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Fasten am Freitag


Axel
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Ich entsinne mich eines Aushangs, der sich bisweilen in Signalfarben an den schwarzen Brettern der Kirchen findet: die Pflichten eines jeden Gläubigen bezüglich Gottesdienstbesuch, Beichten und Fasten mit freundlichen Grüßen des jeweiligen Bischofs.

 

Freitags soll zumindest auf Fleisch verzichtet werden, wenn mich nicht alles täuscht, und normalerweise gibt es ja auch Fisch. Der Symbolik Ichthys wegen.

 

Zu meiner Überraschung wird hier im Kölner Generalvikariat am Freitag aber durchaus jede Menge Fleisch kredenzt. Fisch gab es heute gar keinen, dafür mindestens zwei Fleischgerichte. Werden die Fastenregeln offenbar auch innerhalb der kirchlichen Administration nicht so heiß "gegessen"?

 

Wie haltes Ihr es mit dem Freitag?

 

Axel

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Soviel ich weiß, hat man nach dem 2. Vaticanum die Fastenregel für den Freitag- also Verzicht auff Fleisch - gestrichen, und durch die Pflicht zu einem beliebigen, frei wählbaren Opfer ersetzt.

 

Mit dem Erjebnis, dat am Ende mangels Eindeutigkeit jar nix mehr jemacht wird, wie im richtigen Leben...

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Also ganz ehrlich,über das Freitagsverbot in Bezug auf Wurst und Fleisch,habe ich nie nachgedacht.

 

Während meiner Taufvorbereitung wurde das Thema einmal angeschnitten.An was ich mich da erinnern kann,ist folgendes:Alte Menschen und kranke Menschen sind oder waren von dem Verbot wohl ausgenommen.

 

Ich kenne jedoch ein Kloster,da wird dieses Freitags-Verbot sehr strikt eingehalten.Da gibt es meist nur Suppe,oder eine Süsspeise.

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Ich liebe Suppen und Süßspeisen. Obst und Gemüse ebenfalls. Fisch, mhhh, lecker. Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln. Käse. Quark, Joghurt.

 

Im Grunde genommen schwimmen wir im Überfluß der Nahrung. Wenn etwas peanuts sind, dann eer Verzicht auf Fleisch und Wurst.

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Wie wahr, Martin! Deshalb hat man ja vermutlich vor ein paar Jahrzehnten das eindeutige fastengebot durch das gebot eines beliebigen Opfers ersetzt.

 

Bloß: wo feste Rituale fehlen - das gilt nicht nur hier - da schleicht sich eben der Schlamper ein.

 

Wenn ich mir - wie Du - zur Regel machen würde, am Freitag kein Fleisch/Wurst zu essen, käme mir eben automatisch die Bedeutung des Tages in den Sinn - irgendwie.

 

Es ist sehr viel schwieriger, erst mal zu überlegen, was man heute für ein Opfer bringe könnte.

 

Meistens vergesse ich es - und der Freitag ist dann ein Tag wie jeder andere auch.

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Der Freitag, Thomas. Und als Brennpunkt: 15.00 Uhr frei machen für ein Gebet der Hingabe und Nachfolge. Das müßte gehen.

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Christoph Overkott
Ich entsinne mich eines Aushangs, der sich bisweilen in Signalfarben an den schwarzen Brettern der Kirchen findet: die Pflichten eines jeden Gläubigen bezüglich Gottesdienstbesuch, Beichten und Fasten mit freundlichen Grüßen des jeweiligen Bischofs.

 

Freitags soll zumindest auf Fleisch verzichtet werden, wenn mich nicht alles täuscht, und normalerweise gibt es ja auch Fisch. Der Symbolik Ichthys wegen.

 

Zu meiner Überraschung wird hier im Kölner Generalvikariat am Freitag aber durchaus jede Menge Fleisch kredenzt. Fisch gab es heute gar keinen, dafür mindestens zwei Fleischgerichte. Werden die Fastenregeln offenbar auch innerhalb der kirchlichen Administration nicht so heiß "gegessen"?

 

Wie haltes Ihr es mit dem Freitag?

 

Axel

Natürlich kann man freitags auch vegetarisch essen: zum Beispiel Reibeplätzchen, Kartoffelsalat und Pfannekuchen.

 

Ernährungswissenschaftlich empfiehlt sich Fisch ein bis zweimal die Woche wegen des Eiweißes, ungesättigter Festsäuren und des Geschmacks.

 

Die Fischtage im Kölner Generalvikariat (warum nicht mal Rheinsalm?) könnten aber auch auf einen Montag und einen Donnerstag gelegt werden.

 

Andererseits können Gläubige im Generalvikariat am Freitag mal auf die Kantine verzichten, sich einen Joghurt mitbringen und sich diesem hingeben.

Edited by Christoph Overkott
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Christoph Overkott

Um da aber keinen falschen Zweifel aufkommen zu lassen, bleibt noch ergänzen, dass ich freitags nicht im Kölner Generalvikariat bin und wir daher auch fleischlos speisen.

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Andererseits können Gläubige im Generalvikariat am Freitag mal auf die Kantine verzichten, sich einen Joghurt mitbringen und sich diesem hingeben.

Na, ob das nicht schon ein Schlemmen und damit gegen das Freitagsgebot ist? :blink:

 

Bei uns wird aus familientechnischen Gründen fast immer fleischlos gegessen am Freitag, da unsere Jüngste den Speiseplan gestalten darf und entweder Pommes mit Ketchup wählt oder Pfannkuchen - aber auf gar keinen Fall Fisch!

 

Mein Versuch, am Freitag abend den Gottesdienst zu besuchen, schlägt dagegen meist fehl, auch aus familientechnischen Gründen (kein Babysitter verfügbar).

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Andererseits können Gläubige im Generalvikariat am Freitag mal auf die Kantine verzichten, sich einen Joghurt mitbringen und sich diesem hingeben.

Jetzt dämmert mir was. Freitags macht das "Erzbistro" (netter Name, gell) erst um 13 Uhr auf. So können die Mitarbeiter wenigstens eine Stunde fasten... :blink:

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Hallo!

Ich kenne auch die „neue“ Regelung mit dem frei gewählten Opfer, aber ich persönlich versuche immer den Freitag fleischlos zu gestalten. Wenn ich im Jugendhaus (kath. Jugendbildungsstätte) bin, gibt es prinzipiell nur fleischlos.

Eine Zeitlang habe ich freitagsfrüh immer Hl. Messe gefeiert und einmal war ich am gleichen Tag beim Pfarrer zum Mittag – und da gab es Hähnchenfilet. Fand ich schon ein bißchen komisch, aber er meinte, daß wir schon Go-Di gehabt haben. :blink:

Eure Uhu

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heute hab ich aus priesterlichem Mund einen schönen Grund erfahren, warum es im Kölner Erzbistro Freitags auch Fleisch gibt: für diejenigen, die Namenstag haben und sich nicht an die Regel halten müssen. :unsure:

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Wir essen prinzipiell kein Fleisch an Freitagen! Besonders an Herz-Jesu-Freitagen!

 

Segensgrüsse

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Christoph Overkott

Herz-Jesu-Sozialisten üben sich im Hungern und im Essen in der Solidarität.

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Ich entsinne mich eines Aushangs, der sich bisweilen in Signalfarben an den schwarzen Brettern der Kirchen findet: die Pflichten eines jeden Gläubigen bezüglich Gottesdienstbesuch, Beichten und Fasten mit freundlichen Grüßen des jeweiligen Bischofs.

 

Freitags soll zumindest auf Fleisch verzichtet werden, wenn mich nicht alles täuscht, und normalerweise gibt es ja auch Fisch. Der Symbolik Ichthys wegen.

 

Zu meiner Überraschung wird hier im Kölner Generalvikariat am Freitag aber durchaus jede Menge Fleisch kredenzt. Fisch gab es heute gar keinen, dafür mindestens zwei Fleischgerichte. Werden die Fastenregeln offenbar auch innerhalb der kirchlichen Administration nicht so heiß "gegessen"?

 

Wie haltes Ihr es mit dem Freitag?

 

Axel

Selbstverständlich bin ich nicht frei von Sünde und esse auch Freitags Fleisch :P , vor allem wenn leckere polnische Kochwürstchen im Kühlschrank liegen :P

Aber der Karfreitag ist natürlich heilig :blink:

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Also ganz ehrlich,über das Freitagsverbot in Bezug auf Wurst und Fleisch,habe ich nie nachgedacht.

 

Während meiner Taufvorbereitung wurde das Thema einmal angeschnitten.An was ich mich da erinnern kann,ist folgendes:Alte Menschen und kranke Menschen sind oder waren von dem Verbot wohl ausgenommen.

 

Ich kenne jedoch ein Kloster,da wird dieses Freitags-Verbot sehr strikt eingehalten.Da gibt es meist nur Suppe,oder eine Süsspeise.

Das Gebot wird von allen Katholiken sehr streng gelebt, nur ist man als kleines Schäfchen eben fehlbar :blink:

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Kurzer Gruß in die Runde

 

Also hier in der "schwäbischen Wüste" gibt es freitags nur Milch/ Joghurt/ Brot/ Tee und Wasser... :blink:

Fleisch, Fisch und Wurst gibt es hier nie!

Ich habe mich sehr amüsiert über diesen Thread, der ist einfach gut.

 

So, dann verabschiede ich mal wieder für unbestimmt.

Schade, den Thread hätte ich gerne weiter verfolgt. :unsure:

 

Grüße mtoto

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wie gesagt, in Bayern kein Problem :unsure:

In der Kantine meines Arbeitgebers, gibt es das Problem am Freitag gar nicht.

Da steht schlicht kein Fleisch auf dem Speiseplan :blink:

 

Sogar in der Uni-Mensa ist nur eines der 4 möglichen Essen Fleisch.

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Nach Möglichkeit verzichte ich auf Fleisch und Wurst, nur bei Kundenterminen gibt es da eventuell Abweichungen - oder wenn mich der Heißhunger packt, aber dann hat man ja seit Vaticanum II Alternativen zuhauf an der Hand.

 

Liebe Grüße,

Wolfgang

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Christoph Overkott

Bei besonderen Anlässen können wir auch mal auf ein Opfer verzichten.

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