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Ihr sollt fremde Götter einladen


Erich

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Auszug aus Beitrag bei kath.net

 

Die Medien waren sich einig: Der Dalai Lama war ein oder vielleicht sogar der "Superstar des Kirchentages". Manche Kirchenoberen mögen solche Schlagzeilen als ärgerlich empfinden. Aber wer "Seiner Heiligkeit" - wie er immer wieder ehrfurchtsvoll genannt wurde - ein solches Forum bietet, darf sich darüber nicht wundern. Die Signalwirkung ist fatal: Ein Buddhist - der gefeierte Star des Christentreffens. Außenstehende werden das als eine Bankrotterklärung des Christentums empfinden. Sie werden sich fragen: Haben die Kirchen inzwischen so wenig Vertrauen in ihre eigene Botschaft, dass sie auf Inhalte und Repräsentanten fremder Religionen zurückgreifen müssen?

 

Christliche Repräsentanten äußerten sich mitunter sogar lobend über die Aussagen fremdreligiöser Repräsentanten. So zeigten sich die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen und der katholische Weihbischof Hans-Jochen Jaschke berührt von der "Intensität und Schönheit" der Gedanken des buddhistischen Mönches und Zen-Meisters Thich Nhat Hanh.

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Haben die Kirchen inzwischen so wenig Vertrauen in ihre eigene Botschaft, dass sie auf Inhalte und Repräsentanten fremder Religionen zurückgreifen müssen?

Ich würde sagen, viele Kirchenmitglieder haben nicht nur wenig Vertrauen in die eigene Botschaft - sie haben auch zu wenige oder fast keine lebendige Erfahrungen mit dem auferstandenen Christus.

 

Denn wer Christus als Fundament hat, verkündet auch diesen!

 

 

Wobei die Entwicklung zur "Einheitsreligion" ja nicht neu ist. Wie sollte sich denn sonst der "Widersacher Gottes" einmal von "fast allen" Menschen anbeten lassen?

 

 

Da singe ich doch lieber ein Lied:

 

Es triumphiert der starke Held,

JESUS, das Lamm, den Sieg behält

kein Dämon hier sein Ziel erreicht,

JESUS bleibt Sieger, Satan weicht

das ist gewiss!

 

Drum Mut, nur Mut, du kleine Schar,

die Jesu Streitertrupp stets war,

die Siegesfahne mächtig schwing

und nur vom Sieg des Lammes sing,

der ist gewiss!

 

Der ganze Himmel streitet mit

und höret jede Glaubensbitt;

und was wir glauben, wird geschehn,

Dämonen müssen dannen gehen -

sie sind besiegt!

 

Der Endsieg, JESUS, er ist Dein,

sonst wärst nicht Sieger Du allein.

Du zeigst zu Deiner Ehre an,

wie Du hier brichst des Satans Bann,

Du siegst gewiss!

 

gby

 

 

bernd

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Christliche Repräsentanten äußerten sich mitunter sogar lobend über die Aussagen fremdreligiöser Repräsentanten.

Ob es nun besonders förderlich war, den Dalai Lama auf den Kirchentag einzuladen, darüber kann man streiten.

Aber so verwunderlich ist es dann ja wohl auch wieder nciht, dass auch Repräsentanten anderer Religionen lobenswerte Aussagen machen können, oder??

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Natürlich ist es nicht erstaunlich, daß der Dalai lama ein netter Mann ist, Exi. Wenn er aber zum Superstar des Kirchentages avanciert, ist was falsch gepolt.

 

Der Superstar hätte vielmehr Jesus Christus heißen müssen. Leider ist die christliche Botschaft im von Medien bis zum Ultimo breitgetretenen Abendmahlsstreit (der ja gar keiner ist) und solchen Pop-Star Ereignisses wie dem Dalai Lama zumindest in der Medienresonanz völlig untergegangen. Schade um die ohne Zweifel vielen wirklich guten Veranstaltungen, die damit darum gebracht wurden, ein zeichen für den Herrn in einer breiteren Öffentlichkeit zu setzen.

 

So bleibt aus der Frene der Eindruck, daß wir nette Menschen sind, die niemand was zuleid tun. Ist ein bißchen wenig für meinen Geschmack.

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Das sagt ja auch keiner, Thomas.

Aber man soll doch bitte in dem Artikel bzgl. dem 'erstaunlichen Loben' nicht so tun...

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Hallo Leute,

 

ich find's völlig daneben, wenn der Kirchentag auf Dalai Lama und Abendmahlsstreit reduziert wird und die vielen Zeugnisse für den Glauben an Jesus Christus nur am Rande wahrgenommen werden. :blink:

 

An den großen Gottesdiensten am Reichstag und auf dem Gendarmenmarkt nahmen hunderttausende von Gläubigen teil, es gab unzählige Gottesdienste auf dem Messegelände und in den Kirchen in der Stadt, in vielen Gemeinde gab es Morgen- und Abendandachten, beim "Power of Love"-Konzert jubelten zehntausende von Jugendlichen Jesus Christus zu und beim Abend der Begegnung und in den Messehallen gab es unglaublich viele Informationsstände von Gruppen, in denen Menschen ihren Glauben leben. :P

 

Ich habe erlebt, dass Menschen in der U-Bahn spontan "Hallelujah" sangen, ich habe erlebt, wie ein Mönch vor dem Roten Rathaus mit Punkern ins Gespräch kam :P über den Frieden, den nur Gott uns geben kann, ich habe die Menschenschlangen vor der Bibelbox gesehen, ich war in einem Gebetszelt, in dem rund um die Uhr gebetet wurde, ich habe eine sehr beeindruckende Predigt von P. Raniero Cantalamessa OFM (päpstlicher Prediger) gehört und ich habe so viele begeisterte Menschen gesehen ... :P

 

Ich finde es mal wieder sehr interessant, wie unterschiedlich doch die Sichtweise auf ein und die selbe Veranstaltung sein kann, und ich frage mich, warum einige Menschen das - ihrer Meinung nach - Negative so sehr in den Vordergrund rücken.

 

Gruß

Angelika

Edited by Angelika
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zumindest in der Medienresonanz völlig untergegangen.

hmm ...

 

Medienresonanz ist eine Sache ... ich war nicht dabei.

 

es waren hunderttausende Christen miteinander versammelt in Berlin.

 

Ich mag nicht unterschätzen die Kraft und die Ausstrahlung, die ausgehen kann davon, wenn sich hunderttausende Christen versammeln.

 

Vielleicht merken wir ja das erst im Rückblick? Jahre später?

 

Jedenfalls auch an dieser Stelle ein sehr herzliches Dankeschön an Euch alle gesagt, die Ihr dort wart und berichtet habt.

 

Dankeschön !!

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Christliche Repräsentanten äußerten sich mitunter sogar lobend über die Aussagen fremdreligiöser Repräsentanten. So zeigten sich die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen und der katholische Weihbischof Hans-Jochen Jaschke berührt von der "Intensität und Schönheit" der Gedanken des buddhistischen Mönches und Zen-Meisters Thich Nhat Hanh.

Lieber Erich,

 

zufälligerweise habe ich eine Veranstaltung besucht ("Interreligiöser Dialog"), bei welchem neben Thich Nhat Hanh noch ein Vertreter des Islam, des Judentums, des Weltkirchenrats und Erzbischof Fitzgerald als Dialogbeauftragter des Vatikan teilnahmen.

 

Die Unterschiede zwischen den abrahamistischen Religionen und dem Buddhismus sind frappierend. Dass der Zen-Meister sagte, der Buddhismus sei für ihn "nur" eine Stufe zur Erleuchtung, die es zu überwinde gälte, nahm man ihm genauso ab wie die Aussage, dass er als Buddhist jederzeit die Errungenschaften der anderen Religionen nutzen will, da sie ihn voran bringen. Deswegen ist der Buddhismus auch sehr an einem Dialog interessiert, weil dieser Austausch den Mensch auf seinem Weg unterstützt.

 

Was dem Publikum in dieser Diskussion auffiel, war die jeweilige Argumentationsweise: Während der abrahamistische Block meinte "In der Bibel (Thora, Koran) steht selles und jenes, deshalb handeln wir folgendermaßen ...", sagte unser Buddhist "Ich überlege mir, was hilfreich und gut für den Menschen ist, und deshalb ..."; man bekam den Eindruck vermittelt, dass beim Buddhismus der Mensch im Mittelpunkt steht, bei den anderen Schrift und Gott. Hier fällt auch der fehlende Absolutheitsanspruch des Buddhismus sehr stark auf.

 

Ich kann nur sagen: Das nahezu ausschließlich christliche Publikum war von der Präsentation des Buddhismus am meisten angetan, und das aus gutem Grund. Hier wurde ein Toleranzgedanke im Sinne von "der andere kann mir aufgrund seiner Verschiedenheit etwas geben, und ich ihm" vermittelt, bei den anderen im Sinne von "ich habe zwar recht, ertrage aber deine abweichende Meinung, solange du mich nicht ärgerst". Gerade beim jüngeren, harmoniebestrebten Publikum kam die buddhistische Sicht- und Lebensweise sehr gut an.

 

 

Nachdem die buddhistischen Vertreter eine solch positive Resonanz erfahren hatten, beeilte sich Weihbischof Weiler beim katholischen Abschlussgottesdienst hinzuzufügen: "Der Dalai Lama sagt, dass der Sinn des Lebens im Glück besteht. Dies steht im krassen Gegensatz zum christlichen Glauben, wo der Sinn des Lebens darin besteht, Jesu Nachfolge anzutreten." Diese Aussage erntete keine Beifallsstürme.

 

Liebe Grüße,

Wolfgang

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@Wolfgang

>Diese Aussage erntete keine Beifallsstürme.

 

Was erstmal für den Weihbischof und gegen das christliche Publikum spricht.

Natürlich können auch Christen etwas von einem Dalai Lhama lernen, genauso wie von allen anderen Religionen (wobei der Bhuddismus keine Religion im eigentlichen Sinn ist). Allerdings muss IMHO bei solchen Veranstaltungen immer herausgehoben werden, das aus christlicher Sicht eben nur Jesus Christus die Erlösung sein kann. Das diese Aussage in unserer "toleranten" Zeit sofort Widerspruch erzeugt ist logisch; das war schon vor 2000 Jahren nicht anders.

Ein Grund warum die Argumente des Bhuddismus vordergründig menschlicher und toleranter wirken ist IMHO mangelndes Wissen über den eigenen Glauben bei vielen Christen beider Konfessionen. Wenn jede/r Katholik/in den KKK zur Abwechslung mal lesen würde, anstatt ihn präsentativ im Bücherregal zu deponieren, würden sie feststellen, dass es keine menschlichere Lehre als die des Evangeliums gibt. Daran tragen natürlich auch die Kirchen eine Mitschuld, weil sie es jahrzehntelang an vernünftiger Katechese haben fehlen lassen. Denn einen Christen, der seinen Glauben verstanden hat, kann der Bhuddismus nicht reizen.

Edited by fono
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@Wolfgang

>Diese Aussage erntete keine Beifallsstürme.

 

Was erstmal für den Weihbischof und gegen das christliche Publikum spricht.

Natürlich können auch Christen etwas von einem Dalai Lhama lernen, genauso wie von allen anderen Religionen (wobei der Bhuddismus keine Religion im eigentlichen Sinn ist). Allerdings muss IMHO bei solchen Veranstaltungen immer herausgehoben werden, das aus christlicher Sicht eben nur Jesus Christus die Erlösung sein kann. Das diese Aussage in unserer "toleranten" Zeit sofort Widerspruch erzeugt ist logisch; das war schon vor 2000 Jahren nicht anders.

Ein Grund warum die Argumente des Bhuddismus vordergründig menschlicher und toleranter wirken ist IMHO mangelndes Wissen über den eigenen Glauben bei vielen Christen beider Konfessionen. Wenn jede/r Katholik/in den KKK zur Abwechslung mal lesen würde, anstatt ihn präsentativ im Bücherregal zu deponieren, würden sie feststellen, dass es keine menschlichere Lehre als die des Evangeliums gibt. Daran tragen natürlich auch die Kirchen eine Mitschuld, weil sie es jahrzehntelang an vernünftiger Katechese haben fehlen lassen. Denn ein Christ, der seinen Glauben verstanden hat, kann der Bhuddismus nicht reizen.

Hallo fono,

 

ich denke, daß in Jesus Christus die Erlösung ist.

 

Jedoch denke ich auch, daß beispielsweise mancher Buddhist die Lehren Jesu (auch wenn er sie nicht als solche nennt) stärker befolgt als mancher Christ (man vergleiche einmal ganz unvoreingenommen die Zahl der Kriege, die im Namen des Christentums geführt wurden, mit der Zahl der Kriege, die im Namen des Buddhismus geführt wurden - auch wenn wir heutigen Christen uns von den vergangenen Dingen distanzieren, sollten wir nicht so tun, als hätten wir keinen Erklärungsbedarf diesbezüglich).

 

"Ein Grund warum die Argumente des Bhuddismus vordergründig menschlicher und toleranter wirken ist IMHO mangelndes Wissen über den eigenen Glauben bei vielen Christen beider Konfessionen. "

 

Dies interpretiere ich so: vordergründig ist der Buddhismus menschlicher und toleranter, in Wirklichkeit ist das Christentum menschlicher und toleranter.

(übrigens kritisierst Du ja Toleranz indirekt selbst - unsere "tolerante" Zeit in Anführungszeichen - vielleicht sogar zu Recht). "Toleranz" ist kein biblisches Wort, also warum vortäuschen, das Christentum sei eine "tolerante" Religion?

 

Die Menschlichkeit ist zwar ein wichtiger Bestandteil - vor allem des NT - jedoch ist die Gottesliebe dieser übergeordnet (Theorie: Gottesliebe bewirkt Menschenliebe, Praxis: (leider nur allzuoft) glaubst Du nicht an meinen Gott, dann ... - Konsequenzen bitte selber dem eigenen Geschichtswissen entnehmen). Nehmen wir einmal die Menschenliebe als solche, bewirkt diese tatsächlich oft Menschenliebe als solches (interessante Person in diesem Zusammenhang ist Albert Schweitzer). Selbstverständlich gibt es auch Beispiele wie Mutter Theresa, aber dann nennen wir doch fairerweise auch Mahatma Gandhi.

 

Was ich ausdrücken möchte: ich bin selber Christ, habe aber Probleme, einem Außenstehenden die Toleranz und Menschlichkeit zu erklären. Die Geschichte des Christentums bereitet mir diese Probleme. Wie löst Du diese Probleme für Dich? Ich lerne gerne dazu.

 

herzliche Grüße

 

Olli

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@Olli

Jedoch denke ich auch, daß beispielsweise mancher Buddhist die Lehren Jesu (auch wenn er sie nicht als solche nennt) stärker befolgt als mancher Christ

Da hast Du bestimmt Recht. Ich kenne auch eine Menge Atheisten oder Muslime, die (warum auch nicht?) sehr nette Menschen, und teilweise auch wesentlich umgänglicher als ich es bin sind.

man vergleiche einmal ganz unvoreingenommen die Zahl der Kriege

Ich schätze, Du spielst wahrscheinlich auf die Kreuzzüge an. Ich denke inzwischen, über diese Kriege können und dürfen wir heute garnicht urteilen, weil es einfach eine ganz andere Zeit, mit einem anderen Denken, auch in der Politik war. Auch darf man nicht vergessen, dass die christliche Lehre den Krieg zwar als Übel und höchstens allerletztes Mittel der Politik erachtet, ihn aber unter bestimmten Umständen legitimiert. Ob diese Punkte für gerechten Krieg aus heutiger Sicht auf die Kreuzzüge zutreffen, mag dahingestellt sein, aber diese fanden - wie gesagt - zu einer Zeit statt, in die wir uns IMHO nichtmal mehr hineindenken können.

in Wirklichkeit ist das Christentum menschlicher und toleranter.

Als Christ muss ich das IMHO so sehen, abgesehen von der Toleranz.

übrigens kritisierst Du ja Toleranz indirekt selbst

Ich gebe zu, dass ich den Begriff "Toleranz" in seiner heutigen Bedeutung von (überspitzt) "Alles ist irgendwie schön und macht selig" nicht mag. Toleranz kommt von lat. tolerare = dulden, deshalb benutze ich lieber das Wort "Respekt". Etwas dulden bedeutet für mich, die Meinung eines Anderen zwar respektieren, aber nicht unbedingt gutheissen zu müssen. Deshalb kann ich (oder besser: vesuche ich) z.B. den Glauben eines Muslims zu respektieren, ohne meinen eigenen zu relativieren. Aus der Bibel lese ich, dass Jesus auch so gehandelt hat (wenn auch wesentlich konsequenter als ich). Er hat die Menschen so genommen wie sie sind, und hat ihnen gleichzeitig gesagt welche Meinung er zu ihrem Leben hat. Da ich sehr viele nichtgläubige Freunde und Bekannte habe, bin ich damit immer sehr gut gefahren.

Die Geschichte des Christentums bereitet mir diese Probleme.

Wie sollte sie das nicht? Leider ist sehr viel Unfug im Namen des Glaubens betrieben worden, dass bedeutet aber noch nicht, dass der Glaube Unfug ist. Wenn ich aktuell einen George W. Bush betrachte, der bekennender und praktizierender Christ ist, habe ich auch meine Anfragen. Kirche, also Christentum besteht aber immer aus Menschen, die eine Menge dummes Zeug anstellen können (auch Du und ich), dadurch wird aber das Evangelium nicht schlechter.

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Franciscus non papa

irgendwie denke ich, dass man das mal in einzelnen punkten betrachten muss:

 

1. die titulatur: ich finde es schon in ordnung, wenn man den dalai lama mit seinem offiziellen titel anredet. wir verlangen - mit recht - auch, dass ein nichtchristlicher politiker, wenn er dem papst begegnet sich ans protokoll hält.

 

2. eine einladung an sich zu einem kirchentag finde ich auch noch in ordnung, schliesslich ist dialog - auch mit nichtchristlichen religionen - eine gute sache - allerdings ohne selbstverleugnung des eigenen glaubens.

 

3. ich fand schon die asissi-aktion unseres papstes nicht in ordnung - grins, habe für meinen standpunkt allerdings damals schon kritik bekommen. solcherlei dinge geben dem synkretismus vorschub und unterstützung.

 

es ist schon wenig gut, dass der dalai lama sozusagen zum höhepunkt des kirchentages emporstilisiert wird. der höhepunkt ist und bleibt die begegnung mit dem lebendigen gott, dem auferstanden christus in der eucharistie!!!!!!!

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zum Beispiel die hier

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Lieber Erich,

 

wenn außenstehende das probieren, dann haben sie meistens das eigentliche Hauptereignis nicht verstanden. Nach ein paar Tagen ist das vergessen. Was nicht vergessen ist, sind die Erfahrungen der Teilnehmer des Kirchentages.

 

Herzliche Grüße

Martin

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PS: Getröstet haben sollte dich z.B. "Möglicherweise war die relative Harmlosigkeit des Vortrags der Grund für zahlreiche Abwanderungsbewegungen bereits während der Veranstaltung. Vielleicht war es auch nur die Hitze. "

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Echo Romeo

Wir hatten oben die Diskussio über die Frage, ob BuddhistInnen »glücklicher« sind. Die Frage, die sich mir stellt ist, ob angesichts dieser (kolportierten) Kernbotschaft des Vortrages

 

"Alle Menschen sind gleich, ob Westler, Ostler, ob gelb oder schwarz, alle Menschen sind gleich", rief der stimmlich indisponierte Friedensnobelpreisträger von 1989 unter lautem Jubel ins Mikrofon. "Wir alle wollen ein fröhliches, erfolgreiches Leben. Das wichtigste an unserem Leben ist Fröhlichkeit", erklärte er seinem Publikum, das teilweise mit verschränkten Händen und geschlossene Augen da- und zu anderen Teilen nach kalten Getränken anstand.

 

Den Sinn des Lebens mache "das Streben nach Glück aus", erklärte der Dalai Lama, die Hoffnung sei "der wichtigste Faktor in unserem Leben".

 

christlicherseits nichts zu diskutieren ist.

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Hallo,

 

noch ein paar Anmerkungen zum Thema:

 

1. Bei der Veranstaltung mit dem Dalai Lhama waren 20.000 Menschen (lt. Presse). Das waren gerade mal 10% der ständigen Besucher. Das ist eine signifikante Gruppe, aber immerhin so wenig, dass man hier nicht von dem Superstar reden sollte. Das wäre ja so, als wenn man sagen würde, eine Partei mit 10% der Wählerstimmen hätte den Wählerauftrag die Regierung zu bilden. Also hier sollte man die Kirche 'mal im Dorf lassen.

 

2. Einen sicherlich wichtigen Teil des Kirchentages machten wohl die kirchlichen 'Stars' aus (Küng, Drewermann, Fliege, Anselm Grün, Dalai Lhama). Für die Medien sind diese Leute eher Nachrichten wert, als etwa eine Meditation. Hier lässt sich Kirche bzw. bestimmte Meinungen und Richtungen in Kirche und Spiritualität personalisieren. Hier finden Ereignisste statt. Hier sind Veranstaltungen überfüllt. Und das lässt sich medial gut transportieren. Und dadurch entsteht eine Wirkung nach außen. Allerdings auch ein verzerrtes Bild.

 

3. Der Dalai Lhama und andere Vertreter anderer Religionen faszinieren, weil sie auf ein Bedürfnis nach Spiritualität Antworten geben. Ich denke, die Antwort, es ginge darum in diesem Leben glücklich zu sein, ist auch aus christlicher Sicht nicht falsch. Die Nachfolge Christi ist ja nicht darauf ausgerichtet, sich sinnlos zu quälen, sondern darauf, im Geiste Jesu seinen Sinn und seine Erfüllung zu finden. Ich würde nicht sagen, dass eine Mutter Theresa etwa unglücklich gewesen wäre. Ich denke, sie war überaus glücklich, weil sie ihren Weg der Nachfolge gefunden hat.

Wo, frage ich, micht, wird denn in unserer Kirche darüber geredet, was die Nachfolge Christi denn genau bedeutet. Für jeden Einzelnen. Wo kann ich das denn entdecken?

Wo solche Menschen mit einem entsprechenden Charisma auftreten, sind sie auch 'Stars' in der Kirche. Für mich ist zu einem gewissen Grad Anselm Grün so jemand. Nicht dass ich ein Fan seiner Schriften oder seiner Person wäre. Aber er zeigt den Menschen schon Wege auf, wie sie den Weg Christi gehen könnten.

Wir neigen dazu, den Weg Christi als schrecklich, schwer, mühevoll darzustellen. Aber wir vergessen zu sagen, wohin das alles führen soll. Das naheliegende Ziel ist doch am Reich Gottes in dieser Welt zu arbeiten. Und unter der Herrschaft Gottes verstehen wir doch ein Reich des menschenwürdigen Lebens. Und menschenwürdigen Lebens heißt doch mit sich, seinem Nächsten und Gott im Reinen zu sein. Das ist ein äußerst erstrebenswertes und positives Ziel. Dafür lohnt es sich, sich abzumühen. Und da können wir sicherlich heute ansetzen und die Menschen dafür begeistern.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Hallo Leute,

 

ich find's völlig daneben, wenn der Kirchentag auf Dalai Lama und Abendmahlsstreit reduziert wird und die vielen Zeugnisse für den Glauben an Jesus Christus nur am Rande wahrgenommen werden...

Das ist doch gerade das Maleur, liebe Angelika. Ich glaube Dir aufs Wort, daß es jede Menge Gelegenheiten gab, den Geist des Herrn geradezu mit Händen zu greifen. Aber als zu Hause gebliebner Niederrheiner bin ich eben auf das Bild angewiesen, was die medien vom ÖKT zeichnen. Und da konnte den Eindruck gewinnen, Thema der Veranstaltung wäre das ökumenische Schimpfen auf den Papst und der Jubel für den Dalai Lama gewesen. Ein Jammer, das nicht mehr von der christlichen Botschaft herübergekommen ist.

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„Aber als zu Hause gebliebner Niederrheiner bin ich eben auf das Bild angewiesen, was die medien vom ÖKT zeichnen“ ThomasBloemer

Leider war ich auch nur auf Medienberichte angewiesen. Daher finde ich die persönlichen Berichte viiieeel toller :angry: . Den Abschluß-GoDi habe ich noch auf Video. Bisher habe ich nur den Ausschnitt gesehen, wo Kardinal Lehmann Präses Kock das Kreuz auf die Stirn zeichnet. Für mich war das eines der wichtigsten Zeichen vom ÖKi-Tag, daß das Für- und Miteinander von Christen unterstreicht. (ich hoffe Ihr könnt meinen Gedanken folgen, da es in Worte zu packen etwas schwierig ist :blink: )

Was mir deutlich zu kurz in den Medien kam, war der eigentliche Superstar: Jesus. Ich hoffe und denke, daß er für die ÖKi-Tag-Besucher wesentlich mehr im Mittelpunkt war.

Auf der anderen Seite kann ich aber die Medienmacher verstehen: Der Dalai Lhama war gut TV-tauglich mit kurzen, prägnanten und nicht allzu schwierigen (auf den ersten Blick) Aussagen, die perfekt in den normalen 15-Sekunden-Statements passen. Außerdem verbreitet er einen Hauch (für viele einen Sturm) von Außergewöhnlichem und Abenteuer, was die meisten in den christlichen Kirchen gar nicht erwarten und sich daher nie in das Abenteuer Jesus stürzen würden.

Eure Uhu

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Zumindest können durch die Annäherung der beiden Kirchen seit vielen Jahren Evangelen Katholen heiraten - und umgekehrt :blink: - dieser riesige Fortschritt sollte auch mal erwähnt werden, so am Rande.

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Aber als zu Hause gebliebner Niederrheiner bin ich eben auf das Bild angewiesen, was die medien vom ÖKT zeichnen. Und da konnte den Eindruck gewinnen, Thema der Veranstaltung wäre das ökumenische Schimpfen auf den Papst und der Jubel für den Dalai Lama gewesen. Ein Jammer, das nicht mehr von der christlichen Botschaft herübergekommen ist.

Lieber Thomas,

 

diesen Eindruck kann man auch gewinnen, wenn man hier im Forum liest. Auch hier wird über das gemeinsame Abendmahl und den Dalai Lama mehr geredet als über den Geist Gottes. :blink:

 

Liebe Grüße

Angelika

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