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Hochzeit mit Konfessionslosen?


chris20bo
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hallo,

 

ich kann mir denken,dass dieses thema hier schon öfter angesprochen wurde,trotzdem bitte ich euch um eine antwort:

wenn meine freundin weder katholisch noch protestantisch wäre (sagen wir mal konfessionslos),könnten wir dann heiraten?

 

und wenn ich schon mal am fragen bin : 1. könnte unsere heirat eigentlich im alten ritus gehalten werden? 2. was ist jetzt eigentlich mit kardinal arinze?? => bezüglich dem vorhaben mit dem alten ritus? ist da was wahres dran?

 

gruß christian.

 

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PS: sorry,wenn ich fragen stelle,zu themen,die hier schon breit diskutiert wurden!

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Ich kann leider keine Antwort geben - ich möchte im Gegenteil noch eine Frage anfügen: Wenn mein Mann nicht katholisch ist, wir uns aber katholisch trauen lassen (was ja mit Dispens möglich ist), kann dann die Trauung in einer Brautmesse gefeiert werden?

 

Benedicta

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Hallo Christian!

 

Ich war vor kurzem bei einer Trauung dabei, wo der Mann konfessionslos (aus der Kirche ausgetreten) war. Das war allerdings keine Messe (also mit Eucharistiefeier), sondern ein Wortgottesdienst. Sie war aber katholisch.

 

Gruß Simone

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Ein katholischer Freund von mir hat eine konfessionslose Frau geheiratet - die sich eigentlich vorher hatte taufen lassen wollen, was aber schief ging. Er tat dies bei einem alten Lehrer von ihm (mein Freund ist auf ein katholisches Internat gegangen, wo auch Priester unterrichteten). Dieser Priester hatte schon ein Erlebnis ähnlicher Art gehabt:

 

Er wollte eine ähnliche kirchliche Trauung vornehmen, d. h. eine Messe mit Eucharistiefeier für ein Paar - ein Partner konfessionslos, ein Partner katholisch. Kurz vor den Feierlichkeiten hat ihn ein "fürsorglicher Kollege" beim zuständigen Bischof "verpfiffen". Eine halbe Stunde vor Beginn der Messe rief ihn dann der Bischof an und verbot ihm die Messe - andernfalls würde er als Priester von seinen Pflichten entbunden. Meinen Freund hat das ziemlich schockiert.

 

Kurz: Es geht nicht.

 

Ausweg (dies hat mein Freund dann gemacht): Eine kirchliche Segnung der Ehe. Der Gottesdienst etc. unterscheidet sich nur in einem Punkt von einer Standard-Heirat - es gibt keine Eucharistie. Ich war selbst dabei und konnte zu der üblichen Hochzeitszeremonie keinen Unterschied entdecken (bis auf die fehlende Eucharistie).

 

Das Ende der Geschichte: Mein Freund bat mich zu ausführlichen Gesprächen über Religion. Dabei versorgte ich ihn mit einschlägiger Literatur. Inzwischen ist er aus der Kirche ausgetreten und er wird auch seine Tochter nicht taufen lassen, seine Frau bleibt konfessionslos wie zuvor. Das ist u. a. die Folge von zuviel Pingeligkeit auf Seiten der Kirche ...

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der Mai ist gekommen ... bricht hier das Heiratsfieber aus?

 

Also, dann woll'n wir mal wieder:

 

wenn meine freundin weder katholisch noch protestantisch wäre (sagen wir mal konfessionslos),könnten wir dann heiraten?

 

ja. (Ich gehe davon aus, daß Deine Freundin nicht getauft ist). Das nennt man eine "religionsverschiedene Ehe". Dazu muß vom "Ehehindernis der Religionsverschiedenheit" dispensiert werden, alles Nähere weiß der Pfarrer.

 

Allerdings wird die Trauung ohne Messe stattfinden (ist aber genauso gültig wie mit). Macht ja auch wenig Sinn, wenn Du bei dieser Messe zur Kommunion gehst und Deine Angetraute nicht.

 

und wenn ich schon mal am fragen bin : 1. könnte unsere heirat eigentlich im alten ritus gehalten werden?

Soweit ich weiß, gilt die Indult-Regelung nur für die Messe, nicht aber für andere Riten.

 

2. was ist jetzt eigentlich mit kardinal arinze?? => bezüglich dem vorhaben mit dem alten ritus? ist da was wahres dran?

Näheres hier, Weiteres ist bisher nicht bekannt.

 

Noch Fragen?

 

:-)

Edited by Petrus
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Wenn mein Mann nicht katholisch ist, wir uns aber katholisch trauen lassen (was ja mit Dispens möglich ist), kann dann die Trauung in einer Brautmesse gefeiert werden?

falls der Mann nicht getauft: Soweit ich weiß, nein (macht auch keinen Sinn, meine ich).

 

Falls der Mann getauft: Wohl eher nicht so gern (um das Problem "Zulassung zur Kommunion" zu umgehen), kommt aber drauf an - auf den Pfarrer, auf den Bischof, auf die Diözese ...

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Ein katholischer Freund von mir hat eine konfessionslose Frau geheiratet - die sich eigentlich vorher hatte taufen lassen wollen, was aber schief ging. Er tat dies bei einem alten Lehrer von ihm (mein Freund ist auf ein katholisches Internat gegangen, wo auch Priester unterrichteten). Dieser Priester hatte schon ein Erlebnis ähnlicher Art gehabt:

 

Er wollte eine ähnliche kirchliche Trauung vornehmen, d. h. eine Messe mit Eucharistiefeier für ein Paar - ein Partner konfessionslos, ein Partner katholisch. Kurz vor den Feierlichkeiten hat ihn ein "fürsorglicher Kollege" beim zuständigen Bischof "verpfiffen". Eine halbe Stunde vor Beginn der Messe rief ihn dann der Bischof an und verbot ihm die Messe - andernfalls würde er als Priester von seinen Pflichten entbunden. Meinen Freund hat das ziemlich schockiert.

irgendwas lief da wirklich schief...

 

Eine religionsverschiedene Trauung ist schon möglich; vielleicht war der Problempunkt "Trauung mit Eucharsitiefeier"? (Ohne Eucharistiefeier ist Trauung genauso gültig). Und wenn der Bischof die Trauung mit Eucharistiefeier nicht gestattet (normalerweise stehen solche Bedingungen in dem Papier drin, das der Bischof dem Pfarrer vor der Trauung schickt), dann kriegt der Pfarrer sicher ein Problem mit dem Bischof, wenn er sich nicht daran hält.

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