einheit im Glauben gesehen werden. Die Einheit im Glauben ist gewissermaßen Voraussetzung für die Teilnahme am eucharistischen Mahl. Wenn nun aber zwischen den einzelnen Konfessionen die Einheit im Glauben nicht besteht dann ist ein gemeinsames eucharistisches Mahl nicht möglich. Weil es eine Lüge wäre.

 

Herzliche Grüße und Gottes Segen

 

Hans-Peter

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